
BBC-Maulkorb für Journalisten aufgeflogen
Dokumente aus der BBC haben enthüllt, wie der Mainstream-Leitkanal seinen Journalisten eine Sprachrichtlinie zum US-Angriff auf Venezuela verordnet hat. Es ist verboten zu schreiben, dass Maduro „entführt“ worden ist.
Maulkorb für die Journalisten der BBC. Per interner Richtlinie gab man der Redaktion vor, welche Begriffe bei der Berichterstattung über die Entführung von Nicolás Maduro zu verwenden sind. Gemäß dieser Richtlinie sind die Begriffe „captured“ (gefangen genommen) oder „seized“ (festgenommen) akzeptabel, während die Verwendung des Wortes „kidnapped“ (entführt) vermieden werden soll.
Der britische Journalist Owen Jones hat die Vorgaben veröffentlicht. Das ist im Sinne des öffentlichen Interesses sehr wertvoll. denn es ist nämlich nicht davon auszugehen, dass man der Redaktion zum ersten Mal eine solche Sprachrichtlinie vorgegeben hat. Eher ist es der Fall, dass diese erstmals an die Öffentlichkeit gelangt.
Die Richtlinie legt fest, dass der Begriff „captured“ ausdrücklich der Beschreibung der Vereinigten Staaten zugeordnet werden muss, mit einem Beispiel: „The U.S. said Maduro was captured during the operation“ („Die USA sagten, Maduro sei während der Operation gefangen genommen worden“).Die BBC hat eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf alle Mainstream-Medien der EU. Mit dieser Vorgabe gleicht man die Berichterstattung an die Darstellung der US-Regierung an – man wird vom Journalisten zum Hofberichterstatter – und verbreitet Falschnachrichten. Denn tatsächlich hat es sich nach internationalem Recht um eine extraterritoriale Entführung eines Staatsoberhauptes gehandelt.
BBC journalists have been banned from describing the kidnapped Venezuelan leader as having been kidnapped.
The BBC News Editor has sent this to BBC journalists. pic.twitter.com/jn9qQZkVAH
— Owen Jones (@owenjonesjourno) January 5, 2026
Dazu wirft der Erlass ein Licht auf die Pressefreiheit im Mainstream. Die dort ansässigen Journalisten können – zumindest bei der BBC – nicht nach eigener Prüfung urteilen und entsprechend berichten, sondern müssen verordnete Vorgaben einhalten. Besonders brisant, wenn das in einem Medium passiert, das sich regelmäßig für die Verteidigung der Pressefreiheit inszeniert.
Bild „BBC HD SNG“ by timo_w2s is licensed under CC BY-SA 2.0.
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Wolf Reiser, ein mit allen Wassern gewaschener und von allen Hunden gehetzter journalistischer Insider (In einem Briefwechsel mit Jörg Fauser notiert Harry Rowohlt: „So möchte ich auch schreiben können. So möchte ich auch reden können. Wo kann man mehr von ihm lesen?“) sagt in seinem Essay
unter anderem:
„In der aktuellen Verzahnungsflut von Print und Online übersehen viele Beteiligte, ganz so, als ob es Snowden nie gegeben hätte, folgende Tatsache:
Online arbeiten, also das hochgelobte redaktionelle file sharing und transparente Miteinander, bedeutet letztlich die komplette Offenlegung von Quellen, Informanten, Recherchemethoden, Notizen, Vermutungen, Gedankenspielen – inklusive eines umfassend einsehbaren beruflichen wie privaten E-Mail-Verkehrs.
Kollegen, Redaktionsleiter, Verleger, Provider und Controller aller Couleur erhalten mit ein paar Button-
klicks einen lückenlosen Ein- und Überblick in Profile, Bekenntnisse und Links. Für solche Erkenntnisse mußte die Gestapo früher eine Menge kreuzverhören, foltern und morden.
…Bazon Brock: „Jedes Datum Ihrer Bewegungen, jedes Datum Ihres Austauschs mit anderen Menschen, kann jederzeit von Machtinstitutionen kontrolliert und abgezogen werden.
Quelle: http://www.wolf-reiser.de/freiwild_link_3.pdf
Die BBC sind ein großer Tanker im öffentlichen Eigentum. Ein strafrechtlicher Vorwurf könnte diplomatische Folgen haben. Also hat der Praktikant das wording der Amis rausgeschrieben.
Eventuell gibts auch einen Kontakt zum Außenministerium. So ist das, wenn man jemandem gehört oder vom Geld abhängig ist.
Der Irrtum ist, weil „Landliebe“ draufsteht, anzunehmen, dass er von Sennerinnen auf 3000m Seehöhe gerührt worden sei.
WAS SOLL DAS, in einer globalen Welt ??? Mit Faschismus-Methoden gegen Kritik und Tatsachen alias „Rechts“ kämpfen ? Nigel Farange freut sich, qua dieser Veröffentlichung, wie ein Schnitzel…..🤓. Man hat langsam den Eindruck, die „Herrschenden“ haben ihre Jobs satt.
Wirtschaft zerstören, Kriegstreiberei, Meinungsunterdrückung, steigende Preise, eine völlig desolate, politisch motivierte Judikative…..sie schreien…..setzt uns ab !!
In Berlin stellten sie jetzt noch den Strom ab…..schauen wir mal, wie lange das Theater noch geht.