Zermürbungskrieg Israel–Iran geht weiter – Verhandlungen ergebnislos

21. Juni 2025von 6,6 Minuten Lesezeit

Verhandlungen mit den E3-Staaten führten zu keinem Ergebnis. Die Angriffe auf beiden Seiten nehmen zwar ab, setzen sich jedoch kontinuierlich fort.

Gestern endete in Genf eine Runde dringender Gespräche zwischen Vertretern Europas und der USA sowie dem iranischen Außenminister Seyed Abbas Araghchi. Die Gespräche verliefen Berichten zufolge ergebnislos, da der Iran Forderungen nach einer vollständigen Einstellung der Urananreicherung ablehnte und stattdessen erklärte, dass es keine Verhandlungen geben werde, solange Israel seine Angriffe nicht vollständig einstelle.

Die Marathonverhandlungen in Genf dauerten knapp dreieinhalb Stunden. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Press TV konzentrierten sich die Gespräche hauptsächlich auf die Zukunft des Atomabkommens mit dem Iran von 2015, besser bekannt als Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA).

Das Treffen im europäischen Hauptquartier der Vereinten Nationen wurde auf Wunsch der drei europäischen Unterzeichnerstaaten des JCPOA einberufen. Nach Abschluss der Gespräche erklärte Außenminister Araghchi gegenüber Journalisten, dass Teheran keine Gespräche mit irgendeiner Partei führen werde, solange Israel seine Aggressionen gegen den Iran fortsetze. Das israelische Regime müsse seine Angriffe und Verbrechen gegen das iranische Volk einstellen, andernfalls werde es keinerlei Verhandlungen geben.

Statement von Irans Außenminister Araghchi nach Gesprächen mit den Außenministern Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands und dem EU-Außenbeauftragten:
„Heute haben wir uns mit den Außenministern Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands sowie mit dem Hohen Vertreter der EU in Genf getroffen und diskutiert.“
Quelle: Press TV auf X (ehem. Twitter)

„Der Iran wird sein legitimes Recht auf Selbstverteidigung weiterhin ausüben“, sagte Araghchi weiter und äußerte sich „zutiefst besorgt“ über die mangelnde internationale Verurteilung der israelischen Angriffe.

Er betonte erneut, dass das iranische Atomprogramm friedlich sei und weiterhin unter Aufsicht der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) stehe.

Araghchi zeigte sich zu weiteren Gesprächen bereit und reiste anschließend nach Moskau, wo er sich am Montag mit Präsident Wladimir Putin treffen wird.

Russlands Haltung

Russland wird unterdessen kritisiert, dem Iran nicht mehr Unterstützung zukommen zu lassen. Andrei Martyanov, ein ehemaliger sowjetischer Offizier und Blogger zu militärischen und maritimen Themen, erklärt auf seinem Blog, es sei seine langjährige These, dass der Iran kein einfacher Partner sei. Zwar handle es sich um eine alte Kultur mit einem sehr stolzen Volk, gleichzeitig sei der Iran aber – verständlicherweise – äußerst sensibel in Fragen seiner Souveränität und generell zurückhaltend, was Bündnisse betrifft. Oft zum eigenen Nachteil.

Martyanov verweist auf Putins Haltung zum Konflikt: Russland lehne eine weitere Eskalation zwischen Israel und dem Iran entschieden ab. Auf die Frage, wie Moskau auf die gezielte Ermordung von Irans oberstem Führer Ayatollah Khamenei reagieren würde, antwortete Putin lediglich, dies sei ein „Szenario, über das ich nicht einmal sprechen werde“. Russland sei nicht um eine militärische Intervention gebeten worden und sehe keinen Grund, seine derzeitige Position zu ändern. Obwohl bereits Luftabwehrsysteme an den Iran geliefert worden seien, zeige Teheran „wenig Interesse“ an einer vertieften militärischen Zusammenarbeit.

Putin sprach sich für gegenseitige Sicherheitsgarantien aus – sowohl für das iranische Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie als auch für Israels Recht auf Sicherheit. Moskau habe allen beteiligten Parteien – einschließlich der USA, Israel und dem Iran – mehrere Kompromissvorschläge unterbreitet und hoffe auf eine diplomatische Lösung.

Martyanov schreibt weiter, man könne sich anderen Staaten nicht aufzwingen. Wenn ein Land entscheidet, alleine handeln zu wollen, müsse man das respektieren. Russland sei bereit, seinen Teil beizutragen, wenn es darum gebeten werde – aber das sei bisher nicht geschehen. Daher auch keine Lieferung von S-400-Systemen an den Iran: Diese seien laut russischer Einschätzung derzeit nicht notwendig.

Hintergrund für die Haltung des Iran

Der Militär- und Politikanalyst Mark Sleboda erklärt im Interview mit der YouTuberin Rachel Blevins, dass der Iran am Montag zwar ein neues Abkommen unterzeichnet habe, dieses aber keine Verteidigungsklauseln enthalte. Es umfasse lediglich wirtschaftliche, politische und andere Bereiche. Ursprünglich – unter dem unter rätselhaften Umständen bei einem Helikopterabsturz ums Leben gekommenen Präsidenten Ebrahim Raisi – war erwartet worden, dass Russland dem Iran ein mehrschichtiges Luftabwehr- und elektronisches Verteidigungssystem aufbauen würde.

Doch Raisis gewählter Nachfolger, Massud Peseschkian, habe sich eher dem Westen zugewandt und wolle keine militärischen Vereinbarungen oder Hilfen von Russland. Russland habe sogar eine engere strategische Partnerschaft zwischen Russland, China und dem Iran vorgeschlagen – offenbar habe der Iran jedoch abgelehnt. Derzeit bestehe für den Iran also keinerlei Garantie auf russischen Luftabwehrschutz.

Abnehmende Intensität der Angriffe

Die folgende Grafik zeigt, dass die Anzahl der vom Iran abgefeuerten Raketen deutlich zurückgegangen ist. Die Zahl der Treffer blieb jedoch annähernd gleich. Das liegt vor allem daran, dass Israels sogenannter „Iron Dome“ deutlich geschwächt wurde: Luftabwehrbasen wurden ausgeschaltet, und die verbleibenden Systeme werden gezielter und sparsamer eingesetzt, da die Vorräte zur Neige gehen.

Der Iran setzt zudem neue Raketentypen ein, die dem Abwehrsystem besser ausweichen können und größere Sprengladungen tragen.

Auch Israel musste seine Angriffe reduzieren. Die israelischen Behauptungen, vollständige Lufthoheit über Teheran zu besitzen, sind zweifelhaft. Über iranischem Territorium dürften größtenteils Drohnen im Einsatz sein. Die meisten israelischen Flugzeuge feuern Raketen aus dem irakischen Luftraum ab. Die eingesetzten F-35- und F-16-Jets erfordern aufwendige Wartung pro Flugstunde – und werden derzeit bis an ihre Grenzen beansprucht.

Regimewechsel durch verdeckte Operationen?

Sleboda geht davon aus, dass ein möglicher Regimewechsel im Iran weniger durch offene Kriegshandlungen, sondern durch verdeckte Operationen vor Ort eingeleitet würde. Attentate, Terror- und Sabotagekampagnen, Drohnenangriffe aus dem Landesinneren – in der Art der Operation „Spiderweb“ – seien Teil dieses Szenarios. Doch all das reiche noch nicht für einen tatsächlichen Regimewechsel aus.

Mögliche Instrumente seien Gruppen wie die Mujahedin-e Khalq (MEK) – eine Organisation, die früher aufgrund der Tötung von Amerikanern auf der US-Terrorliste stand – oder Baluchi-Separatisten, die angeblich von Israel und der CIA unterstützt werden. Solche Gruppen könnten als Stellvertreter im Iran agieren, um eine politische und soziale Krise herbeizuführen, in deren Folge die iranische Regierung gestürzt werden soll.

Beispiele für solche verdeckten Operationen gibt es viele – zuletzt in Georgien, früher in der Ukraine, Jugoslawien, Lateinamerika und sogar im Iran selbst: 1953 wurde der demokratisch gewählte Premierminister Mohammad Mossadegh durch einen von MI6 und CIA organisierten Putsch gestürzt. Ihm folgte das Terror- und Folterregime des Schahs.

Angesichts der zunehmenden Spannungen mit Israel und des wachsenden Drucks aus dem Weißen Haus hat der oberste iranische Führer Ayatollah Ali Khamenei laut Iran Insight angeblich wichtige Befugnisse an den Obersten Rat des iranischen Militärs, darunter die Islamische Revolutionsgarde (IRGC), übertragen.

Dieser Schritt folgt auf Behauptungen, dass Khamenei in Begleitung enger Familienangehöriger, darunter sein Sohn Mojtaba, in einen unterirdischen Bunker im Nordosten Teherans gebracht worden sei, wie Iran Insight berichtet.

Nach dem iranischen Regierungssystem hat Khamenei das Oberkommando über die Streitkräfte, die Befugnis, Krieg zu erklären, und kann hochrangige Persönlichkeiten, darunter Militärkommandanten und Richter, ernennen oder entlassen.


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17 Kommentare

  1. Daisy 22. Juni 2025 um 3:56 Uhr - Antworten

    Emil Cosman ist Elvis-Fan…er sang kurz: „…it’s the matter of time…“. Sleeper cells of Iran in US “ it’s just because it’s normal, ABC, they will activate, then „Hoover Dam boom“ or else ;-)

    Vermietertagebuch: Vor 5 Minuten…US und GB haben massive Luftangriffe auf drei iran. Atomanlagen geflogen. Sie sollen „sehr erfolgreich“ gewesen sein. Trump schreibt: „Alle Flugzeuge sind auf dem Heimweg. Jetzt ist die Zeit für Frieden..“. Unfassbar.

    • Daisy 22. Juni 2025 um 4:02 Uhr - Antworten

      Jetzt laufen die Telefone heiß. Der Iran wird jetzt die Tür zur Hölle öffnen… Lasset uns beten..

      • Varus 22. Juni 2025 um 5:42 Uhr

        Woanders habe ich gelesen, dass die Russen inklusive Putin outeten, dem Iran ein Militärabkommen angeboten zu haben – die Perser wollten nicht. Auf sichernde Atombombe verzichten, auf starke Verbündete auch – worauf hoffen die? Mir kommt in den Sinn: „Doof wie Michel“.

      • Daisy 22. Juni 2025 um 6:45 Uhr

        Jetzt kann man nur noch hoffen, man hält sich mit der Vergeltung zurûck. Werden US Flugzeugträger getroffen oder Stützpunkte, wird Trump reagieren. Und dann wird es noch schlimmer. China und Russland rügen Isr. und verlangen einen sofortigen Waffenstillstand. Iran behauptet, es sei nichts irreversibel zerstôrt worden. „Die Atomenergie-Organisation des Landes betonte, Teheran beabsichtige nicht, die Entwicklung der Atomindustrie nach den Angriffen einzustellen.“

        Der Iran steht unter Schutz von China und Russland. Russland liefert ihm Waffen. Die beiden Großmächte werden dann auch reagieren müssen. Alles wegen diesem Shithole Zwerg, der aufgrund seiner massiven Unterstützung total größenwahnsinnig agiert, was ihm ja die Bedrohungen rundherum eingebracht hat. Ja, hätte der Iran eine Atombombe, hätte ihn Isr. wohl nicht angegriffen…

    • Daisy 22. Juni 2025 um 5:19 Uhr - Antworten

      Es gab keine Zustimmung des US-Kongresses. Der Einsatz war „verfassungswidrig“.

      „Es ist denkbar, dass die Militär-Aktion von Trump als symbolische Handlung gedacht ist, um mit dem Iran wieder in Verhandlungen eintreten zu können. Das Muster des US-Angriffs könnte jenem entsprechen, das Trump in seiner ersten Amtszeit 2018 gegen Syrien angewandt hatte. Damals wurde ein Flughafen in Syrien überraschend bombardiert, es erfolgten jedoch keine weiteren Militäreinsätze. Ein längerer Kriegseinsatz könnte für Trump auch wegen der fehlenden Autorsierung durch den Kongress schwierig werden“, schreibt de Berliner Zeitung.

      Der Iran meldet, es sei keine Radioaktivität ausgetreten. „Mehdi Mohammadi, ein hochrangiger Berater des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Ghalibaf, erklärte in einem Social-Media-Beitrag, der Iran habe seit mehreren Nächten mit Angriffen auf Fordo gerechnet. „Der Standort wurde schon vor langer Zeit evakuiert, und die Schäden sind nicht irreversibel“, schrieb er und fügte hinzu: „Wissen kann man nicht bombardieren.“

      Iran könnte die Straße von Hormus schließen.

    • Varus 22. Juni 2025 um 5:33 Uhr - Antworten

      US und GB

      Die Briten haben im Ersten Weltkrieg Iran unterjocht, Lebensmittel geklaut – 40% der Perser damals verhungert. Ein Land, welches sich für alle Zukunft sowas von fern halten sollte.

      Auf TE wird ständig ein Video eingeblendet, welches die Operation „Rising Lion“ lobpreist – vermutlich Made by Missad? Diese Berieselung kostet noch extrem viel Traffic. Kürzlich bejubelten die dortigen „Liberal-Konservativen“ die Merz-Worte, welche dem Herrn schon mal eine Anzeige brachten – „Anti-Spiegel“ erinnert, dass von „Drecksarbeit“ ein Es-Es-Typ sprach, nachdem er in Babi Jar 36.000 Erschiessungen bombardierte.
      Ich stelle mir gerade vor, wie man dort die angelsächsische Aktion bejubeln wird und es wird mir übel.

      Trump ist jetzt jedenfalls offiziell ein Wahlbetrüger.

  2. Sabine Schoenfelder 21. Juni 2025 um 14:34 Uhr - Antworten

    Endlich ! T-Online, Deutschlands solide Bertelsmänner….😂…berichten :
    Pakistans Regierung hält US-Präsident Donald Trump für auszeichnungswürdig. „Die Regierung Pakistans schlägt Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis 2026 vor“, heißt es in einem offiziellen Account auf X. Dabei wird auf Trumps Leistung bei der Beilegung des jüngsten Konflikts zwischen Indien und Pakistan verwiesen.“
    DEN läßt Doni sich nicht durch die Lappen gehen, indem er eine Atombombe auf Teheran schmeißt…..🤓🥂👍🏼

  3. Sabine Schoenfelder 21. Juni 2025 um 14:31 Uhr - Antworten

    Endlich ! T-Online, Deutschlands solide Bertelsmänner….😂…berichten :
    Pakistans Regierung hält US-Präsident Donald Trump für auszeichnungswürdig. „Die Regierung Pakistans schlägt Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis 2026 vor“, heißt es in einem offiziellen Account auf X. Dabei wird auf Trumps Leistung bei der Beilegung des jüngsten Konflikts zwischen Indien und Pakistan verwiesen.“
    DEN läßt Doni sich nicht durch die Lappen gehen, indem er eine Atombombe auf Teheran schmeißt…..🤓🥂👍🏼

    • Vortex 21. Juni 2025 um 16:38 Uhr - Antworten

      Was wäre, wenn alle öffentlichen Medien solche Informationen (tinyurl.com/3sm573p3) freigeben würden, also alles in Echtzeit und global für alle Menschen erreichbar …

  4. local.man 21. Juni 2025 um 13:08 Uhr - Antworten

    Die Verhandlungen sind, wie zu erwarten war, gescheitert.
    Wer verhandelt dort eigentlich? Also ich meine wer verhandelt dort wirklich?

    In der Politik geschieht nichts zufällig. Das könnten sich die Herrschenden gar nicht leisten. Wenn ein Kandidat nur irgendwie nach Systemgefahr müffelt, fliegt er raus, oder fällt vom Himmel in den Tod oder ähnliches. Meistens kommt man gar nicht an diesen Punkt.
    Rumänien hat dies ja auch mal wieder bewiesen. Und der Kandidat war ja schon im Club, also eine echte Gefahr.
    Was solls, irgendwann wird sich die Frage eh stellen, Systemwandel, oder ewigliche Dystopie über Fortschritt.. Soweit weg ist das nicht mehr.

  5. therMOnukular 21. Juni 2025 um 12:53 Uhr - Antworten

    Rein privat aber zum Thema:

    Schon beachtlich, aber meine Trafikantin fällt voll darauf rein, obwohl ansonsten hellwach. Sie ist eine Art „Gradmesser“ für mich….

    Wie geht das eigentlich, dass Menschen Etliches aus der Zeitung ungläubig beobachten, aber dann trotzdem immer wieder in eben jene Falle tappen, der sie ansonsten geschickt ausweichen (mit vollem Bewusstsein)? Wie kann sich also so ein Bewusstsein über den „Wahrheitsgehalt“ von MSM zwischenzeitlich so dermaßen verabschieden, dass man meint „der Iran macht sich schon in die Hose“….? Ukraine – voll durchschaut. Aber hier versagt sie völlig und fällt ins offizielle Narrativ…..

    Was das Thema angeht, so mache ich mir persönlich immer weniger Sorgen um den Iran. Spätestens seit dem Ted Cruz Interview bei Tucker sollte allen Menschen bewusst geworden sein, dass wir nicht nur von geistig Minderbemittelten regiert werden, sondern dass diese auch noch mehr religiösen Fundamentalismus (inkl Verklärung bis zur Psychose) mitbringen, als ein handfester Taliban.
    Der „moralische Krieg“ gegen Russland wird nun um die Komponente „religiöse Überlegenheit“ erweitert. Solche Trottel verlieren immer, sobald die Realität einschlägt.

    Und rein militärisch betrachtet: wer die Houthis nicht bezwingen kann, der hat gegen den Iran schon gar kein Leiberl. Die Houthis sind nach offiziellem Narrativ ein Proxy des Iran – und nicht umgekehrt…. (Und nebenbei haben diese Houthis bereits angekündigt, dass 350.000 Mann zur Unterstützung des Iran bereit stünden)

    Bier ist gekühlt, Knabbereien gelagert.

    • therMOnukular 21. Juni 2025 um 13:10 Uhr - Antworten

      Nachtrag zum Artikel:
      „Verhandlungen ergebnislos“

      Und dann steht im Artikel selbst, was der Iran fast schon gebetsmühlenartig wiederholt: es GIBT KEINE Verhandlungen, solange…..

      Was verstehen die Leute daran nicht? Pseudodiplomatische Inszenierungen und informelle Kontakte nennt man „Gespräche“ – die der Iran ständig führt und niemals ablehnt. Den semantischen Unterschied sollte man schon kennen und beherzigen, wenn man nicht MSM ist. Denn in diesem semantischen Unterschied liegt des Pudels Kern der Iranischen Haltung….: „klar können wir reden, aber es gibt nichts zu verhandeln, unsere Punkte sind klar und unveränderlich formuliert und dabei bleibt es. Kommt wieder, wenn ihr was anzubieten habt.“ (und ich finde das persönlich auch goldrichtig so)

    • Fritz Madersbacher 21. Juni 2025 um 18:07 Uhr - Antworten

      @therMOnukular
      21. Juni 2025 um 12:53 Uhr
      „Schon beachtlich, aber meine Trafikantin fällt voll darauf rein …“
      Erinnert an die bedingungslose Unterstützung Israels durch die „Patrioten für Europa“, begründet mit der Verteidigung des „Christlichen Abendlandes“ gegen den „muslimischen Ansturm“. Hier finden sich „Anti-Wokisten“, „Wokisten“ der „liberalen Demokratie“ und „Mainstream“-Medien im selben – westlich imperialistischen – Lager wieder. Welcher Zufall, einmal so, einmal anders, „As you Like it“ – „Wie es euch gefällt“ (Shakespeare) …

  6. Glass Steagall Act 21. Juni 2025 um 12:05 Uhr - Antworten

    „Wie Du mir, so ich Dir“. Dieses Motto scheint derzeit die Führungsebenen der Welt zu beherrschen! Und das nicht nur derzeit! Wie es schon in der Bibel steht, keine menschliche Regierung hat jemals zum Wohle des Menschen regiert!

  7. OMS 21. Juni 2025 um 11:36 Uhr - Antworten

    Dieses Fass hätte Israel nicht aufmachen sollen. Der Iran ist nicht Gaza mit seiner Hamas, nicht der Libanon mit seiner Hisbollah, und auch nicht Syrien, wo man mit US-Unterstützung tun und lassen konnte, was man wollte. Und wer Tötungsaufträge mit Funkmeldeempfänger oder gezielt sogenannte „Enthauptungsschläge“ durchführt ist kein Rechtsstaat sonder deklariert sich als Mörder und Terrorist.

  8. Satya 21. Juni 2025 um 10:19 Uhr - Antworten

    Ärger mit Is-Ra-EL, eine alte, als biblische zu bezeichnende Geschichte und vielleicht und ednlich das Ende dieses Apatheidstaates.

    • Varus 21. Juni 2025 um 20:57 Uhr - Antworten

      Man müsste nachdenken, wie man es bewerkstelligen kann, ohne dass die die ständig angedrohte Samson-Option aktivieren? (Halbe Welt mit Nuklearwaffen auslöschen, um sie mit in den Abgrund zu nehmen.)

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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