WHO, Organisation des Teufels?

26. Januar 2026von 10,8 Minuten Lesezeit

Nachdem auf die fragwürdige Politik der WHO bereits hingewiesen wurde, einige wichtige Punkte, die gerne übersehen werden. Die WHO, eine durch Interessen der Pharmaindustrie und ihrer Oligarchen stark beeinflusste Organisation, wird in alternativen Kreisen oft als „Teufelswerk“ angesehen, aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Bevor wir in die Begründung gehen, warum die WHO keine Weltregierung ist, sondern ein Konsortium von Interessenvertretern, hier vorab noch einmal die Begründung, warum die WHO nicht quasi göttliche Wahrheit vermittelt.

Die Hydroxychloroquin (HCQ) Studie

Während der COVID-19-Pandemie initiierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Solidarity-Studie, eine internationale klinische Prüfung, um potenzielle Behandlungen für hospitalisierte Patienten zu testen. Darunter fiel auch Hydroxychloroquin (HCQ), ein Malariamittel, das früh als Kandidat gehandelt wurde, weil es auch im Bereich von Autoimmunerkrankungen erfolgreich eingesetzt wird. Parallel lief in Großbritannien die Recovery-Studie, die eng mit der WHO abgestimmt war und von Professoren Peter Horby und Martin Landray geleitet wurde.

In der Solidarity-Studie erhielten Patienten eine Anfangs-Dosis von 1600 mg HCQ am ersten Tag (800 mg zweimal), gefolgt von 800 mg täglich. Die Recovery-Studie ging weiter: 2400 mg im ersten 24 Stunden (800 mg zu Stunde 0, 800 mg zu Stunde 6, 400 mg zu Stunde 12), dann 800 mg täglich für neun Tage – insgesamt über 9 Gramm. Diese Dosen basierten angeblich auf pharmakokinetischen Modellen, um virale Konzentrationen schnell zu erreichen, und orientierten sich an Behandlungen für Malaria oder andere Erkrankungen, sagte man. Offizielle Begründung: Die Dosen seien sicher und notwendig für schwere Fälle, da niedrigere Mengen in früheren Studien unwirksam gewesen seien.

Beide Studien wurden für HCQ abgebrochen. Solidarity stoppte am 17. Juni 2020, da keine Reduzierung der Mortalität feststellbar war – eher ein leichter Anstieg. In Recovery (1542 HCQ-Patienten vs. 3132 Kontrolle) starben 25,7 % unter HCQ gegenüber 23,5 % in der Kontrollgruppe; der Arm endete am 5. Juni 2020 tatsächlich ohne Nutzen. In Recovery (1542 HCQ-Patienten vs. 3132 Kontrolle) starben 25,7 % unter HCQ gegenüber 23,5 % in der Kontrollgruppe; der Arm endete am 5. Juni 2020 ebenfalls ohne Nutzen.

Was war passiert? Nun normale Dosierungen wie z.B. im Fall von Autoimmunerkrankungen setzen 200 bis 400mg täglich ein, mit guten Ergebnissen. (Eine Überreaktion des Immunsystems war auch bei Corona beobachtet worden.) Die viel zu hohen Dosen führten zu … Überdosierungen, was Todesfälle verursachte. Toxizitätsgrenzen liegen bei 20–30 mg/kg; für leichtere Patienten (unter 60 kg) überschritten die Dosen sichere Limits, was zu Herzrhythmusstörungen, Atemversagen oder Hypokaliämie führen könne. Eine Analyse schätzt, dass in Recovery Dosen das Doppelte der empfohlenen Malaria-Mengen waren, was kumulativ toxisch wirke.

Das übersehene Gendefizit

Der Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel) ist eine erbliche Enzymstörung, die das Gen für das Enzym Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase (G6PD) betrifft. Hydroxychloroquin (HCQ) sollte bei diesem Defizit nicht oder nur mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden, da es ein Risiko für hämolytische Anämie (Zerfall roter Blutkörperchen) birgt. Häufig betroffen sind Personen afrikanischer, mediterraner (z. B. aus Italien, Griechenland oder dem Nahen Osten) und südostasiatischer Herkunft, wobei Männer aufgrund der X-chromosomalen Vererbung stärker gefährdet sind als Frauen. Kritiker erklären, dass die Nichtberücksichtigung dieses Gendefizits zu besonders hohen Opferzahlen in der schwarzen US-Bevölkerung, die an den Studien teilnahm, führte. Auch hier unverständlich, dass keiner der teilnehmenden Ärzte das bemerkte.

Tödliche Dosierung weil Arzneimittel verwechselt

Der Skandal kulminierte dann in einem Interview von Martin Landray mit FranceSoir am 5. Juni 2020. Landray gab an, die Dosen basierten auf der Behandlung von Amöbenruhr – einer Erkrankung, die auch mit Hydroxyquinolin (nicht HCQ) behandelt wird. Er verwechselte offenbar HCQ mit einer anderen Substanzklasse und schätzte die letale Dosis falsch: „Es ist viel höher als 2400 mg, ich denke sechs oder zehn Mal mehr.“ Kritiker wie James Todaro nannten das „unglaublich„. FranceSoir warf vor, dies habe Todesfälle kaschiert. In der Recovery-Studie starben 27 % unter HCQ, und frühe Tode (innerhalb 48 Stunden) könnten auf Toxizität hindeuten.

Im Fall von Amöbenruhr (Amöbiasis) kommen Derivate von 8-Hydroxyquinolin, insbesondere Diiodhydroxychinolin (auch bekannt als Iodoquinol oder Diiodhydroxyquinolin), als sogenannte Kontakt- oder Luminal-Amöbizide zum Einsatz. Diese dienen der Elimination verbliebener Zysten im Darmlumen, um Rückfälle zu verhindern oder asymptomatische Träger zu therapieren. Diiodhydroxychinolin ist in Leitlinien wie denen der AWMF oder MSD Manuals als Alternative zu Paromomycin oder Diloxanidfuroat aufgeführt. Diese Substanzgruppe hat lediglich im Namen eine Ähnlichkeit zu Hydroxychloroquin. Es ist absolut unverständlich, wie man diese Substanzen verwechseln konnte. Der Herr Professor hatte wohl überhaupt nicht verstanden, warum ausgerechnet HCQ eingesetzt werden sollte.

Anscheinend gab es nie Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung durch Landray, was nicht überraschend ist, da Taten auf dieser Ebene der Hierarchie fast nie verfolgt werden. Aber die entscheidende Frage war doch, warum die vielen Ärzte, die an den klinischen Prüfungen beteiligt waren, nicht aufgeschrieeen hatten? Die Dosierungen in den Solidarity- und Recovery-Studien für Hydroxychloroquin (HCQ) wurden von Kritikern mit toxischen oder gar letalen Levels in Verbindung gebracht, die in toxikologischen Berichten oder Suizidkontexten erwähnt werden. Die letale Dosis für HCQ liegt typischerweise bei 10–20 g für Erwachsene, abhängig von Gewicht und individuellen Faktoren, wobei schon 5–10 g schwere Vergiftungen auslösen können, einschließlich Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen und Atemstillstand. In der Recovery-Studie betrug die kumulative Dosis über 10 Tage etwa 9,6 g (Anfangsdosierung: 2,4 g am Tag 1, dann 800 mg täglich), in Solidarity ähnlich (1,6 g Anfang, dann 800 mg). Wie konnte so etwas von hunderten Durchführenden, die meisten hochqualifiziertes medizinisches Personal, die an den Studien teilnahmen, hingenommen werden?

Die Studien wurden von Organisationen wie der Gates-Stiftung finanziert, was zu Vorurteilen gegen günstige Generika wie HCQ führen könnte, um teurere Therapien zu favorisieren. Aber das ist zu kurz gegriffen. Tatsächlich war es der Glaube an eine hierarchische Ordnung, die nicht daran dachte, dass ein Studiendesign für die WHO von einem bekannten Wissenschaftler so falsch sein könnte. Und da sind wir bei dem Hauptproblem einer „weltweiten Gesundheitsautorität„.

Die Gefahr einer „Weltordnung für Gesundheit“

Und hier kommen wir zu einem großen Problem, welche die WHO darstellt. Einerseits kann sie durch Sammlung und Auswertung weltweiter wissenschaftlicher Arbeiten vielen Medizinern die Arbeit erleichtern, indem sie „Leitlinien“ auf Grund der „wissenschaftlichen Erkenntnisse“ gibt. Leider sehen aber viele Mediziner das als eine Vorgabe, welche sie folgen müssen, weil ansonsten im Fall eines Patientenschadens ihre Haftpflichtversicherung verweigert den Schaden zu übernehmen. Manche Ärzte weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie gezwungen seien, dies oder jenes zu empfehlen oder zu unterlassen, weil sie sonst keinen Versicherungsschutz hätten. Zweitens öffnet sich so das Tor für weltweite Falschbehandlungen. Und damit wird durch die WHO der Wettbewerb zwischen Behandlungsmethoden verhindert.

Aber nur durch einen solchen Wettbewerb, auch außerhalb des Wissenschaftsbetriebes, welcher Erfahrungswerte erschafft, die zu neuen Erkenntnissen führt, kann sich medizinisches Wissen ohne Einfluss von wirtschaftlichen und politischen Interessen, welche wissenschaftliche Forschung bestimmen, weiterentwickeln.

Lokalisierung von Gesundheitsvorsorge

In Deutschland hatte sich nach dem Krieg ein beispielhaftes föderales Pandemievorsorgeprogramm in Jahrzehnten demokratischer und empirischer Arbeit entwickelt. Jedes Bundesland, hatte, abgestimmt auf die regionalen Bedürfnisse und Voraussetzungen, genaue Pläne, wie im Fall einer Pandemie vorgegangen werden muss. Das deutsche dezentralisiertes Gesundheitssystem basierte auf dem Grundgesetz (Art. 30, 70 ff.) und weist Kompetenzen primär den Ländern zu. Der Nationale Pandemieplan (z. B. für Influenza, erstmals 2005, aktualisiert 2016/2017) entstand durch empirische Arbeit des Robert Koch-Instituts (RKI) und basiert auf jahrzehntelanger Kooperation zwischen Bund, Ländern und Experten. Er integriert demokratische Prozesse wie Risikoanalysen im Bundestag (z. B. 2012/2017) und betont föderale Resilienz. Dieses System galt international als vorbildlich, da es lokale Anpassungen ermöglicht und auf Erfahrungen aus früheren Epidemien (z. B. SARS 2003) aufbaut. Die Hauptverantwortung lag bei den Gesundheitsämtern.

Die Bundesregierung hatte dies mit einem Telefonanruf vom Tisch gefegt, den grundgesetzlich verankerten Föderalismus ignoriert, und genau den Fehler gemacht, der im vorherigen Absatz erklärt wurde: Übernahme von globalen Vorgaben ohne Berücksichtigung lokaler Voraussetzungen. Offiziell wurde dies durch nicht im Grundgesetz vorgesehene Ministerpräsidentenkonferenzen (MPK) erledigt, welche 20 Mal tagten. Es gab diese MPK seit den 1950er Jahren, aber sie hatten niemals eine solche, den Föderalismus im Konsens der staatstragenden politischen Parteien einschränkende Funktion.

Hier kommen wir zum Hauptproblem, die Politik

Warum aber waren sich so viele Politiker in so vielen Ländern einig, dass man den WHO-Vorgaben folgen müsse?

In den „schwachen“ Staaten wurde diese Akzeptanz über Organisationen wie Weltbank und IWF erpresst. Nur Regierungen, welche den „globalen Anweisungen“ folgten, erhielten notwendige Kredite oder Unterstützung. Manchmal versuchte man durch Bestechung Länder dazu zu bewegen. Bekanntestes Beispiel dürfte Alexander Lukashenko sein, der im Juni 2020 öffentlich erklärte, dass der Internationale Währungsfonds (IMF) und die Weltbank dem Land etwa 940 Millionen US-Dollar als „COVID-Hilfe“ angeboten hätten, unter der Bedingung, dass Belarus strenge Lockdowns, Maskenpflicht und andere Maßnahmen einführt, die den WHO-Richtlinien entsprechen. Tansania, Burundi, Madagaskar und andere Länder waren weitere Beispiele. Offiziell natürlich Verschwörungstheorien, weil es ganz normale Vorgänge seien.

In den hochentwickelten Staaten gab es andere Beweggründe. Und diese zeigen auf, warum Politiker so gerne Souveränität freiwillig an supranationale Organisationen abgeben, zum Beispiel in Europa an die NATO oder die EU. Der Grund dafür liegt in der Angst vor dem Wähler. Unpopuläre Maßnahmen will man nicht mit dem Wähler diskutieren müssen, sondern behauptet, das sei ein Zwang der supranationalen Organisation. Im Fall der Corona-Krise war es eben die WHO.

Wer 2020 bereits Medien konsumierte wird sich erinnern, wie zunächst vollkommen entspannt Entwarnungen ausgegeben wurden. Dann aber bemerkten die Politiker der „staatstragenden Parteien„, die sich an der Regierung regelmäßig abwechseln, dass sie die Möglichkeit haben, auf der Corona-Krise zu „surfen„, um lange verfolgte, aber wegen Widerstand aus der Bevölkerung nicht realisierte Projekte, endlich zu realisieren. Der Traum aller Politiker einer vollständig kontrollierten, überwachten und sozusagen auf „Knopfdruck“ reagierenden Gesellschaft war zum Greifen nahe.

Übrigens hatte der WHO-Vorsitzende Tedros ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Corona-Maßnahmen in der Verantwortung der einzelnen Staaten durchgeführt worden waren, und die WHO nur beratend tätig gewesen sei.

Die WHO empfahl zwar das Tragen von Masken, die Einhaltung von Abstandsregeln und Impfungen, sprach sich jedoch nicht für eine Maskenpflicht oder eine Impfpflicht aus und riet auch nie zu Lockdowns. Die WHO unterstützte souveräne Regierungen mit technischer Beratung und Leitlinien, die auf Grundlage der sich stetig weiterentwickelnden Erkenntnisse zu #COVID19 entwickelt wurden, damit diese politische Entscheidungen im besten Interesse ihrer Bürger treffen konnten. Jede Regierung traf ihre eigenen Entscheidungen, basierend auf ihren Bedürfnissen und Gegebenheiten.“ Was nun als Lüge dargestellt wird. Zurecht, weil die Äußerungen der WHO zwar keine rechtlichen Verpflichtungen erklärten, aber auf Grund der zugewiesenen Autorität eindeutige Verhaltensregeln vorgaben.

Eine symbiotische Verbindung

Insofern ergibt sich eine symbiotische Verbindung zwischen einer von wirtschaftlichen Interessen bestimmten internationalen Organisation, wie der WHO, und schwachen Regierungen, welche potentiell Angst haben, die Kontrolle über die „Wahrheit“ zu verlieren. Während so genannte „autoritäre“ Regierungen oder Diktaturen, wie z.B. Belarus bzw. Weißrussland, ihre Souveränität bewahrten, gaben Länder wie Deutschland und Österreich ihre Souveränität auf, weil sie dadurch Kontrolle erzeugen konnten, welche Länder wie China oder Nordkorea sowieso besitzen.

Die USA glauben nun, da sie sich auch über dem Völkerrecht stehend sehen, eine so starke Kontrolle zu besitzen, dass sie die WHO als Legitimationsprinzip nicht mehr benötigen. Was für die WHO gilt, kann man übrigens auch anwenden für den Migrationspakt oder den Flüchtlingspakt. Es ist immer die gleiche Dynamik.

Was ist also, was meist übersehen wird?

Die WHO im Prinzip ist eine begrüßenswerte Organisation. Sammlung und Wertung von wissenschaftlichen Arbeiten, Diskussionsplattform, unverbindliche „best practices“ Vorschläge ohne, dass Versicherungen diese als Basis für Bewertungen von ärztlichen Handlungen heranziehen dürfen. Allerdings muss sie von kommerziellen Interessen befreit werden, und sollte nur zur „Beratung„, niemals für Entscheidungsfindung herangezogen werden. Auch müssen Aktionen, welche jetzt durch die WHO organisiert werden (z.B. Impfaktionen), eindeutiger in die Verantwortung der souveränen Staaten überführt werden. Dadurch wird die Rechenschaftspflichtigkeit der lokalen Politiker wieder hergestellt. Ist diese Reform nicht möglich, bleibt tatsächlich nur der Austritt. Der dann aber die Gefahr in sich birgt, dass die WHO vollständig durch kommerzielle Interessen übernommen wird, und über die Medien entsprechenden Druck auf die Politik erfolgt, ohne Einflussnahme, den WHO „Empfehlungen“ zu folgen.

Insofern ist der Austritt der USA aus der WHO auch auf den zweiten Blick zu begrüßen, da er deutlich macht, dass die WHO eben KEINE internationale Autorität ist, welche Gesundheitspolitik verbindlich vorschreiben kann. Und Politiker, welche ihre Rechenschaftspflichtigkeit gerne bestreiten, werden nun natürlich dagegen lamentieren.

Bild: Pixabay Viarami

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