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Wissenschaft

Die Windkraft-Lüge: Was Windräder in Wahrheit anrichten – Eine Dokumentation der wissenschaftlichen Fakten

10 Kommentare 21. Oktober 2026 5 Minuten Lesezeit von Dr. Peter F. Mayer

Windkraft gilt Politikern und Medien als Heilsbringer der Energiewende. Sie soll das Klima retten, Arbeitsplätze schaffen und in eine „grüne“ Zukunft führen. Die Realität, die Dr. Peter F. Mayer und Torsten Engelbrecht in ihrem neuen Buch Die Windkraft-Lüge dokumentieren, sieht anders aus.

Das Werk versammelt die wichtigsten Analysen und Studien der letzten Jahre – die meisten davon auf TKP erschienen – zu den tatsächlichen Auswirkungen auf Gesundheit, Tierwelt, Vegetation, Meere, Atmosphäre und Wirtschaft. Es basiert auf Messungen, physikalischen Gesetzmäßigkeiten und peer-reviewten Arbeiten und zeichnet ein klares Bild: Windkraft ist kein nachhaltiger Beitrag, sondern ein ökologisches, gesundheitliches und wirtschaftliches Desaster.

Mayer, Physiker und Herausgeber von tkp.at, und der investigative Journalist Engelbrecht legen keine Meinungssammlung vor, sondern eine Zusammenstellung fundierter Fakten. Vorworte steuern Dipl.-Ing. Dr. Martin J. F. Steiner und Dr. med. Ursula Bellut-Staeck bei. Das Buch erscheint im neu gegründeten TKP-Verlag.

Der Widerspruch zur Physik: Es gibt keine „erneuerbare“ Energie

Bereits zu Beginn wird der Grundirrtum benannt. Die Behauptung, Wind- und Solarstrom seien „erneuerbar“, widerspricht dem Energieerhaltungssatz. Die Physik formuliert präzise: Energie kann weder erschaffen noch vernichtet, nur umgewandelt werden. Windräder entziehen der lokalen Atmosphäre kinetische Energie, wandeln sie im Generator in Strom und Wärme um und erzeugen zusätzlich Turbulenzen und Infraschall. Nach den Strömungsgesetzen von Bernoulli sinken Druck und Geschwindigkeit der Luftströmung – mit messbaren Folgen für Vegetation, Verdunstung und Klima.

Die Energiedichte von Wind liegt um Größenordnungen unter der von Wasserkraft, Kohle oder Kernbrennstoffen. Daraus folgt der enorme Flächenbedarf, die Bodenverdichtung und die extremen Blattspitzengeschwindigkeiten von mehreren hundert km/h. Diese Umwandlung ist kein Nullsummenspiel für die lokale Umwelt.

Der lautlose Schrecken: Infraschall und seine biologischen Wirkungen

Infraschall (unterhalb etwa 20 Hz) entsteht nicht als Nebeneffekt, sondern als direkte Folge der Aerodynamik. Bei typischen 15 Umdrehungen pro Minute und drei Blättern beträgt die Blattfolgefrequenz 0,75 Hz. Die zugehörige Wellenlänge liegt bei rund 457 Metern. Solche Wellen durchdringen Gebäude, dämpfen sich kaum und breiten sich über Kilometer aus. Entstehungsmechanismen sind der Strömungsabriss im Turmschatten, die periodische Kompression der Luftmasse zwischen Blatt und Turm sowie die Blattspitzenwirbel.

Schall-Messungen als dB(a), die tiefe Frequenzen systematisch ausblenden, sind für die Bewertung ungeeignet. Das Buch dokumentiert Studien, die zelluläre Wirkungen über Mechanotransduktion und PIEZO-Kanäle beschreiben: Beeinträchtigung der Mikrozirkulation, zellulärer Stress, Cortisol-Anstieg und Störungen des Calcium- und Energiestoffwechsels.

Eine epidemiologische Untersuchung von Vahl und Dietz im Kreis Paderborn verglich Gemeinden mit massivem Windkraftausbau (bis 533 MW) mit Kontrollgebieten. Die Inzidenz neu aufgetretener Herzinsuffizienz und bedrohlicher Rhythmusstörungen stieg hochsignifikant (p < 0,0001), mit Steigerungen von 20 bis 68 Prozent. Ältere Studien wie Health Canada werden wegen methodischer Schwächen und der damaligen kleineren Anlagen kritisiert; sie berücksichtigen den heutigen Wissensstand zu zellulären Mechanismen nicht.

Infraschall und hochfrequente elektromagnetische Felder teilen ähnliche Wirkpfade auf zellulärer Ebene. Symptome reichen von Schlafstörungen und „Spukgefühlen“ bis zu nachweisbaren Herz- und Gehirnbelastungen. Dr. Bellut-Staeck betont im Vorwort das Vorsorgeprinzip: Bei ungeklärten Risiken müssen nicht die Betroffenen die Unbedenklichkeit beweisen. Sie verweist auf die 95 Thesen von Mario Weidele und warnt, dass „überall ein weiteres Bachern geben“ kann.

Tiere, Vegetation, Meere und Atmosphäre: Von wegen „grün“

Windräder stören die Infraschall-Kommunikation zahlreicher Arten – von Elefanten bis zu Blattschneiderameisen – und führen zu massenhaftem Tod von Vögeln und Fledermäusen durch direkten Schlag oder Barotrauma. In der Nähe von Anlagen steigt die Sterblichkeit von Vogel- und Hühner-Eiern.

Studien belegen reduzierte Pflanzenvielfalt und Produktivität. Eine Arbeit von Zhao et al. (BMC Ecology and Evolution, 2025) aus der Inneren Mongolei zeigt, dass Windparks die Alpha- und Beta-Diversität von Graslandgemeinschaften verringern, funktionelle Merkmale verändern und die Produktivität signifikant senken. Ursache sind veränderte Mikrostandorte: geringerer Bodenwassergehalt, weniger organische Substanz und Nährstoffe.

Offshore-Parks erwärmen Meerwasser und Luft, verändern Wind- und Niederschlagsmuster und entziehen dem Land Regen. Das Buch enthält Berechnungen zu lokalen Erwärmungseffekten und weist auf die besonders problematische Kombination mit Rechenzentren hin. Für die Rotorblätter werden enorme Mengen Holz – auch aus dem Amazonas – benötigt. Rodungen für Windparks in Waldgebieten zerstören CO₂-Senken und Lebensräume.

Recycling, Giftstoffe und die wirtschaftliche Kehrseite

Die Entsorgung ist ungelöst. Rotorblätter bestehen aus Verbundwerkstoffen mit asbestähnlichen Fasern. Bei Bruch oder Abrieb gelangen Mikroplastik-Partikel und PFAS („Ewigkeitschemikalien“) in Böden, Wasser und die Nahrungskette – nachweisbar in Wildtieren und Muscheln.

Ökonomisch bleibt die Illusion vom günstigen Strom. Die üblichen LCOE-Werte (um 35 Euro/MWh) blenden die Systemkosten intermittierender Erzeugung aus: fehlende Systemträgheit, Frequenzregelung, Spannungsstützung, Netzausbau, Backup-Kraftwerke und massive Überbauung.

Analysen, die diese Kosten einbeziehen, kommen auf Steigerungen von 135 bis 235 Prozent – reale gelieferte Kosten weit über den beworbenen Werten.

Die Fluktuation erzeugt negative Preise, Abregelungen und Redispatch-Maßnahmen. Steiner beschreibt im Vorwort die daraus resultierende ökonomische Katastrophe für Steuerzahler und Stromkunden. Der Markt ist weitgehend zu einem profitgetriebenen Investorenmodell verkommen; sinkende Subventionen führen bereits zu Projektflops.

Das Buch ist keine Polemik, sondern eine nüchterne Dokumentation der wissenschaftlichen Fakten. Es zeigt, dass die Windkraft die Natur, die sie angeblich schützen soll, massiv belastet, die Gesundheit von Anwohnern und Tieren beeinträchtigt und das Stromsystem teurer und unzuverlässiger macht. Die Forderung aus dem Vorwort von Bellut-Staeck bleibt zentral: Vorrang dem Vorsorgeprinzip – intelligente Standorte statt maximaler Profite.

Die Windkraft-Lüge. Was Windräder in Wahrheit anrichten. Dr. Peter F. Mayer, Torsten Engelbrecht. TKP Verlag, 1. Auflage 2026. Paperback ISBN 978-3-9506363-0-7.


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10 Kommentare

  1. Serkalo
    Antworten

    Nicht, dass ich dem Artikel nicht zustimmen würde, aber bzgl der Unmöglichkeit „erneuerbarer Energie“ kommt mir die Gravitation in den Sinn. Das ist ja eine stetige Energie, die ohne irgendetwas anderes da ist. Da müssten dann doch Gezeitenkraftwerke als „erneuerbare Energie“ gelten. Oder liege ich da falsch?

    1. rudifluegl
      Antworten

      Gravitation ist eine Kraft!

      1. Serkalo

        Ja, da habe ich mich leider falsch ausgedrückt und das zu spät bemerkt. Aber die Gravitation ist eine stetige Kraft und die zur Energieerzeugung zu nützen, müsste eigentlich nachhaltig sein – also eine Art erneuerbare Energie, weil dadurch ja nicht woanders der Energiegehalt verringert wird.

    2. Gabriele
      Antworten

      Sicher – es gibt diese auch bereits. Warum nicht häufiger, dürfte wohl am Geld und am (nicht vorhandenen) Willen liegen.

  2. Glass Steagall Act
    Antworten

    Und täglich kommen neue Windräder bei uns in NRW dazu, als ob es kein Morgen mehr gäbe! Man kann inzwischen bei einem 360-Grad-Schwenk keine freien Landstriche mehr sehen. Wir befinden uns in einem Wald von diesen Dingern. Völlig umzingelt. Die Habeck-Mafia hat uns für die nächsten Jahre noch etliche in Planung vorbestellt.

  3. Jurgen
    Antworten

    Die Drehpopeller in großer Höhe sind die schlechteste Methode Windenergie umzuwandeln. Da gibt es weitaus bessere Methoden, die aber vom Kapital immer wieder unterdrückt wurden.

  4. cwsuisse
    Antworten

    Menschen, welche dafür auserkoren wurden, künftig im amerikanischen Interesse gegen Russland ins Feld zu ziehen, kann man getrost vorher ein wenig mit Infraschall malträtieren – was solls? Im übrigen war für Lesekundige vom ersten Tag an klar, dass die Total Cost Of Ownership grob falsch ausgewiesen wird, weil die Abschreibungen brutal nach unten revidiert, vulgo gefälscht wurden.

  5. Nurmalso
    Antworten

    Leider kann man das Buch bei BoD Buchshop nur mit PayPal oder Kreditkarte kaufen und nicht über Vorkasse per Überweisung.

    Das Buch habe ich Probe gelesen und finde aber die Artikel von tkp hier viel detaillierter und spannender, weshalb ich die wichtigsten zum Lesezeichen genommen habe und auch schon einiges abgespeichert habe auf USB-Stick.

    Gerade der letzte Artikel „Lärm und Infraschall von Rechenzentren … “ mit den Frequenzen, den Blutgefäßen, den Lärmpegel in dB, den Calzium i.wie und der Herzfunktion … sorry, u.s.w.

    und immer gleich mit Quellenangaben der Studien. Beim Probelesen des o.g. Buches war es eher langweilig und Quellenangaben der behaupteten Thesen habe ich auch keine gesehen.

    Würde es gern kaufen wollen, der Preis ist nicht die Welt.

    Vielleicht könnte man auch den Kauf über das Amazon-Konto organisieren, denn als Unternehmer mit Bargeldeinnahmen habe ich kein Problem und kann das Amazon Kto. in bar (Geschenkegutscheinkarte) aufladen am PC.

  6. 1150
    Antworten

    deutschland hat seit 2020 ca. 500 000 industriearbeitsplätze verloren

    also knapp 83 000 pro jahr, nur soviel zur schaffung von arbeitsplätzen

    ein produktivarbeitsplatz ist kein verwaltungsarbeitsplatz

    solche feinheiten sind den babler’s dieser welt fremd

    1. Jurgen
      Antworten

      Die wurden in Teilzeitjobs in der Dienstleistung umgewandelt, die im gleichen Zeitraum geschaffen wurden. Also insgesamt wurde das Lohngesamtniveau deutlich gesenkt!

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