
Was will eigentlich die AfD? Fragen wir sie!
Mit diesem Gastartikel ändert der Veranstalter von über 1.500 Demonstrationen für die Rechtsstaatlichkeit Alexander Ehrlich seine Haltung zur AfD und betrachtet sie in Zukunft als „gesichert politisch verfolgt“. Daher dieses Interview mit Dr. Christina Baum.
Ich stehe, wie hinlänglich bekannt sein dürfte, politisch in Deutschland hinter Sahra Wagenknecht in Deutschland und hinter Madeleine Petrovic in Österreich. Daran wird sich auch so bald nichts ändern. Als persönliche Reaktion auf den Ausschluss des AfD-Oberbürgermeisterkandidaten Joachim Paul von der Wahl in Ludwigshafen habe ich aber am 26.08.2025 meine persönliche Politik gegenüber der AfD geändert. Seither gilt für mich #AfDWelcome bei meinen Demonstrationen, Veranstaltungen und Konferenzen. Ich beende jegliches Brandmauern und betrachte die AfD in Zukunft als „gesichert politisch verfolgt“. Das öffnet der AfD ein paar neue Türen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.
Bevor ich mich jedoch mit Vertreterinnen der AfD auf unterschiedlichen Ebenen einlasse, war es mir wichtig, einige Grundsatzfragen über die Positionierung und die Ziele der AfD an eine hochrangige AfD-Politikerin zu stellen. Meine Wahl fiel auf Dr. Christina Baum, weil sie mir schon in der Vergangenheit durch Aktionen mit Herz (Gefängnisbesuche bei politischen Gefangenen) positiv aufgefallen ist. Dankenswerterweise hat sich Frau Baum bereiterklärt, meine Fragen umgehend zu beantworten.
Hier die Erstveröffentlichung des Interviews, exklusiv bei TKP (Veröffentlichungen in anderen Sprachen werden folgen):
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
1) Sehr geehrte Frau Baum, wie würden Sie heute die Rolle der AfD im deutschen politischen Panorama beschreiben?
Da wir als einzige national-konservative Partei in allen deutschen Parlamenten vertreten sind, ist es unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wieder Politik im Sinne unserer Bürger, im Sinne des deutschen Volkes, umgesetzt wird.
In der Bundesrepublik arbeiten inzwischen ehemals konservative und kommunistische Parteien zusammen, nur um eine Regierungsbeteiligung der AfD zu verhindern, obwohl wir mittlerweile mehr als ein Viertel der Wähler erreichen.
Die AfD hat offensichtlich als einzig relevante Partei in der BRD das Potenzial, diese etablierten, vorwiegend links ausgerichteten, Parteistrukturen aufzubrechen.
2) Was antworten Sie denen, die die AfD als rechtsextreme Partei und damit als Gefahr für die Demokratie bezeichnen?
Meinungsfreiheit ist der Grundpfeiler einer jeden Demokratie. Diese Meinungsfreiheit zu erhalten, dafür treten wir ein. Und das beinhaltet politische Aussagen von ganz links bis ganz rechts.
Uns als extremistisch zu bezeichnen, ist nur der hilflose Versuch, bei den Wählern Angst vor uns zu verbreiten. Die Bürger reagieren auf solche Diffamierungen aber immer weniger, was man an dem wachsenden Zuspruch zur AfD erkennt. Eine Gefahr für die Demokratie sind Parteien und ihnen unterstellte oder politisch beeinflusste Behörden, die mit unlauteren Mitteln versuchen, ihre politischen Gegner auszuschalten, wie man es jetzt in Nordrhein-Westfalen bei der Kommunalwahl gesehen hat. Mehreren unserer Kandidaten wurde das passive Wahlrecht durch einen Wahlausschuss abgesprochen – das ist ein AfD Verbot durch die Hintertür.
3) Einige Gerichte haben die Einstufung als „rechtsextrem“ durch die Sicherheitsbehörden ausgesetzt: Sehen Sie diesen Vorgang als politischen Sieg oder als einen Akt der notwendigen Gerechtigkeit?
Wir sollten hier lediglich vorsichtig optimistisch sein. Solange Gerichte die Meinung vertreten, dass die Anerkennung der Existenz eines deutschen Volkes und die notwendige und legitime Forderung der Remigration gegen die Menschenwürde verstoßen würde, ist auch weiterhin mit politischen Urteilen zu rechnen.
4) In den letzten Tagen wurde viel über die verstorbenen AfD-Kandidaten in Nordrhein-Westfalen gesprochen. Wie interpretieren Sie diese Ereignisse? Tragische Zufälle oder gibt es etwas, das genauer untersucht werden sollte?
Ich möchte mir nicht vorstellen, dass diese Vorfälle einen politischen Hintergrund haben. Allerdings ist die Häufung der Todesfälle, gerade unsere Partei betreffend, auffällig. Es wäre daher die Aufgabe der politisch Verantwortlichen, jeden Zweifel auszuräumen, um jeglichen Spekulationen vorzubeugen.
5) Die Neudrucke der Stimmzettel und die erneuten Briefwahlen haben organisatorische Probleme verursacht. Glauben Sie, dass dies das Wahlergebnis beeinflussen und möglicherweise gerade die AfD benachteiligen könnte?
Wir werden weiter an einer genauen Wahlbeobachtung festhalten. Die Wähler spüren aber, unabhängig der Todesfälle, jeden Tag die Folgen verfehlter Politik. Daher rechne ich nicht mit maßgeblichen Nachteilen.
6) Ein Teil der deutschen Gesellschaft sieht die AfD als „einzige Alternative“, während ein anderer sie als Gefahr betrachtet. Wie wollen Sie diese Spaltung überwinden?
Nach einer neuesten Umfrage könnten sich 34 % der Wähler vorstellen, die AfD zu wählen. Dieser Wert steigt stetig und liegt deutlich über dem von anderen Parteien, etwa der Grünen. Die AfD wäre vielmehr Garant dafür, dass wieder eine Politik umgesetzt wird, die der Vorstellung der Mehrheit der Gesellschaft entspricht. Zudem werden wir hoffentlich bei der nächsten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die Regierung stellen können und dann mit unserer Arbeit alle Bürger von uns überzeugen. Letztendlich möchten die meisten Menschen einfach nur in Frieden leben und sich durch ihre Arbeit ein bisschen Wohlstand schaffen. Wir werden dafür die Grundlagen bieten.
7) Der AfD wird oft „vorgeworfen“, sich nur auf das Thema Migration zu konzentrieren. Welche drei Programmpunkte repräsentieren Ihrer Meinung nach am stärksten die Identität der Partei und werden von den Medien übersehen?
Die Massenmigration ist tatsächlich zu einem unserer Hauptthemen geworden, weil sie schwerwiegende negative Folgen wirtschaftlich, sozial und insbesondere auch kulturell mit sich bringt. Wir wollen in einem Deutschland leben, das diesen Namen verdient, also mehrheitlich deutsch ist und von deutschen Werten und Lebensgewohnheiten geprägt wird.
Wir halten aber auch weiterhin an der Kritik an EU und Euro fest und wollen Deutschland als starken Wirtschaftsstandort erhalten, weswegen wir Bürokratie und Kosten, insbesondere die Energiekosten, in unserem Land wieder reduzieren werden.
Ganz aktuell ist zu betonen, dass wir uns entgegen aller anderen Parteien für Frieden in Deutschland und Europa engagieren und daher bei internationalen Konflikten auf Diplomatie statt Waffen setzen.
8) Wie sehen Sie die Zukunft Deutschlands in Europa: mehr nationale Souveränität oder mehr europäische Integration?
Wir Europäer haben einen gemeinsamen Kulturraum, der uns verbindet. Um diesen, insbesondere gegen Gefahren von außen, zu verteidigen, ist eine Zusammenarbeit wichtig. Eine solche Zusammenarbeit darf aber kein Selbstzweck sein und muss immer den jeweiligen Völkern dienen. Daher darf die nationale Souveränität niemals in Frage gestellt werden.
Alexander Ehrlich war während der Corona-Zeit Veranstalter von über 1.500 Demonstrationen für die Rechtsstaatlichkeit, bei denen jeweils die Parole „AfD nicht willkommen“ galt und seine Ordnerteams angewiesen waren, Menschen mit sichtbaren AfD-Sympathiebekundungen von den Versammlungen auszuschließen. Er hat in allen von ihn betriebenen Social Media Kanälen, darunter https://t.me/ehrlichalexander und https://x.com/ehrlichetweets bis heute konsequent „gebrandmauert“ und seine Linie aktuell mit den folgenden Worten geändert:
An Regimeschutz, Denunzianten, Hexenjäger & Willkürrichter – ihr dürft das „Radikalisierung“ nennen, wenn ihr wollt. Ich nenne es „ihr habt es übertrieben, die parteifreie Zivilgesellschaft einschließlich nicht-rechter Demokraten muss einen Ausgleich dafür schaffen und den Opfern eurer undemokratischen Machenschaften die Hand reichen“. Und ich bin mir sicher, dass mir viele, die bisher einen Bogen um die AfD gemacht haben, folgen werden.
Dass Alexander Ehrlich mit dieser Vorhersage richtig lag, zeigt sich bereits deutlich. Heute am 05.09.2025 stellt sich z.B. Boris Palmer einer öffentlichen Debatte mit Markus Frohnmaier (AfD). Der Livestream dieser Diskussion ist hier zu finden: https://www.youtube.com/@streitgesprachtubingen.
Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.
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Die AfD ist die einzige Partei, welche sich für vernunftorientiert Politik für die Bürger einsetzt. Wenn einem die Themen nicht passen, sei gesagt, dass dies nun mal die brennenden Probleme sind, wenn ein Miteinander morgen noch funktionieren soll. Kann mich an die Kritik an A. Weidel nach ihrem ÖR Auftritt vor der BTW erinnern. Sie hatte sämtliche Problemfelder angesprochen und kompetente Lösungsansätze aufgezeigt. Das Problem ist, dass Moderatoren und viele Zuschauer dies überhaupt nicht realisiert haben, geschweige denn imstande sind, die Antworten zu ihren eigenen Fragen zu bewerten.
Die Tragik ist, dass die Linke tatsächlich zum Großkapital übergelaufen ist oder vom Großkapital gekapert wurde. Naiv, wer dieses nach der BTW anders erwartet hat. Man hat den Eindruck, dass die Bevölkerung die Veränderung der linken Bewegung nicht registriert, und sich eine linke Verpackung verkaufen lässt, in der lange nicht mehr das drin ist, was die Linke einmal ausgemacht hat (zumindest im Westen).
Ehemalige Kernwerte der Linken kann man in der Linken Kritische Theorie oder sogenannten Frankfurter Schule nachlesen, welch sind: (1) Bildung politischer Alternativen (kontinuierlich, sodass kein Machtsumpf mehr entsteht und ein NIE WIEDER nachhaltig erarbeitet werden kann; (2) Demaskierung von Ideologien und (3) Eliten-Narrativen, (4) hin zu einem vernunftorientierten Diskurs mündiger Bürger (Dutschke, Adorno, Horkheimer, Habermas et al.).
Frage mich, ob in den Schulen diese Zusammenhänge gelehrt werden, oder lediglich Ideologien vermittelt werden? In der Praxis werden diese ehemals linken Kernwerte tatsächlich ausschließlich von der AfD gelebt, welche als rechts-extrem marginalisiert wird. Während die Regierungs-Parteien selbst mit aller Macht gegen ihre eigenen ehemaligen Kernwerte für den Machterhalt agieren.
Ich würde die Linke der Nachkriegszeit als libertär, pragmatisch, und die Konservativen als messianisch, totalitär beschreiben (Kategorien nach Talmon). Das hat sich irgendwann gedreht. Heute sind die Rechten pragmatisch libertär um Anforderung angemessen zu begegnen, und Linksgrün messianisch totalitär für ihre Eliten narrativen.
Übrigens, von der AfD habe ich noch keinen Vertreter auf Veranstaltungen der Plattformen gesehen, über welche die Eliten ihre Pläne ausrollen (CFR, Atlantik-Brücken, WEF, Bilderberger, etc.). Weidel war als einzige d. Kanzlerkandidatin im Januar nicht in Davos. Mehr Sicherheit gegen institutionelle Korruption kann es gar nicht geben.
Wochenends arbeitet die Moderation nicht ? ……muß ich bis Montag warten ? Oder wird Kritik gecancelt ?
Demokratie und Parteien vertragen sich nicht!
Da fängt es an und hört schon wieder auf!!!
Alle bürgerlichen Parteien, inklusive LINKE und BSW, dienen den Interessen des Kapitals. Der einzige Unterschied ist, dass es verschiedene Fraktionen des Kapitals sein können und die Interessenvertretung mehr oder weniger offen stattfindet.
Die AfD soll die CDU der Zukunft werden und vor allem die Lebensversicherung gegen Links. Deshalb bastelt man ihr einen Märtyrerstatus.
Die einzige interessante Frage wird sein, was aus der Ost-AfD wird, denn diese ist mit der West-AfD und dem Bundesvorstand inkompatibel. Deshalb wurde auch ein Maximilian Krah aussortiert. Er war DDR-Bürger. Wenn die AfD politische Verantwortung übernehmen wird, dann wird es sie zerreißen. Oder es bildet sich endlich eine Partei der Ostdeutschen.
Sie schreiben ziemlich unüberlegt. Der Bundesvorstand ist OST/WEST. Herr Chrupalla ist ein astreiner Ossi, ein intelligenter, warmherziger Mensch und die perfekte Ergänzung zu der westlichen Frau Weidel.
Ein Mensch, der sich weniger an den Parteiinhalten, als viel mehr an RE-Aktionen auf eine
Partei orientiert, ist wenig überzeugend und im Grunde beliebig manipulierbar. Frau Wagenknecht wurde bei den letzten Wahlen ähnlich betrogen wie die AFD. Erlebte eine ähnliche Diskriminierung wie die AFD. Wurde von den eigenen SED-Nachkömmlingen verdrängt, die sich der Einheitspartei prostituierten mit einem „neuen“ gut vermarkteten, angejahrten und hochgelikten Täto-Girli…..
Es zählen Inhalte, und DIE änderten sich bei der AFD nicht. Die Sarahianer suchen neue Koalitionen und entdecken plötzlich…uuups….die AFD. Die Coronarestriktionen, das verteilen der Impfplörre, nicht einmal die Befürworter einer IMPFPFLICHT 🤮 innerhalb dem BSW stören den Autoren….aber, daß ein Kandidat in Lu nicht zugelassen wurde…😂🤣
So überzeugend wie Käsefüße..und dann noch die Arroganz, jetzt öffnen sich Türen…kennen Sie die Wahlprognosen ? Wer ist Boris Palmer ? Einer, der die Renten kürzen wollte, wenn man nicht geimpft ist…toller Bursche. Paßt eher zum BSW. Inhalte egal, Hauptsache man bleibt im Gespräch. 🤮
In manchen politischen Themenbereichen ist die AfD (wie auch die FPÖ) tatsächlich eine zumindest partiell sehr akzeptable Alternative – etwa beim Kampf gegen Klimaidiotie, Deindustrialisierung, Asylmissbrauch und grenzenlose Migration, Corona- bzw. Gesundheitsfaschismus, Beseitigung der Meinungsfreiheit und Zensur. Dazu noch klare Positionen gegen Russophobie und Kriegswahn. Ihre systematische Ausgrenzung ist ein übles Spiel der herrschenden Eliten – wer dieses Spiel mitspielt ist nur ein nützlicher Idiot letzterer. Natürlich ist die AfD nicht rechtsextrem – auch wenn sie neoliberale Wurzeln hat und die uneingeschränkte Freiheit der Märkte sowie den Rückbau des Sozialstaates propagiert und auch kein Problem mit der Privatisierung des Gesundheits- bzw. Pensionssystems hat. Ihr ehemaliger Vorsitzender Meuthen wollte sogar die Totalprivatisierung des Pensionssystems (schon die Teilprivatisierung war völliger Schwachsinn). Aber das unterscheidet sie nur graduell von den Systemparteien.
Es ist aber natürlich grober Unfug zu behaupten, dass die etablierten Parteistrukturen vorwiegend links ausgerichtet sind. Wer etwa die Profite der Klima-bzw. Pharmaindustrie sichert (wenn auch mit staatsdirigistischen Maßnahmen), ist mitnichten links, sondern im Gegenteil ein Instrument des Großkapitals und damit rechts!!! Das gilt für Konservative, Sozialdemokraten, Liberale, Grüne und sogar für die woke Bobo-Linke“ (wie auch die KPÖ). Eine relevante antikapitalistische Linke gibt es hier sowieso nicht mehr.
Interessant wie Sie sich stringent und eindimensional an vorgegebenen Rastern fixieren. Was ist „links“, was ist „rechts“ ? Allein, wer keine klare Ausgangsposition definiert, kann unmöglich treffende Aussagen formulieren. Sie selbst stellen EINE Ideologie, den Marxismus, in das absolutistische Zentrum Ihrer Meinungsbildung. Weder richtet sich eine Ideologie nach menschlichen Belangen und Eigenheiten, noch existieren, trotz zahlreicher politischer Unterfangen, positive gesellschaftspolitische Erfolge qua der marxistischen Theorie. Das trifft ebenso auf die Parteiendemokratie zu, die sich gerade im lobbygetragenen Sinkflug befindet, wie auf die entarteten Formen des Kapitalismus.
Was will ich damit sagen ? Nur wenn wir alle tolerant, offen und vorurteilsfrei für bessere Staatsformen, einen strukturellen Neuanfang eintreten, werden sich die Dinge ändern.
Eindimensional? Wenn ein Marxist anerkennende Worte für bestimmte (!) Aspekte der AfD-Politik ausspricht? Wahrscheinlich würde das umgekehrt nicht der Fall sein. Wie eindimensional ist es denn, wenn man alle Manifestationen gegenwärtiger Mainstream-Politik als „links“ bezeichnet, obwohl nur Kapitalinteressen bedient werden? Dabei geht es nur um eine Variante der Profitmaximierung auf der Basis von staatsdirigistischen Maßnahmen im Interessse bestimmter Kapitalfraktionen (Big-Pharma, Klimaindustrie, etc.). Schlichte Gemüter interpretieren das als Sozialismus.
„Links“ ist kapitalismuskritisch bis antikapitalistisch – „rechts“ ist pro-kapitalistisch (pro-Eigentum, pro-Profit, pro-Ausbeutung, pro-Markt-Wahn, pro-Imperialismus, pro-Privatisierung, pro-Deregulierung, pro-Liberalisierung). Der Sozialstaat – der heute zertrümmert wird – war zweifelsohne ein Erfolg der klassischen Arbeiterbewegung, die von Marx zumindest teilweise geformt wurde. Selbst Reaktionäre verstanden, dass der Laissez-faire-Kapitalismus Ende der 20er Jahre zum wirtschaftlichen Zusammenbruch führte und nicht nur Massenarbeitslosigkeit bzw. Massenelend brachte, sondern auch den Aufstieg des Nationalsozialismus. Übrigens: der Teufel Stalin schaffte es immerhin ein Volk von Analphabeten innerhalb weniger Jahrzehnte zu alphapetisieren, das Land in kurzer Zeit zu industrialisieren womit die Voraussetzungen geschaffen wurden, Nazi-Deutschland zu besiegen.
Im Übrigen: DEN „Marxismus“ gibt es ebensowenig wie DAS Christentum. Aber das führt wahrscheinlich zu weit und würde eindimensionale Marx-Interpretationen erschüttern.
Die Kommentare hier lassen tief blicken. Die AfD ist faktisch die einzige Alternative zum herrschenden Parteienkartell. Dies gilt auch für die FPÖ in Österreich. Solange keine Entzauberung stattfand, macht es auch keinen Sinn darüber zu fabulieren. Die Logik der Kommentatoren vernachlässigt die Erfahrungen der AfD mit dem System der „wertebasierten“, „unsere Demokratie“ etc. (beliebige Worthülse…) Simulation. Seit der Bundestagswahl 2017 wurde die AfD permanent von den Freunden der asozialen Gesellschaft übel diffamiert. Die Zustände wurden immer schlimmer, so dass man heute in Deutschland davon ausgehen kann, dass Messermorde, ein unsicherer öffentlicher Raum, ein allgemeiner Zerfall aller Werte, mit einem Schulterzucken konterkariert werden. Frei nach H.: „Iss halt so!“ Wählen also die Kritiker der AfD erneut die sog. Altparteien, sind begründete Zweifel an deren IQ und Kompetenzfähigkeit keine Beleidigung, sondern eine sehr ernste Diagnose.
Nix für ungut – aber worin unterscheidet sich die Sprache dieser Frau vom „Polit-Sprech“ der anderen Parteien?
Ich bleibe dabei: Gott knetet alle „Politiker“ des Westens aus dem selben Klumpen Scheisse.
Wenn eine Partei eine echte Alternative sein will, dann sollte sie sich nicht aus „Enttäuschten“ anderer Parteien zusammensetzen. Sie besteht dann nur aus denselben Karrieristen, die bislang nur nicht zum Zug kamen.
Eine echte Alternative kann nur entstehen, wenn sich Menschen(-Typen) in die Politik begeben, die man jetzt nicht dort findet. Solche, die eigentlich nie Politiker werden wollten, aber sich nicht mehr verarschen lassen wollen und es lieber selber machen.
Dasselbe bei der FPÖ. Pure Fassaden-Demokratie, wie sie sich Ulbricht immer gewünscht hat…..
Die Altparteien könnten die AfD ganz einfach entzaubern, indem sie mit ihr eine Koalition eingehen würden. So wie die Union und SPD das BSW in Thüringen entzaubert hat.
Warum machen die Altparteien das nicht?
Das deutet stark darauf hin daß die AfD eben kein Fähnchen im Wind ist, sondern ihre wichtigsten Positionen durchsetzen wird. Das würde dem Wähler zeigen dass für die AfD nicht die gut dotierten Posten, sondern eine gute Regierungsarbeit im Vordergrund stehen.
Diese Offenbarung fürchten die Altparteien wie der Teufel das Weihwasser. Dieser Offenbarungseid würde die korrupten, verlogenen, kriegslüsternen, volksfeindlichen Altparteien ganz alt aussehen lassen.
Eine wichtige Frage ist, wird die AFD als politisches Auffangbecken der Eliten benutzt, um Andersdenkende aufzufangen und deren Wut abzuleiten, oder ist sie wirklich eine Alternative? Wenn sie eine echte Alternative ist, wird sie von den Eliten bis zuletzt verhindert oder bekämpft! Wenn sie nur ein Auffangbecken ist, dann wird sie zugelassen! Wir werden es beobachten und bald genauer wissen.
Man sollte den bekannten Spruch von Kurt Tucholsky dabei immer im Hinterkopf behalten:
„Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie längst verboten.“
Die Positionen der AfD sind rational und eben deswegen muss sie unbedingt verboten werden.