KI Pionier Hinton: Massive Arbeitslosigkeit als Folge von KI-Einsatz

11. September 2025von 2,9 Minuten Lesezeit

Einer der bekanntesten Pioniere der künstlichen Intelligenz hat düstere Vorhersagen darüber, was die von ihm entwickelte Technologie bald auf die Menschheit loslassen wird.

Geoffrey Hinton, der mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Wissenschaftler, dessen Arbeit an neuronalen Netzen ihm den Titel „Godfather of AI” einbrachte, meinte in einem Interview mit der Financial Times, dass Tech-CEOs, die positive Ergebnisse für die Zukunft der KI predigen, sich selbst und andere täuschen. „Was tatsächlich passieren wird, ist, dass reiche Leute KI einsetzen werden, um Arbeiter zu ersetzen”, sagte Hinton gegenüber der FT. „Das wird zu massiver Arbeitslosigkeit und einem enormen Anstieg der Gewinne führen. Es wird einige wenige Menschen viel reicher und die meisten Menschen ärmer machen.”

„Das ist nicht die Schuld der KI”, fuhr er fort. „Das ist das kapitalistische System.”

Der ehemalige Leiter des Google Brain-Teams, der das Unternehmen 2023 verließ und begann, erschreckende Vorhersagen über die Zukunft der KI zu machen, gab keine Schätzungen darüber ab, wann dieser Wandel stattfinden könnte. Es ist erschreckend, sich eine Welt vorzustellen, in der noch mehr Menschen durch KI ersetzt werden, denn genau das geschieht bereits, auch wenn diese Entlassungen noch nicht zu dem von den Unternehmen gewünschten Gewinnboom geführt haben.

Obwohl OpenAI-CEO Sam Altman und seinesgleichen, wie die FT berichtet, die Einführung eines universellen Grundeinkommens (UBI) vorgeschlagen haben, um der durch KI verursachten Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, behauptete Hinton, dass eine solche Notlösung „nicht mit der Menschenwürde vereinbar“ sei und den Verlust des Lebenssinns, den Menschen ohne Arbeit erleben könnten, nicht auffangen könne.

Obwohl kein Zeitplan für dieses Job-Armageddon vorgelegt wurde, nannte Hinton einen Termin für eine weitere bevorstehende KI-Revolution: den Zeitpunkt, an dem die Technologie superintelligent werden und sogar die klügsten Menschen übertrumpfen könnte.

„Viele Wissenschaftler sind sich einig, dass dies in fünf bis 20 Jahren der Fall sein wird”, sagte er. „Das ist die wahrscheinlichste Prognose.”

Wie die meisten seiner Kollegen in der KI-Welt hält Hinton Superintelligenz für unvermeidlich. Auf die Frage, wie jüngere Generationen angesichts eines so schnell näher rückenden Paradigmenwechsels positiv bleiben können, lehnte er Aufrufe zur Ruhe ab.

„Ich bin versucht zu sagen: ‚Warum sollten [jüngere Menschen] positiv bleiben?‘“, sinnierte er. „Vielleicht würden sie mehr tun, wenn sie nicht so positiv wären.“

„Angenommen, es gäbe eine Alien-Invasion, die man mit einem Teleskop sehen könnte und die in 10 Jahren eintreffen würde, würden Sie dann sagen: ‚Wie bleiben wir positiv?‘ Nein, Sie würden sagen: ‚Wie um alles in der Welt sollen wir damit umgehen?‘“, fuhr Hinton fort. „Wenn positiv bleiben bedeutet, so zu tun, als würde es nicht passieren, dann sollten die Menschen nicht positiv bleiben.“

Obwohl er solch erschreckende Aussichten beschreibt, ist Hinton selbst bereit, sich aus dem Leben zu verabschieden.

„Ich bin 77“, sagte er, „und das Ende kommt für mich sowieso bald.“

Eine MIT-Studie hatte allerdings kürzlich ergeben, dass KI in der Mehrheit der Unternehmen versagt. Eine andere Studie hatte herausgefunden, dass die KI-Verwendung zu kognitiven Verfall führte.

Image by succo from Pixabay

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9 Kommentare

  1. Verschwoerungspraktiker 12. September 2025 um 9:25 Uhr - Antworten

    Zunächst einmal: DAS hat mit KI nicht das Mindeste zu tun! Die derzeitige „KI“ ist eine Ansammlung von intelligent programmierten Algorithmen mit Zugang zu grenzenlosen Datenbanken. Das wurde von Menschen programmiert und kann nur durch Menschen verbessert werden. Dasselbe gilt für die Fehlerbeseitigung. Die „KI“ weiß nicht was sie kommuniziert, mit wem sie kommuniziert, hat keine Empfindungen und kann keine Gefühlsregungen erkennen.

    Das ist maximal die SIMULATION einer kinetischen Intelligenz!

    Dahinter steckt der perfide Plan, die Massen mit bevorzugten Denkmustern und Meinungen zu erziehen und eine unbedingte Abhängigkeit herzustellen, die das eigene Denken infrage stellen soll. Und natürlich GELD…. wie immer.

    Die o.g. „Warner“ aus dem KI Umfeld sollten mal wieder ins kohlenstoffbasierte Leben zurückkehren. Es gibt mehr als genügend Berufe, die mit KI nichts zu tun haben und auch nie etwas zu tun haben werden.
    Oder wie soll ein Elektriker, Schlosser, Schreiner, Dachdecker, Zimmermann, etc. durch Elektronik ersetzt werden?

    Wenn sich die Hallen der Fließbandarbeiter und IT Drohnen lehren, dann hat das überwiegend andere Gründe. Dilettantische Totalversager in den Führungsetagen, die für eine gute Boni ihre Mutter verkaufen würden. Dafür macht man sich gerne zur Systemprostituierten, entkernt das eigene Kerngeschäft im Austausch für Milliarden an Steuergeldern.

  2. Jan 12. September 2025 um 0:19 Uhr - Antworten

    Hinton hat die WHO nicht ernst genommen. Glaubt er, die machen Spaß?

    In China wurden 90% mindestens einmal gespritzt, in Österreich zumindest 78%.

    Die Leerstelle ersetzt Doofenschmirtz halt mit KI.

  3. local.man 11. September 2025 um 22:53 Uhr - Antworten

    Herr Hinton hat das schon richtig erkannt.. Der Fortschritt befreit die Menschen von immer mehr Arbeit. Das tut er übrigens schon 100 Jahre lang, es wurde nur nie mit der Zeit gegangen, sondern stetig das bestehende Plündersystem erhalten durch gepl. Obsoleszenz usw.

    Was wieder diesen Herrn Recht gibt, dass nicht der Fortschritt das Problem ist, sondern das System natürlich.

    Daher ist der Kampf der sogenannten Politiker gegen Erwerbsarbeitslosigkeit auch absurd, weil des eine normale Entwicklung ist und die Änderungen auf der Seite des Ausbeitersystems erfolgen müssen.. Dummerweise sind die Politiker ja nur die Marionetten und Angestellten genau dieser Plünderersekte und genau daher haben wir ja die Probleme.

    Der Kreis schliesst sich mal wieder.

    Ich sehe die Arbeit wie wir sie verrichten müssen, schon lange nur noch als Lebenszeitdieb, vor allem im Bereich der Sinnlosjobs und der Überbürokratie, aber auch viele der Tätigkeiten, die permanent erhalten werden, weil eine ständige Kaputtmachwirtschaft dies systematisch verursacht.

    Und natürlich liegt die Lösung darin, mit der Zeit zu gehen und das System genau dort zu ändern, wie es die ganze Zeit aggressiv verhindert wird und das mit Methoden die mal wieder hochkriminell sind, wie Niederhaltung durch Raub, durch Energieverknappung, durch Preismanipulation durch Warenverknappung und Ressourcenzerstörung.

    Man erkennt darin auch den Krieg der Herrschenden gegen die Menschen und ihre Freiheit, weil das Dogma der Arbeit ja permanent gepflegt wird und die generelle Haltung gegen die Erwerbsarbeitslosen massiv negativ dargestellt wird, natürlich auch um den Rest in seinem Arbeitsgefängis zu halten, als Teil der Manipulation, dass sie dies selbst fordern und sich dabei auf der Seite der Guten, der Fleißigen, der Braven sehen.
    Ein perfides Spiel was erschaffen wurde, denn es gab Zeiten und das ist noch nicht so lange her, da war das Ziel immer die Arbeit loszuwerden, weil Arbeit bedeutet zu den Verlierern zu zählen und die Nichtarbeit bedeutet, als Ziel es geschafft zu haben.. Nicht der Reichtum selbst, sondern eben nicht mehr zu müssen.

    Das haben uns die Herrschenden über üble Indoktrination und Manipulation massiv ausgetrieben und ersetzt mit dem Denken, dass wir Teil von Etwas sind, wie der Firma, der Familie(des Betriebes), oder Teil des Teams und wir nun uns über die Tätigkeit selbst definieren mit einem Titel, der aber in Wahrheit nur den Status des abhängig beschäfftigen kaschiert, wie Arzt, Itler, Raumpfleger, oder jede andere Arbeit hinter diesem Titel. Die Menschen definieren sich jetzt nicht mehr als Arbeiter für Geld und wollen ihre Freiheit ohne Arbeit, sie halten sich für ihren Beruf.. Auf die Frage was du tust, was du bist, verstehen sich die Menschen als ihre Tätigkeit, was fatal für die Freiheit ist, denn damit halten wir, im Interesse der Herrschenden, die Käfigtür von Innen selbst zu und lassen uns wunderbar gegeneinander aufbringen in tolle hart arbeitender Menschen und faule schmarotzende Bösewichte.. Die Spaltung auf der horizentalen Ebene, und wir sehen dabei nicht den wahren Verursacher, denn das Problem ist wie eh und je vertikal zu betrachten…

    Das Beste am Fortschritt ist ja genau diese Eigenschaft, uns unsere schöne Lebenszeit selbstbestimmt verbringen zu lassen, mit wenig Arbeit.. Im Wege ist wie eh und je nur das Systemkonstrukt einer Machtpyramide selbst und die darin verborgene Konflikt der ausbeuterischen Reichen und somit Herrschenden über Machtmittel wie Geld und Besitz, gegen den ganzen Rest.

    Wer will schon jeden Tag seinen ganzen Tag mit fremdbestimmter Arbeit zubringen, der hat den Lebenssinn abtrainiert bekommen…

  4. triple-delta 11. September 2025 um 17:09 Uhr - Antworten

    Die Befreiung des Menschen vom Zwang der Arbeit, war schon immer ein wesentlicher Bestandteil des Sozialismus. Arbeit sollte nur noch dem persönlichen Bedürfnis nach Be(s)tätigung folgen. Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen. Das ist eben erst mit der nächsten industriellen Entwicklungsstufe realisierbar. Wenn bis dahin immer noch der Kapitalismus herrscht, muss es in einer faschistischen Dikatur enden.

  5. Daisy 11. September 2025 um 17:00 Uhr - Antworten

    Das ist wieder ein Fall für die Maschinensteuer. Betriebe, die Mitarbeiter aus diesem Grund kündigen, sollten zum Ersatz zwei Gehälter bezahlen, die den Gekündigten zu gute kommen. Die Arbeitslosen brauchen psychische Betreuung, Freizeitgestaltung und viel Bewegung.

    Das Gegenteil wäre richtig. Lasst die Menschen wieder die einfachen Arbeiten verrichten, die ihnen die Maschinen weggenommen haben. Das ist gut für die Volksgesundheit, verursacht weniger Aggressionen, und es kostet weniger Energie…

  6. Glass Steagall Act 11. September 2025 um 16:27 Uhr - Antworten

    Es ist ja bekannt, dass zur 4. industriellen Revolution die KI gehören soll. Die Eliten wollen Geld verdienen, aber nichts den Menschen dafür geben. Zwar wird mit dem „bedingungslosen Grundeinkommen“ gewunken, aber es wird voller Bedingungen sein! Eine vollkommene Abhängigkeit vom Staat und haufenweise Freiheitseinschränkungen werden der Preis dafür sein!

    Allerdings gibt es für die Machteliten immer noch zuviele Menschen auf der Erde. Sie sagen, zuviele Mitesser. Sie sagen natürlich nicht, dass sie schon längst Menschen umbringen, wie mit den Covid-Spritzen oder anstehenden Kriegen wie gegen Russland. Nein, sie sagen es wie Yuval Harari vom WEF schon erklärt hat:
    „Was machen wir mit all‘ den nutzlosen Menschen? Wir geben ihnen Videospiele und Drogen“!
    Videospiele sind klar, aber was für Drogen meint er? Ich vermute, es werden bewusstseinsverändernde Substanzen sein, die zum Beispiel den Covid-Spritzen zugefügt wurden. Außerdem denke ich, es werden Psychopharmaka sein, die man den Menschen immer mehr verschreiben wird, damit sie Druck im neuen System ertragen können! Das erklärt auch den Schlussteil im WEF-Spruch … „Du wirst nichts besitzen und du wirst glücklich sein“! Und das Endziel wird natürlich die Reduktion der Menschheit bleiben, sowie eine neue genmanipulierte und folgsame Mensch-Maschine Spezies, wie für den Transhumanismus bereits angekündigt wurde!!

  7. therMOnukular 11. September 2025 um 16:17 Uhr - Antworten

    Wenn man das Muster aller anderen „beherrschenden Themen“ wie Klima, C, Demokratie etc. auf das Thema „KI“ anwendet, dann kommt auch hier ein Thema zur Herrschaft heraus.

    „KI“ wird nicht Ursache für Massenentlassungen sein – es soll sie nur rechtfertigen.

  8. Thomas Moser 11. September 2025 um 15:24 Uhr - Antworten

    Es bleibt widersprüchlich:
    1. Einerseits heißt es, dass KI in der Mehrheit der Unternehmen versagt.
    2. Andererseits wird vor einer Superintelligenz gewarnt, die sogar die klügsten Menschen übertreffen könnte.
    Dabei sollte man stets im Hinterkopf behalten: KI ist keine echte Intelligenz, sondern eine hochgradig realistische Simulation davon – angetrieben durch massive Rechenleistung. Wenn es um echtes Verstehen geht, muss der Mensch die Ergebnisse kritisch querprüfen, sofern er nicht blind vertrauen will. Eine Super-KI kann Dinge tun, die teilweise unvorhersehbar sind, weil sie Subziele verfolgt, die wir ihr nicht explizit mitgegeben haben, als wir das Hauptziel formulierten. Gerade bei der Zieldefinition wird es extrem schwierig, ethische Werte korrekt zu integrieren.
    Ein Beispiel:
    Wenn wir der KI sagen, sie solle das Völkerrecht einhalten und gleichzeitig CO₂-Emissionen minimieren, könnte sie daraus ableiten, die Lieferketten für Benzintransporte zu sabotieren – ein Verhalten, das zwar dem Ziel dient, aber ethisch und gesellschaftlich problematisch ist.
    KI verfolgt ihre erlernte Subziele unerbittlich. Wenn wir zulassen, dass sie immer autonomer Entscheidungen trifft, weil wir Prozesse zunehmend automatisieren, dann ist es der Mensch, der die Kontrolle an eine Technologie abgibt, die nur scheinbar intelligenter ist als er selbst. Das ist sehr dumm.

  9. Satya 11. September 2025 um 14:42 Uhr - Antworten

    KI sind billiger als Arbeitskräfte und stellen keine Fragen. Die Firmen können an Arbeitsämter einen Beitrag zahlen, um dann an die freigewordenen Arbeitslosen einen Kleinbetrag als ALG , Bürgergeld auszahlen. Ein gutes Geschäft.

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