Skip to content
Wissenschaft

Rückschlag für BioNTechs mRNA-Krebsbehandlung

3 Kommentare 16. Oktober 2026 3 Minuten Lesezeit von Thomas Oysmüller

BioNTechs experimenteller mRNA-Krebsimpfstoff hat in der laufenden Studie bisher keinen klaren Vorteil gezeigt. Das gab das Unternehmen diese Woche bekannt.  

Der mRNA-Krebsimpfstoff BNT113 von BioNTech wird bereits in einer Phase-2/3-Studie untersucht, doch die Ergebnisse sind für das Unternehmen wohl enttäuschend. Am Dienstag wurde gemeldet, dass bisher nichts darauf hindeutet, dass der „Impfstoff“ das Wachstum des Tumors bremst. Die Studie läuft aber weiter, um zu prüfen, ob die Patienten länger leben.

Die Kombination aus dem experimentellen Impfstoff BNT113 und dem Immuntherapiemedikament Keytruda (Pembrolizumab) hat bei den Patienten den Krebs nicht deutlich besser aufgehalten (gemessen am progressionsfreien Überleben, PFS) als Keytruda allein. In der Studie sind Menschen mit fortgeschrittenem Krebs im Mund-, Rachen- oder Halsbereich erfasst, der durch das HPV-Virus (Typ 16) verursacht wurde, nicht mehr operiert werden kann und entweder zurückgekommen ist oder sich bereits ausgebreitet hat. Damit hat die Studie den ersten von zwei primären Endpunkten verfehlt.

Trotzdem empfiehlt ein unabhängiges Datenüberwachungskomitee, die Studie fortzusetzen. So soll auch das Gesamtüberleben noch bewertet werden. Sollte sich hier ein Vorteil zeigen, würde die Studie laut Studiendesign trotzdem positiv abgeschlossen werden.

Dementsprechend äußert sich BioNTech weiterhin positiv – was nicht überrascht. Die Onkologie soll nach den Corona-Impfstoffen die neue Cashcow werden. So erklärt das Unternehmen: „Da immunvermittelte Antitumor-Effekte mit der Zeit aufbauen und sich vertiefen, wird die Analyse des zweiten Endpunkts, des Gesamtüberlebens, entscheidend sein.“

Andere Analysten, selbst jene, die mRNA-Onkologie unterstützen, bewerten das bereits zurückhaltender. Die PFS-Verfehlung verringerte das Vertrauen in einen späteren Erfolg beim Gesamtüberleben erheblich, auch wenn es Präzedenzfälle gibt, bei denen Immuntherapien das progressionsfreie Überleben verfehlten und dennoch das Gesamtüberleben verbesserten.

Auch wenn das Unternehmen es nicht so sagt: Das ist ein weiterer Rückschlag für seine onkologische Pipeline. Erst im August hatte man eine Phase-2-Studie mit dem personalisierten mRNA-Impfstoff Autogene Cevumeran (BNT122) bei Darmkrebs abgebrochen. Es starben mehr Menschen, die mit mRNA behandelt wurden, als in der Kontrollgruppe – TKP hat berichtet. 

BioNTech setzt nach dem Rückgang der COVID-Impfstoff-Umsätze stark auf die Onkologie, darunter mRNA-Immuntherapien, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate und Kombinationen. Die weitere Entwicklung von BNT113 hängt nun maßgeblich von den weiteren Daten ab. Sollten die Daten zum Gesamtüberleben ebenfalls negativ ausfallen, wird es für das Produkt schwer.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter. 

Links zu früheren TKP-Beiträgen zum Thema finden Sie unterhalb 👇



BioNTechs mRNA-Krebs-„Impfstoff“: Todesfälle zwingen zum sofortigen Studienabbruch

Huaier Pilz: hilft gegen Krebs und repariert Schäden von mRNA-Spritzen – Studien

Teile diesen Artikel

3 Kommentare

  1. Gabriele
    Antworten

    Ein Grund mehr für eine neue Plan-demie.

    Einziger Hoffnungsschimmer: Immer mehr dieser abartigen „Therapien“ schlagen fehl, dann werden sie mit der Zeit davon abrücken müssen, denn es geht sowieso primär um das Abcashen der Fördergelder für die „Forschung“ – und dann war’s nachher halt nix.

    Neue Firma gründen – und wieder von vorn… Geld gibt es, solange die Menschheit an diese Art von „Fortschritt“ zu glauben bereit ist.

    1. Nurmalso
      Antworten

      Was der Türke mit seiner Frau betreibt ist nichts weiter als an den Prinzipien der Wünschelrute fest zu glauben. Eigentlich müßten solche akademischen Gestalten mit sofortiger Wirkung aus der Wissenschaft entfernt werden.

      1. Gabriele

        Sie sagen es – die beiden haben sich bei bei McDonalds kennengelernt – wie sie stolz erzählen – und waren sich dann einig, dass man „gemeinsam“ viel machen kann…

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann. Benutzer haften für den Inhalt ihrer Kommentare.

Entdecke mehr von tkp.at

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen