Biden-Entfernung abgeschlossen

22. Juli 2024von 2,3 Minuten Lesezeit

Wie TKP vor Wochen bereits vor Wochen berichtet hat, wird Joe Biden nicht der Präsidentschaftskandidat der Demokraten.

Selten konnte man eine offensichtlichere medial inszenierte Kampagne verfolgen: Die öffentliche Entfernung von Joe Biden dauerte wochenlang. Allerdings wusste jeder, der etwas über die Tagesschau hinausblicken kann, dass Biden nicht gegen Trump antreten wird. TKP hat Ende Juni berichtet, dass „Bidens Auswechslung eingeleitet“ wurde. Der Mainstream zeigte sich zu diesem Zeitpunkt noch skeptisch, ob Biden es schaffen kann, nochmal zu kandidieren. Ein schlecht-inszeniertes Spektakel, die Entfernung von Biden aus der Öffentlichkeit.

Harris oder Obama?

Ironischerweise bleibt Biden weiterhin Präsident. Damit beweist er endgültig, dass man geistig nicht auf der Höhe sein muss, um US-Präsident (der angeblich mächtigste Mann der Welt) sein zu können. Er – und große Teile der Demokraten – stellen sich jetzt hinter Kamal Harris. Die NATO-Presse, für die Biden vier Jahre lang ein sehr guter Präsident war und der seine Demenz nicht aufgefallen ist, sieht sie bereits als neue Kandidatin.

Allerdings könnte auch Harris nur als Lückenfüller für die Presse dienen. Sie würde somit eine wesentliche Rolle im letzten Akt des Schauspiels „Biden-Entfernung“ spielen. Hinweise gibt es. Etwa, dass sich Barack Obama noch nicht öffentlich für sie ausgesprochen hat. In den Umfragen hätte Michelle Obama die besten Chancen gegen Trump. Sicher ist aber nicht, ob das Großkapital nicht schon längst hinter Trump und nicht mehr hinter dem Obama/Clinton-Clan steht.

Ob Michelle Obama oder die während ihrer Amtszeit farblose und peinliche Kamala Harris. Beide haben den Vorteil der schwarzen Frau. Kritik an ihnen wäre demnach frauenfeindlich und/oder rassistisch. Solche Argumentationsmuster sind seit Sonntagabend bereits bei vielen Meinungsmachern zu lesen.

Wer letztlich die Bühne für die US-Oligarchie betreten soll, bleibt wohl auch recht irrelevant. Tulsi Gabbard, auch eine Frau aber Demokraten-Aussteigerin, formuliert es treffend:

„Biden ist raus, Kamala ist drin. Lassen Sie sich nicht täuschen: Die Politik wird sich nicht ändern.  So wie Biden nicht derjenige war, der das Sagen hatte, wird es auch Kamala Harris nicht sein. Sie ist das neue Aushängeschild des tiefen Staates und die Dienerin von Hillary Clinton, der Königin der Kriegstreiber-Kabale. Sie werden ihre Bemühungen fortsetzen, die Welt mit Krieg zu überziehen und uns unsere Freiheit zu nehmen.“

Tatsächlich hat Biden der Öffentlichkeit einen großen Dienst mit seiner Amtszeit getan. Nie war es offensichtlicher, dass der US-Präsident kaum etwas zu sagen hat und nur als Figur für die Öffentlichkeit dient. Sodass die Zeitungen etwas zu schreiben haben. Aber nicht, um Entscheidungen zu treffen.


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25 Kommentare

  1. OMS 23. Juli 2024 um 9:05 Uhr - Antworten

    Unter diesen Umständen macht das Attentat auf Trump einen tiefen Sinn. Dann wären beide „Alten“ weg und die neuen Kräfte hätten sich um den Sessel streiten dürfen. Abwarten ob Trump bis zum Schluss noch im Rennen sein wird, oder er vielleicht doch noch …………

    • Vortex 23. Juli 2024 um 12:54 Uhr - Antworten

      Da gibt es noch einiges (tinyurl.com/3hdrhhnn) über ihn zu erfahren und die (NFT) Trump-Karten (tinyurl.com/5n8fnf7j, tinyurl.com/46krzwsw) könnten bald im Wert enorm ansteigen …

  2. Daisy 23. Juli 2024 um 6:49 Uhr - Antworten

    Weitere Gerüchte… der Exxpress berichtet, dass die Unterschrift auf Bidens Rücktrittserklärung möglicherweise gefälscht wurde. Und weiters fragen sich immer mehr Leute, wo er steckt und ob er vielleicht schon txt sei.

    Nachdem er lange nicht freiwillig zurücktreten wollte, ist das natürlich auch möglich. Vielleicht hat man ihm den finalen Booster verabreicht?

    • Hasdrubal 23. Juli 2024 um 12:03 Uhr - Antworten

      Wie auch immer – weg. Währenddessen kritisiert Elon Musk auf seinem X/Twitter Frau Harris als Soros-Marionette und auch die UncutNews bringen heute einen Artikel, der die Vorwürfe bestätigt – den versuche ich hier zu verlinken.

      „Sohn von George Soros für Unterstützung von Kamala Harris scharf kritisiert“

      Der Junior geht im Weißen Haus ein und aus – fragte jemand kürzlich, wer hinter Biden stehen konnte? Und fortan wohl hinter Harris.

      • Daisy 23. Juli 2024 um 12:24 Uhr

        Ja, da hast du die Antwort. Dachte ich auch, als ich Musks Antwort las. Soros hat viel in die Ukraine investiert….der nöchte jetzt ernten, was er „gesät“ hat.

  3. Glass Steagall Act 22. Juli 2024 um 23:41 Uhr - Antworten

    Es ist das klassische Ablenkungsmanöver oder auch der gute alte Zaubertrick. Alle starren auf Harris (das weiße Kaninchen), während der Zauberer ganz anders agiert.

    So funktioniert Schauspiel-Politik. Ein großes Ablenkungsmanöver für die Masse, aber was wirklich wichtig ist, bleibt im Verborgenen.

  4. Daisy 22. Juli 2024 um 19:34 Uhr - Antworten

    Alexander Soros erklärte ganz ungeniert Harris zu der Wunschkandidatin des Soros-Clans… Worauf Musk ganz keck antwortete:

    „Ich möchte Alexander Soros dafür danken, dass er alle nicht im Ungewissen darüber gelassen hat, wer die nächste Marionette sein würde.“

    Mehr und mehr gefällt mir dieser Musk…

    • xbtory 23. Juli 2024 um 11:39 Uhr - Antworten

      Musk ist ein Supermilliardär – wie Soros, ill Gates, Buffet, …. Wenn Sie glauben, dass jemand der auf Milliarden sitzt in Ihrem Interesse denken könnte, gar handeln wollte – Gute Besserung.

      • Daisy 23. Juli 2024 um 12:28 Uhr

        Da haben Sie schon recht auch, bloß darf ich Ihnen auch gute Besserung wünschen. Nämlich jemand, der viel Einfluss hat, etwas für die Meinungsfreiheit macht und mehr Transparenz, so bin ich ihm deshalb nicht böse. Dass er Twitter gekauft hat, war eine Heldentat.

  5. Jan 22. Juli 2024 um 19:05 Uhr - Antworten

    Die freiwillige Zwangsspritze kann Hirnentzündung und thrombotisches Geschehen bis zur Nekrose verursachen.

  6. Andreas N. 22. Juli 2024 um 13:50 Uhr - Antworten

    die vereinigte wendehalspresse hat den gestrigen abend und heutigen morgen wieder vorbildlich gestaltet und ist ihrem ruf treu geblieben:
    – plötzlich brachte das ö1 morgenjournal ein ausgiebigstes versprecher-medley
    – plötzlich war es schon allen (besonders dem orf) lange klar, dass biden weichen muss
    – plötzlich ist auch der politische nachruf schon heute morgen fertig („einer der besten präsidenten“)
    – plötzlich macht es nichts, kein gesprochenes statement von biden zu bringen – er hat je ge“x“t
    – plötzlich reiht sich eine natowelt-weite dank- und respektheuchelei an die nächste

    stunden vorher (krone sonntag 14.40) gab sich biden noch kämpferisch gegen obama und clinton. aber der orf wußte heute morgen zu berichten, dass er sich tagelang mit seiner familie beriet und die schlechten wahlumfragen ihn schließlich zur einsicht brachten. so geht candidate-change. eine echt gelungene medieninszenierung, sowas von kritisch und umfassend die berichterstattung. thumbs down lautete der befehl, na dann …

  7. andi pi 22. Juli 2024 um 13:49 Uhr - Antworten

    moment mal. biden hat derzeit covid (mit symptomen). biden traf sich laut medienberichten am samstag (offenbar physisch) mit engen mitarbeitern, um seine rückzugsentscheidung zu besprechen. wie war das noch mit quarantäne? für biden gilt die nicht? quod licet iovi, non licet bovi?

    • Anaconda 22. Juli 2024 um 15:58 Uhr - Antworten

      Gibt doch mehr oder weniger nirgends mehr eine Corona-Quarantäne, seit sich nicht mehr verheimlichen lässt, dass es sich um eine ziemlich uninteressante Erkältungskrankheit handelt. Bin gespannt, wieviele trotzdem wieder der Empfehlung mancher Regierungen folgen (darunter Ö), sich unbedingt boostern zu lassen.

  8. Daisy 22. Juli 2024 um 12:55 Uhr - Antworten

    Der tägliche Wahnsinn meldet: Das ZDF informiert über die Eignung von Kamala Harris als Präsidentin: „Treppen hoch- und runtergehen und ganze Sätze aussprechen“ :-)

    Ja, die Deutschen waren ganz besonders betroffen, ihren Fü..äh Freund Biden zu verlieren. Jetzt müssen sich wohl auf Rockzipfeln einstellen… ;-)

    • Jan 22. Juli 2024 um 19:02 Uhr - Antworten

      Das ist mehr als die deutsche Außenministerin und Ex-Kanzlerkandidatin kann!

  9. Hasdrubal 22. Juli 2024 um 12:44 Uhr - Antworten

    Die NATO-Presse, für die Biden vier Jahre lang ein sehr guter Präsident war und der seine Demenz nicht aufgefallen ist, sieht sie bereits als neue Kandidatin.

    Das Böse Medium zitiert heute einen vielzitierten Satz von Frau Harris, womit womöglich die künftige US-Strategie beschrieben wurde:

    „Was sein kann (möglich ist), unabhängig von dem, was gewesen ist“

    Vermutlich werde auch ich älter, da ich nicht ganz verstehen konnte, was sie eigentlich damit sagen will?

  10. Ulrich5411 22. Juli 2024 um 12:41 Uhr - Antworten

    auch diese „Analyse“ werden die Langzeitahnungslosen mit schwerer kognitiver Dissonanz nicht zu Ende lesen können.

    wenn Michelle Obama als „schwarz“ durchgeht, besteht Kamala Harris diesen Test nicht. Und es gibt erhebliche Zweifel an ihrer Herkunft bzgl. der Geburt als US Amerikanerin. Bei Michelle gibts „andere“ Zweifel, aber in der real existierenden US Idiocracy gibt es keine Regeln mehr und anything goes …

    • Daisy 22. Juli 2024 um 12:46 Uhr - Antworten

      Geh, glaubts ihr das wirklich? Wie hat sie dann die Kinder gekriegt? :-)

      • Edwina 22. Juli 2024 um 20:17 Uhr

        sind möglicherweise nicht ihre, wenn man Verschwörungstheorien Glauben schenkt…

  11. therMOnukular 22. Juli 2024 um 12:32 Uhr - Antworten

    „Ob Michelle Obama oder die während ihrer Amtszeit farblose und peinliche Kamala Harris. Beide haben den Vorteil der schwarzen Frau.“

    Heimtückisch diese West-Propaganda, auch der Autor ist darauf reingefallen, so wie ich und vermutlich viele andere…..aber wozu gibt es das Internetz…;))

    Kann sich wer erinnern? Kamala ist nicht schwarz – bei der Wahl 2020 hieß es noch „indische Abstammung“, aber sie sei keine „Schwarze“ in dem Sinne.
    Aber so ist das eben heutzutage. Da kann sich sogar ein weißer alter Mann als schwarze Vizepräsidentin „identifizieren“.

    Lustiges Detail an der Sache ist: ich glaube nicht, dass Biden seine Statements selbst geschrieben und die Entscheidung selbst getroffen hat/haben kann. Ich denke, man hat die Dinge so an die Presse gespielt, dass er einfach nicht mehr auskommt und seinen Part spielen muss.
    Dass das Großkapital wirklich abgesprungen ist, denke ich nicht. Da einem hier die passenden Marionetten derzeit ausgegangen zu sein scheinen, konzentriert man sich halt für den Moment wieder auf die andere Partei. Wozu fährt man seit Jahrzehnten 2-gleisig?….;))
    Kamala selbst ist jedenfalls eine der unbeliebtesten Politikerinnen der US-Geschichte. Und das wird keine Propaganda ändern können.

  12. Daisy 22. Juli 2024 um 12:18 Uhr - Antworten

    Trump hat witzig reagiert…

    „Sein Wahlkampfteam habe Zeit und Geld in ‚den Kampf gegen den betrügerischen Joe Biden‘ investiert. ‚Jetzt müssen wir wieder von vorn anfangen‘, schrieb Trump auf der Internet-Plattform Truth Social. Der 78-Jährige stellte eine Entschädigung der Republikaner für diesen ‚Betrug‘ an seiner Partei in den Raum.“… :-)

    RFK jr. gab sofort nach Bidens Bekanntgabe eine hôchst aufgeregte Pressekonferenz im Garten vor seinem Haus. Mit aufgeregter leicht brüchig-heiserer Stimme bot er sich an, bitte nehmt mich zurück. Nur er könne Trump schlagen… ich hab das gecheckt. Der redet immer so schwer verständlich.

    Am besten wäre es, wenn die „Demokraten“ jetzt recht streiten um die „Macht“. Harris ist halt auch nicht beliebt.

  13. federkiel 22. Juli 2024 um 12:01 Uhr - Antworten

    Jetzt aber zu glauben, daß sich bei Trump, so er gewinnen sollte und bis zum 20.1. 2025 nichts passiert, etwas ändern würde, irrt auch.

    • Anaconda 22. Juli 2024 um 16:04 Uhr - Antworten

      Doch, er wird es allen heimzahlen, die ihn bisher in die Mangel genommen haben, und dass ein Teil der sog. und selbsternannten Elite Panik hat, wird auch nicht ganz grundlos sein.

  14. andi pi 22. Juli 2024 um 11:58 Uhr - Antworten

    womit ich biden auf immer primär assoziieren werde: seine allererste(!) amtshandlung gleich nach der angelobung am 20.1.2021 war eine verordnung, wonach in allen staatlichen behörden und in flugzeugen die zwangsmaske zu tragen ist. und natürlich auch sein unsäglicher satz „impfen ist eine patriotische pflicht“. ein unmensch sondergleichen – zum glück bleiben der US-bevölkerung vier weitere biden-jahre erspart.

    • Anaconda 22. Juli 2024 um 16:09 Uhr - Antworten

      Ferner Impfzwang für Unternehmen, die mit (bundes)staatlichen Institutionen Geschäfte machten oder machen wollten, ferner für Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern (soferne ich mich richtig erinnere) und noch viele andere Abscheulichkeiten, die man nicht vergessen darf. Wobei ihm das natürlich alles eingeflüstert wurde, denn wann Biden zuletzt eine eigene Entscheidung getroffen hat, weiss man sowieso nicht.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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