Slowakei hob Verbot zur kulturellen Zusammenarbeit mit Russland auf

22. Januar 2024von 2,4 Minuten Lesezeit

Cancel-Culture-Erlass aufgehoben: Die Slowakei nimmt die Zusammenarbeit mit Russland und Werißrussland wieder auf.

Die Slowakei hat die freundschaftliche Zusammenarbeit mit Russland und Weißrussland wieder aufgenommen. Das teilte das Kulturministerium am Freitag mit. Seit letzter Woche ist das Verbot zur Kommunikation und Zusammenarbeit mit den beiden Ländern aufgehoben, das gab Kulturministerin Martina Šimkovičová bekannt.

Gegen antirussische Politik

Seit März 2022 war eine Verordnung in der Slowakei gültig, die jegliche Kommunikation oder Zusammenarbeit mit Russland und Weißrussland verboten hatte. Doch die neue Regierung der Slowakei, die die alten Beziehungen zu Russland herstellen will, geht einen anderen Weg: „Mit dem Inkrafttreten dieses Beschlusses widerrufe ich den internen Verwaltungsakt“, entschied Ministerin Šimkovičová, deren Beschluss am 15. Januar 2024 in Kraft tritt.

Diese Entscheidung der Ministerin liegt der slowakischen Pravda vor, die darüber berichtet hat. Bei den Lesern der Zeitung scheint die Friedenspolitik Richtung Russland nicht besonders gut anzukommen. In einer im Artikel eingebauten Umfrage sagen 66 Prozent der Leser, dass die Ministerin den anti-russischen Erlass nicht hätte aufheben sollen. Knapp 30 Prozent unterstützen den Vorstoß.

Zur Pravda sagte das Ministerium: „Es gibt Dutzende von Kriegskonflikten in der Welt, und unserer Meinung nach sollten Künstler und Kultur nicht den Preis dafür zahlen müssen.“

„Die Anordnung von Ministerin Šimkovičová bezieht sich auf eine Entscheidung von Milanova, die die ehemalige Ministerin am 2. März 2022 erlassen hatte: „Alle Organisationen, die dem Kulturministerium unterstehen, und ihre Angestellten sowie die Organisationseinheiten und Angestellten des Ministeriums werden angewiesen, jegliche akademische, kulturelle oder ähnliche offizielle Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation oder der Republik Belarus bis auf weiteres einzustellen“, heißt es in Milanovas Unterlagen.

Aus dem slowakischen Parlament bekommt das Ministerium Unterstützung für den Anti-Cancel-Culture-Kurs. So sagt der Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur und Medien der slowakischen Nationalversammlung, Roman Michelka (SNS): „Ich bin gegen jede Zensur der Kultur.“ Seiner Meinung nach können Künstler und Kulturschaffende nicht für das politische Regime verantwortlich gemacht werden, das sie haben, und der kulturelle Austausch sollte weiterhin funktionieren. „Unschuldige Menschen werden bestraft und das ist krank, Ideologie sollte sich nicht in die Kultur einmischen. Die Schöpfer der russischen Kultur sollten nicht diskriminiert oder ausgegrenzt werden, nur weil ein bestimmtes Regime an der Macht ist.“

Šimkovičová ist Mitglied der Slowakischen Nationalpartei (SNS), dem kleinsten Juniorpartner in der von Robert Fico angeführten Koalition. Sie war vor ihrer Zeit in der Politik ein TV-Star und wurde dann mit oppositionellen Positionen politisch. Die telegene Blondine erhielt einmal den „Preis“ „Homophober des Jahres“. Für die SNS tritt sie an, weil sie laut eigenen Angaben „unabhängige Personen“ erlaubt.

Bild „Slovakia vs. Russia“ by s.yume is licensed under CC BY 2.0.

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4 Kommentare

  1. niklant 23. Januar 2024 um 7:37 Uhr - Antworten

    Endlich fängt ein Land an, sich gegen Kriegstreiber der EU zu wehren. Nicht viele kennen den Vortrag von Ganser, der die Lügen der EU und den Amerikanern offenlegt. Wir wollen keinen Krieg! Schmeisst die Amis raus und alle WEF Anhänger, die gegen die Völker vorgehen und Hunger als Druckmittel erzeugen.

    • Hasdrubal 23. Januar 2024 um 12:43 Uhr - Antworten

      Wir sollen abgezockt werden, um einen Krieg zu finanzieren mit dem Ziel, dass die gesamte Welt unterjocht und noch mehr abkassiert wird. Mich wundert, dass einige Michels es nicht verstehen können.

      Gewisses Medium brachte heute eine Studie aus den USA unter dem oberen 1% des Einkommens und Uni-Bildung, laut der die „Eliten“ ganz besonders für Biden und Klimagedöns-Gängelungen bis zur Rationierung von Fleisch und Reisen seien. Leider wurde nicht verraten, welche Richtungen diese „Eliten“ studiert haben – solche wie Postcolonial Climate Gendering betrachte ich als Humbug ähnlich dem Marxismus-Leninismus im Ostblock.

      Leider habe ich kein Einkommen im oberen 1% in Buntschland, aber als Ingenieur auch kein schlechtes – und sogar zwei Master-Diplome einer recht guten Technischen Hochschule. Nicht dennoch, sondern gerade deswegen sehe ich die Absurdität des CO2-Schwindels mit „Beweisen“ wie Hämmern bezahlter Klimahysteriker auf wertvolle Meisterwerke.

  2. Hasdrubal 22. Januar 2024 um 13:49 Uhr - Antworten

    Cancel-Culture-Erlass aufgehoben: Die Slowakei nimmt die Zusammenarbeit mit Russland und Werißrussland wieder auf.

    Ein Vorbild, dem etliche Länder Europas folgen sollten.

    Ich lese übrigens täglich im gewissen Medium – gestern dort einen (weiteren) Artikel über die WEF-Dekadenz von Henry Johnston, wo Toynbee zitiert wurde. Eine etwas naive Sicht, dass die „Eliten“ die Probleme von uns Fußvolk lösen wollen – die wollen einzig das Problem der Oligarchen und Finanzkonzerne lösen, wie man uns den allerletzten Cent abnehmen kann. „You will own nothing“ – seit dem „Ende der Geschichte“ Fukuyamas, als Wettbewerb der Systeme und Zivilisationen zur Vergangenheit erklärt wurde, sind sämtliche Hemmungen gefallen.

    Man braucht weit mehr Debatte über solche Themen mit Teilnehmern auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs – im Osten wie Russland wie auch im Westen.

  3. Amokimpfender Amtsarzt 22. Januar 2024 um 12:17 Uhr - Antworten

    Ich bin zwar an sich gegen Verbote. Aber wenn man schon unbedingt etwas verbieten müsste, und das durchaus aus objektiv gebotenen Gründen, dann müsste man jedwede Förderung der Ukraine verbieten. Denn was sich dort in den letzten Jahren aufgebaut hat, ist Nationalismus in seiner hässlichsten Form. Es wurde in diesem Land, in dem schon vor dem Eingreifen Russlands über 8 Jahre ein brutaler Krieg gegen die eigenen (russischsprachige) Bevölkerung tobte, eine ethnisch gesäuberte Ukraine angestrebt. Bataillone mit unverhohlenen NS-Insignien zogen mordend durch den Donbass. Der NS-Kollaborateur und Massenmörder Bandera wird dort nach jahrelanger Gehirnwäsche von einer Mehrheit der Bürger als Held verehrt. Den skrupellosen Oligarchen, die die Ukraine beherrschen, haben wir es zu verdanken, dass sich die Welt am Rande eines Weltkriegs befindet. So ein Land gehört von einer zivilisierten Weltgemeinschaft eigentlich umgehend geächtet anstatt es zu verherrlichen.

    Dass Letzteres der Fall ist, zeigt, wie verlogen und moralisch bankrott unser Polit- und Mediensystem heute sind.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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