KTM: Noch mehr Probleme durch überbordende EU-Vorschriften

23. Dezember 2024von 3,2 Minuten Lesezeit

Nach einer Überproduktion und einem darauf folgenden Einbruch beim Absatz stehen nun rund 130.000 Motorräder unverkauft in den Lagern. Die neue Norm „Euro 5+“, die ab dem 1. Januar 2025 in Kraft tritt, könnte die Situation noch verschärfen.

Fahrzeuge, die nur nach der bisherigen „Euro 5“-Norm homologiert sind, dürfen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr neu zugelassen werden. Damit droht ein erheblicher Wertverlust des Lagerbestands, die Regierung schläft, warnt in einer Aussendung MFG-Landesparteiobmann Joachim Aigner vor einem weiteren Tiefschlag für KTM.

Von der Noch-nicht-Regierung hört man dazu einmal mehr nichts, man ist stattdessen mit Dauerverhandlungen, in denen es unter dem Strich eigentlich nur darum geht, dass Nehammer gerne Kanzler bleiben möchte und der völlig unfähige Andreas Babler gerne sein Vize sein will“, sagt MFG-Landesparteiobmann Joachim Aigner

Übergangsregelungen erlauben Ausnahmen für ‚auslaufende Serien‘, wie sie KTM aktuell betreffen. Allerdings gelten diese nur bis Ende 2026 und sind auf begrenzte Stückzahlen beschränkt – für die 130.000 Motorräder in den KTM-Lagerhallen reicht dies nicht aus. Zum Vergleich: In Österreich werden pro Jahr etwa 36.000 Motorräder neu zugelassen. Der aktuelle Lagerbestand von KTM entspricht somit dem heimischen Bedarf von fast vier (!) Jahren.

Über 290 Millionen Euro drohender Wertverlust

Ein möglicher Ausweg wäre – verkürzt gesagt – die sogenannte „Tageszulassung“: Das Fahrzeug wird bei diesem Vorgang kurz an- und gleich wieder abgemeldet und gilt dann als „gebraucht“. Problem: Eine Tageszulassung verursacht nicht nur Kosten von etwa 150 Euro pro Vorgang, das jeweilige Motorrad sinkt auch im Wert rapide – bei einem Neuwagen etwa ist ein Neupreis-Verlust von 25 Prozent realistisch. Bei der enormen Stückzahl an Motorrädern (130.000 Stück), die bei KTM in den Lagerhallen stehen, beträgt der rechnerische Wertverlust bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von 9.000 Euro in Summe über 290 Millionen Euro – plus fast 20 Millionen Euro Gebühren für die Tageszulassungen.

Kritik an EU-Regulierungen und Ausblick

Joachim Aigner wirft der EU vor, die wirtschaftliche Belastung durch ihre Maßnahmen zu ignorieren. „Unsere Fahrzeuge sind bereits technisch führend bei Sicherheit und Emissionsstandards, und trotzdem werden die Anforderungen immer weiter verschärft“, so Aigner. Seiner Ansicht nach treibt die EU mit ihrer Klimapolitik die Industrie in den Ruin.

Durch die neue Euro 5+ Norm ist KTM gezwungen, seinen Bestand zu verschleudern, wodurch der entstandene Schaden weiter steigt. „Von der Noch-nicht-Regierung hört man dazu einmal mehr nichts, man ist stattdessen mit Dauerverhandlungen, in denen es unter dem Strich eigentlich nur darum geht, dass Nehammer gerne Kanzler bleiben möchte und der völlig unfähige Andreas Babler gerne sein Vize sein will“, so Joachim Aigner abschließend.

Die nächste Herausforderung steht den Motorradbauern und -entwicklern mit der Einführung der Euro 6 Norm im Jahr 2028 bereits bevor. Diese wird weitere Anforderungen wie eine ABS-Pflicht für Leichtkrafträder und strengere Geräuschgrenzwerte mit sich bringen, was die Produktionskosten und damit auch die Verkaufspreise weiter erhöhen dürfte.

Die wahren Absichten der EU

Den EU-Politikern und Bürokraten geht es ohnehin nicht um Schutz der Bürger durch diese Vorschriften. Wenn dem so wäre würde man nicht Kriege rund um die Welt via NATO unterstützen und insbesondere in die Ukraine Milliarden an Steuergeldern pumpen.

Wie TKP berichtet hat, wurde ein Kriegs-Kommissar von der Kommissionspräsidentin Leyen installiert. Außerdem macht man sich gezielt an die Einrichtung einer länderübergreifenden EU-Rüstungsindustrie. Die Schäden für Menschen und Umwelt, die dadurch angerichtet werden, übertreffen die durch Motorräder nach welcher Norm auch immer um ein Vielfaches.

Bild von SmallmanA auf Pixabay

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6 Kommentare

  1. triple-delta 23. Dezember 2024 um 21:47 Uhr - Antworten

    Hoffentlich hat sich die EU dieses Verfahren rechtlich schützen lassen, ganze Volkswirtschaften ohne einen einzigen Schuß und eine einzige Bombe komplett zu zerstören.
    Demnächst trifft es die großen Wohnmobile über 7,5t Gesamtgewicht inkl. Anhänger, die dann plötzlich zum Gütervekehr gehören, inkl. aller Vorschriften.

  2. Verschwoerungspraktiker 23. Dezember 2024 um 21:22 Uhr - Antworten

    Diese Verschärfungen sind jetzt aber keine plötzliche Erscheinung, dieser größenwahnsinnige Stufenplan war schon seit Jahren geplant und auch einsehbar. Jeder der Motoren entwickelt wusste, was das bedeutet und dass es mit der Agenda 2030 auf eine Abschaffung des Individualverkehrs hinausläuft!

    Und was haben Hersteller, Verbände und Gewerkschaften gemacht? Ist da jemand auf die Barrikaden und hat mit Steuerboykott oder ähnlichem gedroht? Fehlanzeige! Mindestens das Maul gehalten haben sie, bis zu singend und jubelnd in den Untergang gerannt, wie bei VW…. und Subventionen für die große „Transformation“ eingesackt, dass einem schlecht wird.

    Das Verbrenner-Aus hat ja nichts anders zum Ziel. Am Besten soll gar keiner mehr Auto fahren und wenn, dann mit seelenlosem, potentiellen Sondermüll…. E-Auto genannt. Wäre der Batterieschrott eine echte Alternative, müsst man die Konkurrenz nicht verbieten, dann würde das der Markt regeln.

    Bei den Motorrädern ist es ja noch brutaler, da gibt es nicht einmal eine „Alternative“. Also aufhören zu fahren…. und die hysterische Klimareligion jubelt!

  3. Mia Wu Ast 23. Dezember 2024 um 15:52 Uhr - Antworten

    Seit wann ist bekannt, daß & wo die Euro5+ am 1.1.2025 in Kraft treten wird?
    Wie lange braucht man um 130.000 Motorräder in eben diesen Märkten abzusetzen?
    Dann kann man sich durch bloße Anwendung von Volksschulmathematik ausrechnen wann mit der Produktion von Motorrädern < Euro5+ aufzuhören ist, um nicht auf – dann deswegen unverkaufbaren – Lagerbeständen sitzenzubleiben. Ist das geschehen? Wenn nein, ist das Privatvermögen der handelnden Geschäftsführer zur Schuldenbedienung einzusammeln.
    Es wird erzählt, daß Hr. Pierer Produktionsmitarbeiter zur Kurzarbeit anmelden wollte, dies aber abgelehnt wurde; deshalb hat er mit der unvermindert bestehenden Mannschaft weiterproduzieren lassen.
    Wenn das stimmt ist auch das ein strafrechtlich zumindest „interessanter“ Vorgang und sollte für einen „Anfangsverdacht“ der Wirtschafts-& Korruptionsanwaltschaft ausreichend sein. Oder sind die grad mit allen verfügbaren Kräften mit der FPÖ beschäftigt?

  4. Jan 23. Dezember 2024 um 11:21 Uhr - Antworten

    KTM gehört nach meiner Erinnerung zum konservativen Teil der Republik. Leyen sitzt auf einem konservativen Ticket.

  5. audiatur et altera pars 23. Dezember 2024 um 10:24 Uhr - Antworten

    Während sich die gesetzgebieterische Klimareligion immer mehr ins Knie schießt, werden die selbstverständlichsten Verkehrsgefahren ignoriert. Brennt dann einer oder gar mehrere der grünen E(lon)-Kennzeichen etwa im Tauerntunnel mit entsprechendem Bodycount ab, wird absehbar der nächste Sachverständige kurzerhand für verrückt erklärt werden.

    Die künftigen Postenanwärter scharren schon in den Startlöchern um (sich) zu „beweisen“…

  6. cwsuisse 23. Dezember 2024 um 9:55 Uhr - Antworten

    Firmen mit Standort in der EU stehen auf verlorenem Posten – die Umweltpolitik der EU zerstört alle wirtschaftlichen Aktivitäten. Die Klimapolitik erzeugt einen konstanten Anpassungsdruck der Produktionsbetriebe überfordert.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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