Cybertruck-Verkäufe verzeichnen einen rasanten Einbruch

20. Januar 2026von 2,2 Minuten Lesezeit

Teslas „apokalypse-sicherer” Cybertruck verzeichnet weiterhin einen fast katastrophalen Einbruch der Verkaufszahlen, von dem er sich wohl nicht mehr erholen wird.

Laut einer neuen Analyse der Daten von Cox Automotive durch InsideEVs verzeichnete der unorthodoxe Elektro-Pickup den stärksten Absatzrückgang aller in den USA im Jahr 2025 verkauften Elektrofahrzeuge und beendete damit ein katastrophales Jahr, in dem jedes Quartal neue Rekordtiefststände für den Cybertruck zu bringen schien. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 – dem ersten vollen Jahr, in dem der Cybertruck auf dem Markt war – verkaufte Tesla rund 39.000 der bekanntlich unzuverlässigen Pickups. Diese Zahl ist weit entfernt von der vorherigen Ankündigung von CEO Elon Musk, dass der Autohersteller bis zu einer halben Million dieser Fahrzeuge pro Jahr verkaufen würde.

Im folgenden Jahr lösten sich alle Hoffnungen auf einen späten Erfolg wie ein Elektroauto bei einem Unfall in Rauch auf. Im gesamten Jahr 2025 wurden nur 20.200 Cybertrucks verkauft, was einem Rückgang von rund 19.000 Verkäufen entspricht. Dies ist laut InsideEV der größte Umsatzrückgang eines in den USA verkauften Elektroautos. Und dabei wird noch nicht einmal berücksichtigt, dass Musk Berichten zufolge Cybertrucks an seine eigenen Unternehmen verkauft hat, um die Verkaufszahlen zu verbessern, sodass die tatsächliche Situation möglicherweise noch schlechter ist.

Um fair zu sein, hatte der Cybertruck in seinem ersten Verkaufsjahr einige ziemlich gute Zahlen für einen nach wie vor recht kleinen Nischenmarkt für Elektro-Pickups, auch wenn er weit hinter Musks typisch überoptimistischen Prognosen zurückblieb – er hatte also eine höhere Messlatte als die meisten anderen.

Dennoch kam der Einbruch der Verkaufszahlen nicht aus heiterem Himmel. Der Cybertruck wurde zehn Mal zurückgerufen, weil so schwerwiegende und peinliche Probleme auftraten wie das Festkleben des Gaspedals in der unteren Position und Leistungsverlust während der Fahrt. Hinzu kommen Rückrufe wegen seiner Edelstahl-Karosserieteile, die sich lösten, weil sie mit minderwertigem Klebstoff befestigt waren – und ein weiterer Rückruf wegen Klebstoffproblemen bei den Lichtleistenbefestigungen –, sodass unklar ist, ob die Trucks, die Musk häufig als überlebensfähig nach der Apokalypse angepriesen hat, überhaupt eine zuverlässige Wahl wären.

Angesichts dieses Flops ist es umso unverständlicher, dass die deutsche Regierung wieder tief in die Taschen deer Steuerzahler greift um E-Autos mit einer horrenden Summe von bis zu 6000 Euro zu subventionieren.

OWS Photography, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

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8 Kommentare

  1. cwsuisse 22. Februar 2026 um 14:33 Uhr - Antworten

    Ich kann es nicht lassen, auch wenn Karsten Mitka es bereits kommentiert hat: Ein Elektroauto als „apokalypsesicher“ zu bezeichnen, ist wirklich der Gipfel der Marketingpropaganda. Ein Elektroauto ist genauso „apokalypsesicher“ wie eine Rolltreppe.

  2. Karsten Mitka 20. Januar 2026 um 15:45 Uhr - Antworten

    Überlebensfähig nach der Apokalypse ist nur ein Verbrenner, Sprit wird es noch eine Weile geben, Strom nicht unbedingt.

    • Jan 21. Januar 2026 um 11:10 Uhr - Antworten

      Das ist nicht, was die Theorie sagt!

      Ölförderung ist massiv abhängig von komplexen Abläufen und Maschinen, darunter Computer, die Halbleiter und eine gewisse Skalierung benötigen, Stahl, Gummi, Transporte, Helikopter, Glas, sowie lange, akademische Ausbildung. Außerdem werden Kredite, Versicherungen und ausreichend Absatz zu Preisen, die Amortisation ermöglichen, benötigt. Dass man Pipelines Warten und Reparieren muss, dass sich Öltanker rechnen müssen und evtl durch Kriegsgebiete geschickt werden, dass Benzin einen gewissen Absatz benötigt, um lokal verteilt zu werden, kommt noch dazu.

      Das sind aber alles Dinge, die schon nach dem nächsten Finanzcrash möglicherweise nicht mehr überall verfügbar sind.

      • cwsuisse 22. Februar 2026 um 14:36 Uhr

        Aus der Sicht des ressourcenlosen (wenn man von Migranten absieht) Westeuropas mag das so sein. Russland z.B. hat alle Aktiva um Erdöl zu fördern, zu verarbeiten und auf den lokalen Markt zu bringen. Deshalb kostet dort Benzin etwa 0,65 Euro / Liter.

  3. VerarmterAdel 20. Januar 2026 um 12:44 Uhr - Antworten

    Och, dabei ist das doch so ‚en Netter, so billig, unverwüstlich… Egal, vielleicht wäre ein richtiger Panzer eh besser.

  4. Jakob 20. Januar 2026 um 10:52 Uhr - Antworten

    Herr Dr. Mayer

    Was ist das für eine Logik.
    Nur weil das Musk’sche Lieblingskind ein Klumpert ist die Subventionspolitik für E-Autos zu kritisieren.
    Diese Subventionen zu kritisieren mag aus vielen Gründen berechtigt sein, aber doch nicht weil ein herausgepicktes Produkt nichts taugt.

    • Peter Ruzsicska 20. Januar 2026 um 13:57 Uhr - Antworten

      Dieses Argument hat wat! Chapeau!!!

    • Peter Ruzsicska 20. Januar 2026 um 14:10 Uhr - Antworten

      P.S.: zum letzen Satz des Artikels:

      Angesichts des erweitertsten Selbstabwrackungsauftrages der Deutschen Bundesregierung, welchen selbige in jeder Sekunde konsequentest tätigt, ist die Verschwendungspraxis selbiger in fulminantester Abzocke der Steuerzahlernutzmassen völlig folgerichtig sowie gleichzeitigst selbsteinleuchtend des Weiteren grundselbstverständlichst.
      Es ist eben alles eine Frage der Perspektive, frei nach Friedrich Nietzsche…

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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