Niederlande: Zerstörung der Wirtschaft macht Fortschritte

16. Juli 2025von 4,3 Minuten Lesezeit

Die niederländische Industrie steht aufgrund hoher Energiekosten, strenger Umweltauflagen und Tendenzen zur Deindustrialisierung unter starkem Druck, wodurch ihre langjährige Rolle als europäischer Industriestandort gefährdet ist. Wichtige Chemie- und Raffinerieanlagen werden geschlossen oder verkauft.

Von der „holländischen Krankheit“ zur „deutschen Deindustrialisierung“ – die Energiewende ist keine ferne Bedrohung mehr, sondern ein drängendes Problem, das bereits Auswirkungen auf die niederländische Wirtschaft hat. Die anhaltende Energiewende in Europa wird weiterhin von der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten unterstützt. Die Abkehr von zuverlässigen Energiequellen wie Kohlehydrate oder AKWs und Ersatz durch insbesondere Offshore-Windkraft, Solarenergie und zunehmend Biokraftstoffe bedroht auch die Fertigungs- und Produktionsbasis der europäischen Länder.

Es ist nun schon mehr als ein Jahrzehnt, dass versucht wird, die Energienutzung aggressiv auf Strom umzustellen. Die anderen Verteilnetze für Energie wie Erdgas, Erdölprodukte und sogar Kohle werden stillgelegt oder zumindest eingeschränkt. Deshalb müssen die Energieversorger in den Niederlanden bereits zur Stromrationierung greifen und die Wartezeit auf neue Anschlüsse für Unternehmen und Private beträgt derzeit bereits bis zu zehn Jahren, wie gestern berichtet.

Nach Jahren der Deindustrialisierung in Deutschland zeigt nun eine weitere große Volkswirtschaft Anzeichen von Belastungen. Die Niederlande, einst bekannt für ihre sogenannte „Holländische Krankheit“, eine Wirtschaft, die auf riesigen Erdgasvorkommen und den damit verbundenen Einnahmen basiert hat – die Produktion in ihrem riesigen Onshore-Gasfeld Groningen eingestellt –, werden zu einem zweiten Deutschland, da ihre industrielle Basis aufgrund hoher Energiekosten und mangelnder Investitionen erodiert.

Gleichzeitig zerfällt, ohne dass die Medien davon Notiz nehmen, das zentrale Raffineriegebiet Europas, das sich über Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam erstreckt. Eine immer länger werdende Liste von Veräußerungen, Schließungen und Insolvenzen bedroht nicht nur die Kraftstoffversorgung, sondern auch die für Europa so wichtige chemische Industrie.

Jahrelange Vernachlässigung, eine Politik gegen fossile Brennstoffe und ein fast religiöser Glaube an die „Machbarkeit“ der Wirtschaft haben zu hohen Energiepreisen und sinkenden Investitionen geführt. Nach jahrelangen Appellen der Industrie reagiert Brüssel endlich. Am vergangenen Dienstag hat die Europäische Kommission einen Aktionsplan vorgelegt, um der Welle von Schließungen von Chemiewerken und Raffinerien in der EU entgegenzuwirken. Dies ist zwar ein positiver Schritt, aber für viele Unternehmen könnte es bereits zu spät sein, insbesondere in der Region um den Hafen von Rotterdam, wo Schließungen und Veräußerungen aufgrund der hohen Energiepreise und der Marktvolatilität zunehmen.

Niederländische Unternehmen der nachgelagerten Industrie und der chemischen Industrie sind von dieser toxischen Mischung besonders hart getroffen, die durch ESG-Vorschriften und anhaltende Konflikte um Stickstoffemissionen noch verschärft wird, die Expansionen und den Zugang zum Stromnetz behindern. Es ist unklar, ob niederländische Standorte wie Moerdijk, Rotterdam und Geleen von dem Aktionsplan Brüssels für kritische Komplexe profitieren werden.

Doch nicht die Bürokratie allein zwingt Unternehmen zum Weggang, sondern die hohen Betriebskosten, insbesondere in den Niederlanden. Niederländische Unternehmen sehen sich mit den höchsten Energiepreisen in der EU, einem instabilen Stromnetz und der realen Gefahr von Stromausfällen im Winter konfrontiert. Der Vorstoß in Richtung Nachhaltigkeit, der von einigen als „Heiliger Gral” angesehen wird, wird zunehmend als Ursache für die Deindustrialisierung genannt.

Einem aktuellen Bericht des niederländischen Statistikamtes (CBS) zufolge sind 95 % der Industrieexporteure besorgt über die globale Handelspolitik in den nächsten 12 Monaten, ein deutlicher Anstieg gegenüber 41 % im März 2023.

Die Situation betrifft mittlerweile sogar umweltorientierte Unternehmen. Die Global Energy Storage Group (GES) verlässt die Niederlande, um bessere Chancen in Asien zu nutzen. Das Unternehmen verkaufte seinen 212.000 m³ großen Terminal in Rotterdam an das französische Unternehmen Tepsa. Gunvor schließt ebenfalls seinen Ölterminal in Rotterdam und begründet dies neben der Schließung seiner Raffinerie mit dem instabilen Investitionsklima in den Niederlanden. Das Chemieunternehmen Vynova plant die Schließung seiner PVC-Fabrik am Standort Chemelot. Zu den weiteren Schließungen im vergangenen Jahr zählen LyondellBasell, Tronox und Indorama.

Tatsächlich ist all das absehbar, Ingenieurwissenschaftler, Physiker und andere Naturwissenschaftler warnen seit Jahrzehnten, dass Solar- und Windkraftanlagen nicht nur schädlich für Umwelt sowie für die Gesundheit von Mensch und Tier sind, sondern auch nicht in der Lage sind, die Energie dann zu liefern, wenn sie benötigt wird.

Die Schlussfolgerung lautet, dass diese Zerstörung der Wirtschaft geplant sein muss. Malthus, Club of Rome und Oligarchen wie Gates haben immer wieder behauptet, dass das „Raumschiff Erde“ nicht so viele Menschen tragen könne und die „Grenzen des Wachstums“ erreicht seien. Die Zerschlagung der Wirtschaft durch den „Green Deal“ ist nur eine der Maßnahmen zur Bevölkerungsreduktion, die Pandemie, Kriege oder die LGBT-Ideologie sind weitere.

Image by Michael from Pixabay

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6 Kommentare

  1. Dr. Rolf Lindner 17. Juli 2025 um 1:35 Uhr - Antworten

    Der Hauptverantwortliche für diese Misere ist jetzt NATO-Generalsekretär und will mit Ländern, die sich im Stadium der Deindustrialisierung, des Bevölkerungsschwunds, der Überschwemmung mit Handaufhaltern und Landnehmern sowie der Degeneration an vielen anderen Stellen befinden, Krieg gegen Russland führen. Hinzu kommt die kürzlich vorgeführte Labilität einer auf sogenannten Erneuerbaren beruhenden Elektroenergieerzeugung. Merken diese Ruttes und Kumpanen nicht einmal, wie lächerlich die sind?

  2. Glass Steagall Act 16. Juli 2025 um 11:42 Uhr - Antworten

    Aber die angeblich so strengen Umweltauflagen hindern die Niederlande nicht daran, den Hafen in Rotterdam für den europäischen Krieg gegen Russland massiv aus- bzw. umzubauen! Hier zeigt sich, dass die Bevölkerung immer belogen und betrogen wird! Wie überall derzeit in der EU, für Krieg wird massenweise Geld locker gemacht und der Rest ist absolut zweitrangig! Auch Menschenleben!

  3. Jan 16. Juli 2025 um 11:13 Uhr - Antworten

    „eine der Maßnahmen zur Bevölkerungsreduktion“

    Es sind 70% der Bevölkerung gespritzt worden. Ob die Deindustrialisierung eine Folge der Bevölkerungsreduktion ist oder umgekehrt, lässt sich so nicht sagen.

    Es ist ganz klar, dass der aktuelle Lebensstil auf Grenzen endlicher Ressourcen trifft, insbesondere, wenn er von den dicht besiedelten Räumen in Asien übernommen wird.

    Es gibt eine jahrzentealte gut argumentierte akademische Literatur zu Aufstieg und Untergang von Zivilisationen. Ein Freund übertrieb es vielleicht, als er sagte, die „Modern Crash Theory“ sei die am besten durchdachte wissenschaftliche Theorie derzeit.

    Das Zyklendenken ist mittlerweile im Mainstream angekommen, zB beim Thema Pyramiden. Es sieht aber eher so aus, als sei die lineare Geschichte, wie durch die Kirche erzählt, ein Fake. Natürlich ist die zyklische Geschichte kultisches Gedankengut!

    Die zwei Kerngedanken sind immer die Abhängigkeit des Menschen von seinen Ressourcen, wobei diese sich als ein Verhältnis von Aufwand und Nutzen beschreiben lässt. Man stelle sich vor, man fände im Garten Braunkohle. Diese ist anfangs nutzbar zur Produktivitätssteigerung, man geht in den Garten, schaufelt ein wenig und kann heizen, kochen, duschen, Wäsche waschen, färben usw. Irgendwann wird das Loch so tief, dass man eine Leiter braucht, dann einen Aufzug, dann Stunden für den Weg hin und zurück. Selbst wenn die Kohle im Loch unbegrenzt wäre, ist sie irgendwann nicht mehr vernünftig abzubauen. Jetzt gibt es eine Reihe von Ökononen, die diesen Mehraufwand als „Inflation“ und nicht als „Aufwand“ buchen. Das ist wohl einfach falsch.

    Der zweite Ansatz ist der abnehmende Grenznutzen komplexer Systeme. Aktuell benötigt ein Kanzler 100 PR-Mitarbeiter. Wieviele hatte der Kaiser? Der gesamte Regelungsaufwand in der EU steigt, ohne Produktivitätsgewinn. Dies lässt sich historisch sehr schön vor dem Zerfall komplexer Gesellschaften nachweisen.

    Die Existenz des Menschen basiert auf anderen Systemen als wir im Fokus haben. Dazu gehören nicht nur biologische Kreisläufe, sondern auch kosmische: Es lässt sich beispielsweise ein Einfluss der Sonnenzyklen auf die Psyche argumentieren und natürlich auf Wetter und damit Nahrung. Wir reden da von Wissenschaft, nicht Gerda Rogers!

    Diese Zusammenhänge werden seit Jahrzehnten auch im kultischen Rahmen diskutiert. Es ist schwierig, Glauben und Ratio auseinander zu halten. Die Vorsokratiker haben ein Atommodell postuliert. Ist das eine Fälschung der Kultisten? War die Erfindung von Chemie und Physik ein Versuch, altes Wissen wieder zu finden? War es ein Glaubenssystem, das plötzlich nutzbar wurde? Diese Zusammenhänge sind schwer zu trennen.

    Wenn wir einen funktionierenden Kapitalismus annehmen, sollte man meinen, dass ein sinnvolles Nutzen der Groninger Felder gegen alle ideologischen Bestrebungen durchgesetzt würde. Die Banken haben sich nach Riesenabschreibungen aus dem US-Fracking zurück gezogen. War dies nur ein Spekulationseffekt? Eine ideologische Position von zB Larry Fink? Oder hätte hier die Energieautarkie der USA jeden Kultismus geschlagen?

    Diese Diskussion ist eine komplexe, die sich sicher nicht auf: Malthus war böse mit anschließender Kontaktschuld herunterbrechen lässt. Auch da gibt es natürlich Lobbyinteressen.

    Der Westen erlebt zur Zeit einen Bevölkerungsrückgang, auch bereits vor der Pandemie, und einen Rückgang der Energieverfügbarkeit. Kapitalismus ist ohne Wachstum nicht denkbar. WW1 korreliert mit Peak Coal Großbritannien, WW2 mit Peak Coal Deutschland und Öl, das es in diesem Maße erst nach WW2 gibt, ist sowieso eine unsichere Bank für die Importeure wie für die Exporteure.

    Es ist nicht möglich, unseren Lebensstil mit Forstwirtschaft und Kompost aufrecht zu erhalten. Das zeigt sehr schön die Übernutzung des Mittelalters. Die Wirkung von AKWs lässt sich ja leicht überschlagen, inden man den Primärenergieverbrauch durch den Output teilt. Wenn man Nicola Tesla sagt, oder Claus Turtur oder 15km tief bohren will, dann muss man sich mit der technischen Machbarkeit auseinander setzen. Wir brauchen nämlich das Ergebnis jetzt, weil wir jetzt schon im Zerfall stecken, von dem sich die BRICS nur abkoppeln, weil sie ökonomisch noch wachsen. Wir können nicht sagen, die Rothschilds sollen einmal investieren, damit wir in 500 Jahren Freie Energie haben. Wir können zum Stocker gehen und sagen, wir wollen nicht in Giftspritzen investieren, sondern in eine Tiefenbohrung im Marchfeld. Aber das wollen wir ja nicht!

    Selbstorganisierende Systeme folgen nicht immer den eigenen Vorstellungen. Adam Smith hat das die unsichtbare Hand genannt. Es gibt die Idee, dass das selbstorganisierende System der Erde Gott sei und „der Wille Gottes“, jene Systeme von denen man physisch, chemisch und biologisch abhängt, zu erkennen und sich ihnen einzufügen. Es ist schwer vorstellbar, wie es anders gehen sollte, auch mit Selbstvergöttlichung wirds eher nicht funktionieren!

  4. cwsuisse 16. Juli 2025 um 10:11 Uhr - Antworten

    Die Gesetze der Naturwissenschaften gelten nicht nur für Deutschland, sondern auch für die Niederlande: woke = tot!

  5. Karl-Richard 16. Juli 2025 um 8:29 Uhr - Antworten

    Wäre schön, wenn „zuverlässige Energiequellen wie Kohlehydrate“ noch korrigiert werden würde.

  6. Dorothea 16. Juli 2025 um 8:26 Uhr - Antworten

    Alles für die NWO. Wie weit die Pläne der Globalisten zurückreichen, erkennt man bei der niederländischen Königin Maxima. Vor Jahrzehnten der schwarzen Aristokratie ins Nest gesetzt und Globalistin bis ins Knochenmark.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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