
Friedensangst bei Rheinmetall
Hat der neue Friedensplan eine Chance? Glaubt man den Börsen, dann sehr wohl: Rheinmetall ist aus Angst vor einem Kriegsende in dieser Woche um fast 15 Prozent eingebrochen. Das Weiße Haus meint es ernst.
Bei den Kriegsgewinnern, den Großaktionären von Rheinmetall, geht die „Friedensangst“ um. Der Boerse Express titelte prägnant: „Friedensangst schockt Anleger“. Halten Sie kurz inne und lesen sie den Satz noch einmal. Man kann über diesen Satz länger nachdenken.
Wer 2022 beim Rüstungskonzern eingestiegen ist, der konnte eine massive Aktienrally mitnehmen. Grundlage war der Ukrainekrieg und der Rüstungsboom. Seit einiger Zeit stagniert der Markt aber, diese Woche gab er heftig nach.
Man sorgt sich bei den Kriegsanlegern, dass es Washington ernst meint mit dem Friedensplan – die Börse spiegelt das wider. Russland und die USA haben die letzten Wochen verhandelt, herausgekommen ist ein 28 Punkte Plan. Proukrainische Stimmen sind empört über den Plan, sehen einen angeblichen „Diktatfrieden“ oder eine „Kapitulation“ Kiews. Der Plan sei „unannehmbar“.
Die andere Seite sieht es nicht unähnlich – prorussische Stimmen, meinen, dass Russland doch immer weiter vorrücke und quasi kurz vor dem Sieg stehen würde. Die eine Seite sieht Russland seit 3 Jahren kurz vor dem Zusammenbruch, die andere Seite sieht du Ukraine seit drei Jahren kurz vor dem Zusammenbruch. Beide Seiten sehen weiterhin einen Siegfrieden als einzige Option, doch ein solcher könnte sich noch Jahre ziehen. NATO-Fans (dazu gehört freilich auch Rheinmetall) und NATO-Gegner sind sich hier überraschend einig: Der Krieg soll und wird weitergehen.
Washington will aber offensichtlich ein diplomatisches Ende des Krieges – für Rheinmetall ein Desaster. So meldete sich mitten in der Debatte um den Friedensplan Vizepräsident JD Vance zu Wort. Er sagte:
Jeder Friedensplan zwischen der Ukraine und Russland muss Folgendes beinhalten:
- Das Töten stoppen und gleichzeitig die ukrainische Souveränität wahren.
- Sowohl für Russland als auch für die Ukraine akzeptabel sein.
- Die Wahrscheinlichkeit maximieren, dass der Krieg nicht wieder aufflammt.
Jede Kritik an dem Friedensrahmen, an dem die Regierung arbeitet, beruht entweder auf einem Missverständnis des Rahmens oder auf einer falschen Darstellung einer entscheidenden Realität vor Ort.
Es herrscht die Illusion, dass der Sieg zum Greifen nah sei, wenn wir nur mehr Geld, mehr Waffen oder mehr Sanktionen einsetzen. Frieden wird nicht von gescheiterten Diplomaten oder Politikern in einer Fantasiewelt geschaffen. Er könnte von klugen Menschen in der realen Welt erreicht werden.
Washington hat es in der Hand, einen Ukraine-Frieden abzuschließen, in dem man Kiew dazu zwingt, (territoriale) Verluste hinzunehmen. Auch Moskau wird bei einem Verhandlungsfrieden nicht alle Kriegsziele (Demilitarisierung, Entnazifizierung, kein NATO-Beitritt) erreichen. Schon jetzt haben beide Kriegsnationen durch den Tod hunderttausender Männer auf beiden Seiten schwersten Schaden genommen.
Europas Kriegsherren in Berlin, Paris und London können von Washington zum Frieden gezwungen werden. Kiew ebenso, und Moskau auch (das sagt Viktor Orbán seit Jahren). Es ist jedoch nicht der erste Versuch von Trump, zu einer friedlichen Lösung zu kommen. Doch die Rheinmetallaktie ist diesmal besonders besorgt.
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Das ist der 28-Punkte-Friedensplan
Ja, das ist die ‚freie Marktwirtschaft‘ Wenn Du Geld brauchst für dein Projekt, sieh zu, daß es militärisch nutzbar ist, dafür gibt’s immer Geld, Kredit, die ‚Investoren‘ lieben das.
Klar, Str.-Zi. nennt US-Plan für Ukraine „irren Diktatfrieden“.
Die Rüstungslobbyistin lehnt den Friedensplan naturgemäß entschieden ab. Lt. Brüsselisen muss Russland die Ukraine verlassen. Erst dann kann es Frieden geben. Genau, deswegen wollen sie, dass bis zum letzten Ukrainer gekämpft wird. 2022 wäre es noch so gewesen, dass man den Gebieten bloß Autonomie gewähren und die Minderheitenrechte beachten hätte müssen. Das wurde ja von den Briten untersagt. Wenn sie wollen, holt Russland eben auch noch Odessa.
Trump macht endlich ernst. Er hat Schneelenski ein Ultimatum gestellt. Er muss bis DO unterschreiben oder die Geheimdienstinformationen und Waffenlieferungen werden augenblicklich gestoppt.
S. auch „Russische Welt TV“ auf Jutuhb, s. auch Vermietertagebuch.
Es ist jedoch ein Treffen Trump/Koksnase in der Schweiz geplant. Ich hoffe, Elendskistein kann Trump nicht wieder umpolen. Und Trump soll aufpassen, denn die Schweiz ist das WEF-Zentrum. Eine kugelsichere Weste wäre empfehlenswert und zudem würde ich dort an seiner Stelle nix essen…
Auch empfehlenswert zum Thema – Der Wegscheider – auf YT:
Wir sind bereit für den Fight tonight | Der Wegscheider
Ein Frieden hätte zweifellos einen Regimewechsel in großen Teilen des europäischen Westens zur Folge! Ein Regimewechsel ginge mit einer überfälligen Strafverfolgung einher, etwa nach Vorbild USA. Die profitierende politische Rechte würde es sich nicht nehmen lassen, mit dem Argument der Gefährdung weite Teile des politischen und administrativen Managements zu säubern und mit eigenen Leuten zu besetzen.
Die Frage ist dann, ob die Opposition es besser machen könnte. Wenn Russland wieder Energie liefert, zweifellos, wäre eine Chance da. Russland hat noch immer ungesättigte Märkte.
Wenn die Ukraine je souverän gewesen wäre, dann wären die Ursachen des Krieges (die begannen schon lange vor 2014) gar nicht erst entstanden und wenn das vereinigte Europa je souverän gewesen wäre, dann hätte die EU sich nicht in diesen Krieg hineindrängen lassen.
So aber fuhrwerken die immergleichen Brecht`schen Gestalten (Die im Dunkeln sieht man nicht), diese Vernichtungsprofiteure mit Hilfe ihrer politischen & medialen Gelegenheitsprostituierten.
Hier der Vietcong-Offizier aus meiner Erinnerung in irgendeiner Vietnamkriegsdoku:
Es ist die Angst aller, deren Definitionsmacht schwindet.
Ihr Glaubwürdigkeitsverfall schreitet unaufhaltsam voran, weil sie nichts für den Frieden getan haben.
Sich nicht auf neue Verhältnisse eingestellt haben und völlig ferngesteuert wirken.
Pepe Escobar nennt Europas Politiker nur mehr dement.
Was die leidtragende Bevölkerung sich nicht leisten kann. Sie muss es jja ausbaden. Und wird deswegen den Krieg immer weniger mittragen.
Zur Ablenkung hat es jetzt Österreich immerhin fussballerisch zur WM geschafft, mit einem Trainer aus Deutschland, der nicht nur mutig nach vorne spielen lässt, sondern zudem bekennender Pazifist ist.
Statt nur am Erfolg mitzunaschen sollten sich unsere Volksvertreter ihn
als Vorbild nehmen.
Unser Land muss sich nämlich für die Welt der Diplomatie auf Augenhöhe durch Taten wieder neu qualifizieren. Ohne Friedensinitiativen müssten Politiker eines neutralen Landes eigentlich sofort abtreten.
Rangnick wäre ohne Qualifikation von selber gegangen.
Eine wunderbarer Titel..😂….der zugleich die Realität widerspiegelt. Kann mir allerdings keinen NATO-BEITRITT der Ukraine vorstellen. DAS wird Rußland nicht akzeptieren !
Über die Ukraine könnte der europäische „Kindergarten“ ewig ´zündelnˋ, und über GELD zur NATO-Stabilität verfügt dieser ewig bettelnde, korrupte, arme Staat in keinster Weise….
Selenskyj muß weg. Hier beginnt der wahre Frieden…ebenso Macron, Laienuschi, Pakistani-Starmer, und die Merz-Pflaume.
Erst dann wird echter Frieden möglich. 👍🏼😎