Ausblick für den Bitcoin

16. Januar 2026von 2,2 Minuten Lesezeit

Während sich Gold und Silber im Höhenflug befinden, stürzte der Bitcoin im November ab und erholt sich nur langsam. Was könnte 2026 für die Kryptowelt bringen – jenseits des Preises?

Aktuell steht der Bitcoin bei etwa 95.000 US-Dollar und damit knapp 5 Prozent unter der psychologisch wichtigen Marke von 100.000, die er die meiste Zeit im Jahr 2025 gehalten hatte. Die Privatwährung Monero – anders als Bitcoin in keiner Weise nachverfolgbar – erlebte zuletzt einen Anstieg. Was sind die tieferen Entwicklungen für Bitcoin und Co. in diesem Jahr?

Bitcoin-ETFs werden weiter ein entscheidendes Barometer sein, ob die institutionelle Nachfrage steigt oder nicht. Diese börsengehandelten Fonds spiegeln Allokationsentscheidungen von Vermögensverwaltern und Beratern wider, im Gegensatz zu spekulativen Wetten auf Börsen. Starke Zuflüsse signalisieren Stabilität: Sie gelten auch als entscheidend für den Aufschwung 2025. Auszahlungen können zugleich den Preis drücken.

Zweitens wird Bitcoin als Aktienprodukt vermarktet. Öffentliche Unternehmen halten BTC in ihren Bilanzen und dienen als Proxy für direkte Investments. Solche „Digital Asset Treasury Companies“ (DATCOs) verstärken die BTC-Exposition durch Aktienmechanismen. Index-Anbieter wie MSCI zögerten kürzlich, einige auszuschließen, um Verkaufsdruck zu vermeiden. Die berühmteste Firma ist „Strategy“, die aber selbst zum systemischen Risiko für Bitcoin werden kann.

Drittens kehrt die Debatte um das „Security Budget“ zurück. Seit dem Halving 2024 hat sich die „Belohnung“ für errechnete Bitcoins wieder halbiert. VanEck warnt vor einem „strukturellen Druck“ für Miner durch Konkurrenz und Subventionskürzungen. Die Nachfrage nach Bitcoin muss entsprechend hoch bleiben, um das Geschäft rentabel zu halten. Viertens drehen sich Skalierungsdebatten um Lightning Network, Layer-2-Lösungen und Upgrades. Es geht darum, Bitcoin schneller und günstiger versenden zu können. Lightning erreichte kürzlich eine Kapazität von über 5.600 BTC. Ein Anstieg, aber gemessen an knapp 20 Millionen Bitcoins noch immer eine sehr niedrige Zahl.

Fünftens entscheidet letztlich auch wieder die Politik über den Weg von Kryptogeld. In den USA hat eine Executive Order eine strategische Bitcoin-Reserve vorbereitet, die BTC als nationales Asset festschreibt. Ob das wirklich passiert, wird man sehen. Das GENIUS-Gesetz lizenziert Stablecoin-Anbieter. In der EU regelt MiCA den Markt, mit Übergangsfristen bis Juli 2026. Die Regelung macht den Markt vielleicht für „Normalos“ attraktiver, generell nimmt die EU aber Privatvermögen schärfer unter die Lupe. Stablecoins ähneln immer mehr einer Bank, was neue systemische Risiken bringen kann – und vor allem die Digitalisierung des Geldes vorantreibt.

Bild „bitcoin believer“ by scottks1 is licensed under CC BY 2.0.

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4 Kommentare

  1. Sabine Schoenfelder 16. Januar 2026 um 19:48 Uhr - Antworten

    Die meisten wissen nicht was Bitcoin-Mining ist….obwohl Sie bereits Bitcoin-Mining in Ofenformat erwerben können….😂 Digitales Geld benötigt Unmengen Strom, Bitcoins erst recht….Es ist irreales Geld und jederzeit staatlicher Willkür ausgesetzt. Sie können kaum mit Bitcoins den Alltag bestreiten. Also sind Sie auf Wechsel-Institute angewiesen, um das „volatile“ Geld zu erhalten, welches Sie durch ´ sichere ˋ Bitcoins zu vermeiden trachteten.
    Was, wenn die Annahme von Bitcoins, erst erschwert, dann verboten wird ? Es bedarf nur wenig KI und das visionäre money has gone….
    Die ersten Spekulanten sind reich geworden, aber nur, wenn sie sich das Geld auszahlen ließen…..Auch ist der Bitcoin bereits tief im globalen Finanzklüngel verankert und damit, meine Meinung, auch manipulierbar….

    • ibido 16. Januar 2026 um 23:50 Uhr - Antworten

      Sie mögen ja Recht haben, aber die staatliche Willkür als Kritikpunkt anzuführen…
      Das ist bei Fiatgeld natürlich komplett anders ;-)

      Und für den Alltag gibts Lightningprodukte, nicht nur Wechsel-Institute.

      • HelmutMichael 17. Januar 2026 um 17:00 Uhr

        Test

      • ibido 18. Januar 2026 um 16:20 Uhr

        Test, test

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