Iran: Kollusion von IAEO und Israel aufgedeckt – Angriff bevorstehend?

10. Juni 2025von 5,6 Minuten Lesezeit

Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete unter Berufung auf Quellen, dass von Iran in einer Geheimdienstoperation erhaltene Dokumente eine vollständige Koordinierung zwischen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und Israel offenlegten.

Den Quellen zufolge belegen die Dokumente, dass sowohl offizielle als auch vertrauliche Schreiben an die IAEO an israelische Geheimdienste weitergeleitet wurden. Der Bericht stellt fest, dass diese Erkenntnisse eindeutig zeigen, dass die IAEO ihre neutrale Haltung aufgegeben hat und nun als Werkzeug im Dienste der Interessen Israels fungiert.

In dem Bericht von Fars News über die Entdeckung vertraulicher Dokumente, die bei einer kürzlich durchgeführten Operation des iranischen Geheimdienstes beschafft wurden, geht es um offizielle und vertrauliche Schreiben des Iran an die IAEA, die sensible Informationen enthielten. Diese sollen über geheime Kanäle an die Geheimdienste Israels weitergeleitet worden sein. Eine informierte Quelle erklärte gegenüber einem Reporter der Nachrichtenagentur Fars: „Diese Dokumente zeigen eindeutig, dass die IAEO keine neutrale Rolle spielt, sondern zu einem Instrument geworden ist, das den Zielen des zionistischen Regimes dient.“

Zuvor waren bereits Berichte über die Offenlegung der Namen iranischer Atomwissenschaftler durch die IAEO aufgetaucht, was zur Ermordung mehrerer von ihnen geführt hatte. Gut informierte Quellen in der Region gaben am Samstag bekannt, dass der Geheimdienst der Islamischen Republik Iran Israel eine der bedeutendsten geheimdienstlichen Niederlagen der Geschichte beigebracht habe, und fügten hinzu, dass umfangreiche Daten, darunter auch Informationen über das Atomprogramm abgezogen worden seien.

Iran kündigt Reaktion sowohl gegen IAEO als auch gegen Europa an, falls Resolution verabschiedet wird

Von Deutschland, Frankreich und dem UK, die Signatarstaaten des früher abgeschlossenen JCPOA Atomabkommens waren, wird eine Resolution der IAEO vorbereitet, das auf die Verlängerung der von Sicherheitsrat gebilligten Sanktionen gegen den Iran hinausläuft. Behrouz Kamalvandi, Sprecher der Atomenergieorganisation Irans, erklärte dazu, dass die Islamische Republik sowohl gegen die drei europäischen Länder als auch gegen die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) selbst Stellung beziehen werde, falls die IAEO eine Resolution gegen Iran verabschiede.

In einem Fernsehinterview erklärte Kamalvandi, dass die Islamische Republik Iran über ihre Verpflichtungen hinaus mit der IAEO kooperiert habe und fügte hinzu, dass der Iran, sollte diese Zusammenarbeit nicht gewürdigt werden, seine Kooperation natürlich wieder auf ein normales Niveau zurückführen werde.

Auf die Frage nach der Reaktion des Iran auf eine anti-iranische Resolution, die von den drei europäischen Ländern – Großbritannien, Deutschland und Frankreich – vorangetrieben wird, sagte Kamalvandi: „Wie in früheren Fällen wird der Iran sicherlich eine angemessene Reaktion zeigen.“ Er fügte hinzu: „Die Reaktion des Iran hängt von der Haltung der Gegenseite ab. Aber dieses Mal wird der Iran nicht nur gegen die drei europäischen Länder Stellung beziehen, sondern auch gegen die IAEO.“ Kamalvandi betonte, dass der Iran uneingeschränkt mit der IAEO zusammengearbeitet habe, und fügte hinzu: „Hätten wir beabsichtigt, unsere Zusammenarbeit einzuschränken, wäre die Behörde sicherlich nicht in der Lage gewesen, ihre Aufgaben zu erfüllen.“

Angriff Israels auf den Iran bevorstehend?

Israel soll trotz aller offensichtlichen Bemühungen der USA, den Konflikt, der außer Kontrolle geraten könnte, zu entschärfen, weiterhin auf einseitige Angriffe gegen den Iran zusteuern, berichtet der Blogger Simplicius.

Die Vorbereitungen für einen israelischen Angriff auf die iranischen Nuklearanlagen sollen laut Channel 12 kurz vor dem Abschluss stehen, wobei die letzten Schritte, darunter der Transfer von Munition und die operative Planung, derzeit noch laufen.

Der Iran kann angeblich nicht nur auf Befehl schnell Atomwaffen bauen, sondern jeder Angriff des Westens auf seine Anlagen wäre wirkungslos, da der Iran sie verteilt und wichtige Teile tief unter der Erde versteckt hat.

Aussagen vom Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) Rafael Grossi im jüngsten FT-Artikel scheinen das zu bestätigen:

Schlimmer noch, die nuklearen Fähigkeiten des Iran könnten nicht mit einem einzigen gezielten Schlag zerstört werden. „Die sensibelsten Dinge befinden sich eine halbe Meile unter der Erde – ich war schon oft dort“, sagt er. „Um dorthin zu gelangen, muss man einen spiralförmigen Tunnel immer weiter hinuntersteigen.“

Charles Lister bestätigte vor einigen Wochen in einem Tweet, dass die USA nicht einmal mehr in der Lage sind, die iranischen Anlagen auszuschalten:

Ein Analyst erklärt:

Grossi sagte: „Ich war schon mehrfach dort. Um dorthin zu gelangen, muss man tief, dann noch tiefer und noch tiefer gehen. Das iranische Atomprogramm kann durch einen Angriff nicht zerstört werden.“

Er hat Recht. Die GBU-57, die mächtigste Bunkerbrecher-Bombe der Welt, kann nur 66 Meter tief eindringen, während selbst die neueste Atombombe nur bis zu 500 Meter unter der Erde einschlagen kann.

Der Iran hat seine IR-9-Zentrifugen auf Stoßdämpfersysteme gestellt, die Erdbeben der Stärke 6,0 auf der Richterskala standhalten können. Diese Anlagen liegen tief in den Bergen.

Israel verfügt nicht über die GBU-57, nur die USA, und nur B-2-Bomber können sie tragen – zwei Bomben pro Jet. Um nur eine iranische Anlage in 800 Metern Tiefe zu zerstören, müssten die USA mindestens zwölf Bomben präzise auf einen Punkt abwerfen – das wären sechs Bomber pro Anlage.

Der Iran soll mindestens fünf solcher tief gelegenen Nuklearanlagen besitzen. Um sie alle zu zerstören, müssten die USA 30 B-2-Bomber einsetzen, aber sie verfügen insgesamt nur über 18. Das bedeutet, dass mindestens zwei iranische Anlagen überleben würden.

Darüber hinaus hat der Iran keine geraden Schächte gebaut. Nach jeweils 50 Metern verlaufen die Tunnel hunderte Meter seitlich, bevor sie wieder nach unten führen – was punktgenaue Treffer nahezu unmöglich macht. Selbst wenn die erste Bombe ihr Ziel trifft, könnten die restlichen 11 Bomben auf leeren Boden fallen.

Kurz gesagt: Die unterirdische Nuklearinfrastruktur des Iran ist mittlerweile zu tief, zu komplex und zu gut geschützt, um militärisch ausgeschaltet werden zu können.

Der Iran hat jedenfalls mehrfach erklärt nun die geheimen israelischen Nuklearanlagen angegreifen zu können, nachdem alle Daten bekannt geworden sind.

Ein Krieg zwischen Israels/USA und dem Iran hatte jedenfalls schwerwiegende geopolitische und ökonomische Folgen, da die Exporte von Erdöl und Erdgas aus dem Persischen Golf zumindest zeitweise zum Erliegen kommen würden. Allerdings scheinen die Analysten nicht damit zu rechnen, da S&P Global und andere prognostizieren, dass die Rohölpreise aufgrund des schwachen Nachfragewachstums, dem langsamsten seit der Pandemie, unter 50 US-Dollar pro Barrel fallen könnten.


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4 Kommentare

  1. Patient Null 23. Juni 2025 um 12:54 Uhr - Antworten

    So ziemlich das schlimmste was eine internationale Kontrollorganisation machen kann ist geheime Daten die nichts mit der Kontrollaufgabe zu tun haben weitergeben.

    Die IAEO welche sich schon in der Ukraine Kritik vorwerfen lassen muss, hat sich hier grad selbst abgeschafft. Die wichtige Arbeit der freiwilligen Kontrolleure, die sich damit teils in Lebensgefahr begeben, wird hier von deren Chef aufs gröbste beschädigt. Eigentlich gehörte der vor Gericht, aber von welchem. Die Gerichte sind ja selbst von einseitigem Verhalten betroffen.

  2. Der Zivilist 11. Juni 2025 um 9:19 Uhr - Antworten

    Wie OECD in der Ostukraine

    Der Wahnsinn hat Methode !

  3. Jan 10. Juni 2025 um 15:01 Uhr - Antworten

    Der Iran hat Öl wie Heu, in der Größenordnung von Saudi-Arabien. Zur Stromerzeugung brauchen die keine Kernkraft.

    Der Ölpreis folgt nicht den Gesetzen des Kartoffelmarktes. Es ist dem Normalbürger nicht möglich, auf Essen ua zu verzichten, um höhere Ölpreise zu zahlen. Höhere Preise sind regelmäßig nur bis zu einer gewissen Grenze durchsetzbar, danach fällt die Nachfrage und damit der Preis. Eine Verknappung von Öl wird daher mit niedrigen Preisen einhergehen, ohne dass die Wirtschaft wieder anspringt, und zu einer weiteren Verringerung der Produktion führen. Eine Verknappung wird nicht, wie von Marion „King“ Hubbert prophezeit, zu einer Glockenkurve führen, sondern zu einem starken Abfall und einem Niedergang innerhalb weniger Monate.

  4. Anna 10. Juni 2025 um 10:58 Uhr - Antworten

    Bestätigt meine Meinung über dieses Volk

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