Erste Airline verabschiedet sich von Klimazielen bis 2030

13. August 2024von 2,1 Minuten Lesezeit

Die erste große Airline verabschiedet sich von den Klimazielen, die bis 2030 zu erreichen wären. Ein Rückschlag für die UNO Agenda 2030, denn das Beispiel könnte Schule machen.

Die UN-Bürokratie und ihre „Klimaziele“ werden mit der Realität konfrontiert. Air New Zealand distanziert sich von den Plänen, die CO2-Emission bis 2030 massiv zu reduzieren. Die Ziele seien aufgrund „verschiedener Hindernisse“ nicht zu erreichen, hieß es vor einigen Tagen von der Airline.

Bremse

Die Wünsche und Pläne der Klima-Politik seien schlichtweg nicht realistisch, erklärt die Airline. Denn weder stünden Flugzeuge  oder alternativer, erschwinglicher Düsentreibstoff zur Verfügung. Darauf habe die Fluggesellschaft auch keinen Einfluss, weshalb man die Klimaziele nicht einhalten könne. Die Konsequenz sei eine „Verlangsamung“ hin zur „klimaneutralen Fluggesellschaft“.

Greg Foran, CEO von Air New Zealand, sagt in einer Erklärung:

„In den letzten Monaten und vor allem in den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass mögliche Verzögerungen bei unserem Flottenerneuerungsplan ein zusätzliches Risiko für die Erreichbarkeit des Ziels darstellen. Es ist möglich, dass die Fluggesellschaft ihre bestehende Flotte länger als geplant beibehalten muss, da globale Probleme bei der Herstellung und der Lieferkette die Einführung neuerer, treibstoffeffizienterer Flugzeuge in die Flotte verzögern könnten.“

Die grüne Agenda wird deshalb aber nicht vom Tisch gewischt. So erklärte ein Vorstandsmitglied:

„Air New Zealand bleibt dem Ziel verpflichtet, bis 2050 keine Kohlenstoffemissionen mehr zu verursachen. Unsere Arbeit zur Abkehr von fossilen Brennstoffen wird fortgesetzt, ebenso wie unser Einsatz für das Ziel und die nationalen regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen, die es Air New Zealand und dem gesamten neuseeländischen Luftverkehrssystem erleichtern werden, ihren Teil zur Minderung der Risiken des Klimawandels beizutragen.“

Zuletzt wurden von der Regierung in Neuseeland – die konservativen Nachfolger der WEF-Figur Jacinda Ardern – einige „Klimagesetze“ zurückgenommen.

Die „NetZero-Ziele“ der Flugbranche zielen darauf ab, ihre CO2-Bilanz bis 2030 massiv zu reduzieren. Neuseelands Fluggesellschaft plante etwa eine bis 2030 eine Reduktion um 28,9 % gegenüber dem Stand von 2019. Das man von diesem Plan nun abrückt ist bisher einmalig. Noch keine andere nationale Fluggesellschaft hat dies verkündet. Die Lufthansa und ihre Tochter AUA haben bisher keine solche Pläne verlautbart. Offenbar will man aktuell weiter daran festhalten – vor allem mit einer beschleunigten Flottenmodernisierung“.

Bild „Air New Zealand“ by Jonathan Gross is licensed under CC BY-ND 2.0.

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3 Kommentare

  1. triple-delta 13. August 2024 um 12:01 Uhr - Antworten

    Ist doch logisch. Klar denkende Manager machen den Klimawahn mit, so lange es wirtschaftlich vorteilhaft ist. Danach ist nur noch die Frage, ob die Politik die Gesetze so weich gemacht hat, dass man elegant ausweichen kann, oder ob man das entsprechende Land verlassen muss. Hier haben Deutschland und die EU die Daumenschrauben so eng angezogen, dass als einziger Ausweg die Flucht bleibt.

  2. Jan 13. August 2024 um 12:00 Uhr - Antworten

    Die Grüne Agenda ist nur eine Verschleierungstaktik, um das Unausweichliche nicht zugeben zu müssen.

    Die Neuen Rechten propagieren eine Energiepolitik wie unter Helmut Kohl. Wie sie das machen wollen, sagen sie nicht.

    Alle streuen Sand in die Augen, um wiedergewählt zu werden.

    Diesel und Schweröl rutscht aktuell in die Verknappung – aus geologischen Gründen. Ein Krieg mit Venezuela könnte dem vielleicht abhelfen.

    Ansonsten wird Air NZ die Klinaziele schneller erreichen, als ihnen lieb ist!

  3. Glass Steagall Act 13. August 2024 um 11:31 Uhr - Antworten

    Ich wünschte, der Verbraucher oder Bürger würde mal so reagieren wie die Airline! Konsequent sagen, das funktioniert nicht, ich will da nicht mehr mitmachen!

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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