
Zunehmende Schäden durch Mobilfunk und andere hochfrequente Strahlung
Die menschliche Physiologie hat eine ganze Reihe von elektrischen Komponenten, die anfällig auf externe Einflüsse durch elektromagnetische Felder und hochfrequente Strahlung sind.
Vorab einige Hinweise, wie man sich die Strahlungsbelastung reduzieren kann. In der Nacht sollten alle Smartphones im Wohnbereich auf Flugmodus gestellt werden. Auch das Wlan sollte über Nacht abgeschaltet sein. Bluetooth sollte nur bei aktueller Nutzung eingeschaltet sein. Ist das Smartphone mit einem Wlan verbunden, sollte die Telefoniefunktion via Wlan aktiviert sein. Die Strahlungsleistung im lokalen Bereich ist jedenfalls geringer als bei Verbindung mit einer entfernten Funkzelle.
Die zunehmende Verbreitung drahtloser Kommunikationstechnologien hat die Besorgnis über die biologischen Auswirkungen nicht-natürlicher elektromagnetischer Felder (nnEMFs) verstärkt.
Zu den kritischsten Strukturen, die potenziell von diesen Feldern beeinflusst werden, gehören spannungsgesteuerte Ionenkanäle (VGICs), die für die ordnungsgemäße Funktion erregbarer Zellen wie Neuronen, Kardiomyozyten und Muskelfasern von grundlegender Bedeutung sind. Eine wachsende Zahl von Veröffentlichungen stützt nun die mechanistische Plausibilität, dass nnEMFs – insbesondere gepulste Mikrowellenstrahlung – die Funktion von VGICs über ihre spannungsempfindliche Komponente, die S4-Helix, direkt beeinträchtigen können.
- Mayer, Peter F.(Autor)
Spannungsgesteuerte Ionenkanäle sind Transmembran-Proteinkomplexe, die den Fluss bestimmter Ionen – wie Na⁺, K⁺, Ca²⁺ und Cl⁻ – über die Plasmamembran als Reaktion auf Veränderungen des Membranpotentials regulieren. Diese Kanäle bestehen aus mehreren alpha-helikalen Transmembransegmenten. Unter diesen dient die S4-Helix als Hauptspannungssensor.
Die S4-Helix enthält an jeder dritten Position positiv geladene Aminosäuren (in der Regel Arginin oder Lysin), wodurch sie auf Veränderungen im lokalen elektrischen Feld über die Lipid-Doppelschicht reagieren kann. Wenn sich die Transmembranspannung ändert, verschiebt sich die elektrostatische Umgebung um die S4-Helix, wodurch diese eine Konformationsbewegung durchläuft. Diese Bewegung öffnet oder schließt die ionengeleitenden Poren des Kanals. Dieser fein abgestimmte elektromechanische Prozess ist entscheidend für die schnelle Signalübertragung im Millisekundenbereich in Nerven-, Herz- und Muskelgewebe.
Die zentrale Sorge ist, dass exogene elektromagnetische Felder – insbesondere im Radiofrequenz- (RF) und Mikrowellenbereich – diesen präzisen bioelektrischen Mechanismus stören können. Diese Felder werden typischerweise von Mobiltelefonen, WLAN-Routern und anderen drahtlosen Infrastrukturen ausgesendet.
Durch HF-Strahlung induzierter oxidativer Stress skaliert mit der Dichte der Mitochondrien und spannungsgesteuerten Ionenkanäle
Zunehmende Belege aus der Molekularbiologie, Biophysik und Epidemiologie deuten auf eine kritische Anfälligkeit differenzierter menschlicher Gewebe hin, die Hochfrequenzstrahlung (RFR) ausgesetzt sind: Die gleichzeitige hohe Dichte von Mitochondrien und spannungsgesteuerten Ionenkanälen (VGICs), insbesondere solchen mit S4-Helices, schafft eine biologische Landschaft, die anfällig für oxidative Schäden ist, wenn sie durch gepulste EMFs gestört wird. Dieser Artikel untersucht diesen Skalierungseffekt – wie differenzierte Zellen mit größerem oxidativem Stress auf RFR reagieren – durch die Integration von Erkenntnissen aus Durdík et al. (2019).
Die Studie von Durdík et al. mit dem Titel „Microwaves from mobile phone induce reactive oxygen species but not DNA damage, preleukemic fusion genes and apoptosis in hematopoietic stem/progenitor cells“ (Mikrowellen von Mobiltelefonen induzieren reaktive Sauerstoffspezies, jedoch keine DNA-Schäden, präleukämische Fusionsgene und Apoptose in hämatopoetischen Stamm-/Vorläuferzellen.) bestätigte Nabelschnurblutzellen, dass die ROS-Reaktion die Differenzierung verfolgt.
In ihrer 2019 in Scientific Reports veröffentlichten Arbeit führten die Forscher eine der bislang kritischsten Untersuchungen darüber durch, wie RFR Zellen entlang eines bekannten Differenzierungsgradienten beeinflusst. Sie sortierten Nabelschnurblutzellen in verschiedene Subpopulationen entlang der Stammzelle → Vorläuferzelle → reife Zelllinie und setzten sie einer 2,14-GHz-RFR mit einer spezifischen Absorptionsrate (SAR) von etwa 0,2 W/kg aus.
Wichtigste Ergebnisse:
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Die Konzentration reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) stieg in allen Zellsubtypen nach einer Stunde Exposition signifikant an.
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Der Effekt war vorübergehend – drei Stunden nach der Exposition war er nicht mehr beobachtbar.
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Am wichtigsten:
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„Die ROS-Konzentration steigt mit zunehmendem Grad der Zelldifferenzierung.“
Interpretation: Je differenzierter die Zellen sind, desto stärker sind ihre oxidativen Reaktionen. Dies ist aus mechanistischer Sicht sinnvoll – reife Zellen enthalten in der Regel mehr Mitochondrien und exprimieren mehr VGICs mit spannungsempfindlichen S4-Helices, die beide Ziele einer durch EMF induzierten Dysregulation sind.
Die wichtigsten Erkenntnisse und Studien zum 5G-Mobilfunk sind in diesem TKP-Buch zusammengefasst:
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Bei Smartphones der neuen Generation reicht Flugmodus oft nicht mehr. Man muss Bluetooth u. WLAN extra ausschalten, sonst strahlen diese Module auch im Flugmodus weiter.
Den Vogel schießt wie immer Apple mit dem neuen iPhone ab: Selbst wenn man Flugmodus aktiviert und alle Dienste deaktiviert hat, strahlt das Gerät immer noch im NFC Modus (Nahbereichs-/Bezahlfunktion) weiter. Apple ist der Meinung, dass es nicht erforderlich ist, dass der NF-Funk (so wie bei Android) deaktivierbar sind.
Hilft also nur: Nächtens abschalten oder in eine Metall-Keksdose oder Abschirmtasche stecken.
Die Ausführungen beanspruchen bezüglich diagnostischer Rätselhaftigkeit angeblicher Häufungen bzw. vermeintlich auf ‚Covid-19‘ zurückgehender schwerwiegender gesundheitlicher Ereignisse Aufmerksamkeit. Wie zur Ergänzung erschien gestern ein Artikel zu Auswirkungen der Lichtverschmutzung: transition-news.org/gefahrlich-hell-warum-kunstliches-licht-in-der-nacht-unser-herz-krank-macht .
Die eingangs des Artikels zusammengefassten Schutzvorkehrungen sind bei weitem unzureichend und vermitteln (sicherlich ungewollt) ein unzutreffendes Bild von sowohl den Besonderheiten der Schädigungen, als auch den erforderlichen bzw. möglichen Vorgehensweisen.
Bereits die Annahme, durch z. B. nächtliches Ausschalten eines WLAN den Körper schützen oder ihm Gelegenheit zur Heilung einräumen zu können, geht in die Irre, da die vitalen regulativen Prozesse bei nächtlichem Abfall der Kontamination den revitalisierenden Vorgängen bei gelingender Nachtruhe geradezu entgegengesetzt sind. (Kommentar aus den Schulen: Ein Verkabeln der Geräte zum Schutz der Gesundheit wäre „zu teuer“.)
Alleinige Aufmerksamkeit für die vielgestaltigen elektromagnetischen Emissionen vermittelt eine verzerrte Wahrnehmung für die körperliche Beeinträchtigung im Alltag: Bereits die gewohnheitsmäßig ungeschützte Exposition gegenüber verbreitet aggressivem Blauspektrum (Bildschirme, Beleuchtung sowohl im, wie außerhalb des Hauses) bewirkt überaus erhebliche Beeinträchtigung der Rekreationsfähigkeit und eines gesunden Rhythmusses, die von Intoxikation durch EMF in der persönlichen Detektion nicht unterschieden wird.
Die für gesellschaftliche Entscheidungsprozesse fatalen Auswirkungen durch verbreiteten Verlust der Fähigkeit zum Entwickeln von Empathie und zu situationsgerechtem Verhalten gehen auf ein Bündel mehrerer Faktore zurück (um bspw. nur an die auf unablässige Exposition gegenüber diversen Emittenten von Infraschall zurückgehenden vegetativen und Stoffwechsel-Schäden zu erinnern).
Für (und demnächst ) addieren sich zu diesem grob entworfenen Bild die (zumeist individuell) ggf. katastrophalen Effekte willkürlicher Bündelung getakteter Emission mit komplexer psychischer wie somatischer Toxik.
Der signifikanten Beeinträchtigung der Immunabwehr – aller Altersgruppen(!) – sollte, in Verbindung mit verminderter Resorptionsfähigkeit für die essenzielle Mikroernährung, bitte besondere Beachtung gewidmet werden. Für geeignetes Supplementieren ist organischen gegenüber synthetischen Quellen der Vorzug zu geben. Eine kardinale Funktion beim Aufrechterhalten der mindesten gesunden Prozesse kommt möglichst teilchenarmem, vorzugsweise pH-neutralen Wasser dabei zu, die Zellen zur Entgiftung, wie ebenso zur Aufnahme von Vitalstoffen, überhaupt zu befähigen, damit sie nicht im abgeschlossenen Notprogramm stagnieren, wodurch (verbreitete!) weitere pathologische Komplikationen unausweichlich werden.
Man braucht sich nur mal in ein mit telefonierenden Menschen gut gefülltes öffentliches Verkehrsmittel zu setzen oder zu stellen. Diese zwangsweise Mitfahrt mittenmang dieser Telefonier-Zombies ist schon anstrengend allein.
Seit Monaten drehe ich das WLAN vor dem Schlafen gehen ab. Eines morgens wachte ich unausgeschlafen auf und hatte Ringe unter den Augen. Als ich zum WLAN kam sah ich, dass ich es vergessen hatte auszuschalten.
Dein Kommentar ist sehr interessant und ich danke dir dafür!
Meine Frage lautet: Warum drehst du das WLAN überhaupt an?? Es wird tagsüber auch nicht sehr gesund sein…