Anerkennungswelle für Palästina – Warum?

24. September 2025von 3,7 Minuten Lesezeit

Arbeiten EU und UN an einem neuen superglobalistischen „Palästina“, in dem die Agenda 2030 umfassend durchgesetzt wird? Die Gründe für die Anerkennungswelle von Palästina sind verborgen, doch die Geldflüsse nicht.

In den letzten Stunden haben die Regierungen von Frankreich, San Marino, Luxemburg, Monaco, Andorra, Malta, Großbritannien, Kanada, Portugal und Australien ihre Anerkennung des Staates Palästina bekannt gegeben. Australien, Kanada und Großbritannien sind darunter sogar drei (der fünf) sogenannten „Five Eyes“-Staaten, die wichtigste geheimdienstliche Allianz des Planeten.

Zum ersten Mal seit 1988 hat eine solche hohe Zahl an Staaten in einem Jahr Palästina anerkannt. Der Schritt sorgt für Verwirrung, vor allem im pro-palästinensischen Lager. Dort sieht man Israel, beziehungsweise die „Zionisten“ als höchst einflussreich und gerade zu übermächtig. Israel kontrolliere demnach die „Globalisten“, die politischen USA, das politische Europa. Da machen die Anerkennungen keinen Sinn.

Verschiedene Ideen wollen den Schritt erklären, etwa, dass man damit ja nur die Hamas und somit den „legitimen Widerstand“ unter Druck setzen wolle oder dass man den Schritt geht, um sich später – nach dem „Völkermord“- reinwaschen zu können.

Das pro-zionistische Lager kritisiert den Schritt logischerweise, ist teilweise höchst empört, meint, dass nun Terror belohnt werde. Israels Politik selbst kündigt an, am militärischen Kurs festzuhalten.

Der britische Off-Guardian stellt ebenfalls offensichtliche Fragen, zur Anerkennungswelle:

Liegt es daran, dass die gewählten Vertreter all dieser Länder ganz zufällig zu dem Schluss gekommen sind, dass sie jahrzehntelang Unrecht hatten?

Liegt es daran, dass der politische Druck einer überwiegend pro-palästinensischen Öffentlichkeit zu groß war?

Liegt es daran, dass sie wirklich Frieden wollen und glauben, dass dies der Weg ist, um ihn zu erreichen?

Klingt irgendetwas davon wahrscheinlich?

In Italien, einem der wenigen Länder weltweit, die Palästina noch nicht anerkannt haben, wurde uns gesagt, dass die Massenproteste am Wochenende „Maßnahmen in Bezug auf Gaza forderten”.

In seiner Rede vor den Vereinten Nationen, in der er diesen Schritt ankündigte, sagte Emmanuel Macron, „wir können nicht länger warten”… aber worauf warten? Er wiederholte auch seine Forderung nach einer UN-Friedenstruppe, die vor Ort eingesetzt werden soll.

Israel hat sich gerne auf sein Image als Bösewicht eingelassen, mit illegalen Angriffen auf Doha, die Hauptstadt von Katar, Anfang dieses Monats und der mutmaßlichen Tötung von 31 Journalisten im Jemen. Ganz zu schweigen von der fröhlich-bösartigen Erklärung des israelischen Finanzministers, dass es in Gaza nach dem Ende der Bombardierungen zu einem „Immobilienboom“ kommen werde.

Selbst die USA stehen Israel weniger entschlossen als sonst zur Seite, da die Regierung von Donald Trump öffentlich die Luftangriffe auf Katar in Frage stellt und Artikel in der amerikanischen Presse dies als „Überschreitung einer Grenze, die die USA nicht ignorieren können“ bezeichnen. In seiner Rede vor der UN-Generalversammlung forderte Trump ein „sofortiges“ Ende des Krieges im Gazastreifen.

The Economist veröffentlichte diesen Artikel vor fünf Tagen mit der Überschrift:

„Amerika verliert seine Liebe zu Israel“

Erst letzte Woche hat die Kommission der Vereinten Nationen offiziell festgestellt, dass Israel in Gaza Völkermord begeht, und die Generalversammlung hat eine Zwei-Staaten-Lösung befürwortet. Paul Adams schreibt für die BBC, dass sich ihre „Isolation vertieft“.

Es scheint, als würde sich das Blatt wenden, nicht wahr?

Aber wohin führt das? Wie geht diese Geschichte weiter?

Macrons Forderung nach einer UN-Truppe könnte der Schlüssel sein. Der indonesische Präsident hat erklärt, dass sein Land bei Bedarf 20.000 „Friedenstruppen“ bereitstellen könnte. In den USA haben die Demokraten im Repräsentantenhaus UN-Friedenstruppen zum „Schutz von Hilfskonvois“ gefordert (auch wenn sie dies als Maßnahme zur Verhinderung der Hilfslieferungen an die Hamas darstellen, ist es doch eindeutig dasselbe Ziel).

Unterdessen hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Schaffung einer „Palästina-Gebergruppe” zugesagt, eines Sonderfonds für den Wiederaufbau der Infrastruktur im Gazastreifen.

Vielleicht ist ein glänzender neuer Staat das Ziel. Aus Israels Griff befreit, von einer neuen internationalen Brigade überwacht und – mit Geldern der UNO und der EU – zu einer nachhaltigen Utopie umgebaut.

Vielleicht ein leuchtendes Beispiel für internationale Zusammenarbeit.

Es würde mich nicht überraschen.

Bild „Free Palestine @ Berlin“ by Libertinus is licensed under CC BY-SA 2.0.

Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.


Trump über Autismus durch Impfung – Aluminium raus aus Impfstoffen

Pro-Palästina Streik legt Italien lahm



 

6 Kommentare

  1. Kinesiologie Köhn Potsdam 25. September 2025 um 15:27 Uhr - Antworten

    Es ist doch wie immer, erschaffe ein Problem und dann erscheine als Held, um das Problem zu lösen. In einem Lösungsansatz, der dir selber nützt.
    Behalte Initiative und gestalte die Situation.

  2. Fritz Madersbacher 24. September 2025 um 16:43 Uhr - Antworten

    „In seiner Rede … sagte Emmanuel Macron …“, „Erklärung des israelischen Finanzministers, dass es in Gaza nach dem Ende der Bombardierungen zu einem „Immobilienboom“ kommen werde“, „In seiner Rede vor der UN-Generalversammlung forderte Trump …“, „Unterdessen hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen …“

    Letzten Endes wird das palästinensische Volk über seine Zukunft, auch über die Staatsform in seinem Land entscheiden. Es werden weder seine Mörder in Israel noch deren Komplizen, auch nicht seine falschen und halbherzigen Freunde oder irgendwelche sich berufen fühlende Dampfplauderer tun. Ob „Riviera von Gaza“ oder „Zweistaatenlösung“ und sonstige Hirngespinste und Hinhaltetaktiken – egal, wie lange es noch dauern wird, und es dauert schon entsetzlich lange (wird aber mit Sicherheit nicht mehr so lange dauern wie es bereits gedauert hat): das palästinensische Volk wird zu seinem Recht kommen, wird selbst sein Schicksal bestimmen und sich von niemandem davon abbringen lassen. Wer das verhindern will oder nicht versteht, wird unweigerlich scheitern …

  3. Jan 24. September 2025 um 15:40 Uhr - Antworten

    Sprechen wir aus, was verboten ist?

    Der politische Islam hat ein Missions- und Dominanzbedürfnis. Israel hat seine Existenz auf jahrtausendalte religiöse Versprechen gegründet, die es bei anderen nicht unbedingt anerkennt. Aber es ist ein moderner Staat, der Palästinenser und andere vorbildhaft integriert – abgesehen vom Völkermord. Die aktuelle palästinensische Führung, die Kinder und Frauen opfert, um ganz konkreten eigenen Vorteil zu gewinnen, macht keine Konzessionen, will Israel nicht anerkennen, keine Israelis, keine Homos. Sie will keinen Frieden schließen. Noch immer nicht.

    Der Islam hat die Strategie, andere Bevölkerungsteile durch die Geburtenrate zu dominieren. Man schaue sich Fertilitätsraten an, dies ist weltweit so!

    Die Glücksspritze hat, wenn nicht noch mehr Reduktionswirkung, auf jeden Fall die Folge verringerter Fruchtbarkeit. Die ungewählte Versagerin erledigt das Problem gern.

    Dazu ist Palästina platt wie ein Pfannkuchen, der Wiederaufbau könnte nach Smart City Modellen erfolgen.

    Die Agenda hat, so sie nicht rein esoterisch basiert ist, das Ziel, Unzufriedenheit in Folge des Ressourcenrückgangs zu administrieren. Da bieten sich die chronisch Unzufriedenen als Modellversuch geradezu an. Nichts besitzen und glücklich sein, das ist eine Spezialität für die Gouvernante!

    Wer einen Blick für Eugenik hat, übrigens, sollte sich die Spritzquoten der einzelnen Länder anschauen. Unter der Annahme, dass die WHO richtig rechnet und die Plazeboquoten vergleichbar sind, ergeben sich interessante Einsichten.

    Die USA wollen nur ihr eigenes Land in Ordnung bringen, nicht die ganze Welt.

    • Dr. Peter F. Mayer 25. September 2025 um 8:16 Uhr - Antworten

      Man sollte nicht vergessen, dass der Krieg 1947 angefangen hat. Bis dahin haben die Palestinenser – alle sind übrigen Semiten – friedlich zusammengelebt unabhängig von der Relgion. Erst seit die Zionisten zur Gründung Israels 800.000 Palestinenser aus mit Waffengewalt Palästina vertrieben haben und ihre Häuser und Wohnungen enteignet und beschlagnahmt haben, kommt es zu Gewalttaten und Krieg. In Gaza leben auch viele Nachfahren von denen, die aus dem jetztigen Israel vertrieben wurden.

  4. therMOnukular 24. September 2025 um 15:09 Uhr - Antworten

    Damit sich der Volksmund beruhigt. Eine reine Alibi-Aktion ohne wahres Interesse.

  5. Varus 24. September 2025 um 12:44 Uhr - Antworten

    Aus Israels Griff befreit, von einer neuen internationalen Brigade überwacht und – mit Geldern der UNO und der EU – zu einer nachhaltigen Utopie umgebaut.

    Das werden wir sehen – die Globalisten finden aber bestimmt leicht andere arme Länder, die sich mit fremdem Geld zur Dysotopie aufbauen lassen. Lula-Brasilen bewirbt sich regelrecht darum und das Banderastan auch.

    Vielleicht kapitulieren einfach die letzten westlichen Unterstützer der Siedler-Entität vor dem Druck nichtwestlicher Welt? Irgendwie scheint hier das Aufgeben einfacher zu kommen als am Dnepr.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge