Bis zu 170.000 Soldaten aus ukrainischer Armee geflohen –  Zelensky will mehr Rekrutierung

31. Oktober 2024von 2,3 Minuten Lesezeit

Trotz anhaltender Verluste an der Front will die Ukraine 160.000 weitere Soldaten in den Krieg schicken.

Die Ukraine hat ein ernstes Personalproblem, denn die Zahl der Deserteure nimmt weiter zu. Anna Szkorohod, eine Vertreterin des ukrainischen Obersten Rates, hat dem YouTube-Kanal Novosztyi Live ein Interview gegeben, demzufolge sich die Situation verschlimmert, da viele Menschen die ukrainische Armee ohne Genehmigung verlassen. „Ich werde keine genaue Zahl nennen, aber ich würde sagen, mehr als 100.000“, sagte sie.

Andere Quellen gehen von bis zu 170.000 aus, darunter der Militärjurist Roman Lichatschow, der vor kurzem über diese Zahl der Desertionen sprach, und Stanislaw Krawtschenko, der Präsident des Obersten Gerichtshofs der Ukraine, der sagte, dass die Zahl der Desertionsversuche enorm gestiegen sei.

Berichten zufolge hat Oleksandr Lytvynenko, Sekretär des ukrainischen Nationalen Sicherheitsrates, dem ukrainischen Parlament mitgeteilt, dass innerhalb von drei Monaten 160.000 Soldaten benötigt werden, da Russland an der Front weiter vorrückt. In den letzten Wochen sind die russischen Streitkräfte im Donbass und in anderen Gebieten vorgerückt und haben die ukrainische Armee zum Rückzug gezwungen, während sie erfolgreich Dörfer und Siedlungen befreit haben.

Die Entscheidung kommt nicht überraschend, denn das russische Verteidigungsministerium hat bekannt gegeben, dass es die Bergbaustadt Selydove in der Region Donezk eingenommen hat.

Die ukrainischen Behörden haben nicht bestätigt, dass die Stadt in russischer Hand ist, aber Emil Kastehelmi, ein Militärexperte und OSINT-Analyst der in Finnland ansässigen Black Bird Group, der diese Woche im Kyiv Independent zitiert wurde, sagte, die Stadt sei „im Grunde verloren“.

„Das ist die größte Stadt, die nach Avdiivka im Winter gefallen ist. Und sie fiel innerhalb von ein paar Wochen oder so. Es war also ein schneller, schneller Erfolg“, fügte Kastehelmi hinzu.

Die Einnahme von Selydove ist für die Ukrainer besonders schlimm, da die Stadt nur wenige Kilometer von Pokrowsk entfernt liegt, das ein wichtiges Logistikzentrum ist.

Eine komplette Befreiung der beiden Donbass Republiken, denen im Minsker Abkommen Autonomie zugesichert und von Deutschland und Frankreich garantiert worden war, wird nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

Und hoffentlich kommt es dann rasch zu einem Friedensschluss Vereinbarungen über eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur.

Zu den Hintergründen und die Ereignissen die zum Krieg geführt haben ist das Buch von TKP-Gastautor Thomas Mayer „Wahrheitssuche im Ukraine-Krieg: Um was es wirklich geht“ sehr empfehlenswert.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Der stille Abschied von der Ukraine

Genesener Fico trifft Orbán und Vučić zu Gesprächen über Migration, Ukraine und Zusammenarbeit

Guardian aus 2004 über Regimewechsel-Aktivitäten der USA in Ukraine, Serbien, Georgien, Moldau

Führt Niederlage im Ukraine Krieg zu Auflösung der NATO?

11 Kommentare

  1. Jurgen 2. November 2024 um 14:40 Uhr - Antworten

    Versucht man jetzt die vielen toten Soldaten als Deserteure wegzudiskutieren?

  2. Andreas I. 2. November 2024 um 11:08 Uhr - Antworten

    Hallo,
    so sieht er aus, der Endsieg.

  3. Dr. Rolf Lindner 31. Oktober 2024 um 19:47 Uhr - Antworten

    Deutsche Scham und Schande

    Sind des Westens Kultfiguren,
    den Wertewesten sie vertreten,
    sind in Wahrheit doch nur Huren,
    derer, die den Mammon anbeten.

    Einen Koks schnüffelnden Clown
    sowie dementen Präsident
    setzten die Geier auf den Thron,
    fast die ganze Welt jetzt brennt.

    Die nicht mit den Milliarden geizen,
    füttern damit des Krieges Drachen,
    für Macht und Gier Menschen verheizen
    sie zu hunderttausendfachen.

    Ihnen in Deutschland assistieren
    Baerbock und Scholz als Marionetten,
    mit deutschen Waffen massakrieren,
    wie einst sie es gern wieder hätten.

    Merkt denn ihr dummen Deutschen nicht,
    dass ihr seid die Verlierer schon,
    wenn deutscher Wahn zusammenbricht,
    erntet dazu ihr Spott und Hohn.

    Die euch jetzt Geld und Freiheit nehmen,
    Lügen ohne Ende ersannen,
    derer müsst ihr euch dereinst schämen,
    jagt sie diesmal vorher von dannen.

  4. Bernhard 31. Oktober 2024 um 18:14 Uhr - Antworten

    Ukrainische Deserteure wie auch andere Zuwanderer aus Kriegsgebieten sind eigentlich ein idealer Nährboden für eine Gesellschaft, die wieder mehr für den Frieden kämpft.
    Die nicht mut- und kampflos vor den Kriegstreibern kapituliert, sondern deren Treiben hinterfragt.
    Der Westen ist in den Augen der Weltmehrheit das Haupthindernis für den Frieden, nicht nur in der Ukraine.
    Dieses Weltwissen kann Angst in Mut verwandeln. Auch hierzulande.

  5. Glass Steagall Act 31. Oktober 2024 um 17:44 Uhr - Antworten

    Wer im Westen am lautesten nach Krieg schreit (Pistorius, Beaerbock, v. d. Leyen und sämtliche Profiteure der Rüstungsindustrie) soll selbst an die Front und gleich die ganze Familie mitbringen! Denn die Großmäuler im Westen opfern immer nur andere im Krieg!

  6. R.Fongern 31. Oktober 2024 um 17:37 Uhr - Antworten

    Der Geldadel aus der Ukraine hat sich schnell vom Acker gemacht und ist in Europa,vornehmlich Deutschland, abgetaucht.Hier wird das Flüchtlingstum ,auch der Reichen,bis zum Erbrechen alimentiert.Die desertierten Soldaten befinden sich ebenfalls vornehmlich auch in Deutschland, aber auch in ganz Europa und sind aus gutem Grund getürmt.Unsere Bevölkerung ist mittlerweile.mit Ukrainern und sonstigen fremden Kulturen und Nationalitäten durchsetzt und leben durch die deutsche Alimentierung.Abwarten,ob jene Gäste“ wieder zurückkehren.

  7. Dorothea 31. Oktober 2024 um 17:04 Uhr - Antworten

    Jedenfalls sind derzeit wieder mehr SUVs und sonstige PKWs mit UK-Kennzeichen auf unseren Straßen zu sehen. Dass die Männer vor dem Gemetzel flüchten, ist mehr als verständlich. Jedoch im Hinblick auf unseren maroden Staatshaushalt aufgrund der fatalen Coronapolitik, der vielen impfgeschädigten und dadurch arbeitsunfähigen Menschen, dem Heer von Sozialhilfeempfängern, fragt man sich, wie lange soll und kann das kleine Land Österreich das alles noch finanzieren.

    Auch aus diesem Grund braucht es endlich Friedensverhandlungen. Denn wir Österreicher wollen auch nicht vor die Hunde gehen.

    • 1150 31. Oktober 2024 um 19:52 Uhr - Antworten

      @dorothea,

      doch, der österreicher will vor die hunde gehen,
      sonst hätte das wahlergebniss deutlich anders ausgesehen.
      aber immerhin gibt mir das starke echo auf die petition zum rücktritt vdb’s ein klein wenig zuversicht,
      dass wenigstens bei einigen der groschen nun endgültig gefallen ist.
      immerhin ~ 72000 unterschriften in elf tagen, ist nicht so schlecht, finde ich

      • Dorothea 31. Oktober 2024 um 20:23 Uhr

        Der Groschen fällt leider immer erst 1 Minute nach 12.

    • Andreas I. 2. November 2024 um 13:09 Uhr - Antworten

      Jedenfalls sind derzeit wieder mehr SUVs und sonstige PKWs mit UK-Kennzeichen auf unseren Straßen zu sehen. Dass die Männer vor dem Gemetzel flüchten, ist mehr als verständlich. Jedoch im Hinblick auf unseren maroden Staatshaushalt aufgrund der fatalen Coronapolitik, der vielen impfgeschädigten und dadurch arbeitsunfähigen Menschen, dem Heer von Sozialhilfeempfängern, fragt man sich, wie lange soll und kann das kleine Land Österreich das alles noch finanzieren.

  8. Jan 31. Oktober 2024 um 15:48 Uhr - Antworten

    Dank ÖVP wird die WHO in wenigen Monaten entscheiden, ob wir noch Grundrechte haben – der Nationalrat ist überflüssig! Justitia möchte ebenfalls nicht mehr arbeiten, sondern nur Befehle des WEF-Girls erfüllen.

    Wir verfügen über eine Reihe hochbezahlter Nichtstuer, die an der Front aushelfen könnten!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge