Trumps Friedensrat: Das Ende der UNO?

23. Januar 2026von 4,4 Minuten Lesezeit

Der „Friedensrat“ von Trump wurde gegründet und tritt explizit in Konkurrenz zur UNO auf, die schon seit Jahren in ihrer Funktion versagt hat und sich stattdessen mit Klima- und Pandemieindustrie sowie Agenda 2030 zur Weltregierung aufspielt. 

Trumps „Friedensrat“ sorgt für Aufsehen. Manche belächeln ihn, manche erachten ihn als bedrohlich, manche als gefährlich. Regierungschefs aus der ganzen Welt haben bereits zugesagt, drei europäische Länder (Weißrussland, Ungarn, Albanien), große Teile der arabischen Welt, auch Russland wird wohl teilnehmen, dazu mehrere BRICS-Staaten, China prüft den Beitritt – abgelehnt haben bisher nur EU-Staaten. Die Pläne des Friedensrates gehen weit über Gaza und Palästina hinaus, er soll internationale Konflikte beilegen – und zwar laut Charta ausdrücklich in Konkurrenz zu den Vereinten Nationen.

Die Vorbehalte gegenüber dem Friedensrat sind absolut logisch. Trump, ein Mann der westlichen Oligarchie mit nicht zu leugnendem Hang zum Größenwahn, soll nicht nur „Ratsvorsitzender“ sein, sondern auch entscheidende und unbestrittene Macht besitzen – bis hin zur Wahl seines Nachfolgers. Staaten können beziehungsweise müssen sich zudem einkaufen, um einen unbefristeten Sitz zu bekommen. Putin erklärte bereits, dass die russische Milliarde (eine Milliarde Dollar ist „Mitgliedsgebühr“) von eingefrorenen russischen Assets kommen soll.

Die (politische) Kritik am Friedensrat der Trump- und US-Kritiker bezieht sich hauptsächlich auf Palästina, was kaum überrascht, hat man sich doch seit dem Gaza-Krieg, angeführt von der postmodernen (durchgeimpften) Linken, auf dieses Thema reduziert. Der Friedensrat würde Palästina „auslöschen“, den „Völkermord“ fortsetzen, so die Kritik. Dass aber fast die gesamte Welt – auch Katar und die Türkei, als engste Verbündete der Hamas über die Muslimbruderschaft – am Rat teilnehmen werden, ignoriert diese Argumentation. Oft wird dann auch noch der UNO gleich nachgetrauert, diese müsse man (genau so wie das Völkerrecht) unbedingt verteidigen.

Allerdings wäre ein Abschied von der UNO weit weniger bedauerlich, als viele denken. Gerade TKP-Leser dürften das wissen, liegt die Etablierung von TKP doch vor allem in der von – von der UNO-Sonderorganisation WHO koordinierten und geförderten – Lockdown-Politik.

Die UNO wurde 1945 gegründet, um den Weltfrieden zu sichern und Kriege zu verhindern – nicht, um den „Klimawandel“ zu stoppen, Lockdowns über die Welt zu bringen oder eine „Agenda 2030“ über die Welt zu spannen. Ihre Kernaufgabe, den Frieden zu sichern, konnte die UNO nicht sicherstellen. Der (moderne) Nahostkonflikt dauert seit der Gründung Israels (übrigens durch UN-Mandat). Was sich entwickelte, ist eine Konfliktindustrie (deutlichster Ausdruck die UN-Organisation UNRWA) und Konfliktmanagement, zur Frage nach Konfliktlösungen kommt es in der UNO nicht mehr.

Die jüngere Geschichte bringt freilich die Ukraine auf den Tisch. Ein Krieg in Europa, für manche der brutalste seit dem 2. Weltkrieg, eskalierte trotz UN-Resolutionen. Der Sicherheitsrat, das Herzstück der UN, ist durch Vetorechte der Großmächte gelähmt. Russland und China blockieren Maßnahmen gegen ihre Interessen, während die USA und der Westen ähnlich handeln.

Statt Frieden zu schaffen, hat die UN oft nur als Forum für rhetorische Schlachten gedient -und die Welt wieder an den Rand eines Weltkriegs geführt. Statistische Daten untermauern dies: Laut dem Uppsala Conflict Data Program gab es seit 1946 über 250 bewaffnete Konflikte, und die UN konnte nur in wenigen Fällen nachhaltig intervenieren.

Zugleich entwickelte sich die UNO zu einem globalpolitischen Player, mit einer Agenda, die weit von ihrem ursprünglichen Mandat entfernt ist. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist ein Paradebeispiel. Mit 17 Zielen, die von Klimaschutz bis Armutsbekämpfung reichen, hat die UN Milliarden in Programme gesteckt, die nicht nur ineffizient sind. Sie bedienen einen privaten „philanthropischen“ Apparat, an dem westliche Oligarchen verdienen und dessen Politik – bei genauerem Hinsehen alles andere als menschen- und umweltfreundlich ist – sondern das Gegenteil. Zugleich untergräbt diese Agenda aktiv die nationale Souveränität.

Und wenn wir über diese UNO sprechen, muss man auch über die WHO sprechen. Die Lockdown-Politik und das Covid-Manöver – ebenfalls im Kontext der Agenda 2030 zu sehen – führte nicht nur zu massiven wirtschaftlichen und sozialen Schäden, sondern hat ganz konkret Menschen getötet – in einer Zahl, die man vermutlich noch immer nicht fassen kann. Diese Politik wurde von der WHO gefördert und empfohlen. Sie empfahl die radikale Einschränkung von Menschenrechten – die restliche UNO beklatschte das.

Ohne Trumps Rat zu loben oder zu bejubeln – weit davon, hat der doch noch nichts geleistet – wäre eine Schwächung der UNO angesichts dieser Fakten zu bedauern? Trumps Plan – absolut mit Vorsicht zu genießen schlägt immerhin einen Rat vor, der sich ausschließlich auf Friedensverhandlungen konzentriert. Bill Gates und die Klimaindustrie – und das WEF mit ihrem Kapital (das bekanntlich als private Organisation einen Kooperationsvertrag mit der UNO hat) bleibt draußen.

Was aus Trumps Friedensrat werden kann, muss und wird auf einem anderen Blatt bewertet werden. Doch die UN hat versagt – mehr als versagt. Sie treibt eine menschenfeindliche – und für viele tödliche Agenda voran – die sich perfide als humanistisch tarnt. Sie ist ein Koloss geworden, der mehr Ressourcen in Klimagipfel und Impfkampagnen steckt als in echte Friedensarbeit.

Man bräuchte ihr nicht nachzutrauern. Aber ein solcher Koloss wird ohnehin schwer zu erlegen sein.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Das größte Verbrechen in der Menschheitsgeschichte?

Putins langer Krieg

3 Kommentare

  1. Daisy 23. Januar 2026 um 12:18 Uhr - Antworten

    Die Trampolinspringerin hat dort übrigens auch eine Rede gehalten, in einem kl. Nebensaal mit wenig besetzten Stühlen. Der Applaus war verhalten…

    Trump jedoch hat gesagt: Is nich gegen die Uno gerichtet.. Putin macht mit. Er spendet Geld aus dem „Eingefrorenem“…(er hat wohl Humor). Ich finds gut. Endlich mal nichtlinke Kooperationen. Das bedeutet Nâgel mit Köpfen. Wir reden nicht. Wir tun es 👍

  2. Hausmann_Alexander 23. Januar 2026 um 12:18 Uhr - Antworten

    Vielleicht geht der Friedensrat gegen Menschenhandel vor:

    Ehemaliger UN-Direktor macht schockierende Enthüllungen über 8 Millionen vermisste Kinder
    (2. Juni 2023).

    un cutnews .ch

  3. Jakob 23. Januar 2026 um 11:34 Uhr - Antworten

    Dieser Rat wird in den zukünftigen Geschichtsbücher, sofern es solche noch geben wird, unter der Rubrik ‚Geschichtliche Kuriositäten‘ zu finden sein.

    Sollte es anders kommen, würde ich mich freuen.

    Wie soll Frieden weltweit aussehen, der von einem einzigen, vom Narzissmus und dem menschenverachtendem Todeskult genannt Zionismus getriebenen Mann abhängt?
    Wird Frieden hinkünftig ein „Deal“ werden? Wer bezahlt hat Ruhe?

    Möglich auch dass das Wort ‚Frieden‘ eine orwell’sche Umdeutung erfährt.

    Was haben seine Friedensbemühungen denn bisher gebracht?
    Soweit ich es überblicken kann lediglich neue Konflikte, Provokationen und die Startvorbereitungen für einen neuen Krieg.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge