NATO bereitet Seeblockaden und Piratenakte gegen zivile Schifffahrt vor

17. Februar 2026von 3 Minuten Lesezeit

Die USA und europäische Nationen schicken sich an Seeblockaden wie in früheren Kriegen zu verhängen. Öltanker und Frachtschiffe werden bereits immer häufiger gekapert.

Nach einen Bericht vom 13. Februar, hat sich der britische Verteidigungsminister John Healey sich mit seinen Amtskollegen aus den baltischen und nordischen Ländern auf der Münchner Sicherheitskonferenz getroffen, um Pläne für die illegale Beschlagnahmung von mit Russland verbundenen Öltankern in internationalen Gewässern zu besprechen. Zwangsübernahmen von Öltankern durch Staaten des Westblocks wären keineswegs beispiellos, da die US-Streitkräfte seit Ende 2025 eine Reihe von Operationen gegen Tanker in internationalen Gewässern initiiert haben, nämlich gegen solche, die venezolanisches Öl für den Export transportieren, mit dem vorrangigen Ziel, die Wirtschaft des Landes zu lähmen. Die US-Marine und die Küstenwache nahmen am 9. Februar den Öltanker Aquila II in internationalen Gewässern im Indischen Ozean ins Visier, der mindestens das achte Schiff ist, das von den US-Streitkräften zur gewaltsamen Beschlagnahmung ins Visier genommen wurde.

In einem Kommentar zu den laufenden westlichen Operationen gegen die zivile Schifffahrt der betroffenen Länder warnte der russische Außenminister Sergej Lawrow kürzlich: „Das Ziel der USA – die Weltwirtschaft zu dominieren – wird mit einer ganzen Reihe von Zwangsmaßnahmen erreicht, die mit fairem Wettbewerb unvereinbar sind.

Um dieses Ziel zu erreichen, wolle die US-Führung „die Kontrolle über alle Routen übernehmen, über die die führenden Länder der Welt und alle Kontinente mit Energieressourcen versorgt werden“. „Es wird ein ‚Krieg‘ gegen Tanker auf offener See geführt“, fügte er hinzu. Die rasche Ausweitung der NATO-Truppenstationierungen in der Arktis, durch die sich die Streitkräfte immer näher an russisches Territorium heranbewegen, wird von Analysten weithin als Teil der Bemühungen interpretiert, eine gewisse Kontrolle über die Nordostpassage zu erlangen.

Die Nordostpassage machte im Oktober 2025 Schlagzeilen, nachdem die chinesische Handelsflotte mit Unterstützung der russischen Atom-Eisbrecherflotte ihre erste Containertransportfahrt nach Europa durch diese Passage unternommen hatte. Dadurch halbierte sich die Transportzeit im Vergleich zu den südlichen Routen durch die Straße von Malakka und den Suezkanal nahezu.

Berichten zufolge wird eine Seeblockade in der Ostsee-Arktis-Region gegen Russland geplant. Norwegen, Schweden und Finnland sollen ebenfalls „zusammenarbeiten, um die militärische Mobilität durch die Entwicklung von Transport- und Logistikkorridoren von West nach Ost sowie durch die grenzüberschreitende Nutzung von Stützpunkten und anderer militärischer Infrastruktur zu erhöhen“.

Es ist zu erwarten, dass die NATO-Mitgliedstaaten nicht nur Öltransporte, sondern auch eine Vielzahl anderer ziviler Exporte ins Visier nehmen werden. So enterten beispielsweise im November 2025 US-Spezialeinheiten ein Frachtschiff in den internationalen Gewässern des Indischen Ozeans und beschlagnahmten, entfernten und vernichteten zivile Güter, die von China in den Iran transportiert wurden. Bereits 2019 enterten und beschlagnahmten US-Streitkräfte ein nordkoreanisches Kohleexportschiff, die Wise Honest, die anschließend verkauft und die Gelder vom US-Finanzministerium einbehalten wurden. Das US Naval Institute schlug 2020 vor, Söldner anzuheuern, um chinesische zivile Schiffe auf ähnliche Weise anzugreifen, um den Druck zu erhöhen.

Es handelt sich also um eine US-Politik, die unabhängig von der gerade im Amt befindlichen Regierung betrieben wird.  Zurückzuführen ist dies wohl auf die Erkenntnis, dass die USA samt ihren europäischen Vasallen gegenüber dem globalen Süden immer mehr immer mehr an Boden verlieren. jahrzehntelange Finanzialisierung und Globalisierung der  Wirtschaft haben den West geschwächt und den Süden gestärkt. Die Krise ist hausgemacht.

Quelle Bild: U.S. Special Forces entern Tanker

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4 Kommentare

  1. Patient Null 17. Februar 2026 um 9:51 Uhr - Antworten

    Die Ostsee will man tatsächlich komplett sperren, das ist verrückt und kriegsvorbereitend. Nach dem Motto wir weiten einfach unsere Hoheitszonen aus, dann dürfte Russland nicht mehr durch ohne Erlaubnis. Das wäre dann sogar so was ähnliches wie internationales Recht, natürlich nicht wirklich aber man könnte drauf pochen. Das wird gerade vorbereitet. Russland wird sichs nicht gefallen lassen und Kriegsschiffe mitschicken. Da wirds dann brenzlich, wie seinerzeit vor Kuba.

  2. 1150 17. Februar 2026 um 9:49 Uhr - Antworten

    an könnte ja dummy’s losschicken, die sich nach dem überfall der piraten selbstversenken

    • Hausmann_Alexander 17. Februar 2026 um 10:02 Uhr - Antworten

      Dann würde man sich auf deren Niveau begeben …

      • 1150 17. Februar 2026 um 10:23 Uhr

        @,
        stimmt, aber man muss sich manchmal auch in der sprache seines gegenübers artikulieren,
        um nicht missverstanden zu werden oder es nicht als schwäche aussehen zu lassen.
        einfach grenzen setzen, wie bei kindern oder im umgang mit problematischen menschen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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