
Trump verklagt BBC auf 10 Milliarden Dollar
Es ist ein beispielloser Angriff auf ein Flaggschiff der Mainstream-Presse: BBC wurde von Präsident Trump auf 10 Milliarden Dollar verklagt.
Wegen einer irreführenden Bearbeitung einer Rede von Donald Trump wurde die BBC von Donald Trump massiv unter Beschuss genommen. Der Apparat der transatlantischen Leitmedien stellte sich demonstrativ hinter die BBC, man hatte vermutet, dass Trump seine Drohung nicht wahr macht. Doch nun gab er am Montagabend bekannt, dass er Klage gegen die British Broadcasting Corporation (BBC) eingereicht und 10 Milliarden Dollar Schadensersatz wegen mutmaßlicher Verleumdung einfordert.
In der 33-seitigen Klageschrift wird der BBC vorgeworfen, eine „falsche, verleumderische, täuschende, herabwürdigende, entzündliche und bösartige Darstellung von Präsident Trump“ geschaffen zu haben, die „eine Woche vor der Präsidentschaftswahl 2024 ausgestrahlt wurde, in einem dreisten Versuch, in den Wahlausgang einzugreifen und diesen zu Trumps Nachteil zu beeinflussen“.
Genau eine Woche vor der Wahl hatte die BBC eine Sendung mit dem Titel „Donald Trump: A Second Chance?“ ausgestrahlt. Laut Klage habe die BBC „absichtlich und bösartig versucht, ihre Zuschauer vollständig in die Irre zu führen“, indem sie Ausschnitte aus Trumps Rede vor dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 zusammengeschnitten habe.
Die Forderung nach 10 Milliarden Dollar Schadensersatz bezieht sich auf den Wert von Trumps persönlicher Marke sowie auf die Schäden an seinem geschäftlichen und persönlichen Ruf. Die Klage wirft der BBC vor, Trump fälschlicherweise als „gewalttätigen Aufständischen“ dargestellt zu haben.
Insider hatten mit der Klage gerechnet, vor allem in Europa war es zuletzt ziemlich still gewesen. „Sie haben mir Wörter in den Mund gelegt. Sie haben mich Dinge sagen lassen, die ich nie gesagt habe. Ich schätze, sie haben KI oder etwas Ähnliches verwendet“, sagte Trump im Oval Office.
Die BBC hatte sich in einem Brief an das Weiße Haus im vergangenen Monat persönlich bei Trump entschuldigt, erklärte jedoch, dass der Vorfall keine Grundlage für eine Klage darstelle. „Während die BBC die Art und Weise, in der der Videoclip bearbeitet wurde, aufrichtig bedauert, sind wir der festen Überzeugung, dass es keine Grundlage für eine Verleumdungsklage gibt“, hieß es in einer Erklärung der BBC im November.
Der Sender gab den irreführenden Schnitt auch in seiner Rubrik für Korrekturen und Klärungen zu. Die Folge werde nicht mehr auf BBC-Plattformen ausgestrahlt, teilte die BBC mit. „Wir akzeptieren, dass unser Schnitt unbeabsichtigt den Eindruck erweckt hat, wir zeigten einen einzigen kontinuierlichen Abschnitt der Rede, anstatt Auszüge aus verschiedenen Punkten, und dass dies den falschen Eindruck erweckt hat, Präsident Trump habe zu gewalttätigem Handeln aufgerufen“, schrieb die BBC am 13. November.
Am darauffolgenden Tag drohte Trump erstmals mit einer Klage in Höhe von bis zu 5 Milliarden Dollar und erklärte, die Entschuldigung reiche nicht aus.
Ob die Klage aber Chancen hat, ist zweifelhaft. Trump wird nachweisen müssen, dass die BBC keinen Fehler begangen hat, sondern absichtlich falsch berichtet hat. Wenn er das aber beweisen kann, könnte die Klage Erfolg haben.
Pro-Trump-Analysen, wie in konservativen Medien, sehen Potenzial. Ziel sei weniger der volle Betrag als eine Demonstration von Stärke.
Bild „BBC“ by sk8geek is licensed under CC BY-SA 2.0.
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Offener Brief: „Wer jetzt noch mitmacht, handelt verbrecherisch!“
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Unabhängig jetzt von Trump und BBC.
Ist doch eine nette Taktik.
Zuerst lügen und verleumden was das Zeug hält.
Damit Schäden anrichten die möglicherwise irreparabel sind und dann, wenn‘ s den sein muss eine geheuchelte Entschuldigung.
‚Ach, war ja nicht so gemeint‘, ‚Ja tut uns schrecklich leid, uns ist ein Fehler unterlaufen.‘
Trump ist bei Weitem kein unschuldiger Chorknabe, aber in diesem Fall wäre zu wünschen dass er damit durchkommt um ein Exempel zu statuieren.
Wenn, dann wird es auch spannend bei all den Lügen über die Ukraine und Gaza.
…..😂🤣….. 20 ‼️….wären n o c h besser…..
Jedes Kind weiß, wie Trump von den Medien durch den Kakao gezogen wurde…..außerdem sind doch bereits ein paar Lümmel zurückgetreten. Das ist ein Schuldbekenntnis…..
Entscheidend wird sein : WER bezahlt die Richter…😁☝🏽👍🏼
Trump: „[…] Ich schätze, sie haben KI oder etwas Ähnliches verwendet.“ Ich bin nicht esoterisch verlagt (wenigstens bin ich mir dessen nicht bewusst). Aber hier scheint Karma am Werk zu sein. Einen Tag nach dem Festschmaus im Windsor Place am 17. September, bei dem Trump und der König die angloamerikansiche Einheit beschworen hatten, also am 18. September, hatte Trump, zusammen mit St[a|ü]rmer, den „Tech Prosperity Deal“ unterzeichnet und den Repräsentanten der KI-Entwicklung und -Industrie während der Pressekonferenz zugerufen: „Ich hoffe, Sie wissen, was sie tun. […] Dadurch entsteht ein neuartiges Zusammenwirken zwischen Regierung, Wissenschaft und Privatsektor auf Gebieten wie etwa der künstlichen Intelligenz, die sich anschickt, die Welt zu erobern.“ Mahlzeit, Donald! Wohl bekomms!
Mit dem richtigen Schnitt, dem richtigen Aufnahmewinkel, den richtigen Schauspielern beim Interview am Rande des Ereignisses, lässt sich jede Lüge, jede Behauptung, jede gewünschte Richtung der Meinungsmache erreichen. Beweise findet man als Beispiel bei Berichten über Demonstrationen viele. Das Wort Lügenpresse (auch TV und Internet) hat schon seine Berechtigung.
Das ist sehr einfach: Man lässt einen PR-Experten die Original-Footage-Sequenzen durchschauen und analysieren, ob im Zusammenschnitt eine Bedeutungsänderung stattfindet und wie diese passiert, zB durch Einsatz von Kommentaren aus dem Off. Für digitale Fälschungen benötigt man möglicherweise einen zweiten Experten.
Beispielsweise sagt ein Sprecher (fiktives Beispiel): Mit aller Kraft müssen wir danach streben, unsere Kinder zu schützen! Und in einer anderen Sequenz: Gewalt und Korruption hat in unserem Staat keinen Platz!
Wenn daraus wird: Mit aller Gewalt müssen wir… Und Off-Sprecher: Trump ruft zu Gewalt gegen auf, dann ist das selbstverständlich schadenersatzpflichtig.
Und hat mit einem öffentlich-rechtlichen Auftrag nichts zu tun.
Die zugrundeliegenden Auftritte von sich selbst wird Trump haben, der Kamerawinkel ist egal.
Bedeutungsverschiebungen können ganz klar beschrieben und auch vorgeführt werden, das ist keine Raketenwissenschaft, sondern ein paar Stunden Arbeit. Vermutlich hat Trump ein solches Gutachten bereits in der Tasche gehabt, bevor er medienwirksam die Klage lanciert hat.