
Wahlbeobachter fordern Anerkennung von Maduro-Sieg
Die USA haben wieder einmal einen neuen Präsidenten für Venezuela ernannt. Doch die Anzeichen, dass der Putsch erfolgreich ist, schwinden. Indes fordern Wahlbeobachter die Anerkennung des offiziellen Ergebnisses.
Venezuela war die ersten Tage und Stunden nach der jüngst geschlagenen Wahl auf allen Titelblättern der westlichen NATO-Medien. Eine Kampagne, um Maduros sozialistische Regierung, aus dem Amt zu putschen, war offensichtlich. Die USA haben vor allem seit dem Tod von Hugo Chavez regelmäßig versucht, das rohstoffreiche Land für die westliche „Freiheit und Demokratie“ zu öffnen – allerdings ist man immer gescheitert. Auch diesmal sieht es so aus, denn Venezuela verschwindet langsam wieder aus den Schlagzeilen.
Faire Wahl
Bis auf wenige Militärs stehen die bewaffneten Einheiten offenbar ganz überwiegend hinter Maduro. Ein militärischer Putsch gegen die Regierung scheint also ausgeschlossen. Gewaltsame Proteste auf den Straßen dürften bereits weniger werden. Auch die oppositionellen Rufe über eine angebliche Wahlfälschung werden weniger.
Internationale Wahlbeobachter fordern dagegen, dass die Wahl und damit der Sieg Maduros anerkannt wird. Insgesamt haben 180 internationale Besucher die Wahl beobachtet, dabei auch Mitglieder aus UN-Organisationen und dem US-amerikanischen Carter Center.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Der vorläufige 21-seitige Bericht ist hier auf Spanisch zu finden. Das Urteil zur Wahl klingt jedenfalls ganz anders als es in der westlichen Presse heißt.
„Wie bei der Ausarbeitung des Berichts erwähnt, überprüfen wir die volle Transparenz, Effizienz und Unverletzlichkeit des venezolanischen Wahlsystems.
. Der Prozess wurde unter Bedingungen absoluter Normalität durchgeführt, die allen Bürgern die Ausübung ihres verfassungsmäßigen Wahlrechts garantieren. Der Tag verlief ohne größere Unannehmlichkeiten, organisiert und friedlich.
Aus diesem Grund sprechen wir den Beamten und den Behörden des Nationalen Wahlrats unsere Anerkennung aus., die diesem wichtigen Ereignis in vollem Umfang nachgekommen sind und die Transparenz und Rechtmäßigkeit der venezolanischen Wahlen garantiert haben.“
Gänzlich abgewendet dürfte der Putschversuch noch nicht sein. Aber ein unmittelbarer Umsturz steht in Venezuela wohl auch nicht bevor. Den beiden aktuell wichtigsten Oppositionellen wurde bereits Asyl von Peru angeboten. Zugleich haben die USA González als Präsidenten anerkannt, innerhalb Venezuelas wurde ein Haftbefehl ausgestellt.
Das Carter Center wird in dem Artikel von Herrn Oysmüller erwähnt, es ist aber nicht in dem verlinkten Dokument aufgeführt, und widerspricht diametral den in obigem Artikel gemachten Aussagen:
https://www.cartercenter.org/news/pr/2024/venezuela-073024.html
Seit der Machtübernahme durch Maduro sind ca. ein Viertel der Venezolaner ins Ausland geflüchtet. Wir haben einige von ihnen in Santo Domingo, in der Dominikanischen Republik und auch in Kolumbien getroffen und mit ihnen gesprochen. Die verdingen sich dort z.B. als Straßenhändler oder in sonstigen miesen Jobs, und das finden sie alle trotzdem besser als in Venezuela zu sein. Das übliche Argument, die US-Sanktionen hätten das Land ruiniert, sind Blödsinn: Ich habe gerade beim Hofer eine Flasche Rum aus Venezuela gekauft; Venezuela hätte schon seit Langem seine Handelsbeziehungen umorientieren können. Nur haben die Chavez- und Maduro-Regierungen alles kaputt gemacht, das vorher noch funktioniert hat, durch Nepotismus, gigantische Korruption, aber auch durch unglaubliche Inkompetenz. Es gibt nichts schönzureden.
Man möge sich vorstellen, was los wäre, Putin würde mich plötzlich zum Oberkaiser von Takatuka-Buntschland ausrufen. Zum Glück macht Russland solche Nummern nicht – während den USA nichts mehr zu dreist und zu absurd ist.
Bei der Anerkennung des Oppositionsführers durch die USA geht es darum, das Auslandsvermögen Venezuelas weiterhin unrechtmäßig blockieren zu können.
Mafiamethoden halt..
Eine Vorzeige Regierung ist es in Venezuela ja nicht wirklich, vom dem Geld aus dem Rohstoffreichtum kommt ziemlich wenig bei der Bevölkerung an.
Trotzdem hat die USA hier nicht das Recht wieder einmal Weltpolizei zu spielen.
Waren Sie selbst in Venezuela oder woher haben Sie Ihre Informationen?
@Rudi
2. August 2024 at 13:10
„… vom dem Geld aus dem Rohstoffreichtum kommt ziemlich wenig bei der Bevölkerung an“
„Es steht außer Frage, dass die US-Venezuela-Politik katastrophal gescheitert ist, und die Menschen in Venezuela zahlen seit Jahren den Preis für dieses Versagen. Die weitreichenden Sanktionen haben erheblich zur Verarmung und Ernährungsunsicherheit beigetragen, und sie waren eine der Hauptursachen für die Flucht von Millionen von Menschen aus dem Land. Angesichts des totalen Scheiterns würden vernünftige Politiker und Analysten auf einem Kurswechsel bestehen, aber nichts an unserer Venezuela-Politik ist seit langem vernünftig.
Der Wirtschaftskrieg, den die USA vor allem in den letzten fünf Jahren gegen Venezuela geführt haben, war einer der schwersten und zerstörerischsten der Welt. Er war auch völlig nutzlos, wenn es darum ging, etwas anderes als Zerstörung zu erreichen. Es ist eine der ungeheuerlichsten und unvertretbarsten US-Politiken, die es zur Zeit gibt …“
(Daniel Larison, „Schluss mit der gescheiterten Venezuela-Politik!“, deutsche Übersetzung: „Antikrieg.com“, 01/08/2024)
Es gab eine kurze Periode 2022/23, in der sich die USA aufgrund der Ereignisse in der Ukraine und ihrer Sanktionen gegen Alles und Jeden um bessere Beziehungen zu Venezuela bemühten, um im Bedarfsfall venezolanisches Öl für die Auffüllung der (selbst festgelegten) „strategischen Reserven“ kaufen zu können. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie nach dem neuerlichen Scheitern wieder eine „Tauwetterperiode“ herbeizuführen versuchen. Die Frage ist natürlich, wer nach diesem neuerlichen Betrug noch darauf einsteigen will …
Woher wissen Sie das. Leben Sie Sie in Venezuela oder quatschen Sie nur das nach was Ihnen die Systemmedien auftischen. Von dem Ölgeld kommt schon ein nicht geringer Anteil der Bevölkerung zu gute. Für die Land Bevölkerung werden kostenlos Häuser gebaut, die Gesundheitsvorsorge ist kostenlos.
Grundschule ist kostenlos, Schulessen ist kostenlos. Also schreiben Sie nicht so einen Bullshit, wenn Sie es nicht genau wissen. Ich weiß es genau, da ich Verbindungen in 🇻🇪 habe.
In Venezuela sollte man jetzt gehörig aufpassen, dass die Amis ihnen nicht Victoria Nuland auf die Pelle schicken. Die hat nämlich nach ihren Taten in der Ukraine jetzt nichts mehr zu tun und könnte in Caracas einen neuen Maidan-Platz einweihen. Auch Präsident Maduro sollte besser nicht seinen Kopf zu weit aus seinem Palast strecken.
es könnte aber auch sein, dass es in venezuela eine schweinebucht gibt……..
Die USA sollten sich vor einer Schweinebucht hüten. Bekanntlich ging das Manöver dort ziemlich daneben. Freilich ist es fraglich, ob die USA lernfähig sind.