Kritik an politischer Instrumentalisierung des Wetters

17. September 2024von 2,5 Minuten Lesezeit

Das Wetter als zentrales politisches Thema, mehr noch: als politische Propaganda. Scharfe Kritik an der Instrumentalisierung des Hochwassers für Politik kommt von der MFG. 

Wetterwahlkampf in Österreich: Die verheerenden Hochwasser der letzten Tage werden nun benutzt, um „gegen die Klimakatastrophe“ zu stimmen. Damit ist gemeint: Keine Parteien zu wählen, die „Klimaleugner“ wären. Kickl, der Regenmacher sozusagen. Kritik an dieser Instrumentalisierung des Wetters für politische Propaganda kommt von der MFG.

Wetter oder Klima

Spitzenkandidat Martin Steiner kennt als gebürtiger Ybbser die  die wiederkehrenden Hochwasserereignisse nur zu gut. „Seit jeher leben wir Ybbser mit den Herausforderungen des Hochwassers. 2002 haben wir Sandsäcke geschaufelt, 2013 hat uns ein neu errichteter Hochwasserschutz vor Schlimmerem bewahrt. Doch was wir nicht brauchen, ist parteipolitischer Missbrauch solcher Katastrophen! Meine Gedanken sind bei all jenen, die durch diese Naturkatastrophe ihr Zuhause, ihre Existenz oder sogar Angehörige verloren haben. Gleichzeitig möchte ich mich bei den vielen Freiwilligen bedanken, die unermüdlich helfen und zeigen, was Zusammenhalt wirklich bedeutet“, schreibt die MFG in einer Aussendung.

Es folgt grundsätzliche Ideologiekritik am herrschenden Narrativ, wonach die Politik nun gegen die „Klimakatastrophe“ etwas tun müsse:

Hochwasser sind keine neue Erscheinung in Österreich: 1991 wurden Teile Niederösterreichs völlig überschwemmt, 2002 verursachte ein „Jahrhunderthochwasser“ Schäden in Milliardenhöhe, und 2005 richtete Dauerregen in Salzburg großen Schaden an. Dennoch wurde damals das Leid der Betroffenen nicht für politische Propaganda missbraucht, wie es heute durch den ORF und manche Parteien geschieht. Wenn man noch weiter in der Geschichte zurückgeht, zeigt auch das Magdalenenhochwasser von 1342, dass solche Naturkatastrophen schon immer Teil unserer Geschichte waren. Das erste in Österreich überlieferte Hochwasser fand 792 statt.

„Es ist wichtig zu betonen: Wetter ist kein Klima! Während Klima den statistischen Durchschnitt von Wetterereignissen über mindestens 30 Jahre beschreibt, handelt es sich bei Hochwassern um punktuelle Extremereignisse. Diese pauschal als Beweis für den ‚menschengemachten Klimawandel‘ zu nehmen, ist unwissenschaftlich und fahrlässig“, erklärt Steiner. „Die Extremwetterereignisse stiegen in den letzten 100 Jahren nicht an, die Zahl der Toten durch Naturkatastrophen und Infektionskrankheiten sinkt seit 100 Jahren beständig – auch wenn in den Systemmedien etwas anderes behauptet wird, so bleibt eine Unwahrheit eine Unwahrheit.“

Mit scharfer Kritik wendet sich Steiner an den ORF und jene Parteien, die die aktuelle Situation als Plattform nutzen, um „den menschengemachten Klimawandel“ zu propagieren. „Es ist eine Schande, wie das Leid der Menschen für politische Zwecke instrumentalisiert wird. Hochwasser gab es schon immer, und sie werden auch zukünftig kommen. Das hat nichts mit kurzfristigen politischen Agenden zu tun. Die Extremwetterereignisse stiegen in den letzten 100 Jahren nicht an, die Zahl der Toten durch Naturkatastrophen und Infektionskrankheiten sinkt seit 100 Jahren beständig – auch wenn in den Systemmedien etwas anderes behauptet wird, so bleibt eine Unwahrheit eine Unwahrheit.“

Abschließend fordert Martin Steiner die Bevölkerung auf, weiterhin zusammenzuhalten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: „Wir helfen einander, und das ohne parteipolitische Spielchen!“

Bild screenshot twitter


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11 Kommentare

  1. Ernst Christian 17. September 2024 um 18:57 Uhr - Antworten

    War das Unwetter von 2021 menschengemacht?

    • Sabine Schoenfelder 19. September 2024 um 15:32 Uhr - Antworten

      Vielen Dank !

  2. rudifluegl 17. September 2024 um 18:23 Uhr - Antworten

    Wenn die hier nicht instrumentalisieren, wann dann!
    Ob sich mancher vor seinem Auftritt, der bestimmt Helfer aufhielt, Gummistiefel die bis über die Nase reichen, wünschte, ob der plötzlichen Leichtigkeit des Seins!
    Die Freude darüber wichtig sein zu dürfen, war schon für Laschet ein Dramulett!
    Wie schön sind Helfer, die ohne der Choreographie des Betroffenheitszirkusses auskommen! Und wie schön wäre es den zugehörigen Paparozzos, kein Foto ab zu nehmen!

  3. Leynad 17. September 2024 um 14:27 Uhr - Antworten

    Nicht nur hat es Extremwetter immer gegeben, es scheint auch schlimmer gewesen zu sein vor der Industriellen Revolution. Einfach mal nach „Hochwassermarken“ Bilder-googen und das Magdalenenhochwasser toppt alles, aber normalerweise liegt die Top 5 auch vor 1900. Ich nehme an, es passierte seltener, da Flüsse sich noch mehr ausdehnen konnten bei moderatem Hochwasser.

  4. Dorothea 17. September 2024 um 11:51 Uhr - Antworten

    Einige Menschen werden sich leider aufgrund der Wetterereignisse durch die Klimapropaganda noch mehr beeinflussen lassen. Jene, die ihr Hab und Gut durch das Hochwasser verloren haben, werden an den Wahlen nicht mehr interessiert sein, denn diese armen, bedauernswerten Leute haben derzeit andere Probleme. Existenzielle und finanzielle Schwierigkeiten, in einer ohnehin schweren Zeit. Sowohl wirtschaftlich, als auch emotional, zusätzlich zur unsäglichen Coronazeit.

    Dazu kann man nur viel Kraft wünschen und einen Appell an die Politik und auch an die Versicherungen senden, damit diesen Menschen schnell und möglichst unbürokratisch geholfen wird.

    • Gabriele 17. September 2024 um 12:22 Uhr - Antworten

      …und eine Landeshauptfrau hat nun wenigstens wieder Wichtigeres zu tun, als den Leuten zu empfehlen, sich impfen zu lassen oder sich nur „eines statt vier Abendkleider zu kaufen“, wenn sie nichts mehr zu essen haben…

      • Dorothea 17. September 2024 um 13:16 Uhr

        Solche Aussagen zaubern den Menschen sicher kein Lächeln in Gesicht. Wie angeblich den Kindern bei der Impfung. Unfassbar. Mein Lehrer sagte immer: „Zuerst denken, dann reden!“

  5. Gabriele 17. September 2024 um 11:50 Uhr - Antworten

    Natürlich, es ist wieder einmal die beste Gelegenheit, davon abzulenken, wie lange die sinn- und haltlose Verbauung und Bodenversiegelung schon anhält und wie man gleichzeitig wirksamen Hochwasserschutz vernachlässigt hat. Wäre es nicht viel wichtiger, all die verzweifelten Menschen jetzt erst einmal „durchzuimpfen“? Oder die ganzen Helfer, die sich sonst anstecken? Oder wenigstens als „Belohnung“ für ihre Tapferkeit dann ein paar Gratisimpfungen gegen alles, was es gibt?
    Man verzeihe mir diesen Zynismus… es wäre interessant, wie wichtig Covid-19 noch gewesen wäre, hätte es gleichzeitig einen solchen Sommer wie heuer gegeben. Hätte man dann die hochinfektiösen Opfer in der Quarantäne ertrinken lassen, statt sie zu retten? Man darf über all den Irrsinn nicht nachdenken….
    Vielleicht brauchen wir wirklich einen absoluten Super-Gau, damit uns klar wird, was im Leben zählt.
    Nun wird wieder süßlich in den Medien gefaselt von „Zusammenstehen“, als ob wir Trottel das nicht ohne Anleitung könnten. Wir konnten es auch bei Covid – nur ganz anders als vom Mainstream gewünscht.
    Das alles macht einfach wütend…

    • Gabriele 17. September 2024 um 12:40 Uhr - Antworten

      Mir ist hier wirklich noch wichtig anzufügen: Würde man auf das hören, was ein Sepp Holzer schon seit Jahrzehnten über die Gründe für Hangrutschungen und verblödeter Bauweise in Gefahrengebieten sagt, was hätte man da nicht alles verhindern können…. Aber einem „einfachen Bauern“ hat man schon damals nicht zugehört – nachher sehr wohl, aber gefolgt ist man seinen Erkenntnissen nur selten. Am ehesten waren dazu wohl noch „arme“ Länder bereit, denen er zeigte, wie man selbst auf verwüsteten Böden noch Nahrung anbauen oder Wasser speichern kann. Aber für wen redet man…. wir haben ja die „Experten“.

  6. Varus 17. September 2024 um 11:47 Uhr - Antworten

    2013 hat uns ein neu errichteter Hochwasserschutz vor Schlimmerem bewahrt

    Keine Sorge – es wird für viel Geld „renaturiert“, das Hochwasser kommt zurück und dann kann man wieder alles auf „Klimaleugner“ schieben. Und Putin.

    Off Sarkasmus: Ist der Woke Westen inzwischen dermaßen degeneriert, dass selbst primitivste Woke Propaganda zieht? Dass die Typen:innen immer noch nicht einen heftigen Tritt abgekriegt haben…

    • Dorothea 17. September 2024 um 11:59 Uhr - Antworten

      „2013 hat uns ein neu errichteter Hochwasserschutz vor Schlimmerem bewahrt.“

      So, wie uns die Spritze von einem schweren Verlauf schützt. Sarkasmus.
      Es wird nur mehr mit Vermutungen agiert. Leider enden die oft fatal.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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