
Australischer Covid-Regierungsbericht: Menschenrechte „vernachlässigt“
Der australische Covid-Untersuchungsbericht wurde am Dienstag veröffentlicht und übt durchaus deutliche Kritik an der Politik. Lockdowns und andere Maßnahmen hätten nachhaltige Schäden hinterlassen.
Während australische Kommunalpolitiker einen vielversprechenden Versuch gestartet haben, um ein mRNA-Verbot durzusetzen, veröffentlicht Australien seinen Covid-Untersuchungsbericht. Auch eine konformistische „Aufarbeitung“ wie jene ist Australien ist damit bereits um einiges weiter als die „Aufarbeitung“ in Europa. Denn der Bericht ist durchaus kritisch: Menschenrechte wurden „vernachlässigt“ und das „öffentliche Vertrauen“ in den Staat nachhaltig beschädigt.
Aufarbeitung und Vorbereitung
Der Bericht kommt von der Regierung und nimmt die regionalen Premierminister in die Kritik. Die australische Regierung stellt 2022 die Labour-Partei, geht aber mit Parteikollegen ins Gericht.
Das Magazin Australian berichtet aktuell über die Untersuchung, die „lang erwartet“ worden ist. (Hervorhebungen TKP):
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Der lang erwartete Bericht über Australiens Umgang mit der Covid-19-Pandemie wirft den Premierministern der Bundesstaaten vor, Misstrauen und Verwirrung geschürt und drakonische Grenzschließungen beschlossen zu haben, denen es an Konsequenz und Mitgefühl fehlte.
Der Covid-Untersuchungsbericht, der am Dienstag von der Regierung Albanese veröffentlicht wurde, wirft den Regierungen auch vor, die psychische Gesundheit und die Menschenrechte zu vernachlässigen, und warnt davor, dass Impfvorschriften zu einer „anhaltenden Zurückhaltung“ bei der Immunisierung gegen andere Krankheiten geführt haben.
Der Bericht nannte zwar keine Namen von Premierministern, bezeichnete aber die von den Labor-Regierungen in WA, Queensland und Victoria häufig angewandten Grenzschließungen als unvernünftig und schädlich.
Das Gremium von Gesundheitsexperten, das im Rahmen der Untersuchung konsultiert wurde, warnte vor einer fortschreitenden Erosion des Vertrauens, die durch die Lockdown-Maßnahmen ausgelöst wurde und die künftige Gesundheitsinitiativen erschüttern und akute Probleme in den Gesundheitssystemen der Bundesstaaten und des Bundes verschärfen würde.
Der Föderalismus, der es ermöglichte, dass unterschiedliche Bundestaaten unterschiedliche Restriktionen einsetzen könnten, hätte auch „zu Misstrauen“ geführt, heißt es in einer Zusammenfassung. Das kann man letztlich auch als Plädoyer für mehr Zentralismus in der Pandemiepolitik lesen, was nicht unbedingt gut sein muss. Widersprüchliche Erklärungen auf politischer Ebene habe jedenfalls weiter „Verwirrung und Misstrauen“ geschürt:
„Einige Differenzen waren nicht leicht zu erklären, und es wurden keine Begründungen geliefert. Dazu gehörte auch die Schließung der Staatsgrenzen, die von den Staaten einseitig verfügt wurde und der es an Konsistenz und Mitgefühl bei der Umsetzung mangelte.“
Hier findet man den gesamten Bericht.
Ein australischer Politiker fasste weiter zusammen:
„Die Erosion des Vertrauens schränkt nicht nur unsere Fähigkeit ein, auf eine Pandemie zu reagieren, wenn sie das nächste Mal auftritt, sondern sie hat sich bereits auf die Leistung unserer Impfprogramme ausgewirkt, einschließlich unserer Impfprogramme für Kinder. Seit Beginn von Covid… haben wir einen Rückgang von sieben oder acht Prozentpunkten bei der Teilnahme am Keuchhustenimpfprogramm für Kinder unter 5 Jahren und am Masernimpfprogramm für Kinder unter 5 Jahren festgestellt, was bedeutet, dass wir bei diesen beiden wirklich wichtigen Krankheiten weit unter dem Niveau der Herdenimmunität liegen.“
Aber wie bereits oben erklärt, handelt sich sich naturgemäß um eine konformistische Aufarbeitung. Man gibt auch Ratschläge, was man „bei der nächsten Pandemie“ besser machen soll.
Bild Screenshot
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