Kognitive Kriegführung – Verschwörungstheorie zu Budgetposition

8. Januar 2026von 6,9 Minuten Lesezeit

Kognitive Kriegsführung wächst aus dem Soldaten mit ein paar hundert sozialen Profilen in eine neue Dimension. Die Entwicklung elektromagnetischer Geräte wird nun offiziell mit mehrstelligen Millionenbeträgen in Militärhaushalten finanziert. Einst als Verschwörung-Theorie bezeichnet, nun plötzlich Budgetposition. Der Informations-Soldat bekommt neue Waffen.

Im Verteidigungshaushaltsgesetz der USA für das Haushaltsjahr 2026 findet sich unter Zeile 106 der Titel „Kognitive elektromagnetische Kriegsführung“ mit einem Budget von 44.267.000 US-Dollar. Sie ist dem Bereich Forschung, Entwicklung, Test und Evaluierung (RDT&E) des US-Luftwaffenministeriums zugeordnet.

Die USA machen es ganz öffentlich

Dieser Titel signalisiert, dass das US-Verteidigungsministerium „kognitive“ Effekte im elektromagnetischen Bereich als legitimes Entwicklungsfeld mit entsprechenden finanziellen Mitteln finanziert. Die Realität (oder gar die Machbarkeit) dieser Fähigkeit wurde der Öffentlichkeit lange Zeit vorenthalten, bzw. „nicht thematisiert“. Es gibt zwar keine Beweise für eine „jahrzehntelange Vertuschung“, wie in Internetforen berichtet wird, da ähnliche EMS-Programme schon früher existierten, aber das genannte Programm ist nun erst wirklich öffentlich geworden. Der Hauptvorwurf sollte den Medien gemacht werden, die es nicht früher thematisierten.

Im Bericht zum National Defense Authorization Act  (NDAA)  für das Haushaltsjahr 2026 forderte der Kongress, dass der Verteidigungsminister bis spätestens 31. März 2026 den Begriff der kognitiven Kriegsführung im Zusammenhang mit dem Verteidigungsministerium definiert.

Man kann davon ausgehen, dass die Definition, solange sie noch aussteht, die auf der Grokipedia-Seite erläuterte Form der gerichteten auf Energie gestützten kognitiven Kriegsführung beschreiben wird. Dies schließt auch Hybridformen ein, die gerichtete Energie mit anderen technologischen Fortschritten kombinieren, um Effizienz und Genauigkeit zu steigern.

Dies stellt eine deutliche Eskalation dar gegenüber der bisherigen kognitiven Kriegsführung.

NATO- kognitive Kriegsführung

Der NATO Cognitive Warfare Newsletter (Oktober 2025) definiert Cognitive Warfare als Gestaltung des Informationsumfelds zur Beeinflussung von Kognition, Entscheidungsprozessen und Verhalten „mit allen Mitteln“ (implizit durch Technologien wie AI, Narrative und Social Media). Beispiele fokussieren auf Desinformation, AI-generierten Content, Narrative Warfare und OODA-Loop-Manipulation. Noch gibt es dort keine Erwähnung von Energie-basierten Methoden. Im Vergleich: Der NATO-Bericht „Mitigating and Responding to Cognitive Warfare“ (2020/2023-ähnlich) listet Directed Energy als Schlüsseltechnologie und Werkzeug für kognitive Effekte (z. B. Havanna-Syndrom). Dies kann als „Rückschritt“ interpretiert werden, da der 2025-Bericht es weglässt, obwohl er breit „technologische Fortschritte“ erwähnt. Es „Verschleierung“ zu nennen ist natürlich subjektiv.

War es bisher Verschwörungstheorie, haben wir es nun schwarz auf weiß. Nach jahrzehntelanger Vertuschung ist das nationale Sicherheitsestablishment der USA bereit, kognitive elektromagnetische Kriegsführung als Forschungs-, Entwicklungs- und Testprojekt (F&E) anzuerkennen und zu finanzieren.

Die Informations-Soldaten

Der Begriff „Informationssoldaten“ bezieht sich auf militärische Einheiten, die sich mit Informationskrieg (Information Warfare), psychologischen Operationen (PSYOP), Cyber-Operationen, Desinformation und der Beeinflussung von Meinungen beschäftigen. Diese Einheiten sind in der NATO zunehmend relevant, da moderne Kriegsführung nicht nur physisch, sondern auch im Informationsraum (z. B. Social Media, Cyberangriffe) stattfindet. Die NATO selbst fördert Kooperationen in diesem Bereich, z. B. durch Konzepte wie Cognitive Warfare oder Counter-Information-Threats.

Großbritannien

Das „Vereinigte Königreich“ hat eine der bekanntesten Einheiten in Europa in diesem Bereich aufgestellt. Die 77th Brigade der British Army ist eine spezialisierte Einheit für Informationsoperationen, die 2015 gegründet wurde. Sie umfasst ca. 1.500–2.000 Soldaten (Hybrid aus regulären Truppen und Reservisten) und konzentriert sich auf nicht-tödliche Kriegsführung im Informationsumfeld. Zu ihren Aufgaben gehören:

  • Psychologische Operationen (PSYOP), Social-Media-Manipulation, Video- und Podcast-Produktion sowie Outreach-Aktivitäten, also gezielte Maßnahmen, um eine bestimmte Zielgruppe proaktiv zu erreichen, zu informieren und mit ihr in Kontakt zu treten, oft um Angebote zugänglich zu machen, die sonst schwer erreichbar wären, und bauen Beziehungen auf, statt nur zu werben. Dazu gehört die Anwerbung von Spionen, Informanten, Meinungsmultiplikatoren oder auch Agents Provocateurs.
  • Bekämpfung von Desinformation, z. B. während der COVID-Pandemie oder in Konflikten wie dem Ukraine-Krieg.
  • Kooperation mit Verbündeten, einschließlich Israel, für digitale Einflussnahme. Die Brigade ist Teil der Field Army und hat Gruppen wie die Digital Operations Group und Information Warfare Teams. Sie wurde kritisiert für mögliche „Mission Creep“ (Beeinflussung von Wählern, bzw. Ausweitung auf innere Angelegenheiten), aber offiziell dient sie der Verteidigung gegen externe Bedrohungen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika

In den USA sind „Informationssoldaten“ hauptsächlich in PSYOP- und Cyber-Einheiten organisiert. Die US Army Civil Affairs and Psychological Operations Command (USACAPOC) ist die größte Struktur mit rund 13.500 Soldaten (davon 76 % der US-DoD-Civil-Affairs-Kräfte und 63 % der PSYOP-Kräfte). Sie operiert in kleinen Teams weltweit, um Beziehungen aufzubauen, Einfluss zu nehmen und natürlich Desinformation zu bekämpfen. PSYOP integriert zunehmend Cyber-Elemente, z. B. Störung feindlicher Kommunikation via Cyberspace. Zusätzlich gibt es das US Cyber Command (USCYBERCOM), das seit 2018 als eigenständiges Kommando agiert und Cyber- mit Informationsoperationen verknüpft. Es fokussiert auf offensive und defensive Cyberangriffe, inklusive PSYOP-Integration für digitale Einflussnahme. Die USA haben eine lange Tradition in diesem Bereich, die bis in den Kalten Krieg reicht, und trainieren NATO-Partner.

Deutschland

Die Bundeswehr hat seit 2017 den Cyber- und Informationsraum (CIR) als eigenen Zweig etabliert – den jüngsten der Streitkräfte. Er umfasst ca. 14.000 Soldaten und ist verantwortlich für Cyber-Sicherheit, militärische Aufklärung, Geo-Information und Informationsoperationen. Das Kommando Cyber- und Informationsraum (Kdo CIR) in Bonn koordiniert dies und schützt Bundeswehr-Netzwerke vor Angriffen. CIR integriert Elemente des Informationskriegs, z. B. Abwehr von Desinformation und offensive Cyber-Operationen. Es ist Teil der nationalen Sicherheitsstrategie und kooperiert eng mit NATO-Strukturen. Im Vergleich zu Großbritannien oder USA ist der Fokus stärker defensiv, aber es gibt Ausbaupläne für offensive Fähigkeiten. Das ist, was offiziell in Wikipedia steht.

Frankreich

Frankreich hat keine so prominent benannte „Informationssoldaten“-Einheit wie die UK, aber starke Komponenten im Informations- und Netzwerkkrieg. Die Französische Armee setzt auf Network-Centric Warfare, z. B. durch das SCORPION Combat Information System (SICS), das Truppen und Fahrzeuge vernetzt, um Daten zu sammeln und Entscheidungen zu beeinflussen. PSYOP-Elemente sind in multinationalen NATO-Übungen integriert, und es gibt Kooperationen in Cyber- und Raumoperationen (z. B. das neue Commandement de l’Espace seit 2025). Frankreich führt oft NATO-Komponenten, z. B. in der Allied Reaction Force, und betont offensive Informationsaktivitäten gegen Bedrohungen wie russische Hybridangriffe. Der Fokus liegt auf Integration von Cyber, Luft- und Landkräften.

Niederlande, Belgien, Polen usw.

Viele NATO-Länder haben Cyber-Kommandos entwickelt, z. B. das niederländische Cyber Command (seit 2023 voll operativ) für defensive und Info-War-Operationen. Polen und die Baltischen Staaten betonen Abwehr gegen russische Desinformation, also rein defensive Aktivitäten.

Offiziell sind alle Maßnahmen natürlich nur zur Abwehr von russischer Desinformation eingerichtet worden. Allerdings sind viele Fakten geheim, insbesondere was die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz und Kognitive Kriegsführung angeht.

Wie sieht die Praxis aus?

Ein Beispiel, wie so etwas in der Praxis aussehen könnte, zeigen Click-Farms in China. Berichte beschreiben Fabriken mit Tausenden von Smartphones in Racks, die mit SIM-Karten ausgestattet sind und Software nutzen, um Interaktionen zu simulieren. Ein Beispiel aus 2019 (das aber bis heute relevant ist und sich weiterentwickelt hat) zeigt, wie diese Informations-Fabriken für Unternehmen Likes und Traffic kaufen, um Algorithmen zu täuschen. Jedes Mobiltelefon läuft autonom und imitiert echte Nutzer, um Inhalte zu pushen oder Bewertungen zu manipulieren.

Ein Artikel aus 2025 erklärt, dass solche Fabriken den Einfluss auf Soziale Netzwerke zunehmend verstärken, indem sie hybride Systeme mit AI kombinieren. Nun kann man sich vorstellen, was tausende Soldaten und ein Millionenbudget erzeugen können.

Fazit

Informationskontrollgesetze, Zensur, Bankenkündigungen und Sanktionen sind nur die Spitze des Eisberges in einem Informationsumfeld, das früher von Büchern, Zeitungen und Rundfunk sowie Fernsehen beherrscht war, indem aber heute jeder Zugang zur gesamten Welt hat. Die Gefahr, dass die Hoheit über die Interpretation der Wahrheit für herrschende Kreise verloren geht, wurde eingehegt. Dennoch eskalieren militärische Kreise und entwickeln elektromagnetische Waffen zu kognitiven Kriegsführung. Was zu denken geben sollte.

Alles ist also nur dazu da, damit die Menschen nicht versehentlich der bösen Desinformation des Feindes Glauben schenken, etwas, das in die falsche Richtung zeigt, wordurch die Heimatfront verwirrt werden könnte. Und damit die Bevölkerung des Feindes die absolute Wahrheit erfahren. So kann man die offizielle Begründung vermutlich zusammenfassen.

Bild: Screenshot aus Internet zu Informationsfabriken

5 Kommentare

  1. Daisy 9. Januar 2026 um 6:57 Uhr - Antworten

    Was früher der „Feindsender“ war, ist heute die Unterdrückung von Information der anderen Seite mit moderneren Mitteln. Nachvollziehbar ist, dass man versucht, die Kommunikationstechnologien dazu zu nützen, dass Soldaten immer Zugang zu allen Daten haben, GPS und Satelitenaufnahmen, wo verbergen sich Gegner usw. – das ganze Cyborg-Equipment. Dass sie bei dieser Gelegenheit auch aufgehusst werden, ist auch nichts Neues. Soldaten werden auch Drogen verabreicht, um die Angst zu unterdrücken.

    Kognitive Kriegsführung, PsyOps, sind auch nicht neu. Das ging immer über die Medien, ganz früher über den neuesten Tratsch, Verlautbarungen, Gerede, Minnesänger, fahrendes Volk, Händler… Zu den klass. Medien kommen heute die Social Media hinzu, Internet, Yutub etc. Gefragt ist darum seit jeher der selbstdenkende Mensch. Sapere aude! Was anderes hilft nicht. Es sind immer noch nicht mehr als ca. 20%, die in der Lage sind, sich eigene Gedanken zu machen. Die Schulen sind fleißig dabei, diesen Prozentsatz zu senken.

    Wenns nach mir ginge, würde ich den Krieg völlig abschaffen, dann braucht man keine Soldaten mehr. Einfach beenden und verbieten. China bastelt aber schon an Robotersoldaten. Das ist dann die Zukunft, s. Terminator-Filme. Ob das die Zahl der menschlichen Opfer reduziert? Oder viel eher die Menschen überhaupt restlos entfernt und unsere Zukunft dann so aussieht, dass die Kampfroboter „überleben“ und beständig Krieg gegeneinander und irgendwelche Lebebsformen (zB Kakerlaken und Pflänzchen) führen?

    Das Militär hat das Internet erfunden…es war einmal in Amerika. Es verbindet und es überwacht uns. Es informiert und es desinformiert uns in einem noch nie dagewesenem Ausmaß mit Höchstgeschwindigkeit. Der Kampf gegen „Desinformation“ ist der Kampf gegen Information.

    Wie kann man Kinder mehr zum Selbstdenken erziehen? Lasst sie allein lernen. Kaut ihnen nicht alles vor. Keine Nachhilfe, aber strenge Kontrolle der Hausübungen. Lasst sie spielen und gebt ihnen mehr Freizeit. Das wäre ein guter Anfang. Hôrt auf, die Kinder schon im Kindergarten zu indoktrinieren und damit einzuschüchtern, dass sie etwas „Falsches“ gedacht hätten.
    Wird nicht geschehen, ich weiß. Vielleicht ein eigenes Schulfach? Wie lerne ich Selbstdenken? Du musst dem Lehrer nicht alles glauben. Sei kritisch…nunja..

  2. Jochen Mitschka 8. Januar 2026 um 17:56 Uhr - Antworten

    Auch interessant, Ein Artikel von Jonas Tögel über Manipulationswaffen der Kognitiven Kriegsführung in Nachdenkseiten. Falls sich jemand fragt, wie das denn in der Praxis sich auswirkt.

  3. Sabine Schoenfelder 8. Januar 2026 um 17:22 Uhr - Antworten

    Ein umfangreiches, widerliches Geschäft, daß auch den ALLTAGSKRIEG, den Kampf der Macht/Mächtigen gegen uns Regierte, gegen Kritik, Individualismus und Selbstbestimmung, beherrscht.
    Wir leben mitten in einer Meinungsdiktatur.
    Virtuelle Inszenierungen ersetzen frühere Konfliktsituationen zwischen Staaten. ANGST, durch erfundene Pandemiebedrohungen evoziert, transformiert, per Lockdowns und Home-Office, die eigene Unterkunft in ein Gefängnis.
    Regulierte Massen unter zentraler Führung, per Hirnwäsche indoktriniert, sind das Ziel.
    Der mentale Input qua elektromagnetischer Strahlung beginnt beim I-Pad und wird über 5/6/7 G weitergeführt. Demnächst sind wir unser eigener Router ! EM-Strahlungen, in die Ionosphäre emittiert, gestalten mit Lichtgeschwindigkeit Wetter und Umwelt ☹️, willkürlich und übergriffig; vermögen Erdbeben oder Gletschereisabsprengungen ‼️auszulösen. Elektromagnetische Waffen zerstören uns gegenseitig. Das Orbit wurde zum Schlachtfeld und globalen Observatorium..Starlink, Palantir….. Massen-Suggestionen sollen uns spalten, kleinhalten, krank und gefügig machen…
    Man kann Propaganda in einer freien Welt mit Argumenten begegnen, aber gegen anonyme „Likes“ ist der Einzelne machtlos, und genau das ist das Ziel….
    Immer zur Rechtfertigung der nationalen Verteidigung finanziert und produziert, dient auch diese Technologie letztendlich demselben ZWECK : Mensch, Tier und Umwelt zu zerstören…🤮

    • Jochen Mitschka 8. Januar 2026 um 18:13 Uhr - Antworten

      Ich würde sagen, nicht „zu zerstören“, sondern „zu domestizieren“.

  4. Jan 8. Januar 2026 um 16:34 Uhr - Antworten

    Die hauptwirkungslose Spritze war durchaus tötlich – und das Militär eingebunden.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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