Vasektomie: Sicher oder Gesundheitsrisiko?

20. Oktober 2025von 4,4 Minuten Lesezeit

Die Vasektomie wurde zu einem milliardenschweren Geschäft für die chirurgische Medizin und wird als „sicher und wirksam“ verkauft. Aber es gibt Forschungsergebnisse die daraufhin deuten, dass dadurch die Gesundheit von Männern langfristig völlig zerstört werden kann.

Die Vasektomie wurde in den letzten Jahren zu einer immer populäreren Methode, die als einfach, komplikationslos und ungefährlich an den Mann gebracht wird. Der chirurgische Eingriff führt zur dauerhaften Sterilisation des Mannes. Die medizinische Industrie verdient damit jedes Jahr Milliarden – mögliche Gefahren werden ignoriert. Denn diese liegen vor allem bei langfristigen Nebenwirkungen.

Die Ärztin Dr. Nicole Riveria ging kürzlich auf TikTok und auf X viral, weil sie eine provokante Frage stellte, die nicht gern gehört wird: „Wussten Sie, dass eine Vasektomie mit Prostatakrebs und neurodegenerativen Erkrankungen in Verbindung steht?“

Die Alternativmedizinerin und Journalistin Valerie Ann Smith nutzte den Kommentar von Riveria, um den Eingriff zu diskutieren. Dieser würde, so ihre Behauptung, die Gesundheit von Männern massiv gefährden. Ihre behaupteten Zahlen sind heftig: 70 % der Männer entwickeln Autoimmunerkrankungen, 40 % mehr Demenz und Aphasie, 20 % aggressiven Prostatakrebs und 33 % chronische Schmerzen.

Smith schreibt zu den Hintergründen:

Nach einer Vasektomie wird der natürliche Samenleiter verschlossen. Die Hoden produzieren weiterhin 50.000 Spermien pro Minute. Die Spermien erzeugen Druck im Nebenhoden, der schließlich platzt. Untersuchungen zeigen, dass bis zu 33 % der Patienten nach einer Vasektomie unter langfristigen Schmerzen leiden. Was passiert mit all diesen Spermien? Hier setzt die Immunreaktion ein. Die Spermien werden weiterhin produziert und strömen aus, können aber nun nirgendwo anders hin als in den Blutkreislauf, wo sie nie hingehörten.

Bestimmte Organe – darunter Hoden und Gehirn – befinden sich in einer Art geschlossener Gemeinschaft im Körper. Winzige Röhren in den Hoden (in denen Spermien produziert werden) sind durch eine physische Barriere aus Sertoli-Zellen geschützt. Die engen Verbindungen zwischen diesen Zellen verhindern, dass durch Blut übertragbare Infektionen und giftige Moleküle in das Sperma gelangen. Nach einer Vasektomie ist die Schutzbarriere jedoch zerstört und das Sperma gelangt in den Blutkreislauf. Das Immunsystem erkennt die Spermien als Fremdkörper und produziert bei 70 % der Männer Antikörper gegen Spermien.

Spermien sind von Natur aus aktiv und verfügen über sehr starke Enzyme. Deshalb verfügt der männliche Körper über eine starke Gewebeschicht, die sogenannte Blut-Hoden-Schranke. Eine Vasektomie zerstört diese Barriere. Das Immunsystem des Mannes betrachtet die Spermien als eine Infektion, die behandelt werden muss, was zu einer anhaltenden Immunreaktion führt. Der Körper produziert innerhalb von 3-4 Tagen Antikörper gegen Spermien, um die eigenen Zellen anzugreifen.

Smith will dies mit vier Studien belegen. Eine dänische Kohortenstudie aus dem Jahr 2020 mit 38 Jahren Follow-up ergab ein leicht erhöhtes Risiko für Prostatakrebs bei vasektomierten Männern. In der Studie heißt es:

„Insgesamt hatten Männer mit Vasektomie ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs im Vergleich zu Männern ohne Vasektomie (relatives Risiko = 1,15, 95 %-Konfidenzintervall = 1,10 bis 1,20). Das erhöhte Risiko für Prostatakrebs nach einer Vasektomie blieb mindestens 30 Jahre nach dem Eingriff bestehen und wurde unabhängig vom Alter bei der Vasektomie und dem Krebsstadium bei der Diagnose beobachtet. Eine Anpassung hinsichtlich der Anzahl der Arztbesuche und sozioökonomischer Faktoren konnte diesen Zusammenhang nicht erklären.“

Andere Studien erkennen allerdings nur eine schwache klinisch signifikante Assoziation. Wie eine Meta-Studie aus dem Jahr 2017. Eine Harvard-Studie aus demselben Jahr fand keinen Zusammenhang. Eine Studie aus dem Jahr 2022 wollte sogar erkennen, dass eine Vasektomie einem niedrigeren Prostatakrebs-Risiko assoziiert sei.

Ältere, vermutlich von vielen Urologen noch nie gesehene Studien, lassen aber aufschrecken – jenseits von Prostatakrebs. Aus dem Jahr 1981 hält eine Untersuchung fest: „Bei mehr als 50 % der Männer führt eine Vasektomie zu einer Autoimmunerkrankung.Hier ist die Studie zu finden.

Logischerweise wurde der Post von Smith massiv kontrovers diskutiert. Viele Kritiker werfen ihr „cherry picking“ vor – sie würde nur Daten und Studien verwenden, die zur „Angstmache“ dienen. Die Vasektomie sei völlig sicher, so wie es die orthodoxe Medizin eben sagt.

Dagegen hält ein Brian Cate, ein amerikanischer Kolumnist, seine Fundamentalkritik,  für den außer Zweifel steht, dass eine Vasektomie ein Gesundheitsrisiko ist:

„Ab den 1980er Jahren begann ich, die moderne Bewegung zur Geburtenkontrolle und Bevölkerungskontrolle zu erforschen, aus der die modernen Abtreibungs- und Euthanasiebewegungen hervorgegangen sind. Dazu gehörte auch, die verschiedenen Propagandatechniken kennenzulernen, mit denen Menschen davon überzeugt werden sollen, ihre eigenen Kinder im Mutterleib zu töten, die Familiengröße zu begrenzen und sich freiwillig sterilisieren zu lassen.

Wir hatten die ganze Zeit über einen buchstäblichen „Tod-der-Menschheit“-Kult in unserer Mitte, aber sie waren äußerst geschickt darin, sich als „die größten Humanisten der Welt“ zu tarnen.

Sie wissen seit Jahrzehnten, welche Auswirkungen Eingriffe in das Fortpflanzungssystem des menschlichen Körpers durch Sterilisationsmethoden wie Vasektomie oder Antibabypillen haben.“

Bild „Eier“ by Tim Reckmann | a59.de is licensed under CC BY 2.0.

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12 Kommentare

  1. Gabriele 21. Oktober 2025 um 19:23 Uhr - Antworten

    Man müsste einmal psychologisch genauer untersuchen, wieso die meisten Menschen eine derartige Freude am ab- und wegschneiden haben… scheint irgendwie evolutionär bedingt zu sein. Und weil es halt so einfach ist. Ausräumen, bis nix mehr drin ist (Mandeln, Blinddarm, Gebärmutter, Brustdrüsen… und wo es geht praktischerweise abbinden und abschneiden. Oder chemisch-technisch abtöten. Und trotzdem glauben die Schildbürger, alles läuft trotzdem noch wie geschmiert weiter. Sehr intelligent unsere „moderne Medizin“. Und für den Rest gibt es gentechnische Spritzen, damit auch ganz sicher nichts mehr heil bleibt. Wie süß… so geht „Gesundheit neu“.

  2. Jurgen 21. Oktober 2025 um 18:01 Uhr - Antworten

    Ist vielleicht doch besser, man lässt es alles so, wie es von Gott geschaffen wurde?

  3. Jan 20. Oktober 2025 um 22:29 Uhr - Antworten

    „‚Tod-der-Menschheit‘-Kult“

    Diese Strömung meine ich ebenfalls wahrzunehmen. Veränderungen im Menschenbild sind absolut nachweisbar.

    Die Weltbevölkerung ist nicht zu groß. Die spürbare Ressourcenverknappung ist eine Folge des gestiegenen Lebensstandards von 4.8 Mrd Asiaten.

    Diese haben ihre traditionelle ressourcenschonende Lebensweise verlassen und sich den verschwenderischen American Way of Life angeeignet. Letzterer war für die dünne Besiedelung unendlicher Weiten konzipiert, nicht für eng verdichteten Raum. Die asiatische Tradition hätte vorbildlich sein müssen. Sie wäre absolut kompatibel mit den abrahamitischen Lehren.

    Das Problem ist aber nicht eine Handvoll Gnostiker, sondern dass die breite Masse sich dem Todeskult anschließt. Wohlgemerkt, es handelt sich nicht um Selbstmord, sondern um Zerstörung des Menschen als Krone der Schöpfung. Er wurde von Selbstvergöttlichten durch ein Virus als Krone ersetzt. Der Selbstvergöttlichte fordert den Allmächtigen heraus und demonstriert dessen Inexistenz. Als ob dies wichtig wäre. Der Selbstvergöttlichte gibt Leben und nimmt Leben. Haber-Bosch-Verfahren und Exodus. Dieser Dualismus kennzeichnet die vergangenen 100 Jahre. Nach den Kategorien der Psychologie krankheitswertig, aber was hilft uns das?

    Wenn ich die Diskussion zur Spritze richtig verfolge, wird es sehr, sehr schwierig werden. Wir werden das zerschossene Genom viele, viele Generationen ertragen müssen.

  4. local.man 20. Oktober 2025 um 18:50 Uhr - Antworten

    Eine Sache ist aber klar. Im Körper gibt es keine überflüssigen Teile.
    Selbst der so als unwichtig betrachtete Wurmfortsatz, also der Blinddarm, hat Aufgaben. Er sondern ein Sekret ab, dass die Bakterien stark daran hindern vom Dickdarm in den Dünndarm überzusiedeln und er hilft gleichzeitig dabei, den Speisebrei hinauf zum aufsteigenden Dickdarm zu befördern.
    Fehlt er, ist also wieder etwas in Disbalance.
    Gleiche Story bei Drüsen wie dem Thymus, der Teil der Immunabwehr ist und zwar im späteren Erwachsenen Stadium als eher verzichtbar angesehen wird, dennoch nunmal eine Aufgabe hat und wenn diese Funktion fehlt, der ganze Körper wiederum geschwächt wird.

    Jeder Schnitt am Körper ist immer einer zuviel. Sich in seinen Körperfunktionen rumpfuschen zu lassen, hat immer einen Schaden als Folge, auch wenn man den kaum merkt, oder erst später Probleme auftauchen, die man dann gar nicht mehr mit diesen Dingen in Verbindung bringt.

    Es ist ja bei dieser ganzen Impfstory dasselbe.. Diese ganzen giftigen Substanzen in diesen Spritzen, lösen teils erst Jahrzehnte später Allergien aus, Unverträglichkeiten, oder Gehirnschäden, auch weil die Vergiftung über Nahrung die mit weiteren Aluminium durchzogen ist von Deckeln der Packungen usw. immer weiter zunimmt. Irgendwann ist das System soweit geschwächt, dass es nur noch Siechtum und Tod als Folge gibt.

    Halte den Körper sauber, vor allem von Chemie, e-Nummern im Essen, oder gar fern von diesen gen-Therapien inkl. Nanoschrott zur späteren Verfolgung per Satelliten, die zu tausenden ausgebracht werden und das ohne uns zu fragen mal wieder.. Ich will dieses System weg haben, dass uns alle ständig immer tiefer in die Sch… drückt.

  5. Sabine Schoenfelder 20. Oktober 2025 um 18:43 Uhr - Antworten

    Leute, das ist doch kein Problem ! 🤓 Hängen wir noch ˋne Orchiektomie dran ! Wenn der Chirurg schon mal das Skalpell in seinen ´Scherenhändenˋ hält.
    Keine Orchis, keine Spermis…..keine Problemis.
    Ist doch nur ein „kleiner“ Schnitt….zack – zack 😁👍🏼
    Bestimmt gibt es bald noch eine schützende Impfung hinterher….und danach kaufen wir uns einen HUND …..oder zwei…..😂

  6. triple-delta 20. Oktober 2025 um 18:05 Uhr - Antworten

    Viel interessanter wäre die Frage, welche langfristigen Folgen die Entfernung der Gallenblase hat. Dieser Eingriff wird ja viel häufiger vorgenommen, als eine Vasektomie. Danach läuft die Gallenflüssigkeit kontinuierlich in den Dünndarm.

  7. Jo 20. Oktober 2025 um 17:46 Uhr - Antworten

    Dieser Artikel ist sehr einseitig und abstrus. 1. Absolut sicher ist, dass Frauen, die jahrzehntelang die Antibabypille einnehmen, ein hohes Krebsrisiko haben 2. Katholische Priester, die ihr Zölibat ernst nehmen, müssten alle an Prostatakrebs oder Autoimmunkrankheiten leiden 3. Im Tierreich kommen viele männlichen Tiere nicht zu dem Privileg, einem Harem von vielen Tieren vorzustehen. Hat man bei diesen Tieren Autoimmunkrankheiten oder Prostatatumore beobachtet? In den USA halten viele die Evolutionstheorie für Teufelszeug, unter den Christen sind viele beschnitten etc.

    • triple-delta 20. Oktober 2025 um 18:04 Uhr - Antworten

      Lassen denn katholische Priester alle eine Vasektomie durchführen?
      Was hat eine Beschneidung mit einer Vasektomie zu tun?
      Bitte lesen, verstehen und dann kommentieren.

      • Karsten Mitka 21. Oktober 2025 um 17:06 Uhr

        Er meint sicher, daß sich katholische Priester nie ihres Saftes entledigen. Nur ist es so, daß der Samenleiter auch mit der Blase verbunden ist, überschüssige Spermien und Flüssigkeiten werden also in die Blase geleitet und ausgeschieden. Bei durchtrenntem Samenleiter ist das nicht mehr möglich und es tritt das Szenario ein, wie im Artikel beschrieben.

    • Sabine Schoenfelder 20. Oktober 2025 um 18:58 Uhr - Antworten

      Falls Sie einmal vorhaben sollten sich fortzupflanzen, informieren Sie triple-delta oder mich. Wir erklären Ihnen gerne mal die Details….
      Eins darf ich Ihnen bereits jetzt verraten : Der Mann braucht Spermien und eine Zirkumzision beeinträchtigt seine Fruchtbarkeit nicht. Schlechter schautˋs bei der Penektomie aus….😁….die sich allerdings im Gender-Zeitalter immer größerer Beliebtheit erfreut. 👍🏼🤭

    • Jan 20. Oktober 2025 um 21:32 Uhr - Antworten

      Meine mich zu erinnern, dass eine Korrelation zwischen sexueller Abstinenz und Prostataerkrankungen darstellbar ist.

    • rudifluegl 21. Oktober 2025 um 3:09 Uhr - Antworten

      Abgesehen davon dass es einen Samenausstoss auch automatisch ohne irgendetwas dazu zu tun, gibt, auch im Schlaf, gehören wir genau betrachtet auch zum Tierreich und unsere Kater oder Rüden trieben es auch mal als Hund mit der/dem Katze/Kater oder umgekehrt. Oder benutzten zum Reiben auch Stoffmöbel oder wenn auch durch Abwehr kurzzeitig, ein Hosenbein.
      Den Rest haben Ihnen eh schon Mitkommentatoren beigebracht.
      Bezüglich Evolution und beschnittenen Christen rätsle ich noch.
      Wundern Sie sich nicht über diese Breitseiten. Uns geht der Tro… ab!
      Darum gehen wir auf jeden los den wir für Tro.. halten.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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