
Amazon lässt das Internet zusammenbrechen
Die „Cloud“, wo unfassbare Mengen an Daten gelagert sind, schwirrt nicht im Himmel herum. Im Gegenteil: Es sind riesige Serverfarmen, die von Konzernen wie Amazon und Google verwaltet werden. Ein Problem bei Amazon führte am Montag zu einem massiven Internetausfall.
Am Montag hat das Internet einen massiven Ausfall erlebt. Alexa hörte nicht mehr zu, und Dashboards bei Unternehmen blieben schwarz. Betroffen waren verschiedenste Dienste aus den Bereichen Finanz und Business, Unterhaltung, Kommunikation und AI. Es war ein massiver Ausfall, der nach wie vor andauert. Der Ausfall deckt ein weiteres Mal die massive Zentralisierung des Internets auf und die Macht der Techkonzerne.
Schon lange verdient Alphabet (Google) das große Geld nicht durch die Suchmaschine, denn Amazon macht noch immer mit dem Onlinehandel den größten Umsatz. Aber gleich danach kommt AWS (Amazon Web Services) – Amazons „Cloud-Dienst“ – damit verdient Amazon 53 Prozent seines operativen Gewinns!
Mit einer Wolke hat das wenig zu tun: Es sind riesige Serverfarmen, meist unter der Erde, die zum Rückgrat des Internets geworden sind.
Nicht wenige Megaplattformen haben ihre Server bei Amazon: Snapchat, Strava, Coinbase, Vodafone, Bank of Scotland, Fortnite, Zoom. Pikant: Auch Signal war betroffen. Hat man etwa Server bei Amazon?
Amazon sagt, es habe die „Grundursache“ gefunden und arbeite „an mehreren Wegen, um die Wiederherstellung zu beschleunigen“. Vermutlich laufen ziemlich viele Ingenieure gerade durch Amazons Serverfarmen und hoffen, dass das Licht wieder angeht.
AWS macht aktuell 30 Milliarden Dollar jährlichen Umsatz: Apps, Spiele, und das Geld der Welt hängt in derselben Servermaschine. Wenn dort etwas kaputt geht, geht das Licht aus. Der heutige Ausfall zeigt der Welt also eindeutig: Die Infrastruktur des Internets ist durch Konzerne wie Amazon, Microsoft oder Google – die drei größten „Cloud-Dienste“ – massiv zentralisiert.
Ein amerikanischer Journalist fasst es zusammen und erinnert: „Hier ist die hässliche Wahrheit: Das moderne Internet ist ein Monopoly-Feld. AWS besitzt Gehsteige und Parkplätze – und wenn es ausfällt, sind alle obdachlos.“ Der Ausfall dürfte schnell genug gestoppt worden sein, um größere Schäden zu verursachen.
Das Unternehmen NordVPN hat TKP eine Einschätzung zukommen lassen, die wir gerne teilen. Marijus Briedis, CTO bei NordVPN, kommentiert:
„Ausfälle wie dieser verdeutlichen ein ernstes Problem: Einige der weltweit größten Unternehmen sind oft auf dieselbe digitale Infrastruktur angewiesen, was bedeutet: Wenn ein Dominostein fällt, entsteht eine Kettenreaktion.
Von Streaming-Diensten bis hin zum Online-Banking hängt ein Großteil unseres digitalen Lebens von nur wenigen Cloud-Anbietern ab. Auch wenn Amazon Web Services den technischen Fehler möglicherweise bereits gefunden hat, bietet diese Situation Hackern dennoch eine hervorragende Gelegenheit, nach Schwachstellen zu suchen, während die Abwehrmaßnahmen der betroffenen Unternehmen möglicherweise nicht funktionieren.
Das ist sowohl ein technisches als auch ein Cyber-Sicherheitsproblem. Echte Online-Sicherheit bedeutet nicht nur, Hacker fernzuhalten, sondern auch sicherzustellen, dass man auch bei Systemausfällen verbunden und geschützt bleibt.
Alle betroffenen Unternehmen sollten vertrauenswürdige, verschlüsselte Verbindungen verwenden, wichtige Daten sichern und es vermeiden, sich für ihre globale Reichweite auf einen einzigen Anbieter zu verlassen.
Auch wenn derzeit möglicherweise kein direktes Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher besteht, sollten sie diesen Vorfall in einem Jahr, in dem Cyberangriffe auf Unternehmen stark zugenommen haben, als Warnsignal verstehen und darauf achten, ihre Daten zu schützen.
Passwörter sollten lang und einzigartig sein und sicher in einem verschlüsselten Passwort-Manager gespeichert sein. Außerdem sollte die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert sein.
Während AWS sicher schon daran arbeitet, das Problem zu beheben, sollte man gerade jetzt auf potenzielle Phishing-E-Mails oder -Nachrichten achten, die dazu verleiten wollen, auf bösartige Links zu klicken, oder auffordern, dringend persönliche Daten zu ändern, um ein Konto zu schützen. Das könnten Versuche sein, Geräte mit Malware zu infizieren oder Daten zu stehlen.
Bild „Internetausfall – 15.10.2019“ by GoldstadtTV is licensed under CC BY 2.0.
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War nur das update auf Windows 11 , he he.
… und Ich soll Mich just zum dritten Mal (!!!) innert zwei Wochen auf meinem „ChromeBook“ NEU anmelden – weil Konto angeblich „ver-altet“ (als PUSH-Nachricht u.r.) !?! – ein Guter Bekannter hat Mir den LapTop in „STUNDEN-langer“ ARBEIT komplett letzte Woche erst neu aufgesetzt – weil sich das System „wohl irgendwie aufgehängt“ hatte !!??!! :-///
Besonders interessant finde ich die Tatsache, dass viele deutsche Behörden andauernd über Datenschutzrichtlinien fabulieren und dann jedoch ebenfalls Amazon als Anbieter einbinden. Besonders kritisch sehe ich diese Entwicklungen bei großen Versicherungen, explizit bei den Krankenkassen. Ich tippe darauf, dass aufgrund der absurden Politik in der BRD, demnächst ein ökonomischer Kollaps droht. Danach werden große US-Konzerne die verbliebenen Reste einsammeln und Dank der vorhandenen Datensätze, erhalten dann Millionen von Versicherten Post. Ich behaupte weiterhin, dass es bei allen Entwicklungen um die Zerstörung der sozialen Marktwirtschaft in Europa geht. Der Druck wird für den Einzelnen immer heftiger und viele Menschen werden sich in den kommenden Jahren keine Krankenversicherung mehr leisten können. Das Gros der dann sowieso bereits prekär Beschäftigen, wird davon betroffen sein. In ein bis zwei Generationen wird niemand mehr wissen, was einmal in Europa an sozialer Absicherung möglich war. Auch die Entwicklungen hinsichtlich der weiterhin ungebremsten Masseneinwanderung deuten in diese Richtung. Daran ist nichts „Nazi“, denn das genaue Gegenteil wird der Fall sein. Eine Verschlechterung der globalen Lebensverhältnisse fast aller Menschen, ist für einige wenige ein sehr gutes Geschäft.
Nicht nur Amazon, auch Google, Microsoft, Oracle und Co.. An der Entwicklung einer rein europäischen Wolke scheitert man schon ewig oder will diese auch garnicht, gleiches gilt für ein europäisches Zahlungssystem.
Gut so. Exzellent.
So isses, es mehren sich die Stimmen, dass da was Gröberes im Hintergrund umgestellt wurde. Möchte gar nicht wissen, was. Mich kotzen diese Megafirmen schon so an. Und es ist immer wieder lustig, wenn man dann mit seinem Bargeld im Geschäft steht, in Ruhe einkaufen kann, weil alle anderen mit ihren Karten wieder nach Hause gehen müssen. Und wenn man Pech hat und Norweger ist – die wissen ja bekanntlich nicht mal mehr, wie Bargeld aussieht – dringend etwas zu trinken benötigt, weil man gerade von einer anstrengenden Ausfahrt zurück kommt und dann wieder gehen muss, dann lacht doch das altmodische Bargeldherz. Sorry folks.
Ja, ich glaub auch, dass da was umgestellt wird. Hm, was könnte es sein? Vielleicht auf digitale ID? Bald darf man ohne sie ja nicht mehr ins Internet. Es soll offiziell der AlterskontroIle dienen, aber natûrlich der Totalüberwachung mithilfe der KI. Besonders langjährige Amazonkunden müssen dann nachweisen, dass sie keine Kinder sind :-) Möglicherweise gibt es dadurch auch Umsatzeinbußen. Denn falls alle Stricke reißen, kaufe ich halt wieder im Geschäft ein oder lasse mir dort etwas bestellen. Als nächstes wird man aber vielleicht auch nicht mehr ohne Smartphone im Supermarkt einkaufen dürfen. Dann geb ichs auf. Weil verhungern möcht ich auch nicht.
Ich wünsche mir schon länger einen langen Blackout und dass danach alles hin ist…;-)
Manche Änderungen an der Softwarekonfiguration werden nur mit Neustart wirksam. Wer kann wissen, welchem Zweck dieser „Serverausfall“ wirklich dient? Serverfarmen sind durch Redundanz gegen Geräte- oder Verbindungsausfall gesichert, gegen kurze Stromausfälle durch unabhängige Spannungsversorgung, gegen längere durch Schiffsdiesel in Gebäudenähe. „Serverausfälle“ wie dieser sollten Misstrauen erregen. Wir werden wohl nicht erfahren, was wirklich vor sich geht.
Denke ähnlich. Es gibt keine Zufälle. Nur Ursachen, die uns (noch) nicht bekannt sind…..