CIA-Dokument: Ukraine nach Maidan ein US-Satellit

8. Oktober 2025von 2,2 Minuten Lesezeit

Die CIA veröffentlichte am Dienstag einen bisher streng geheimen CIA-Bericht zur Ukraine. Darin wird bestätigt, dass die USA nach dem Maidan direkten Einfluss auf die ukrainische Regierung genommen haben. Zudem vertuschte Joe Biden Informationen über seine Geschäfte in der Ukraine.

Es sind acht Seiten, die von John Ratcliffe, Trumps CIA-Direktor, nun freigegeben worden sind. Zwar sind viele Stellen geschwärzt, aber dennoch wird darin ein Licht die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine nach dem Maidan geworfen. Kritiker der NATO und der USA dürften sich bestätigt fühlen.

Im Dokument wird die Rolle von Joe Biden, seinerzeit Vize-Präsident unter Obama, beleuchtet. Dies dürfte auch die Motivation der Trump-Regierung sein, warum es zur Freigabe gekommen ist. Aber das Dokument bestätigt über Biden hinaus, dass die Ukraine nach dem Maidan zu einem Satellitenstaat der USA wurde. So heißt es:

„Die Poroschenko-Regierung und andere ukrainische Beamte erwarteten, dass der US-Vizepräsident [Joe Biden] während des Besuchs Personalangelegenheiten mit Poroschenko besprechen würde, und gingen davon aus, dass der US-Vizepräsident sich für oder gegen bestimmte Beamte innerhalb der ukrainischen Regierung einsetzen würde.“

Zudem kann man in den Unterlagen lesen, dass Joe Biden im Jahr 2015 einen Geheimdienstbericht, in dem die Bedenken ukrainischer Beamter hinsichtlich der Geschäftsbeziehungen seiner Familie dargelegt wurden, „nicht zu verbreiten“. Bidens Wunsch wurde befolgt, bis heute. Denn Ratcliffe machte das Dokument nun öffentlich, da er darin ein Beispiel für die „Politisierung der Geheimdienste“ sehe.

Die E-Mail vom 10. Februar 2016, die mit „SECRET“ gekennzeichnet war, bevor diese Bezeichnung durchgestrichen wurde, lautet:

„Guten Morgen, ich habe gerade mit dem Vizepräsidenten/NSA gesprochen, und er würde es sehr bevorzugen, wenn der Bericht nicht verbreitet wird. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“

Laut einem hochrangigen CIA-Beamten, der Fox News informierte, waren sich die Analysten einig, dass das Material zum damaligen Zeitpunkt die Schwelle für eine Verbreitung erfüllte, hielten es jedoch auf Wunsch von Biden zurück. „Das war äußerst selten und unangemessen“, sagte der Beamte und fügte hinzu, dass die Entscheidung, das Weiße Haus zur Verbreitung von Geheimdienstinformationen zu konsultieren, „aus politischen Gründen getroffen worden zu sein scheint“.

Vielsagend ist allerdings auch, dass sich die US-Debatte um Joe Biden und um seine familiären Geschäfte dreht, etwa hier bei Your News.  Man macht eine innenpolitische Auseinandersetzung daraus. Der Umstand, dass die US-Regierung Personalvorstellungen zur ukrainischen Regierung platziert hat, interessiert kaum.


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2 Kommentare

  1. cwsuisse 8. Oktober 2025 um 19:14 Uhr - Antworten

    Joe Biden verfolgte nachweislich in der Ukraine substantielle Privatinteressen seiner Familie und mischte sich massiv in Regierungsangelegenheiten der Ukraine ein. Getarnt wurden diese schmutzigen Geschäfte durch die Beschuldigungen gegen Donald Trump wegen des fiktiven „Russiagate“. Es gibt keinen denkbaren Fehler, den die diversen US-Regierungen nach 2008 in der Ukraine nicht gemacht hätten.

  2. Jurgen 8. Oktober 2025 um 12:08 Uhr - Antworten

    Offensichtlich war es auch schon vor der Veröffentlichung.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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