Gehen die USA „pleite“?

26. Dezember 2025von 8,1 Minuten Lesezeit

Der US-Ex-Oberst Lawrence Wilkerson macht sich Sorgen darüber, dass die USA vor der Zahlungsunfähigkeit stehen könnten. Was steckt dahinter?

Bis Ende 2025 läuft etwa ein Drittel der marktfähigen Schulden aus, was rund 9,2 Billionen US-Dollar betrifft. Das sind bildlicher dargestellt 9.200.000.000.000. Da wir uns bereits am 24. Dezember 2025 befinden, sind die meisten Fälligkeiten in diesem Jahr bereits eingetreten, mit verbleibenden Beträgen in den letzten Tagen (z. B. Bills und Notes, die wöchentlich oder monatlich fällig werden). Ähnliche Schätzungen sprechen von etwa 9,3 Billionen US-Dollar, die zwischen April und Dezember 2025 fällig wurden. Im Jahr 2026 läuft ein weiteres Drittel der Schulden aus, mit Schätzungen zwischen 9 und 10 Billionen US-Dollar. Dies umfasst eine „Maturity Wall“, bei der große Volumen an Bills, Notes und Bonds(1) fällig werden, verteilt über das gesamte Jahr. Insgesamt beläuft sich die auslaufende Schuld in den nächsten drei Jahren (einschließlich 2026) auf über 14 Billionen US-Dollar.

Wie soll das refinanziert werden?

Das US-Finanzministerium refinanziert auslaufende Schulden routinemäßig durch die Ausgabe neuer Treasury Securities (Bills, Notes, Bonds, TIPS usw.) in regelmäßigen Auktionen. Dies geschieht, um die Schulden zu „rollen“ – also alte Schulden durch neue zu ersetzen, oft zu aktuellen Marktzinsen.

Im Quartal Oktober–Dezember 2025 plant das Treasury, netto 569 Milliarden US-Dollar an neuen marktfähigen Schulden aufzunehmen, um laufende Ausgaben und Refinanzierungen zu decken. Angeblich bleibt die Nachfrage robust bisher, da US-Anleihen, so die westliche Sicht, als sichere Anlage gelten. Es gebe starkes Interesse an den neu emittierten US-Staatsanleihen, gemessen am Bid-to-Cover-Ratio (Verhältnis von Geboten zu angebotenem Volumen). Ein Ratio über 2 deute auf „oversubscription“ hin, was auf hohe Nachfrage hinweise.

Wie sehen die Zinsen aus

Die Renditen blieben größtenteils im Bereich von 4% bis 5% für längere Laufzeiten, was Analysten vorhersagten. Tatsächlich ging die Verzinsung sogar zurück, und die 10-Jahres-Anleihen wurden trotzdem verkauft. Schwäche zeigen die 2-Jahres-Anleihen, die unter Druck stehen wegen eines höheren Angebotes. Die Renditen für 3-Monats- und 6-Monats-Bills sanken sogar, waren im Dezember aber stabil bei 3,5 bis 3,6%. Also insgesamt ergibt sich im Jahr 2025 noch kein Katastrophenszenario für den US-Finanzminister.

Zwischenergebnis 2025

Basierend auf den Daten gab es 2025, gibt es also keine US-Schuldenkrise – die US-Schulden haben zwar weiter zugenommen (auf 38 Billionen USD), und das Defizit betrug rund 1,8 Billionen USD im Fiskaljahr 2025, aber das System hat gehalten, ohne Panik oder Zahlungsausfälle. Allerdings stiegen die Nettozinszahlungen auf fast 970 Milliarden USD (von 345 Milliarden USD in 2020), aber dies wurde durch starke Nachfrage nach Treasuries und eine stabilisierende Wirtschaft aufgefangen, heißt es.

Was wird für 2026 erwartet?

Für 2026 zeichnet sich ein gemischtes Bild ab, wenn man westlichen Experten vertraut: Keine akute Krise wird erwartet, aber die Zinslast wird weiter steigen, und die Renditen könnten leicht anziehen, was die Refinanzierung teurer macht, also noch mehr Zinsen vom Finanzminister verlangt. Zinszahlungen werden die 1-Billionen-USD-Marke überschreiten und zur „neuen Normalität“ werden – für das Fiskaljahr 2026 werden Nettozinsen von rund 1 Billion USD prognostiziert, steigend auf 1,8 Billionen USD bis  2035. Dies wird natürlich den US-Haushalt weiter unter Druck setzen. Bis November 2025 beliefen sich die Zinsausgaben bereits auf 200,7 Milliarden USD, und für 2026 könnten sie 13,85% der Haushaltsausgaben ausmachen. Für den Haushalt wird auch noch ein Defizit von ca. 2 Billionen USD erwartet, was dann noch einmal die Zinsausgaben erhöhen wird.

Ist das ein Schneeballsystem?

Das US-Schuldensystem wird von den meisten Ökonomen und Finanzexperten nicht als Schneeballsystem (Ponzi-Schema) bezeichnet, obwohl es „oberflächlich“ Ähnlichkeiten gebe. Als Schneeball-Schema wird ein betrügerisches Investitionsmodell angesehen, bei dem Renditen für frühere Investoren aus den Einlagen neuer Investoren bezahlt werden, ohne echte wirtschaftliche Wertschöpfung – es kollabiert, wenn keine neuen Investoren mehr hinzukommen. Aber hier handele es sich ja nicht um ein Betrugssystem, sondern um die Finanzierung eines Staates, deshalb sei das nicht zu vergleichen. Schauen wir uns die Details an.

Die USA finanzieren steigende Zinszahlungen und anhaltende Haushaltsdefizite hauptsächlich durch die Ausgabe neuer Staatsanleihen (Treasuries), die wiederum Zinsen kosten – ein Prozess, der als „Debt Rollover“ bekannt ist. Solange Investoren (In- und Ausländer, Zentralbanken, Fonds) bereit sind, diese neuen Anleihen zu kaufen, kann das System funktionieren. Der US-Dollar als Weltreservewährung und die Wahrnehmung von Treasuries als „sichere Hafen“ sorgen für starke Nachfrage, was die Zinsen relativ niedrig hält im Vergleich zu anderen Ländern. Dies ermöglicht es, alte Schulden durch neue zu ersetzen, ohne sofortige Krise. Allerdings ist das langfristig nicht nachhaltig: Steigende Schulden (aktuell ca. 38 Billionen USD oder 125% des BIP) erhöhen das Risiko von Inflation, höheren Zinsen und das im Wettbewerb mit privater Investitionen stehen, da mehr Haushaltsmittel für Zinsen ausgegeben werden. Experten warnen schon länger vor einem „nicht nachhaltigen Weg„, bei dem Defizite (aktuell ca. 1,9 Billionen USD jährlich) und Zinsen sich gegenseitig verstärken, was zu potenziellen Szenarien wie höheren Steuern, Ausgabenkürzungen, Inflation oder – im Extremfall – einer Schuldenkrise führen könnte. Die Finanzierung hängt von wirtschaftlichem Wachstum ab (das höher sein sollte als die Zinsen), aber bei langsamerem Wachstum (prognostiziert 1,9% für 2026) wird es schwieriger.

Wie werden die Zinszahlungen steigen?

Die Nettozinsausgaben sollen bis 2030 auf etwa 1,3 Billionen USD anwachsen, verglichen mit 952 Milliarden USD im Jahr 2025. Kumulativ von 2026 bis 2035 belaufen sie sich auf 13,8 Billionen USD. Zinsen könnten bis 2030 den zweiten oder dritten Platz unter den Ausgaben einnehmen (nach Sozialversicherung und Gesundheit), mit einem Anteil von 10–15% der gesamten Bundesausgaben, steigend auf über 20% langfristig.

Die Dollar-Bombe

Vieles hängt natürlich davon ab, dass der US-Dollar die Welt-Leit-Währung ist. Es gibt zahlreiche Analysen von westlichen Institutionen wie J.P. Morgan, der Federal Reserve, dem Atlantic Council, der Brookings Institution und Goldman Sachs, die die potenziellen Konsequenzen eines verstärkten Ausstiegs des Welthandels aus dem US-Dollar (De-Dollarisierung) beleuchten. Diese Studien basieren auf aktuellen Trends wie dem Rückgang des USD-Anteils an Devisenreserven (von 72 % im Jahr 2001 auf 58 % im Jahr 2025), dem zunehmenden Einsatz alternativer Währungen in Rohstoffmärkten (z. B. Yuan für russisches Öl) und geopolitischen Spannungen. Die Analysen betonen, dass eine vollständige De-Dollarisierung unwahrscheinlich ist, da Netzwerkeffekte und die Stabilität des USD sie behindern, aber ein verstärkter Trend könnte signifikante Auswirkungen haben.

Eine verstärkte De-Dollarisierung würde zu einer breiten Abwertung des USD führen und US-Finanzanlagen (Aktien und Anleihen) schwächen. Jede Reduzierung ausländischer Holdings von US-Treasuries um 1 Prozentpunkt des BIP (ca. 300 Milliarden USD) könnte die Renditen um über 33 Basispunkte steigen lassen, was die Schuldenfinanzierung teurer macht. Dies würde das „exorbitante Privileg“ des USD beenden, welches es den USA erlaubt, Defizite günstig zu finanzieren, und zu höheren Zinsen sowie zu einer Schrumpfung des fiskalischen Spielraums der USA führen – mit Schulden, die bis 2035 auf 118 % des BIP steigen könnten.

Politische Dysfunktionen, steigende Schuldenquoten und Kreditabstufungen könnten das Vertrauen aber weiter erodieren, was zu Kapitalabflüssen und höherer Volatilität, also starken Schwankungen in US-Märkten führt, wodurch Panikreaktionen möglich werden. Auch das Wachstum in den BRICS-Ländern lockt Investoren aus dem Dollar. Die USA würden anfälliger für Währungskrisen werden, mit steigenden Importkosten und einer Verschlechterung der Handelsbedingungen. Die Fähigkeit, große Defizite zu finanzieren, würde schrumpfen, was zu schwierigen Entscheidungen zwischen Militärausgaben, Sozialprogrammen und anderen Prioritäten zwingen würde. Insbesondere könnten die Ausgaben für den MIK, den militärisch-industriellen Komplex nicht mehr in dem Maße fließen. Deshalb hat Donald Trump Ländern gedroht, welche die Dollardominanz angreifen. Abgesehen von den fiskalen Probleme, hat sinkende Dollarnutzung natürlich auch Einfluss auf die Sanktionsmacht der USA.

Kommentar

Die Situation wird also bei den Experten nicht so dramatisch gesehen wie im Internet diskutiert wird. Allerdings gibt es natürlich, wie bei allen Voraussagen, einige große Unbekannte. Hatte man noch vor wenigen Jahren die USA einen Krieg anstrebend gesehen, um die Schulden loszuwerden, könnte derselbe heute durch die Macht Chinas und Indiens das Gegenteil verursachen. Auch eine größere Bankenkrise könnte unerwartete Folgen mit sich bringen. Die Zeit bleibt spannend. Hochgerechnet ergibt sich bei nicht eintretenden Sonderfällen bis zum Jahr 2050 eine Verschuldung der USA von 140 bis 150% des Bruttoinslandsproduktes. Was bei Annahme eines gleichbleibend starken Dollars ein Anteil an den Staatsausgaben für Schulden von ca 20-25% bedeuten würde.

Es sind „Modellrechnungen“, was auch immer damit gesagt sein soll. Oberst Wilkerson scheint diesen nicht so sehr zu vertrauen.

Im Vergleich zu Russland

Interessant ist ein Vergleich mit der Finanzpolitik Russlands. % insbesondere wegen Sanktionen) und sinkende Öleinnahmen unter Druck steht.

Russland hat eine der niedrigsten Schuldenquoten unter entwickelten Ländern, im Gegensatz zu den USA, wo die Quote doppelt so hoch ist und weiter wächst. Dies macht Russland resilienter gegenüber Zinssteigerungen, aber anfälliger für Energiepreisschwankungen. Russlands Defizit ist deutlich niedriger als das der USA (ca. 1/3), aber es wächst derzeit schneller durch Krieg, Sanktionen und fallende Energiepreise.

 

Bild: Wikipedia

 

(1) Der Hauptunterschied zwischen Bills, Notes und Bonds liegt in ihrer Laufzeit (Laufzeit bis zur Fälligkeit) und der Zahlungsweise von Zinsen: Bills (Schatzwechsel) sind kurzfristig (unter 1 Jahr) und werden mit einem Abschlag gekauft (Zinsen bei Fälligkeit); Notes (Schatznoten) sind mittelfristig (2–10 Jahre) und zahlen halbjärliche Zinsen; Bonds (Staatsanleihen) sind langfristig (über 10 Jahre) und zahlen ebenfalls halbjährliche Zinsen, wobei sich Laufzeit und Zinsstruktur unterscheiden, um kurz-, mittel- und langfristige Finanzierungsbedürfnisse der Regierung zu decken.


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8 Kommentare

  1. Jochen Mitschka 26. Dezember 2025 um 10:13 Uhr - Antworten

    Noch eine Ergänzung: zu den Schulden der „öffentlichen Hand“ kommen exorbitant hohe private Schulden. Wenn diese Schuldenblase platzt, Banken vom Staat gerettet werden müssen, könnte sich ganz schnell die entspannte Meinung über die staatliche Schuldensituation ändern: https://substack.com/inbox/post/182566501

    • Messhut Oesiehl 26. Dezember 2025 um 13:30 Uhr - Antworten

      Was immer außer acht gelassen wird, ist, dass so gut wie jeder der Präsident mindestens seit Reagan gewissermaßen eine Politik der „Neofeudalisierung“ betrieben hat – Gewinne werden privatisiert, Schulden der Gesellschaft aufgedrückt. Trump hat es in beiden Amtszeiten getan – Unternehmenssteuersenkungen, Privilegien für Vermögende Reiche und Superreiche(„Big B. Bill“). Ich halte dies auch für eine Art Betrugssystem zur Umverteilung von Vermögen von fleißig nach reich. Der größte Teil der Bio.$ Finanzspritzen der Zentralbanken bleiben systemisch „oben“, bzw. „ganz oben“ hängen. Das ist Geld, dem keine Arbeitsleistung entgegensteht, für das aber weltweit Rohstoffe, Güter und Dienstleistungen eingekauft wird, gefolgt von einer schleichenden, permanenten Entwertung des Fiatgelds. Schlechte Arbeitsbedingungen(McJobs,Working Poor), sinkende Reallöhne, permanente und riesige Vermögens- und Einkommenszuwächse auf der anderen Seite der Skala hängen natürlich miteinander zusammen. Es werden knallhart Theorien wie „Starve the Beast!“ und „Trickle down.“ durchgezogen.
      Bei Interesse kann ich gerne einen KI-Prompt reinstellen, die in diesem Sinne Trumps erste und zweite Amtszeit beleuchtet oder „Steuereinnahmeausfälle durch Steuersenkungen&Reformen“ deutscher Regierungen seit 1983 und die Wirkung auf Staatsverschuldung und Vermögensverteilung.

      • Jan 26. Dezember 2025 um 18:59 Uhr

        Natürlich!

        Ich gebe aber folgendes zu bedenken: Hjalmar Schacht hat gezeigt, dass Notendruck ohne Inflation möglich ist, sofern man die Inflation „isoliert“ und keine Lohn-Preis-Spirale entsteht.

        Ich denke, dass „das Reichermachen der Reichen“ ein solcher Mechanismus sein könnte. Bekanntlich können Reiche ihren Zusatzreichtum nicht mehr in Konsum umsetzen und höhere Mieten oder Löhne zahlen. Ihr Geld wird in Aktien angelegt, das die Preise treibt, aber eben nicht die Lohn-Preis-Spirale.

        Helikoptermoney für Reiche sieht daher aus wie Wirtschaftswachstum.

    • rudifluegl 26. Dezember 2025 um 17:04 Uhr - Antworten

      Nun ja! Kommentare sind auch eine Schreibübung. auch wenn sie oft unterdrückt werden und die Gründe dafür nicht ersichtlich sind!!!
      Wichtig wäre bei solchen Erörterungen auch, zu wissen wie viele Schulden die öffentliche Hand bei den eigenen Bürgern hat. Und wie viele Auslandsverpflichtungen sind.
      Japan ist dafür ein Beispiel!

  2. Jochen Mitschka 26. Dezember 2025 um 7:54 Uhr - Antworten

    Komischerweise hatte ich gerade das Gegenteil von Zuversicht in einem X-Posting gelesen. Immer mehr Menschen müssen 2 oder 3 Jobs annehmen, immer mehr Firmen reduzieren die Arbeitszeiten und Erhöhen den Druck weil die Schulden drücken, (abgesehen von den großen Konzernen, die dadurch die Profite steigern), Wachstumsaussichten drohen auf knapp über 1% zu schrumpfen in 2026.

    Aber so ist das eben mit den Fachleuten. Jeder weiß es besser als der Andere.

    Aber schauen wir mal auf die USA mit gesundem Menschenverstand:
    – Schmählicher Abzug aus Afghanistan
    – Niederlage der Wunderwaffen in der Ukraine
    – Rückzug aus der Bombardierung des Sandalenstaates Jemen
    – Nach 12 Tagen gehen die Abwehrraketen Israels aus im Krieg gegen den Iran
    …. Und gleichzeitig wachsen die Schulden JEDES JAHR und damit die Zinsen auch. Die Kosten des Kriegsministerium betragen, trotz oder wegen der o.g. Niederlagen, ca. 13% des Bundeshaushalts. D.h. 872 Milliarden US-Dollar im Haushalt von 7 Billionen. Hinzu kommen die Budgets der Geheimdienste in Höhe von über 100 Milliarden US-Dollar zuzüglich der berühmten „schwarzen Kassen“.

    Ja, es klappt immer noch mit den Regimewechseln, wie man gerade in Honduras sah https://x.com/jochen_mitschka/status/2004425815522464216 Aber die Wirkung weltweit erodiert, die Aufwendungen werden immer größer, die Ergebnisse immer geringer. Während Schulden und Zinsen steigen.

    Jede Hausfrau würde dem Ehemann mit der Bratpfanne drohen, wenn der so eine Politik weiter verfolgen würde.

    • Jan 26. Dezember 2025 um 19:26 Uhr - Antworten

      Die Umverteilung des BIP ist eine politische Entscheidung und der Wähler will klar Nannystaat, Big Pharma und Krieg.

      Im Gegensatz zur Hausfrau kann eine Zentralbank Staatsschulden einfach ausbuchen. Die Staatsfinanzierung über Anleihen ist wohl nur eine Spielerei. So wie ich die Modern Monetary Theory verstehe, kommt immer alles aufs selbe raus. Exorbitante Staatsausgaben wirken also, wenn sie ausgebucht werden, wie eine neue Steuer. Der Wähler möchte das aber ganz ausdrücklich!

      Der europäische Wähler hat gerade über seine Repräsentanten erklärt, anstelle die eigene Verteidigung zu stärken, einem Räuberfürsten ohne jegliche rechtsstaatliche Kontrolle 90 Mrd schenken zu wollen, die Umfragen sind nicht wesentlich gefallen und lassen eine Dreikoalition weiter zu. Wenn wir annehmen, dass von 450 Mio ein Drittel Steuern zahlen, dann sind das 600 EUR, die spürt man bereits.

      Die Finanzwirtschaft extrapoliert Zukunft mit dem Lineal. Wenn wir ins Minuswachstum eintreten, werden daher Kredite faul und müssen über Bankenrettungen verstaatlicht und ausgebucht werden. Dies wird die Volkswirtschaften überproportional belasten. Aber dank Big Pharma fallen viele Ansprüche weg. Ich nehme an, man fährt auf Sicht und bereitet für den Fall eines Crashs die Währungsreform vor.

  3. Daisy 26. Dezember 2025 um 7:23 Uhr - Antworten

    Wie es aber aussieht erholt sich die größte Volkswirtschaft der Welt gerade. Trump wirkt.
    Die amerikanische Wirtschaft hat im dritten Quartal deutlich kräftiger zugelegt als prognostiziert. Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist im letzten Quartal um 4,3% gewachsen. Die Wallstreet jubelt. Die USA werden von diesen Leuten erpresst. Sie sitzen auf ihnen wie Zecken. Und die Schulden sind gigantisch. Dass sie aber unter den Republikanern pleite gingen, schließe ich aus. Und ich hoffe es auch nicht, weil dann die ganze Welt in diesen Strudel mithineingezogen würde. Es wäre gar nicht lustig. Zudem liebe ich Amerika.

    Pleite sind auch die meisten EU-Staaten, besonders Frankreich. Deutschland ruiniert sich absichtlich. Die Briten sind ebenso am Sand. Diesfalls muss man sehen, was kommt. Es wird eine Diktatur errichtet und die Menschen werden enteignet. Dem versuchen die Amis und die freiheitlichen Oppositionen gerade entgegenzutreten. Die dt. geführte EU ist gerade dabei, diese Opposition zu verbieten. Für uns schaut es nicht gut aus. Jedoch wenn es die EUSSR mal zerbröselte, würde ich jubeln und tanzen…

    Die USA gehen noch nicht unter. Gewiss bereitet man sich auch darauf vor, das Ende des Petrodollars abzufedern. Trump hat mit hohen Zöllen gedroht, falls man sich vom US-Dollar abwenden würde, und er hat die US-Goldreserven in Fort Knox überprüfen lassen. Viele hunderte Tonnen Gold flossen seither in die USA. Investoren ziehen ihr Gold aus EUropa und GB ab und bringen es in einen sicheren Hafen. Auch die Enteignung des russ. Vermögens führt zu einem weiteren Abzug der Investoren. Sie werden primär in die USA investieren.

    „An den Finanzmärkten kamen die Daten gut an. Die Börsen in New York, der NASDAQ, und vor allem auch der S&P500 setzten ihre Jahresendrally fort, getragen von kräftigen Kursgewinnen im Technologiesektor. Auch die Ausrichtung der US-Geldpolitik befeuerte die Rallye: Investoren setzen weiterhin darauf, dass die US-Notenbank im kommenden Jahr Zinssenkungen durchsetzt.“
    https://exxpress.at/economy/alle-prognosen-gesprengt-us-wirtschaft-legt-mit-4-3-prozent-kraeftig-zu/

    • rudifluegl 26. Dezember 2025 um 17:07 Uhr - Antworten

      Schade!
      Ich kann Ihnen nicht antworten!

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