
Nach der Dunkelflaute kommt der Solar-Blackout in Deutschland
Deutschlands Stromnetze waren am Rand des Blackouts durch wiederholte Dunkelflauten. Fachleute warnen nun vor einem Blackout durch Überschuss-Strom von den kleinen Solaranlagen auf Hausdächern.
Kürzlich wurden die Auswirkungen des völlig undurchdachten Ausbaus von privaten Solaranlagen auf die drastische Erhöhung der zukünftigen Netzkosten thematisiert. Im Photovoltaik Fachmagazin „pv Magazine“ wird ein sehr realistisches Szenario beschrieben, das uns noch viel schneller ereilen wird als die Kostenlawine: „Dazu gefährden nicht-steuerbare Solaranlagen zunehmend die Netzstabilität, denn sie entlasten nicht wie oftmals vermutet automatisch das Netz bei Spitzenlasten. Stattdessen stellen nicht-steuerbare Anlagen das Netz regelmäßig durch Überproduktion vor immer größere Herausforderungen.“
Im Energiewende Musterland Deutschland, mit dem vom Wirtschaftsminister der Grünen entfachten Ausbauwahn von im Gegensatz zu Windmühlen nicht abschaltbaren, kleinen Solaranlagen wurde eine gigantische Überkapazität geschaffen.
Bei entsprechender Witterung, sprich Sonnenschein, produziert diese Überkapazität eben dann auch gigantische Stromengen, die nicht gebraucht werden. So stimmt hier das Sprichwort vom Kleinvieh, das Mist macht, und zwar sehr viel, viel zu viel. Strom ist die verderblichste Sache der Welt, er muss prinzipiell in dem Moment verbraucht werden, in dem er entsteht.
Wenn auch der Export aufgrund der viel zu großen Menge nicht klappt, dann gibt es nur eine Möglichkeit, die Netzfrequenz zu halten: Abschaltung.
Die passiert vielfach automatisiert, dann gehen Straße für Straße je nach Höhe der Überproduktion die Transformatoren vom Netz, zuerst eben auf den niedrigen Netzebenen, und dann eskaliert das unter Umständen sehr schnell nach oben, es kommt zumindest zum regionalen Blackout.
Vielleicht haben dann genau die diese Malaise verursachenden Eigenheimbesitzer noch Strom, die wohlhabend genug sind und neben einer Solaranlagen noch in chinesische Batteriespeicher in entsprechender Größe investiert haben, während in den Krankenhäusern die Notstromgeneratoren anspringen, die Industrie die Produktion einstellen muss, etc…
Der Autor des Artikels, Amani Jonas, Geschäftsführer des Stromhändlers CFP Flexpower macht dann noch einen Blick in die Zukunft:
„Ostern 2025 – ein Blick in die Zukunft
Wir haben mal in die Glaskugel geschaut: An Ostersonntag 2025 sinkt die Stromnachfrage während der Mittagsstunden auf etwa 40 Gigawatt, während Solaranlagen auf Dächern allein bis zu 34,2 Gigawatt produzieren. Zusammen mit 8 Gigawatt konventioneller Must-Run-Kapazität und weiteren 11,7 Gigawatt aus netzgekoppelten erneuerbaren Energien, die nicht abgeregelt werden, ergibt sich ein Gesamtangebot von 53,9 Gigawatt. Viel zu viel Strom ist im Netz. Selbst bei einem optimistischen Export von 8 Gigawatt bleibt ein Überangebot von 5,9 Gigawatt bestehen, was der Leistung von fünf Kernkraftwerken entspricht. Nach der Nutzung der letzten marktlichen Notmaßnahmen, wie 3 Gigawatt negativer Regelleistung, verbleiben noch 2,9 Gigawatt Überschuss, ohne klare Lösungen für die weitere Bewältigung. Dies könnte zu gravierenden Netzproblemen führen, darunter ein Anstieg der Netzfrequenz, Abschaltungen von Photovoltaik-Wechselrichtern, Schäden an Maschinen und potenzielle Brownouts, besonders in solarreichen Regionen wie Südbayern.“
Ostern ist nach der Wahl. Und dann kommt Pfingsten mit noch höherer Solarstromproduktion und ebenfalls geringem Strombedarf. Im Juni und Juli erreichen wir den höchsten Sonnenstand an den längsten Tagen. Bei hoffentlich gutem Wetter steigt die Produktion von Solarstrom nochmals, der Strombedarf sinkt jedoch urlaubsbedingt noch weiter. Dafür steigt die Gefahr von Brownouts und gar eines Blackouts noch mehr als zu Ostern oder Pfingsten.
Der EU Green Deal verschärft durch unwissende und inkompetente Politiker wird immer mehr zur Gefahr für Wohlstand und Wirtschaft.
Bild von Hans auf Pixabay
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
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Nachtrag zu Kommentator „Ogmios“:
Ich hatte im Schlußsatz ja noch etwas übersehen, was ebenfalls gegen die stumpfsinnige Verwendung der KUI (Künstliche Un-Intelligenz) spricht (Zitat): „An der Photovoltaik ist an sich nichts auszusetzen, im Weltraum, wo die Photonen ungefiltert auf die Halbleiterstruktur treffen. Aber in einer Atmosphäre eine sehr ineffiziente Methode zur Energieumwandlung“.
Die „Effizienz der Energieumwandlung“ steht hier NICHT MIT EINEM WORT zur Debatte (das ist ein ganz anderes Thema), sondern die Gefahr von temporären Über- und Unterkapazitäten durch Solar- (und Wind-) Strom für die Netzstabilität. Deshalb auch der jedem einleuchtende Begriff „Flatterstrom“.
Aber es gab auch schon ganz schlaue „Experten“, die (in anderen Foren) messerscharf geschlußfolgert hatten, der Begriff käme von der schwankenden Stromstärke des Wechselstromes und nicht von der nur temporären Verfügbarkeit (denn die Sonne scheine ja immer, womit sie sogar recht haben könnten). Sie haben eben nur nicht bedacht, dass es auf Grund der Erdrotation auf der Erde auch Nachtzeiten gibt, in denen die Sonne zwar scheint, aber eben nicht auf die der Sonne gerade abgewandten Seite der Erdoberfläche.
Ich kann mich gerade nicht entscheiden, ob ich das mit einem :-( oder einem :-) kommentieren soll.
Mich stört es gewaltig, dass im Artikel steht, der Strom müsste verbraucht werden. Das ist falsch.
Energie kann weder „erzeugt“, noch „verbraucht“ werden. Energieerhaltungssatz, dieser besagt, dass Energie von der einen Form in eine andere Form UMGEWANDELT wird.
In Form der Photovoltaik werden Photonen genutzt, um Elektronen aus den Halbleitersperrschichten zu lösen. Die erste praktische Anwendung der Quantentheorie. Diese herausgelösten Elektronen regen das Metallgitter des elektrischen Leiters an, es entstehen Schwingungen, ein Elektron wird aus dem Metallgitter gelöst, das dazu gekommene nimmt dessen Platz ein. Es entsteht eine „Elektronenwanderung“ vom Minuspol zum Pluspol, auch genannt als Stromfluss. Das ist die physikalische Stromrichtung.
An der Photovoltaik ist an sich nichts auszusetzen, im Weltraum, wo die Photonen ungefiltert auf die Halbleiterstruktur treffen. Aber in einer Atmosphäre eine sehr ineffiziente Methode zur Energieumwandlung.
Ach Mensch, Ogmios!
Mich stört es gewaltig, dass Sie hier mit Ihren akademischen Spitzfindigkeiten vom Wesentlichen ablenken, denn diese spielen hier überhaupt keine Rolle, genauso wenig wie Ihre ungebetene Aufklärung über die physikalischen Hintergründe der Photovoltaik.
Im Artikel steht übrigens nicht, dass Energie „erzeugt“, oder „verbraucht“ wird. Lediglich von Strom ist die Rede.
Sie setzen aber beides gleich und kommen dann gleich mit dem Energieerhaltungssatz um die Ecke.
Der Artikel dagegen weist (Gott sei Dank) auf „populärwissenschaftliche“ Art und Weise auf die Gefahren durch ein temporäres Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage im Netz hin, das zu schwerwiegenden Instabilitäten führen kann. Denn die Stabilität eines „Strom“-Netzes bezüglich Netzspannung und Netzfrequenz ist auf Grund der Belastungsabhängigkeit der Generatoren in den Kraftwerken vom Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage abhängig.
Am praktischen Beispiel erklärt: Wenn durch die (parallele) TEMPORÄRE Einspeisung von Solarstrom (oder/und Windstrom) in das Netz die Belastung der kontinuierlich laufenden Kraftwerksgeneratoren sinkt, führt das zu höherer Netzspannung und Netzfrequenz, die durch Herunterregeln der Generatorleistung kompensiert werden muss. Doch diese Regelung ist endlich, d.h. irgendwann ist die Regelgrenze erreicht.
Und diese Gefahren werden durch eine Vielzahl privater, nicht zentral steuerbarer Photovoltaik-Anlagen weiter verschärft, während sich deren Betreiber noch als grüne Planetenretter feiern lassen.
Und Ihre Bemerkung (Zitat):“ An der Photovoltaik ist an sich nichts auszusetzen“ wurde im Artikel „an sich“ auch nicht angefochten. Sie müssen also hier auch gar nichts verteidigen, was gar nicht angegriffen wurde.
Noch einen gutgemeinten Ratschlag an Ogmios:
Sie sollten sich bei der Kommentierung zukünftig mehr auf Ihre eigene Intelligenz verlassen, als auf die künstliche (Un-)Intelligenz (KUI).
Deren fehlende Intelligenz zeigt sich u.a. darin, dass deren programmierte Algorithmen den Wesenskern eines Artikels oft gar nicht erfassen und dann völlig am eigentlichen Thema vorbei ihr angehäuftes „Wissen“ zu bestimmten Schlagworten des Artikels loswerden wollen, ohne jedoch die Fähigkeit zu besitzen, explizit auf den Wesenskern einzugehen.
…🤣😂🤣😂👍🏼
Mit ein bißchen Glück, arbeitet auch Ihr Rauchmelder mit photoelektrischem Effekt.
Nennen Sie ihn doch einfach EINSTEIN….🤣😂
Wenn Einstein lärmt, sollten Sie unbedingt die Feuerwehr rufen….sagt die KI. 🤓
In letzter Zeit sind mir viele neue kleine „Trafostationen“ von Westnetz zwischen den kleinen Orten aufgefallen. Ich nehme an, dass diese genau dafür da sind, das Stromnetz in möglichst viele, einzeln schaltbare Segmente zu teilen.
Der Staat bzw. die Netzagentur lässt per ferngesteuerte Smartmeter die Wärmepumpen einfach abschalten, wenn nicht genug Strom vorhanden ist. Warum werden dann nicht solche Smartmeter auch bei Solaranlagen Pflicht? Dann gibt es auch keinen Blackout durch zuviel Strom!
Aber vielleicht gibt es in Deutschland noch eine schöne Dunkelflaute vorher – dann braucht man den Netzzusammenbruch zu Ostern gar nicht mehr.
Angewandte Schizophrenie:
Weitere Subventionierung von Photovoltaik-Anlagen. Ein Netzwerk-Problem durch die Verdopplung des Verursachers zu beseitigen.
…😂🤣👍🏽. Wenn Schwarzköpfe regieren….zahlen wir e x t r a für weniger Strom, immer mehr für Migranten und die außenministeriale Sprachstörung erklärt Putin und China den Krieg, – während sie sich bemüht, TOPTERRORISTEN die Hand zu schütteln….
Wenn das „feminin“ ist, will man nur noch gendern….😂🥂✌️