
Deutschland des Neokolionalismus geziehen wegen Druck auf „Energiewende“
Seit 2021 versucht eine Koalition westlicher Staaten Südafrika auch zu einer „Energiewende“ zu überreden. Südafrika sollen 22 Milliarden Dollar Kredit gegeben werden um den Netzumbau zu finanzieren für eine Stromerzeugung statt durch billigen Kohlestrom durch Solar und Wind – die klassische „Energiewende“. In Südafrika regt sich nun massive Kritik an dem ganzen Projekt.
Es ist interessant, dass die deutsche Politik und Medienlandschaft im Fall Südafrika die enormen Kosten für den Aus- und Umbau der Verteilnetze bestätigen, was zu Hause immer unter den Tisch gekehrt wird. So titelt etwa die Finanzmarktwelt „Deutschland will 22 Milliarden Dollar Netzumbau in Südafrika mit finanzieren“. Südafrika benötige die 22 Milliarden Dollar „um mehr Solar- und Windenergie in das nationale Netz einzubinden“, heißt es dann weiter. In Deutschland sei das Geld zwar knapp, aber man wolle sich mit einem Kredit von 9,3 Milliarden Dollar an der Finanzierung beteiligen.
Südafrikas MK-Partei, eine Gründung des früheren Präsidenten Jacob Zuma, bezeichnet das deutsches Angebot zur Finanzierung von Kohlekraftwerken als „heuchlerisch“ und eine Form „neokolonialer Arroganz“. In einer am Montag veröffentlichten Erklärung lehnte die uMkhonto weSizwe Party (MK) ein deutsches Angebot zur Finanzierung des beschleunigten Ausstiegs Südafrikas aus der Kohleverstromung vehement ab.
Die Partei kritisierte insbesondere, dass Deutschland weiterhin stark auf Kohle setzt und gleichzeitig Südafrika zum Ausstieg drängt. Berlin habe der südafrikanischen Regierung ein Darlehen in Höhe von 9,3 Milliarden Dollar angeboten, wenn sie die Kohlekraftwerke des Landes abschaltet.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
„Dieser Schritt Deutschlands ist spektakulär heuchlerisch, weil Deutschland selbst weiterhin auf Kohle als Stromquelle setzt, um das Wachstum seiner Wirtschaft voranzutreiben. Deutschland ist das zweitgrößte Land in der EU, was die Kohleverstromung angeht. Sieben der zehn größten Emittenten in der EU sind deutsche Kraftwerke“, so die Partei.
Die MK argumentierte auch, dass der vorgeschlagene „gerechte Übergang“ weg von der Kohle Gegenstand einer gründlichen, transparenten und intern geführten Debatte sein sollte, an der alle Interessengruppen und lokalen Gemeinschaften beteiligt sind.
Ein Kredit der BRICS Bank über 1 Milliarde Dollar für die Verbesserung der Wasser- und Kanal-Infrastruktur von Südafrika wurde jedoch von MK begrüßt.
„Die uMkhonto weSizwe Party verurteilt dieses Darlehen und die Versuche westlicher Länder, Südafrikas Fähigkeit zum Wirtschaftswachstum, zur Verringerung der Armut und zur Bekämpfung der Ungleichheit zu lähmen“, erklärte die Oppositionspartei und forderte die Regierung auf, sich gegen den Versuch zu wehren, diesen Übergang durch ‚blinkendes Blutgeld‘ und Druck von ‚Neokolonialisten‘ durchzusetzen.“
Deutschland hat in der Region noch Altlasten. Das Nachbarland Namibia war bis 1990 Teil Südafrikas und es bestehen weiterhin sehr enge Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Namibia war als Deutsch-Südwestafrik einst deutsche Kolonie. Wegen des Völkermordes an den Herrero und Nama durch deutsche Kolonialtruppen gibt es noch immer Streit zwischen den Ländern um Reparationen und Rückgabe gestohlener Farmen und anderen Landbesitz.
Bild: eNCA, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
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Nöö, das ist immer noch der selbe alte Kolonialismus
Und SA ist doch schon warm genug, die brauchen doch gar keine zusätzliche Solar- & Wind-KW Heizung.
Als Deutscher kann man immer nur neidisch ins außereuropäische Ausland sehen, speziell was den Verstand der Politiker angeht. Ja selbst korrupte Politiker in sogenannten Bananenstaaten scheinen intelligenter zu sein, als unsere von Ideologien zerfressenen Dummköpfe der Regierung! Wobei Südafrika nicht mit einem Bananenstaat gemeint ist. Aber speziell in Afrika erkennt man, dass der Neokolonialismus des Westens nicht mehr erwünscht ist! Dort sieht man mit Kopfschütteln, wie sich der Westen als Bückling der USA selbst zerstört. Wobei ich mir mit der sogenannten „Energiewende“ nicht sicher bin, ob diese stark von außen gesteuert wird oder nur auf der Dummheit und Sturheit unserer grünen Ideologen basiert. Fakt ist jedenfalls, eine intelligente Regierung baut nicht AKWs ab, um dann Atomstrom aus dem Nachbarland einzukaufen, weil man demonstrativ versucht, mit schädlichen Windrädern ein Industrieland zu versorgen!
Südafrika tut gut daran, diesen idiotischen und selbstmörderischen Weg abzulehnen!
Ein Kredit – man sollte sich selber abschalten und darauf es auch noch bezahlen, mit Zinsen.
Bei der Geschichte hätte man erwähnen sollen, dass die CO2-Klima-Theorien eh kompletter Humbug sind, was zahlreiche TKP-Artikel belegen. Daher gibt es gar keine objektive Notwendigkeit, Kohlekraftwerke abzuschalten. Leider sprechen es bisher afrikanische Politiker nicht offen aus.