Angebliche Abschwächung des Golfstroms wegen Klimawandel war Messfehler

21. September 2024von 4 Minuten Lesezeit

Die offiziellen Klimanarrative sind von schweren Fehlern geprägt. Die Modelle sind schlicht falsch, können die Vergangenheit nicht erklären und damit auch nichts in der Zukunft. Immer wieder werden Naturphänomene auf den Klimawandel zurückgeführt, die damit aber nichts zu tun haben. Selbst Messfehler werden ausgenutzt um den eine menschliche Ursache daraus zu konstruieren.

Die angeblich drastische Verlangsamung des Golfstroms, dessen vorhergesagter Kollaps zum jüngsten Gericht und zum Aussterben der Menschheit führen wird, war ein Messfehler. Aber es wurde auf den angeblich von Menschen verursachten Klimawandel zurückgeführt. Ähnliches erleben wir gegen jede Evidenz bei den gebetsmühlenartigen Behauptungen, dass Extremwetter häufiger und stärker würden, durch das von Menschen produzierte CO2 und die damit angeblich einhergehende anthropogene Erderwärmung. Tatsache ist allerdings, dass Extremwetter-Ereignisse mit der Erwärmung weniger wurden. Über die entsprechenden Studien hat TKP unter anderem hier berichtet.

Die Geschwindigkeit des Golfstroms wird über Induktionsfeldänderungen in Tiefseekabeln gemessen. Leider bewahrheitete sich der alte Spruch, wer misst, misst Mist. Man vergaß dabei den Einfluss des sich verändernden Erdmagnetfeldes in der Messung zu berücksichtigen. Das Ergebnis ist jetzt, dass der Golfstrom seit Beginn der Aufzeichnungen völlig konstant läuft.

Das zeigt die von Denis L. Volkov et al in Nature Communications veröffentlichte Studie mit dem Titel „Florida Current transport observations reveal four decades of steady state“ (Beobachtungen des Florida-Stroms zeigen vier Jahrzehnte lang einen stabilen Zustand).

Die Forscher fassen ihre Ergebnisse leicht verständlich so zusammen:

„Die mögliche Schwächung der Atlantischen Meridionalen Umwälzzirkulation (AMUZ) als Reaktion auf anthropogene Einflüsse, die von Klimamodellen nahegelegt wird, steht im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Debatte. Eine Schlüsselkomponente der AMUZ, der Florida-Strom (FS), wird seit 1982 fast kontinuierlich mit Hilfe von Unterseekabeln zwischen Florida und den Bahamas bei 27°N gemessen. Eine Abnahme der Stärke des FS könnte auf eine Schwächung der AMUZ hindeuten. Hier bewerten wir die bewegungsinduzierten Spannungen, die an einem Unterseekabel gemessen wurden, neu und bewerten den Gesamttrend des abgeleiteten FS-Transports neu. Wir stellen fest, dass die Kabelaufzeichnungen ab dem Jahr 2000 eine Korrektur für die säkulare Veränderung des geomagnetischen Feldes erfordern. Durch diese Korrektur wird ein falscher Trend in den Aufzeichnungen beseitigt und es wird deutlich, dass die Florida-Strom bemerkenswert stabil geblieben ist. Die neu berechneten AMUZ-Schätzungen bei ~26,5°N führen zu einem deutlich schwächeren negativen Trend als der, der in den AMUZ-Zeitreihen mit den unkorrigierten FS-Transporten zu erkennen ist.“

Das ist eines der krassen Beispiele, wie aus den Modellen der „Klimawissenschaftler“ völlig falsche Schlüsse gezogen werden.

Was mich persönlich am meisten erstaunt ist die Unverfrorenheit mit der offensichtliche krasse Widersprüche zu den Modellen geleugnet werden. Zum Beispiel Funde von Bäumen und Pflanzen unter den zurückgehenden Gletscherzungen wie der riesige Zirbenbaum unter dem Pasterzengletscher des Großglockners, der dort vor etwa 9000 Jahren gewachsen ist.

Damals war es also um 2 bis 3 Grad wärmer als heute und das ohne „menschengemachtes“ CO2 – ein unauflösbarer Widerspruch zum gesamten IPCC-Klimanarrativ. Pasterze ist übrigens ein slawisches Wort und bedeutet Viehweide oder einfach Weide. Dort wo heute Gletschereis ist, oder vor ein paar Jahren noch war, war zur Zeiten slawischer Besiedlung des Alpenraumes offenbar ein als Viehweide passender Grasbewuchs, also war es ebenfalls um rund 2 Grad wärmer als heute. (Karantanien war ein im 7. Jahrhundert entstandenes slawisches Fürstentum mit einem möglichem Zentrum auf dem Gebiet des heutigen Kärnten.)

Einer der meist zitierten Physiker ist Nobelpreisträger Richard P. Feynman (1965 für seine Theorie der Quanten-Elektrodynamik). Er sagt in einer Vorlesung über die wissenschaftliche Methode: „Wenn es nicht mit dem Experiment übereinstimmt, ist es falsch. Die Feynman Lecturs on Physics gehören wohl noch immer zu den besten und lesenswertesten Einführungen in die Theoretische Physik.

Zur Erläuterung des Titelbildes:

Das Netzwerk besteht aus dem Unterseetelekommunikationskabel zwischen West Palm Beach und Grand Bahama Island (cyanfarbene Kurve), Schiffsabschnitten über den Florida Current (FC) bei 27°N mit In-situ-Messungen an neun Stationen (weiße Kreise), zwei Bodendruckmessgeräten auf beiden Seiten des FC bei 27°N (gelbe Sterne) und entlang der Strecke durchgeführten Satellitenaltimetriemessungen (magentafarbene gepunktete Linie). CTD-Messung (Leitfähigkeit, Temperatur, Tiefe), LADCP (akustischer Doppler-Strömungsprofiler), XBT (einmal verwendbarer Bathythermograph).

Bild: Fig. 1: The Western Boundary Time Series observing network in the Straits of Florida.

Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Gletscher in den Alpen: derzeit größer als meist in letzten 10.000 Jahren

Diese Grafik verursacht Schnappatmung bei CO2-Anbetern

Kommt kleine Eiszeit ab 2030? Daten des US Zentrums für Vorhersage des Weltraumwetters deuten darauf hin

Extremwetter wie Starkregen seltener – Behauptungen des Gegenteils aber häufiger

5 Kommentare

  1. Jan 22. September 2024 um 8:33 Uhr - Antworten

    In der Vergangenheit hat es nicht nur Klimaschwankungen gegeben, sondern auch Hungerzeiten. Nun ist es schwierig, zu argumentieren, der Hunger sei besiegt, weil wir Diesel haben, wenn sich der Diesel drastisch verteuert und in Lieferengpässe rutscht.

    Es gibt einige Anzeichen, dass uns ein Maunder-Minimum bevorsteht.

    Aus meiner Sicht gehören Autarkie und Selbstversorgung gestärkt, wenn wir sehen, dass wir in schwierige Zeiten rutschen. Die religiösen Schreihälse sind nicht so wichtig.

    Nun können wir annehmen, dass in den kommenden Jahren 60% sowieso verschwinden und sich alles wieder ausgeht. In diesem Falle, wie auch im Kriegsfalle, würden jedoch die Lieferketten brechen. Natürlich verdoppelte sich das bestehende Material und Werkzeug. Es bleibt jedoch nur ein kleines Fenster, die Eigenproduktion zu starten. Und dass die am Dollar hängenden Konzerne uns das abnehmen, steht in den Sternen.

  2. Dr. Rolf Lindner 22. September 2024 um 2:01 Uhr - Antworten

    Dogmen und Daten

    Will ein Mensch in seinem Leben nicht nachplappern, was vorgegeben,
    sondern nach tiefer Wahrheit streben, darf niemals er an Dogmen kleben.

    Sind viele doch zu faul zum Denken und mit Dogmen leicht zu lenken,
    in erster Sicht ist das bequem, doch hat die Menschheit ein Problem.

    Die Frage, die man stellen muss: Warum sind Dogmen meistens Stuss?
    Weil die, welche Dogmen aufstellen, uns wollen um die Wahrheit prellen.

    An dieser Stelle sei gewarnt, ein Dogma sich heute gern tarnt,
    sagt es wäre Wissenschaft, in Wirklichkeit es die abschafft.

    Denn Wissenschaften niemals starten, um gleich in Dogmen zu entarten,
    werden als erstes Fragen stellen, dann schauen nach den Datenquellen.

    Die Daten werden so verwendet, dass hier die Wissenschaft nicht endet,
    erkennt man Gesetzmäßigkeiten, ’ne Theorie wird man ableiten.

    Die sollte man verifizieren, muss in der Praxis funktionieren.
    Verfahren aus ihnen erstellen, sind wieder neue Datenquellen.

    Doch weil mit Politik verwoben, hat Wissenschaftsinn sich verbogen,
    Wissenschaftler sich heut‘ betätigen rotgrüne Dogmen zu bestätigen.

    Lassen dabei Daten verschwinden, müssen sogar welche erfinden,
    lassen sich auch prostituieren, wahres Wissen zu diffamieren.

    Bedenken diese Knechte nicht, dass alles mal zusammenbricht,
    weil niemals funktionieren kann, was fußt auf grünem Größenwahn?

    Haben am End‘ sie nicht nur Daten, sondern ihr ganzes Volk verraten.

  3. Wolliku 21. September 2024 um 15:48 Uhr - Antworten

    Sollte uns das nun überraschen? Diese Art von Wissenschaft erinnert mich irgendwie an die Veränderung in der Autoindustrie mit der Endkontrolle. Irgendwann hieß es dort hinter vorgehaltener Hand, die Endkontrolle findet durch den Kunden statt. Hatte einen Vorteil, denn der Kunde hätte ja sowieso Garantie. Also was soll’s?! Ähnlich in der Wissenschaft! Passt das Ergebnis zum Narrativ wird es publiziert, oft ohne weiteren Schnickschnack durch den Publisher. Dann muss man ja erst einmal das Gegenteil beweisen. So hat sich eine Klimawissenschaft etabliert, die nicht mehr weiß was sie macht, aber das macht sie gut. Aber leider passt es auf Dauer dann doch nicht. Immer dann, wenn die Fakten nicht in die Modelle „hineingepflegt“ werden können, fällt es auf. Wie bei der Endkontrolle beim Kunden. Es entsteht ein Ärgernis. In der Wissenschaft etabliert sich der Eindruck, man würde systematisch hinter die Fichte geführt, denn das religiöse Narrativ kommt an erster Stelle. Alles weitere ist nicht so wichtig, denn zunächst kommt das Geschäft. Aber mittlerweile reden wir beim „Klimaschutz“ nicht mehr über „Kunst am Bau“-Summen sondern von einer Transformation unseres Lebens, mit monetären Auswirkungen, die dem Wahnsinn entsprungen sein könnten. Milliarden werden ausgegeben, damit in China der Sack Reis nicht umfällt. Die Leute merken das, spätestens dann, wenn alles was zu heiss, zu trocken, zu kalt und zu nass, Folgen des anthropogenen Klimawandels sind und Schmalhans Küchenchef wird. Spätestens bei irgendwelchen Kipppunkten ist dann endhültig Schluss mit lustig, Attributionsforscher nennt man dann moderne Auguren und divers farbige Politiker pupen wieder einmal viel heiße Luft durch kalte Polster. Übrigens: Morgen wählt Brandenburg in Deutschland.

  4. rudifluegl 21. September 2024 um 14:35 Uhr - Antworten

    „Wenn es nicht mit dem Experiment übereinstimmt, ist es falsch.“
    Das gewiss! Allerdings werden häufiger die Anordnungen, komplexer Experimente, falsch sein!?
    Und damit eventuell die zum Experiment passende Theorie.
    „Leider bewahrheitete sich der alte Spruch, wer misst, misst Mist.“
    Kann sein, und das wahrscheinlich oft, aber es ist die leichtest wiederholbare Methode, bei Studien.
    Hier fällt es den Betrügern am schwersten Studienergebnisse auf Dauer, zu recht zu biegen.
    Die Studienmethoden haben Sie selber schon, sehr schön bei TKP aufgearbeitet!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge