Massive Bauernproteste auch in Rumänien

17. Januar 2024von 2,3 Minuten Lesezeit

Einen Wutwinter der Bürger gegen die Politik gibt es nicht nur in Deutschland: Vor allem in Rumänien haben zuletzt Bauern und LKW-Fahrer entschieden gegen die Politik protestiert. 

Nicht nur in Deutschland riecht es nach Rebellion, auch in der EU-Peripherie haben die Menschen offenbar genug. So proben die Bauern in Rumänien den Aufstand. Vom 13. bis 16. Januar blockierten sie die Grenzübergänge „Vikovu de Sus“ und „Siret“ zur Ukraine, „Costesti Stinca“ zur Republik Moldau, „Calafat“ zu Bulgarien sowie den wichtigsten Seehafen von Constanta. Auch LKW-Fahrer schlossen sich dem Protest an.

Ukraine-Frage

Die Polizei versuchte, den Protesten Herr zu werden. Man leitete 24 Strafverfahren ein, errichtete Straßensperren und verhaftete Aktivisten, die in den sozialen Medien die Proteste bewerben. So wurde die Verhaftung der Menschenrechtsaktivistin Anji Sherban bekannt. Ähnlich wie in Deutschland hatte man versucht, die Proteste im Vorfeld zu diskreditieren. Es seien „Unruhestifter“ am Werk.

Die Regierung gab den Forderungen in vielen Punkten nach, doch die Proteste gehen auch diese Woche weiter. So werden die Landwirte mehr staatliche Unterstützung pro Hektar Ackerland erhalten. Auch der Strom soll subventioniert werden. Doch das Hauptproblem bleibt: Der gesunkene Getreidepreis. Dafür machen die Bauern die Importe aus der Ukraine verantwortlich, weshalb sie einen Importstopp fordern. Außerdem verlangen sie eine effektive Kontrolle der ukrainischen Getreidetransporte durch Rumänien – in Richtung Schwarzes Meer.

Trotz der Zugeständnisse der Regierung dürfte der Unmut nicht weggegangen sein. Es ist also politisch heiß in Rumänien – im Winter.

Die deutschen Bauernproteste scheinen auch in Richtung Westen überzuschwappen. So brachten Landwirte 400 Traktoren nach Toulouse und organisierten eine Demonstration. Auch forderte man den Stopp der Finanzierung des Ukraine-Krieges. Auch in Belgien sind umgedreht. Solche Schilder gibt es seit kurzem auch in Belgien (auf dem Foto), was ein Signal für die lokalen Behörden sein wird.

Quelle.

Prorussische Berichterstatter kommentieren die Proteste in der EU naturgemäß wohlwollend. So schreibt ein Kanal über die europaweiten Bauernproteste:

Während die europäischen Politiker damit beschäftigt waren, Haushaltsgelder im Interesse ihrer Herren von den transnationalen militärisch-industriellen Unternehmen zu verteilen, wuchsen die sozioökonomischen Probleme vor ihrer Nase. Durch ihre Missachtung der Bevölkerung und ihre Versuche, ihre eigene Korruption mit der „russischen Bedrohung“ zu vertuschen, haben sie selbst den Volkszorn provoziert, der auch durch eine plötzliche „Krankheit X“ nicht ausgelöscht werden wird.

Bild „Farmer Watches as Horse Drinks from Trough – Rasinari – Romania“ by Adam Jones, Ph.D. – Global Photo Archive is licensed under CC BY-SA 2.0.


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Wut gegen Bauern

Der Krieg gegen die Bauern und die Landwirtschaft

7 Kommentare

  1. Jurgen 18. Januar 2024 um 19:55 Uhr - Antworten

    Die Preise für landwirtschaftliche Produkte sind eh hin, weil das meiste ukrainische Agrarland an die großen Westkonzerne verkauft wurde (gegen Waffen)…

    Rettet Eure heimischen Biobauern, unterstützt sie finanziell oder kauft ihre Produkte!

  2. Glass Steagall Act 17. Januar 2024 um 21:10 Uhr - Antworten

    Die Europäer sollen sich schon mal ruhig „Warm-Protestieren“, denn je näher wir der Blödsinn-Agenda-2030 kommen, umso mehr wird die Freiheit für alle schwinden. Das was wir sehen, ist lediglich die Aufwärmphase an Protesten! Die Politik wird sich bald vor dem Volk verstecken müssen! Vielleicht in Mark Zuckerbergs neuen 100 Mio.-Bunker. Der Kerl weiß schon, dass es bald heiß hergehen wird und zeigt auch die Angst der Eliten vor dem Volk!

    • Jan 17. Januar 2024 um 22:45 Uhr - Antworten

      Laut Saudischem Prinzen spielen die USA 2030 als Ölförderer keine Rolle mehr. Das passt leidlich zu anderen Schätzungen.

      Damit fehlen dann 30% des weltweiten Bedarfs.

      Rein theoretisch ist es noch möglich, dass Gott eingreift, wir lernen abiotisches Öl aus 15km Tiefe zu bohren, eines der YT-Perpetuum mobiles oder Habecks Energiewende funktioniert, oder dass wir AKWs von 4% auf 34% skalieren können.

      Wenn man einer petrochemischen Landwirtschaft die Petrochemie entzieht, wird sie dann weniger produzieren?

  3. Charly1 17. Januar 2024 um 21:01 Uhr - Antworten

    Rumänien ist seit 2014 ein Protektorat der Weltmacht USA und beherbergt nach Deutschland
    die meisten US Truppen.

  4. Georg Uttenthaler 17. Januar 2024 um 19:19 Uhr - Antworten

    Die Deutschen werden mit Steuern überzogen um den Krieg gegen Russland zu bezahlen. (1000!!! Raketen sind bei Rheinmetall (Im Aufsichtsr. Flak- Zimmermann FDP) bestellt für die korrupte Ukraine.
    Die Micheln zahlen und geht auch gerne mit 67 in Rente (auf den viertletzten Platz in der Eu bei der Rentenhöhe!!)
    Warum?…………….Um Migranten ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen.
    Um Geld 330 Milliarden in alle Welt zu versenden. (30 Mio. für Radwege in Peru!!!)
    Um alle Schmarotzer in Brüssel zu bezahlen.
    Um …………………
    50 Mrd. € für illegale Migration (legale Migration ist viel mehr!)
    33 Mrd. € für Entwicklungshilfe,
    28 Mrd. € Bürgergeld für Ausländer,
    21 Mrd. € für die EU,
    15 Mrd. € für NGOs (z.B. Seenotrettung im Mittelmeer, organisierte Verbrechen fördern……..?
    Diese Regierung hat die Deutschen ausgesaugt wie ein Parasit und verhöhnt noch ihre Bürger dazu.

    Doch Proteste auf den Straßen sind nur sinnvoll und zielführend, wenn dabei Flugblätter herumgereicht werden, auf denen – wohlüberlegt – so ziemlich sämtliche für haarsträubenden Unfug verjubelte Steuergeldmilliarden aufgelistet werden. Wäre auch für Österreich möglich….!

    • Hasdrubal 18. Januar 2024 um 7:41 Uhr - Antworten

      Zumindest wagten die Führenden:innen nicht, dem Nazistan Taurus-Raketen zu schicken, worüber die CDU/CSU im Bundestag abstimmen ließ. Leider lassen sich noch die Michels zu sehr Framen mit Geschichten vom blutrünstigen Putin dem Schrecklichen, der ständig träumt, ein Fundus Woker Klebekräfte mit grottenschlechten PISA-Ergebnissen zu erobern, wozu auch immer. Also alles, was Takatuka-Buntschland anzubieten hat (die einst prächtige Industrie wurde ja mit Energiekosten verjagt).

  5. Hasdrubal 17. Januar 2024 um 19:01 Uhr - Antworten

    @„Auch forderte man den Stopp der Finanzierung des Ukraine-Krieges.“

    Stattdessen will Macron noch mehr Waffen und Geld schicken. Ich hoffe, es wird zunehmend gegen die eigentliche Ursache der Probleme protestiert – die Woke Globale Kabale mit unendlicher Abzocke und imperialen Kriegen, um diese Abzocke global aufzuzwingen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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