Handelsabkommen: Kommission und Ukraine gegen EU-Mitglieder

3. November 2025von 1,7 Minuten Lesezeit

Seit Donnerstag ist ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und der Ukraine in Kraft. Drei Mitgliedstaaten wehren sich dagegen, die EU-Kommission stellt sich jedoch an die Seite der Ukraine.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeobachtet, ist am Donnerstag ein EU-Freihandelsabkommen mit der Ukraine in Kraft getreten. Das Abkommen ist ein Schritt zur EU-Mitgliedschaft der Ukraine, die Kommission sieht diese Mitgliedschaft als unbedingt notwendig und alternativlos an. Dabei macht schon das Handelsabkommen größere Probleme – Ungarn, Polen und die Slowakei wehren sich.

Offiziell soll das neue Abkommen, “langfristige wirtschaftliche Sicherheit und stabile Handelsbeziehungen für beide Parteien fördern”. Dass sich ein Vertragspartner dabei im offenen Krieg befindet und dessen Staatspleite nur durch EU-Gelder abgewendet wird, scheint dabei unerheblich. Zudem bedeutet das Abkommen für EU-Mitgliedsländer das Gegenteil von „wirtschaftlicher Sicherheit“.

Aus diesem Grund haben Ungarn, Polen und die Slowakei schon längere Zeit Importverbote für ukrainische Lebensmittel verhängt. Sie wollen weiter daran auch jetzt festhalten. Seit Donnerstag bricht man damit aber EU-Recht und die Situation mit Brüssel eskaliert. Auch Kiew droht mit „Gegensanktionen“.

Die EU-Kommission stellt sich an die Seite der Ukraine und droht den Mitgliedsländern. Das ist beachtlich. Denn die Behörde sollte eigentlich im Namen der Mitgliedsländer handeln, stattdessen schlägt sie sich auf die Seite der Ukraine und gegen die eigenen Mitglieder. Man spricht davon „Gespräche aufzunehmen“, “um sie zur Aufhebung dieser Verbote zu bewegen”.  Danach müssten dann aber „weitere Maßnahmen“ ergriffen werden. Damit sind finanzielle Strafen gemeint. Bei dem sogenannten DCFTA-Abkommen würde laut Kommission „die Sensibilität bestimmter Agrarsektoren der EU in vollem Umfang berücksichtigt“, behauptet man in Brüssel.

Bild © European Union, 2025, Press conference of Volodymyr Zelensky and Ursula von der Leyen at the EC – 2025 (1)CC BY 4.0

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8 Kommentare

  1. Michael Rosemeyer 8. November 2025 um 13:19 Uhr - Antworten

    The Ukraine – Russian War Was Provoked!
    Explaned by Jeffrey Sachs, David Sacks, John Mearsheimer, Douglas Macgregor, Scott Ritter
    If you still believe that Russia started this conflict in 2022, then you are either corrupt, ignorant, or brainwashed.
    over 2 hours
    2025_03_10
    https://x.com/ivan_8848/status/1899194698448638397

    The Spy War: How the C.I.A. Secretly Helps Ukraine Fight Putin – The New York Times
    2024_02_25
    https://www.nytimes.com/2024/02/25/world/europe/cia-ukraine-intelligence-russia-war.html

    New York Times report demolishes the narrative of the “unprovoked war” in Ukraine
    2024_02_26
    https://www.wsws.org/en/articles/2024/02/26/nrdz-f26.html

    US-Journalist Tucker Carlson über Deutschland: «Wenn Ihr sogenannter Alliierter Ihr Land für Generationen zerstört – was die Biden-Regierung mit der Zerstörung der Nord-Stream-Pipeline getan hat – und Sie sich nicht einmal trauen, dies anzusprechen, ist es vergleichsweise so, als stünde ein Typ kurz davor, Ihre Frau zu vergewaltigen»
    2024_04_01
    https://weltwoche.ch/daily/us-journalist-tucker-carlson-ueber-deutschland-wenn-ihr-sogenannter-alliierter-ihr-land-fuer-generationen-zerstoert-was-die-biden-administration-mit-der-zerstoerung-der-nord-stream-pi/

  2. cwsuisse 4. November 2025 um 8:10 Uhr - Antworten

    Der größte Feind von Frieden und Wohlstand in Europa ist die EU-Kommission.

  3. Jurgen 3. November 2025 um 15:20 Uhr - Antworten

    Die Kündigung der EU Verträge scheint wohl nicht ohne Rückzahlungsforderungen möglich zu sein?

    • weirdo 3. November 2025 um 16:31 Uhr - Antworten

      Was soll der ganze Blödsinn eigentlich? Nichts für Ungut, meine ich nicht persönlich, sondern allgemein….wen interessieren Rückzahlungsforderungen? Im Falle von Österreich sind wir Nettozahler, oder habe ich da was verwechselt? Und Ungarn… einfach austreten. Ungarn, Österreich, Polen, Slovakei, Tschechien… was wollen sie tun? Uns alle bombardieren? Das Geld mit Flintenuschi eintreiben? Diese völlig abgehobenen Kokser in Brüssel kochen seit Jahren nur noch ihr eigenes Süppchen. Eigene Verordnungen für ihre friends&family und die völlig überforderten, mit Auslandszulagen gemästeten Brüsselbeamten nicken alles durch. Uns Bürger hat niemand gefragt. Wir werden von Jahr zu Jahr mit mehr Schwachsinn zugemüllt, kontrolliert und enteignet. Genug ist genug. Machen wir es doch endlich.

      • rudifluegl 3. November 2025 um 21:47 Uhr

        Österich, Österdu Österliebling (schm) leckt die EU.
        Austria, Raustria, Traustia.
        Österarm, Österschmarrn, Erbarmtia !
        Land der Zwerge, Land der Gnome……..

      • rudifluegl 3. November 2025 um 21:59 Uhr

        Das Besonderslied habe ich doch glatt nach dem detoNationalfeiertag vergessen nachdem zum Leidwesen so vieler, wenig detoniert
        I am from Austria…. muß natürlich richtig heißen_ Ich bin von Österreich.. und immer noch drinnen, bis sie mich raussprengen.

  4. Glass Steagall Act 3. November 2025 um 12:59 Uhr - Antworten

    Die Länder der EU bzw. deren Bürger sollten mal schnell darüber nachdenken, aus der EU auszutreten, solange sie noch können! Wer halbwegs die Augen auf hat muss erkennen, dass hier in Europa eine Diktatur aufgebaut wird!

  5. Patient Null 3. November 2025 um 12:50 Uhr - Antworten

    Sollte vdL mal abdanken ist ihr ein Posten in der Ukraine sicher. In der EU eher nicht.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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