Europäische Autohersteller verlieren weiter Marktanteile bei E-Autos

9. Oktober 2025von 2,2 Minuten Lesezeit

Der Europäische Automobilherstellerverband (ACEA) fordert die EU, ihre CO₂-Reduktionsziele für Autos zu senken, wenn die Gesetzgebung später in diesem Jahr überprüft wird. Andere fordern wieder die Reduzierung der Einschränkungen für Verbrenner.

„Grüne“ Beobachter warnen, dass die Änderungen, die bedeuten würden, dass die Hersteller nicht verpflichtet wären, den CO₂-Ausstoß so stark wie in den aktuellen Zielen zu senken, nicht nur der Umwelt, sondern auch der Wettbewerbsfähigkeit Europas schaden würden.

Die ACEA möchte, dass Fahrzeuge, die mit sogenannten klimaneutralen Kraftstoffen wie Biokraftstoffen oder E-Kraftstoffen betrieben werden, als CO₂-neutral gelten, da sie pro Kilometer null Gramm CO₂ ausstoßen. Diese Kraftstoffe stoßen zwar bei der Verbrennung CO₂ aus, aber diese Emissionen werden durch eine gleichwertige Menge an CO₂ ausgeglichen, die während des Produktionsprozesses aus der Atmosphäre entfernt wird.

Was allerdings weder funktioniert, noch irgendetwas ändert, weil das atmosphärische CO2 ohnehin von der Temperatur der Ozeane bestimmt wird. Werden sie wärmer, wird CO2 vom Wasser an die Luft abgegeben, kühlen sie ab nimmt das Wasser mehr CO2 aus der Luft auf. Dabei handelt es sich um Kreisläufe von hunderten Milliarden Tonnen. Die CO2 Abscheidung ist noch dazu sehr teuer.

Dies geschieht vor dem Hintergrund wiederholter Warnungen der europäischen Automobilindustrie, dass der Markt zunehmend „schwierig” werde, was zur Schließung oder Verlagerung von Fabriken ins Ausland führe.

Nur eine Handvoll europäischer Länder stellen Elektrofahrzeuge her, und sie haben viel später damit begonnen als China, das nach wie vor das weltweite Zentrum der EV-Produktion ist und laut der Prognose für 2025 der Internationalen Energieagentur im Jahr 2024 mehr als 70 Prozent der weltweiten Produktion ausmachen wird.

Die EU produzierte im Jahr 2024 rund 1,8 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs), wobei Deutschland bei der Produktion führend war. Die Produktion steigt dank europäischer Maßnahmen zur Förderung der Dekarbonisierung und zur Anziehung von Investitionen, obwohl das Wachstum unterschiedlich ausfällt und einige Hersteller und Länder eine Stagnation verzeichnen.

Laut einem gestern veröffentlichten Bericht von PwC gehören nur drei EU-Länder – die Niederlande, Frankreich und Deutschland – zu den zehn Ländern weltweit, die am besten für Elektrofahrzeuge gerüstet sind. Die Niederlande liegen vor China auf Platz zwei, während Norwegen den ersten Platz einnimmt.


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8 Kommentare

  1. Michael Rosemeyer 13. Oktober 2025 um 12:53 Uhr - Antworten

    Studie mit Hilfe von KI Grok-3 zerlegt Behauptungen vom „menschengemachten Klimawandel
    2025_03_23
    https://tkp.at/2025/03/23/studie-mit-hilfe-von-ki-grok-3-zerlegt-behauptungen-vom-menschengemachten-klimawandel/

    In der Studie wird die anthropogenen CO₂-Emissionen mit 10 Milliarden Tonnen pro Jahr beziffert, die aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe, der Zementproduktion und Landnutzungsänderungen stammen. Das sind etwa 4 % des jährlichen globalen Kohlenstoffkreislaufs von 230 Milliarden Tonnen.

  2. Verschwoerungspraktiker 9. Oktober 2025 um 13:36 Uhr - Antworten

    So eine scheinheilige und verlogene Farce! Die Autohersteller haben doch jede noch so größenwahnsinnige Gängelung jahrzehntelang beklatscht, Hauptsache die Steuermilliarden flossen in ihre Taschen!
    „..den CO₂-Ausstoß so stark wie in den aktuellen Zielen zu senken, nicht nur der Umwelt, sondern auch der Wettbewerbsfähigkeit Europas schaden würden….“

    Blödsinn, das Gegenteil ist der Fall. Die vollelektrischen Überwachungsdrohnen sind ökologische Kuckuckseier, potentieller Sondermüll und nur ansatzweise wettbewerbsfähig, wenn man Subventionen hineinpumpt und die Konkurrenz verbietet.
    Und spätestens seit Euro 5 kommt hinten aus dem Auspuff eine sauberere Luft, als vorne angesaugt wird……

  3. Jurgen 9. Oktober 2025 um 12:13 Uhr - Antworten

    Das E-Auto war keine europäische Innovation, sondern nur ein Me-too Projekt. Wie vor 100 Jahren schon mal wird das wieder nichts, weil Batterien mit Treibstoffen nicht mithalten können. Aber wahrscheinlich denkt man in den EU Entscheidungsgremien sich die Kernfusion schon als gegeben und wirtschaftlich… Das sind Traumtänzer, sonst nichts.

  4. Fritz Madersbacher 9. Oktober 2025 um 11:49 Uhr - Antworten

    @cwsuisse
    9. Oktober 2025 um 9:33 Uhr

    „… die Talfahrt der Automobilindustrie eine Konsequenz der linkssozialistischen Planwirtschaft“

    Sie ist wohl eher eine Konsequenz der Vorgangsweise der Konkurrenz in Übersee – große Konglomerate aus Konzernen und Banken – und ihrer Klima-Handlanger in Deutschland und Europa („Dieselskandal“, gesetzliche Vorschriften etc.)
    Insgesamt hat die Talfahrt der Autoindustrie aber „multiple“ Ursachen. Sie ist ein Paradebeispiel für die Verlagerung des wirtschaftlichen Schwergewichts von den bisher dominierenden westlich-kapitalistischen Ländern und ihren Monopolen in die Länder der „globalen Mehrheit“ …

    • cwsuisse 9. Oktober 2025 um 12:24 Uhr - Antworten

      @ Fritz Madersbacher: Der Automobilindustrie wird durch die Planwirtschaft die Möglichkeit zur individuellen Anpassung an sich verändernde Marktbedingungen genommen. Hinzu kommen die Standortnachteile durch die desaströse Energiepolitik (wieder die Planwirtschaft) und die hohen Arbeitskosten.

    • Fritz Madersbacher 9. Oktober 2025 um 13:46 Uhr - Antworten

      @cwsuisse
      9. Oktober 2025 um 12:24 Uhr
      „Der Automobilindustrie wird durch die Planwirtschaft die Möglichkeit zur individuellen Anpassung an sich verändernde Marktbedingungen genommen“

      Das ist aber ein hinterhältiges planvolles Vorgehen von Kapitalsgiganten gegen ihre Konkurrenz (z.B. mittels „Dieselskandal“, „Klimawandel“ etc.). Dass sie dafür Leute, die sich selbst als „links“ oder „grün“ oder sonstwas bezeichnen, instrumentalisieren können (konnten), die dieses „Spiel“ vielleicht gar nicht durchschauen (oder schon?), macht dieses Umbringen der Konkurrenz noch nicht zu einer „Planwirtschaft“ (wie sie etwa Grundlage für den Aufbau der Sowjetunion nach 1917 und ihrer Abwehr der Aggessionen von außen war) …

  5. Glass Steagall Act 9. Oktober 2025 um 11:22 Uhr - Antworten

    Wenn 2034 der letze Verbrenner-Neuwagen ausgeliefert wurde, wird das Drama seinen Lauf nehmen! Die Gebrauchtwagenpreise werden explodieren und die Bürger werden erkennen, dass sie auf das Verbrenner-Auto nicht verzichten können, denn auf dem Land gibt es keine Ladestationen und überall sind die Stromnetze sowieso schon am Ende! Der Flatterstrom von Windrädern wird dann die Stromnetze endgültig zusammenbrechen lassen! Von einem Straßenzug werden nur 5% ein Elektroauto fahren können, weil sonst das Netz „abrauchen“ wird! Außerdem kann der Markt nicht einmal Ansatzweise bedient werden, da es an Rohstoffen wie seltene Erden für die Batterien mangelt! Es ist gar nicht möglich, dass Elektroautos die Verbrenner auch nur Ansatzweise ersetzen können! Das würde zur Folge haben, dass die Preise durch die Decke gehen und die wenigen verfügbaren Elektroautos unbezahlbar für die Bevölkerung werden! Die Menschen könnten ihren täglichen Arbeitsplatz nicht mehr erreichen, entfernte Supermärkte nicht mehr anfahren usw. usw.
    Es wird also das Chaos schlechthin herrschen und dann kann die Industrie auch gleich komplett schließen! Das Fazit, Arbeitslosigkeit auf Rekordstand, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und Mangel an Gütern wie Lebensmittel gleich ein Zusammenbruch der Gesellschaft!

    So schön kann Klima-Ideologie sein.

  6. cwsuisse 9. Oktober 2025 um 9:33 Uhr - Antworten

    Die durch Minderintelligenz gehandicapten Politiker in Deutschland sind nicht in der Lage zu verstehen, dass die Talfahrt der Automobilindustrie eine Konsequenz der linkssozialistischen Planwirtschaft ist. Ein Schiff mit Blinden und Tauben auf der Brücke wird keinen Hafen erreichen können.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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