
Der Braindrain aus dem Westen kann beginnen
Russland erleichtert die bis dato recht komplizierten Einreisebestimmungen signifikant, wie man einer Meldung der Nachrichtenagentur Tass entnehmen kann.
Wie in den bisherigen Artikeln zum Thema „im russischen Exil“ zu erfahren war, war die Einwanderung nach Russland ein Hürdenlauf mit der Bürokratie. Das wurde auf geheiß des Präsidenten gestern massiv erleichtert.
Ich kenne einige Menschen, die aus diesem Grund bis jetzt gezögert haben, ihre Migration in Richtung Osten voranzutreiben. Die geänderte Gesetzeslage wird wohl jetzt dazu führen, dass noch mehr Freunde und Bekannte von mir den „besten und freiesten Werte-Westen aller Zeiten“ verlassen und nur noch per Telegram erreichbar sein werden.
Im folgenden die Meldung der Tass:
Russland bietet sicheren Hafen für Menschen, die westlichen liberalen Idealen entkommen wollen
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Das Dokument sieht vor, dass solche Ausländer das Recht haben, einen befristeten Aufenthalt in Russland zu beantragen, „außerhalb der von der russischen Regierung genehmigten Quote und ohne Dokumente vorzulegen, die ihre Kenntnisse der russischen Sprache, der russischen Geschichte und der grundlegenden Gesetze bestätigen“.
MOSKAU, 19. August. /Laut einem von Präsident Wladimir Putin unterzeichneten Dekret wird Moskau allen Ausländern, die den neoliberalen Idealen in ihren Ländern entkommen und nach Russland ziehen wollen, wo traditionelle Werte herrschen, Unterstützung gewähren.
Dem Dokument zufolge haben solche Ausländer das Recht, einen befristeten Aufenthalt in Russland zu beantragen, „außerhalb der von der russischen Regierung genehmigten Quote und ohne Dokumente vorzulegen, die ihre Kenntnisse der russischen Sprache, der russischen Geschichte und der grundlegenden Gesetze bestätigen“.
Die Anträge können mit der Ablehnung der Politik ihrer Länder begründet werden, „die darauf abzielt, den Menschen zerstörerische neoliberale Ideale aufzuzwingen, die den traditionellen russischen geistigen und moralischen Werten zuwiderlaufen“.
Die Werte sind in den Grundlagen der russischen Staatspolitik in diesem Bereich aufgeführt, während die russische Regierung eine Liste von Ländern erstellen soll, die ihren Bürgern ungesunde Haltungen aufzwingen. Das Außenministerium ist angewiesen worden, bereits im September mit der Ausstellung von Dreimonatsvisa für solche Antragsteller zu beginnen.
Im Februar unterstützte Putin die Idee der italienischen Studentin Irene Cecchini, dass Russland die Einreisebestimmungen für Personen, die traditionelle kulturelle und familiäre Werte teilen, lockern sollte. Der Staatschef stimmte zu, dass jeder Fall einen individuellen Ansatz erfordert.
PS. Die Artikelserie „Im russischen Exil“ ist jetzt beendet. Ich habe zwar noch einige spannende Gespräche geführt, plane aber, sämtliche Interviews als Buch zu veröffentlichen, um auch Menschen jenseits der Online-Medien zu erreichen. Daher werden diese erst veröffentlicht, wenn das Buch erscheint. Ich hoffe, der eine oder andere Leser ist neugierig darauf, was noch kommt.
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@Varus
21. August 2024 um 5:01 Uhr
Es ist ziemlich vermessen, Anderen Vorschriften machen zu wollen, wie sie ihre Interessen zu vertreten haben. Die wissen das selber vielleicht besser als wir uns einbilden …
Dass Russland, China, Indien oder Brasilien mit der Klima-Narration genauso wie Fußvolk im Westen ausgeplündert werden sollen und dessen Abwehr GEMEINSAMES Interesse ist, so weit können Sie denken oder ist sogar das zu schwierig? Global ist global – abgezockt wird überall, wenn es nur geht.
@Varus
21. August 2024 um 12:33 Uhr
Sie sollten sich vielleicht einmal fragen, warum Russland, China, Indien oder Brasilien (und andere Länder) nicht bei Ihnen nachfragen, was sie zu tun haben, und auch nicht davor fürchten, vom Westen irgendwelche Rechnungen für „Klima – Verstösse“ gestellt zu bekommen. Sie haben mit „dem Westen“ momentan ganz andere Rechnungen offen …
Die gesamte Erfahrung der Menschheit über Verhandlungen – wenn jemand etwas will und man es nicht geben möchte, muss man betonen, dass die Vorwände der Gegenseite nichtig und lächerlich sind. Wenn man diese selber nachplappert, schwächt man nur eigene Position.
Dass aber die westliche Klima-Narration kompletter Murks ist, kann man in TKP fast täglich nachlesen.
China dachte vielleicht, mit Klima-Zeugs was verdienen zu können – die EUdSSR hat chinesische E-Autos mit Strafzöllen belegt. Biodiesel aus China – mit Strafzöllen belegt. Solarzellen ditto, glaube ich. Jetzt entfällt diese Motivation – dafür wird „Klima“ von den USA als Vorwand verwendet, BRI zu gängeln. Jetzt wäre es wirklich ungeschickt, würde China immer noch westliche Narrationen nachplappern.
Aus Aserbaidschan berichtet Böses Medium heute übrigens, beide Länder wollen gemeinsam eine Tankerflotte bauen. Vernünftig, wenn man noch in fossile Energieträger investiert – doch in dieser Lage wäre das Plappern westlicher Klima-Narrative ebenso kontraproduktiv.
Gestern brachte das Böse Medium den Artikel „Der falsche Skandal um die „Umweltstudie““ von Dagmar Henn, wo vom „Klimazirkus“ als Teil der neoliberalen Ideologie die Rede ist – die berüchtigten „Umwelt“-Vereine und ergrünte Medien machen Lärm um eine „Studie“ mit dem üblichen Thema der „klimaschädlichen Subventionen“, die eigentlich ein Ausbleiben noch heftigerer Steuererhöhungen sind.
Wichtig dabei – ein staatliches Medium des Bösen Landes sieht den „Klimazirkus“ als Teil der neoliberalen Ideologie. Wenn man diese Ideologie so sehr bekämpfen will, wäre es absolut logisch, auf gar keine Weise selber beim Globalen Klimazirkus mitzumachen – den Unfug lieber öffentlich kritisieren als zusätzlich befeuern. Dann ist irgendwann die ganze Welt davon frei und man muss nicht davor nach Russland fliehen.
Sorry, das war mein Fehler – bzw. offensichtlich ein Fehler bei der Tass, den ich – weil ich die Original-Meldung übersetzt habe – unkommentiert übernommen habe.
Der befristete Aufenthaltstitel ist für 3 Jahre (RVP) in der man berechtigt ist, einen dauerhaften Aufenthaltstitel zu beantragen.
Mea Culpa.
Also, der Braindrain geht, ohne des Russischen mächtig zu sein, für einen befristeten Aufenthalt nach Russland, ja? Und was macht er dann dort 3 Monate lang, außer traditionelle „Werte“ zu genießen?
Mir kommt das ein bißl wie die Verheißung des gelobten Landes vor. Dann empfehle ich, zu schauen, was dort grad zu Gange ist.
Es handelt sich um 3 Jahre.
danke – siehe kommentar oben!°
„The Foreign Ministry has been instructed to start issuing three-month visas to such applicants as early as in September.“
https://tass.com/politics/1831019
Wenn es drei Jahre sind, dann bitte die Quelle dafür nennen. Ändert aber nichts an übler Propaganda.
Ein Dreimonatsvisum? Und bei der Rückkehr warten schon die westlichen Behörden am Flughafen mit einer Verhaftung. Nein danke. Russisch ist mir auch zu kompliziert, erst recht, wenn das eine Voraussetzung ist! Ich suche mir lieber ein Land in dem man englisch spricht oder versteht! Und davon gibt es reichlich, auch außerhalb des Wertewestens.
Dazu gehört insbesondere Klimagedöns, womit der allerletzte Cent aus der Tasche gezogen werden soll. Während Lawrow diese Agenda schon mal als „Neokoloniale Masche“ bezeichnete, Putin vermeidet deutliche Aussagen. Vor etwa einem Jahr hat er mit den Ländern Afrikas unterschrieben, dass „Agenda 2030“ befolgt werden solle, die auch TKP mit dem „Great Reset“ gleichsetzt. Offiziell soll Russland „Net Zero“ 2060 erreichen, also nur ein paar Jahre später als der Westen – in unabhängigen Medien belegen zahlreiche Artikel, dass „Net Zero“ Milliarden Menschen das Leben kosten könnte.
Nach Russland ziehen, um anstelle der Wokeness – Wokenesskij zu erleben?
Warum sollte Russland, als auch China, an allen Stellen auf Konfrontation gehen? Beide machen an vielen Stellen zum Schein mit, wenn man die konkreten Maßnahmen anschaut, dann sieht man allerdings die Unterschiede.
Durch das doofe Klima-Plappern liefert man dem Gegner mit Machtgelüsten Munition. Im letzten Jahr brabbelte Brasiliens Lula was von einer „Klima-Weltregierung“, die sich gegen nationale Regierungen durchsetzen könnte (TKP berichtete). Wenige Monate später wollte schon eine Möchtegerne-Weltregierung um die UNO seinem Land „für Klima“ Amazonas konfiszieren – in Brasilien bricht Panik aus.
Putin brabbelte viel zum Klima – schon erstellte der Westen eine „Rechnung“ für „Klimaschäden“ durch den Krieg, zu begleichen aus dem eingefrorenen Vermögen. Ohne das Ultimatum der Saudis hätte sich der Westen längst bedient.
China brabbelt auch viel – schon wollen die USA sämtliche chinesische BRI-Investitionen in Afrika „sanktionieren“, wenn sie diese für nicht genügend „Öko“ oder „klimaneutral“ erklären. Das Nachbrabbeln im Osten ist genauso doof, als wenn man im Zweiten Weltkrieg bei den Russen Lesungen aus „Mein Kampf“ organisieren würde und nachplappern würde, man sei eigentlich „Untere Rasse“, die verschwinden sollte – wozu dann noch kämpfen?
Die Chinesen wollten wohl Klimagedöns-Devotionalien im Westen verkaufen – jetzt verpasst der Westen unter beliebigen Vorwänden „Strafzölle“ auf E-Autos, Solarzellen, Biodiesel… Was dachten die wohl – westliche Oligarchen bezahlen Klima-Klebende:innen, um selber zu kassieren und nicht damit China kassiert. So hilft man beim Globalen Betrug und hat eh nichts davon.
@Varus
20. August 2024 um 20:31 Uhr
Wozu Andere beschimpfen, wenn sie nicht die eigenen „Klimagedöns“-Wünsche erfüllen? Vielleicht haben jene aus guten Gründen andere Prioritäten als westliche „Klimagedöns“-Geschädigte? Für unsere Interessen müssen wir schon in erster Linie selbst kämpfen und uns für sie einsetzen. Dann werden wir auch Solidarität und Verbündete finden – Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott …
Wie darüber mit Beispielen belegt, die anderen sind selbstredend genauso im Visier. Die vermeintlichen russischen „Klimaschäden“ wurden vom Westen mit etwa 20 Milliarden beziffert – hätte Saudi-Arabien nicht gedroht, westliche Schuldtitel auf die Märkte zu werfen, hätte der Westen diese Milliarden abgezogen. Wie doof ist es – Klimadings nachplappern im Wissen, dass der Westen auf dieser „Grundlage“ willkürliche „Rechnungen“ ausstellt?
Die UNO-Resolution, die Kontrolle Amazonas „für Klima“ gestatten würde, wurde so formuliert, dass es auch auf Sibirien passen würde – dass der Westen Sibirien gerne kontrollieren würde, wird fast offen gesagt. Eine Ideologie nachplappern, welche die Besetzung des eigenen Landes rechtfertigt? Wie doof muss man dafür sein?
Wie darüber mit Beispielen belegt, die anderen sind selber längst im Visier. Zuerst unsinnig plappern, dann jammern, dass der Böse Westen mit genau diesem Geplapper als Vorwand auch diese Länder berauben will?
@Varus
21. August 2024 um 5:01 Uhr
Es ist ziemlich vermessen, Anderen Vorschriften machen zu wollen, wie sie ihre Interessen zu vertreten haben. Die wissen das selber vielleicht besser als wir uns einbilden …
Es ist die Frage der Solidarität – die Globale Woke Kabale begehrt Weltherrschaft genauso durch Farbrevolutionen und Stellvertreterkriege wie durch diverse Betrugsmaschen um „Öko“ und „Klima“ sowie Plandemien – TKP berichtet regelmäßig über all diese Versuche. Russland erwartet von der kritischen westlichen Bevölkerung Mitgefühl ob der Untaten westlicher Handlanger an der Front. Der Klima-Schwindel ist aber eine andere Front des gleichen Kampfes westlicher Oligarchen um Weltherrschaft – dort erschwert das Nachplappern westlicher Klima-Propaganda die Abwehr.
Doch Länder wie China, Brasilien, Russland sind längst selber betroffen – sollte Putin irgend etwas für „vermessen“ halten, wieso zahlt er nicht die 20 Milliarden, welche ihm der Westen für „Klimaschäden“ des Krieges in Rechnung stellte? Oder gleich ganze 300 Milliarden in westlicher Hand – die „die Wissenschaft (TM)“ ist bekanntlich erfinderisch und findet sicherlich noch unzählige weitere „Klimaschäden“. Wenn man selber zum Klimadings plappert, liefert man nur Rechtfertigung für sowas – so weit müsste man schon denken können.
Sollten die Chinesen die Klimahysterie-Kritik für „vermessen“ halten, wieso stampfen die nicht sofort BRI gänzlich ein, wie die USA es gerade mit „Öko“ und „Klima“ als Vorwände erreichen wollen? Lula eilt auch seltsamerweise nicht, „für Klima“ Amazonas in westliche Hände abzugeben.