
OpenAI CEO wirbt bei Bankern für weltweite ID
Auf einer Konferenz der US-Notenbank Federal Reserve warb Sam Altman, CEO von OpenAI, für sein digitales ID-System World ID mit Iris-Scan als unverzichtbares Mittel zur Bekämpfung von KI-gestütztem Betrug im Bank- und Finanzwesen.
Die digitale ID ist Voraussetzung zur Einführung von programmierbaren Zentralbankg3ld und einem Kontroll- und Überwachungssystem nach dem Vorbild des Orwellschen 1984. Altman warnte, dass KI bereits Sprach-, Gesichts- und andere biometrische Authentifizierungsmethoden unwirksam gemacht habe, und drängte auf die sofortige Einführung neuer Identitäts-Technologien. World ID wurde von Altmans Unternehmen Tools for Humanity entwickelt und verifiziert Nutzer anhand von Iris-Scans und speichert ihre Identitätsdaten mithilfe der Blockchain, um echte Menschen von KI-Bots im Internet zu unterscheiden.
OpenAI-CEO Sam Altman bringt sein umstrittenes Identitätsprojekt mit Iris-Scans nun direkt in den Finanzsektor und stellt sein World-ID-System als notwendiges Bollwerk gegen eine bevorstehende Krise durch KI-gesteuerte Betrugsfälle dar.
Auf einer Konferenz der US-Notenbank Federal Reserve zum Thema Bankenregulierung am 22. Juli warnte Altman, dass künstliche Intelligenz die meisten bestehenden Authentifizierungsmethoden bereits überflüssig gemacht habe und die Finanzbranche gefährlich unvorbereitet sei.
- Mayer, Dr. Peter F.(Autor)
„KI hat die meisten Methoden zur Authentifizierung von Personen vollständig überholt – all diese ausgefallenen Methoden wie Selfies, Winken oder Sprachbefehle“, sagte Altman. „Ich bin sehr besorgt, dass wir vor einer erheblichen Betrugskrise stehen.“
Altman schlug daraufhin World ID vor – eine biometrische Identitätsplattform, die Nutzer durch Scannen ihrer Iris verifiziert und diese Verifizierung dann mithilfe einer Blockchain-Infrastruktur speichert. Das System wurde von Tools for Humanity, einem von Altman mitbegründeten Unternehmen, entwickelt und wird als Lösung für ein grundlegendes Problem vermarktet, das durch KI selbst geschaffen wurde: die Unterscheidung zwischen Menschen und Maschinen in einer digitalen Welt, die zunehmend von synthetischen Medien und Identitätsdiebstahl geprägt ist.
Vor den Vertretern der Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden betonte er anschließend die Dringlichkeit der Einführung neuer Instrumente zur Bekämpfung von Betrug in den globalen Finanzsystemen. „Was mich erschreckt, ist, dass es offenbar einige Finanzinstitute gibt, die die Stimmabdruckerkennung als Authentifizierungsmethode akzeptieren. Das ist völlig verrückt. KI hat diese Methode doch längst überholt“, so Altman.
Altmans Äußerungen zeichneten ein breiteres Weltbild, in dem KI sowohl unaufhaltsam als auch gefährlich ist und Sicherheitssysteme schneller knacken kann, als Institutionen reagieren können. Gleichzeitig zeichnete er eine enthusiastische Vision einer Zukunft, in der künstliche Intelligenz zur transformativsten Kraft seit dem Internet wird, und prognostizierte eine Welt, in der „Intelligenz zu billig ist, um sie zu messen“, und deutete auf einen letztendlichen Fortschritt hin, hin zu voll funktionsfähigen humanoiden Robotern.
Kritiker warnen vor Überwachung, Datenspeicherung und invasiven Identitätspraktiken
Altmans Vorschlag stieß auf tiefe Skepsis, wobei Bedenken hinsichtlich biometrischer Überwachung, Datenspeicherung und der Normalisierung invasiver Identitätspraktiken geäußert wurden.
„Die Idee, die digitale Identität einer Person an einen biometrischen Scan zu binden, wirft wichtige Fragen zu Überwachung, Datenspeicherung und individueller Autonomie auf. Trotz der Datenschutzversprechen haben Regulierungsbehörden in mehreren Ländern das Projekt bereits wegen Fragen der Einwilligung und Offenlegung in Frage gestellt und in einigen Fällen sogar Aussetzungsbeschlüsse erlassen”, schrieb Ken Macon in seinem Artikel für Reclaim the Net.
Während der Frage-und-Antwort-Runde fragte ein Teilnehmer sogar, wie Altman auf Befürchtungen reagieren würde, dass KI Entscheidungen treffen oder Schlussfolgerungen ziehen könnte, die im Widerspruch zu gesellschaftlichen Normen oder demokratischen Werten stehen. Nachdem er mehr als 30 Minuten lang das revolutionäre Potenzial der KI gepriesen hatte, wich Altman aus. „Das liegt weit außerhalb meines Fachgebiets“, antwortete er.
Diese Zurückhaltung, sich mit den gesellschaftlichen Risiken auseinanderzusetzen, verstärkt nur die Unsicherheit hinsichtlich seiner Vision einer digitalen Identität.
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So wie ich das verstanden habe, darf der österreichische Geheimdiensttrojaner auf das Betriebssystem zugreifen, also auch auf die Kamera-Schnittstelle. Damit hätte er die Daten des Irisscans und könnte sie rein theoretisch auch einer App vorgaukeln, also vorgeben, die Person mit dem Irisscan stünde vor der Kamera.
Wenn die Dienste eine App installieren können, muss es technisch möglich sein und dann können es andere Dienste oder Hacker auch.
Ein erschreckende Vorstellung, aber wir müssen uns wohl daran gewöhnen, dass in der Übergangsphase zur Neuen Normalität der Schrecken regiert. Der Geheimdienst hätte also eine Datenbank aller Einwohner vom Säugling bis zum Hundertjährigen zur Verfügung, alle mit IDAustria verwaltet, und könnte unsichtbar in die Steuerung der Gesellschaft eingreifen, Sozialtechnik praktisch ohne Spuren zu hinterlassen. Der Datensatz hinter der IDAustria umfasst auch den Irisscan und gestattet dem System, jeden Unbequemen zum Straftäter umzumünzen, in dem man mit dem Nimbus behördlicher Unfehlbarkeit behauptet, den Täter per Irisscan identifiziert zu haben. Durch jahrelange Verhaltensüberwachung und -steuerung stehen mehr als genug Profildaten zur Verfügung, um die Gesellschaft durchzurastern und nach armen Teufeln zu filtern. Jedes geheimdienstliche Smartphone leistet heute mehr als alle Hollerith-Tabelliermaschinen der Nazis zusammen. Wie sollte der zu Unrecht Beschuldigt seine Unschuld beweisen können? Leck mich am Huf, was für ein verdammter Mist! Bis die Öffentlichkeit begreift, welcher Mechanismus hier zum Aufräumen verwendet wird, ist die Gesellschaft bereits umgebaut.
WER VISIONEN HAT, SOLLTE ZUM ARZT GEHEN
Dieser ganze Elektronik- und ID-Mist wird immer anfällig sein. Genauso gut können wir das Rad auch wieder zurückdrehen und mit altbewährten Mühlsteinen bezahlen. Ist vielleicht etwas unpraktisch, aber mindestens ebenso sicher – jedoch wesentlich freier >>> im Hinblick auf den angestrebten „digitalen Sklaven-Gulag“, diesem klitschnass-feuchten Traum all jener „Pseudo-Möchtegern-Weltverbesserer & CEO‘s“!