USA beschlagnahmen Flugzeug Maduros

3. September 2024von 1,6 Minuten Lesezeit

Nachdem der Putsch gegen Venezuelas demokratisch gewählten Präsidenten gescheitert ist, schalten die USA wieder auf andere Methoden um. 

Piratenstaat USA oder anders gesagt: „Regelbasierte Weltordnung.“ Während Venezuela wieder aus den westlichen Medien verschwunden und Nicolas Maduro weiterhin Präsident ist, wüten die USA weiter. Am Montag hat man das Privatflugzeug Maduros (auf den die USA unter Trump ein Kopfgeld von 15 Millionen US-Dollar) „beschlagnahmt“. Nachdem der Regime-Change gescheitert ist, schaltet das Imperium auf offene Piraterie um.

Sanktionen

Die Falcon 900EX wurde in der Dominikanischen Republik festgesetzt. Man erklärt sich damit, dass die Maschine „illegal aus den Vereinigten Staaten“ geschmuggelt worden wäre. Die Maschine sei „illegal“ über eine Briefkastenfirma erworben worden – was ein Verstoß gegen die Sanktionen, die von den USA über Venezuela verhängt sind, bedeuten würde. So funktioniert also die „regelbasierte Weltordnung“. Nachdem das Flugzeug beschlagnahmt worden war, wurde sie nach Florida transportiert und dort den Beamten übergeben.

Maduro ist damit um ein kleines Privatflugzeug ärmer. Die „Piraten“ der USA versehen den Akt naturgemäß mit einer politischen Botschaft. So erklärte der Vize-Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums: „Diese Beschlagnahmung soll eine klare Botschaft senden: Flugzeuge, die illegal aus den Vereinigten Staaten zugunsten sanktionierter venezolanischer Vertreter erworben wurden, können nicht einfach in den Sonnenuntergang fliegen.“

Es ist bei weitem nicht die erste Aktion gegen Venezuela auf diesem Niveau. 2020 hatte man den venezolanischen Diplomaten Alex Saab bei einem Zwischenstopp auf den Kapverden festgenommen. Er wurde im Dezember gegen in Venezuela gefangengehalte US-Staatsbürger ausgetauscht. Pikant: Die Amerikaner wurden damals mit eben jener Maschine zum Gefangenenaustausch gebracht.

Rund um den Jahreswechsel hatte Argentinien ein Boing-Frachtschiff Venezuelas, das man rund 18 festgehalten hatte, an die USA übergeben. Auch das sei illegal gewesen, erklärte man in Venezuala.

Bild „154av – Aeropostal DC-9-32; YV-49C@CCS;15.10.2001“ by Aero Icarus is licensed under CC BY-SA 2.0.

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6 Kommentare

  1. JoE. 3. September 2024 um 19:43 Uhr - Antworten

    was immer auch ein Boeing-Frachtschiff sein mag …. Auch das abgebildete Flugzeug ist niemals eine Falcon 900ex – die ist nämlich 3-strahlig und mit Sicherheit aufch kleiner

  2. Der Zivilist 3. September 2024 um 13:02 Uhr - Antworten

    Von wegen ‚Westen‘, von wegen ‚Imperialismus‘, es ist der stinknormale Kolonialismus der Kolonialmächte.

    Was ist übrigens ein Boing- Frachtschiff ? Oder evtl. ein Boeing Frachtschiff ? (rund 18 festgehalten ?)

    • rudifluegl 3. September 2024 um 15:37 Uhr - Antworten

      Am gefährlichsten ist doch die Sozialdemokratie mit ihrem Teilgebiet soziale Marktwirtschaft!
      Diese wohlsprechenden Saboteure und Einschleimer.
      Was wollen sie da mit dem zerfleddertem Kolonialismus mit ihrem übergeordneten noch schäbiger daherkommenden Imperialismus!
      Man muss schon die wahren Gefahren mit den wahrsten Begriffen aller Zeiten ausgesprochen von den wichtigsten Meinungsführern aller Zeiten, benennen.
      Abgekürzt den Trolmaz! Man beachte die wurschtige bezeichnende Logik!

    • Fritz Madersbacher 3. September 2024 um 20:38 Uhr - Antworten

      @Der Zivilist
      3. September 2024 um 13:02 Uhr
      „… von wegen ‚Imperialismus‘, es ist der stinknormale Kolonialismus der Kolonialmächte“

      Es gibt keine scharfe Abgrenzung von „Kolonialismus“ und „Imperialismus“, und die Kolonialmächte sind zu imperialistischen Mächten geworden, bzw. umgekehrt, die imperialistischen Mächte haben sich aus kolonialistischen Mächten zu imperialistischen Mächten weiterentwickelt.
      Es ist sinnvoll, auf folgende Ausführungen Lenins zurückzugreifen, weil sie so treffend auch die gegenwärtige Situation begreiflich machen:

      „Der Imperialismus stellt die erst im 20. Jahrhundert erreichte höchste Entwicklungsstufe des Kapitalismus dar. Dem Kapitalismus ist es zu eng geworden in den alten Nationalstaaten, ohne deren Bildung er den Feudalismus nicht stürzen konnte. Der Kapitalismus hat die Konzentration bis zu einem solchen Grade entwickelt, daß ganze Industriezweige von Syndikaten, Trusts, Verbänden kapitalistischer Milliardäre in Besitz genommen sind und daß nahezu: der ganze Erdball unter diese „Kapitalgewaltigen” aufgeteilt ist, sei es in der Form von Kolonien, sei es durch die Umstrickung fremder Länder mit den tausendfachen Fäden finanzieller Ausbeutung. Der Freihandel und die freie Konkurrenz sind ersetzt durch das Streben nach Monopolen, nach Eroberung von Gebieten für Kapitalanlagen, als Rohstoffquellen usw. Aus einem Befreier der Nationen, der er in der Zeit des Ringens mit dem Feudalismus war, ist der Kapitalismus in der imperialistischen Epoche zum größten Unterdrücker der Nationen geworden. Früher fortschrittlich, ist der Kapitalismus jetzt reaktionär geworden, er hat die Produktivkräfte so weit entwickelt daß der Menschheit entweder der Übergang zum Sozialismus oder aber ein jahre-, ja sogar jahrzehntelanger bewaffneter Kampf der „Groß”mächte um die künstliche Aufrechterhaltung des Kapitalismus mittels der Kolonien, Monopole, Privilegien und jeder Art von nationaler Unterdrückung bevorsteht“
      (W. I. Lenin, Sozialismus und Krieg, September 1915)

  3. Reinhard Hardtke 3. September 2024 um 12:38 Uhr - Antworten

    Also ich werde das jetzt auch so machen. Meinen Nachbar konnte ich ja noch nie so richtig leiden – sein Hund – mein Rasen – ihr wisst schon. Also werde ich ihn jetzt offiziell sanktionieren. Denn das habe ich gelernt, ist jederzeit möglich. Sein Auto stand neulich vor meinem Grundstück. Also habe ich es kurzerhand „beschlagnahmt“. Habe dann einen Abschlepper beauftragt, das Auto zu sichern und dem Verkauf zuzuführen. Den Erlös werde ich natürlich (wie es mir meine Gesellschaft vorlebt) an die arg von ihm gebeutelten Nachbarn verteilen. Diese leiden schon lang genug unter seiner abendlichen Musikbeschallung. Vom Erlös können sie sich ja spezielle Schallschutzfenster leisten. Oder andere Gegenmaßnahmen ergreifen.

    Ich jedenfalls habe ein gutes Gefühl dabei, Gutes zu tun. Ich muss zum Glück auch keine Bedenken haben, ob diese Maßnahme rechtlich ok sind. Da ich der „Gute“ bin, darf ich ja alles machen was ich will.

  4. OMS 3. September 2024 um 11:58 Uhr - Antworten

    Die USA sind ja die Guten, die dürfen das. Würde ein anderes Land so werken, es würde von den USA in die Steinzeit …………. Offensichtlich sind in den USA tatsächlich die größten ………… am Werken, welche buchstäblich auch über Leichen gehen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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