
Biden lässt Flüssiggas-Exporte einschränken
Wahlkampfmanöver von Biden, das heftige Auswirkungen auf Europa haben könnte: Die USA schränken den LNG-Export ein, begründet wird das mit dem Klima.
Die Biden-Administration schränkt den Export von Flüssiggas aus den USA massiv ein. Das wurde am Freitag angekündigt, argumentiert wird – wie so oft – mit der Klimakrise, die eine „dringende Abkehr von fossilen Brennstoffen“ brauche. US-Analysten rechnen auch mit einem Wahlkampfmanöver, das aber gerade für die EU harte Folgen haben dürfte.
LNG-Beschränkung
Neue LNG-Exportanlagen werden keine Genehmigungen mehr bekommen, so der Plan aus dem Weißen Haus. Biden schreibt in seiner Erklärung: „Dieser Stopp für neue LNG-Genehmigungen macht die Klimakrise zu dem, was sie ist: die existenzielle Bedrohung unserer Zeit.“ Pikant: Im Kriegsfall wird die Blockade dann aber aufgehoben. So ist weiter angeführt, dass für „unvorhergesehene und unmittelbare nationale Sicherheitsnotfälle“ eine Ausnahme bestehe. Ein offener Krieg der NATO mit Russland wäre jedenfalls ein solcher Notfall.
Worum geht es genau?
Aktuell exportieren die USA durchschnittlich 330 Millionen Kubikmeter Flüssiggas pro Tag. Damit ist man weltweit führend. In Betrieb sind sieben Terminals. Neue Exportanträge werden künftig einer unbefristeten Prüfung unterzogen, „bei der die Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt sowie die Wirtschaft berücksichtigt werden“.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
Dazu gehört etwa die geplante Anlage von Venture Global in Louisiana, der zum größten Terminal des Landes werden würde. Klimaaktivisten haben bereits im Dezember Druck auf Biden gemacht, den Terminal zu stoppen.
FULL STATEMENT: And it's official. The White House announces a "temporary pause" on pending approvals of American LNG export terminals.
The statement is below, and links here to the comuniqué itself: https://t.co/FHQfDMCsl4 and a White House factsheet: https://t.co/87Hg4T7lj3 pic.twitter.com/NFlXVC34l6
— Javier Blas (@JavierBlas) January 26, 2024
Entsprechend wird Biden jetzt gelobt: „Es ist sehr wichtig und angemessen, dass die Regierung eine umfassende Prüfung durchführt, um die Auswirkungen des Erdgasexports und insbesondere der Kapazitätserweiterung zum jetzigen Zeitpunkt wirklich zu verstehen“, sagte Dan Lashof, Direktor des gemeinnützigen World Resources Institute, gegenüber AFP.
Problem für EU
Andere Gruppen, die am Export verdienen, wie die Independent Petroleum Association of America zeigen sich naturgemäß erbost. Sie erklärte etwa in einer Stellungnahme, der Plan würde den russischen Einfluss auf dem europäischen Gasmarkt stärken. Bekanntlich hat sich der EU-Import von LNG im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 verdoppelt, die Branche erlebt seither einen Boom– und in Europa sind die Energiekosten gestiegen, vor allem in Deutschland. (Hier etwa Hintergründe dazu auf TKP.)
Klimahysterische EU-Parlamentarier haben aber an Biden geschrieben, dass sie den Schritt unterstützen würden, schreibt die AFP-Nachrichtenagentur. Darin heißt es, dass US-LNG dem Kontinent zwar geholfen habe, eine Energiekrise zu vermeiden, die durch Russlands Einmarsch in der Ukraine ausgelöst worden sei, die EU-Mitgliedstaaten ihren Gasbedarf jedoch jetzt reduzierten: „Europa sollte nicht als Vorwand für die Ausweitung von LNG-Exporten dienen, die unser gemeinsames Klima bedrohen und verheerende Auswirkungen auf die Gemeinden in den USA haben.“
LNG aus den USA ist nicht nur für die Umwelt weitaus schädlicher als russisches Gas, sondern auch die Klima-C02-Bilanz ist verheerend. So seien Fischbestände teilweise um 50 Prozent zurückgegangen, seitdem sich LNG-Unternehmen an der Küste angesiedelt haben. „Sie opfern die Fischereiindustrie für die petrochemische Industrie“, sagte ein Fischer aus den USA.
Der Ökonom Phillip Pilkington fasst es zusammen: „Europa wurde von den USA LNG versprochen, nachdem sie die russischen Käufe gekürzt hatten. Sie wurden belogen. Wahlkampfpolitik ist wichtiger als ein wichtiger Verbündeter. Biden zieht die LNG-Terminals ab, obwohl das katarische LNG wegen der Angriffe auf das Rote Meer den langen Weg nehmen muss. Die Europäer stehen wie komplette Clowns da.“ Er fügt hinzu, dass die USA fleißig Rohstoffe aus Russland importieren. Nämlich etwa Uran, um die eigenen Atomkraftwerke zu betreiben. Der US-Wahlkampf könnte schon jetzt heftige Auswirkungen auf die EU bekommen.
Der USA geht die Energie aus! War wohl doch nicht so clever, die gesamten US Öl-Reserven zur Marktpreisstützung rauszuhauen, Mr. Biden? Jetzt muss man den Gürtel eben enger schnallen…
Ohje, was passiert jetzt mit den mit den ganzen Umwelt-Tschernobyls aka LNG-Terminals, die man, bevor die ‚Grünen‘ an der Macht waren, niemals hätte bauen dürfen und just danach alle Bedenken mit einem Handstreich aus dem Weg geräumt wurden? Wird es der deutsche Michel jemals begreifen, wie sehr er verarscht wird?
Das Russiche Gas ist zuverlässiger! Hier kann man sich auf den Geschäftspartner verlassen. Hat das letzte Jahrhundert bewiesen.
Merkwürdiger Satz – aus TKP-Artikeln und anderen weiß ich, dass Klima kaum was bis gar nichts mit CO2 zu tun hat.
Der Wahn kranker Politik geht weiter! Werden wir bald wieder am Lagerfeuer sitzen oder unser Leben den Amerikanern opfern? Am Ende ist jeder Freund der Amerikaner ein Toter. Also warum nicht eine Kehrtwende?
Dann bitte sofort aus der NATO austreten und Nordstream 2 frei machen für Gasimporte aus Russland! Mir werden die USA täglich unsympathischer!
Mir werden die USA täglich sympatischer, weil sie den ganzen Angriff auf Europa und ihre Fratze kontinuierlich offenbaren.
Die USA sind selbst die größte Fratze.
Und ein Minister Habeck wird dazu wahrscheinlich nur mit treudoofem Blick sagen, dass wir uns jetzt erst recht anstrengen müssen, von Gas auf Wind und Sonne umzusteigen. Weil, ist ja so teuer geworden das Gas! Weil der böse Russe hat uns das Gas ja abgedreht, der Schlingel!
So blöd kann eine deutsche Regierung eigentlich gar nicht sein, um diese Zusammenhänge nicht zu erkennen oder vorauszusehen. Von daher muss man von Vorsatz ausgehen.
350 dieser Flüssiggas- Transportschiffe, Containerschiffe, Kreuzfahrtschiffe, von denen rund 30.000 auf den Weltmeeren unterwegs sind, VERDRECKEN unsere Umwelt genau so, wie SÄMTLICHE Verbrennermotoren Diesel und Benzin weltweit….!. Ein ganzer Coctail an sehr gefährlichen Schadstoffen wird auf den Meeren verpufft!!!
Herunter gebrochen auf Europa schädigen 63 Kreuzfahrtschiffe mit krankmachenden Schadstoffen die Umwelt so, wie alle Verbrennerautos in Europa!!!
Ein Kreuzfahrtschiff liegt im Schnitt 40% in den Häfen und verbraucht dort mehr Energie als eine 45.000 Einwohner Stadt.
Daher „Schiff ahoi“ verehrte Kreuzfaht- Fans aus der GRÜNEN Ecke…! Kapitän.a.D.
Interessant!
Ich kenne keinen einzigen Kreuzfahrtfan der Grünen!
Dafür gibt es keinen einzigen Kreuzfahrtfan, der Sie nicht sympathisch finden würde, da Sie zumindest versuchen auf den Schiffen mehr Platz zu schaffen!
Wenn der angeblich beste Freund nur liefert, wenn es die eigenen Interessen befriedigt, außer natürlich im Falle eines Krieges, könnte einem ja dämmern, dass dessen bester Feind doch nicht so böse ist. Sogar näher steht und in Zukunft noch mehr von Vorteil sein könnte.
Vertrauen kommt zu Fuß und flieht zu Pferde. Auch die ach so Mächtigen in Davos sind deshalb gar nicht so famos.
Denn die Pferde sind schon los.
Nützliche Idioten werden vorgeschoben, wenn es passt. Und die nützlichen Idioten raffen es einfach nicht – oder sind teilweise mit an Bord (Wissenschaftler). Was für ein abgestimmtes Spielchen da läuft. Herrlich. Da muss man glatt seinen Respekt zollen.
Wie tief sich die europäischen Regierungen in diesen Sumpf haben ziehen lassen, werden wir alle bald gemeinsam erfahren. Die Einflussagenten haben wirklich ganze Arbeit geleistet.
Interessant. Gestern abend habe ich zufällig den Aufsatz „Nordstream als Kriegsgrund“ von Florian Warweg in Hofbauer/Kraft „Kriegsfolgen“ gelesen, erschienen im März 2023. Der Autor gewichtet den Anschlag auf die Gasleitung in der Nordsee als schwerwiegendes Argument für die Täterschaft der Vereinigten Staaten, die seinerzeit gezwungen waren, die Europäische Union, vor allem Deutschland, als Absatzmarkt für amerikanisches LNG zu gewinnen, da der Preisverfall auf dem eigenen Boden nicht mehr aufzuhalten war. Anderthalb Jahre später, nachdem die Abhängigkeit ausgebaut ist und die Marionetten nicht mehr zurück können, dreht man das Gas wieder ab. Überrascht? Ich nicht. Es ist wohl der nächste Aufzug des Dramas „Deutschland wird deindustrialisiert“.
Stimmt, Absatzmarkt einerseits und andererseits musste die Nabelschnur zwischen Deutschland und Russland zerschlagen werden damit der Vasall nicht untreu wird.
Allerdings ist wohl eine der beiden NorthStream1 Röhren noch betriebsbereit. Berlin durfte aber nicht nach Greifswald fahren und das Ventil aufdrehen. Lieber opfert man die eigene Wirtschaft.
Evtl. ist jetzt die Zeit gekommen genau das zu tun.
Deutschland wird abgewickelt. Und die Ampel hilft offensichtlich voll mit. Jetzt muss Deutschland auch noch die amerikanische Rüstungsindustrie finanzieren. Wohl wird man auch bald den Befehl erhalten, Soldaten in den Krieg zu schicken… Die meisten Mitglieder dieser Regierung tun das übrigens gerne, wie mir scheint.
Solln sie, aber leider ziehen sie uns auch runter….
Nur der Bund, die Bundesländer und die Bundesrepublik werden abgewickelt und haben keine Hoheitsrechte mehr! Die deutschen Gebiete sind von denen schon längst anspruchsbefreit und völkerrechtlich zur Neuaufstellung freigegeben. Aber leider trauen sich nur wenige Gemeinden den unabhängigen Weg endlich zu beschreiten und die Gemeindehoheitsrechte einzusetzen, um den Gesetzesquatsch des Bundestags final abzustellen (leider tun das mehr muslimische Gemeinden als deutsche). Ist seit 33 Jahren überfällig! Sprechen Sie Ihren Bürgermeister darauf an! Und lassen Sie sich nicht weiter durch das Kasperletheater der transalliierten Truppe ablenken…
das teutsche „Melk-Kuh“ hat 70 Jahre lang ihre Schuldigkeit getan und wird jetzt nicht mehr gebraucht.
jetzt wird das dumme Vieh zur Schlachtbank geführt und abgestochen und mit ihm die anderen Rindviecher der EUdSSR.
In diesem Zusammenhang empfehle ich einen Blick auf die „US shale revolution“ der letzten 15 Jahre. Das massenhafte Fracking der Schieferölvorkommen ist die Quelle des US-Export-LNG. Der Ausblick ist nicht rosig und Überschusse für Export wirds mittelfristig nicht mehr geben. Ob das jetzt schon beginnt vermag ich nicht zu sagen.
Ein fundierter Ausblick findet sich zB hier: „Shale oil and the slurping sound“ mit Arthur Berman und Nate Hagens (youtube).