Italien und Spanien stellen Milliarden Euro der EU für die Ukraine in Frage

18. März 2025von 1,9 Minuten Lesezeit

Einige EU-Mitgliedstaaten sind es möglicherweise leid, scheinbar endlose Summen an Steuergeldern in die Ukraine zu schicken, die für ihre hohe Korruption bekannt ist.

Bekanntlich hat sich Ungarn konsequent gegen eine kontinuierliche Finanzierung der Ukraine ausgesprochen, aber aufgrund der Isolation des Landes in dieser Frage hat es sich oft den Forderungen der EU gebeugt. Doch selbst einige andere große europäische Länder zögern, die außerordentlichen Geldsummen bereitzustellen.

Die Regierungen Italiens und Spaniens haben nun signalisiert, dass sie nicht bereit sind, den Vorschlag der EU zu unterstützen, der Ukraine in diesem Jahr 40 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, wobei jedes Land die Mittel entsprechend seiner Bevölkerungszahl beisteuern soll. Der Vorschlag stammt von der Hohen Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik Kaja Kallas, die von den nordeuropäischen und den meisten osteuropäischen Ländern nachdrücklich unterstützt wird.

Der ungarische Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó sagte: „Wir werden uns nicht hineinziehen lassen und wir werden nicht zulassen, dass Waffen mit ungarischem Steuergeld in die Ukraine geliefert werden!“

Der ungarische Außenminister erklärte, dass Budapest Friedensverhandlungen anstelle von mehr Waffen für die Ukraine unterstütze.

Kallas weist jedoch den Reuters-Bericht zurück, wonach einige Mitgliedstaaten Vorbehalte gegen die Finanzierung in Höhe von 40 Milliarden Euro äußern. Sie sagt, es gebe „eine breite politische Unterstützung“, aber „viele Details müssen noch ausgearbeitet werden“.

„Es ist wichtig, dass der Rat gesagt hat, dass wir schnell handeln müssen, und genau das tun wir“, fügte Kallas hinzu.

Unabhängig davon, wie die EU über die 40 Milliarden Euro entscheidet, scheinen die Ansichten der USA und der meisten EU-Mitgliedstaaten über den Krieg stark voneinander abzuweichen. Präsident Donald Trump bemüht sich um ein Friedensabkommen, während der Großteil der EU den Kampf gegen Russland fortsetzen will.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



Britische Truppen für Ukraine – Falle um Ausweitung des Kriegs zu erzwingen?

EU will auch bei Waffenstillstand weiter Waffen an Ukraine liefern

Analysen des „Waffenstillstand“ Pokers zwischen USA-Ukraine und Russland

Kritik an 800-Milliarden-Euro-Verteidigungsplan der EU als Machtübernahme

Deutschlands katastrophale Energiepolitik nun im Verfassungsrang?

10 Kommentare

  1. Michael Rosemeyer 24. März 2025 um 11:51 Uhr - Antworten

    Die Ukraine ist der Aggressor, wie von ÖRR 2014 dokumentiert und bestätigt.
    https://x.com/MichaelRos16236/status/1800594359890628714
    ARD 2014 https://t.co/RBFwBcwaGQ
    New York Times 2024 https://t.co/mLhxLebGWI

    2024_02_26
    https://www.wsws.org/en/articles/2024/02/26/nrdz-f26.html

    Damit man sich noch einmal klar wird was Biden für ein verdammter Kriegstreiber und wie blind sich die Europäer in diesen Stellvertreterkrieg haben treiben lassen
    2014_11_18
    https://x.com/FreeSpeech_on_X/status/1858408435097702589

    Robert Kennedy Jr., neuer US-Gesundheitsminister, enthüllte im Tucker-Carlson-Interview, dass USAID in Wirklichkeit nur eine Tarnorganisation der CIA ist, die 2014 die demokratisch gewählte🇺🇦Regierung wegputschte.
    Das Kabinett der neuen Regierung wählte 1 Monat vorher Nuland aus.
    2025_01_03
    https://x.com/ZentraleV/status/1886296057107153354

    Donald Trump: Russland wollte die Nato nicht vor der Haustür
    Trump kritisiert Biden, weil dieser einen Nato-Beitritt der Ukraine nicht ausgeschlossen habe. Der Krieg sei vermeidbar gewesen.
    2025_01_10
    https://www.infosperber.ch/politik/welt/donald-trump-russland-wollte-die-nato-nicht-vor-der-haustuer/

    EU-Gericht verurteilt Ukraine für Massaker von Odessa
    2025_03_14
    https://tkp.at/2025/03/14/eu-gericht-verurteilt-ukraine-fuer-massaker-von-odessa/

  2. Jurgen 19. März 2025 um 13:08 Uhr - Antworten

    Die Abwicklung des Euro kann man auch einfacher haben und das ganz ohne Krieg!

  3. Daisy 19. März 2025 um 6:42 Uhr - Antworten

    „Es ist wichtig, dass der Rat gesagt hat, dass wir schnell handeln müssen, und genau das tun wir“, fügte Kallas hinzu.

    Tausche Rat gegen „Oberster Sowjet“.

  4. Varus 19. März 2025 um 0:05 Uhr - Antworten

    Präsident Donald Trump bemüht sich um ein Friedensabkommen, während der Großteil der EU den Kampf gegen Russland fortsetzen will.

    Warum liefert er dann wieder den Banderas Waffen und Aufklärung, nachdem das einmal schon gekappt wurde? Der Rutube-Blogger Aleksandr Semtschenko fragte rhetorisch, wieso es keinen Waffenstillstand mit dem Bandera-Chef 1943, 1944 oder 1945 gab?

    Nicht zuletzt der gestrige Eskalation-Versuch an der Belgorod-Grenze zeigt, dass man den Banderas nicht trauen kann.

    Putin hat im Telefonat die banderistischen Verbrechen in der Oblast Kursk angesprochen – was meint Trump dazu?

    • Daisy 19. März 2025 um 6:37 Uhr - Antworten

      Vermutlich wissen beide, dass die 31 NATO-Offiziere und NATO-Söldner daran beteiligt waren. Sobald das offiziell wird, bedeutet das auch offiziell Krieg mit der NATO. Vermutlich hat Annalena Märds deswegen gestern gesagt, Deutschland befinde sich im Krieg gegen Russland, weil bei den Kriegsverbrxchern von Kursk auch deutsche Offiziere dabei waren?

      Die Weiterführung der von Biden zugesagten Versorgung wurde damit verbunden, dass S. Friedensbereitschaft zeigt. Aus Rubios Sicht war sie damit gegeben, dass die U. einer bedingungslosen Waffenruhe zwecks Aufrüstung (u.a. durch die Taurus Langstreckenraketen) und britischer und franz. Truppenverlegung an die Front zustimmt. So gesehen hat die neuerliche Waffenlieferung durch die USA auch einen Sinn….
      Insgesamt verlief das gestrige Gespräch ganz gut. Vielleicht hat Trump wieder was gelernt? Ich unterstelle ihm nach wie vor, dass er gute Absichten hat und ernsthaft einen Frieden und bessere Beziehungen zu Russland wünscht. Und Putin unterstelle ich, dass er immer noch nicht fertig ist mit seiner „OP“.

      • Varus 19. März 2025 um 7:38 Uhr

        Die Weiterführung der von Biden zugesagten Versorgung wurde damit verbunden, dass S. Friedensbereitschaft zeigt.

        Beweist die gestrige Eskalation Richtung Belgorod (von den Russen abgewehrt) nicht das Gegenteil? Oder ständige Angriffe auf russische zivile Ziele? Wenn Schnorrlensky während der aktuellen Energieanlagen-Waffenpause wieder eine russische Raffinerie angreift – wird Trump die Versorgung kappen; diesmal endgültig?

      • Daisy 19. März 2025 um 7:41 Uhr

        Ich hoffe, Trump stellt die Unterstützung baldigst ein. Damit könnte er zeigen, dass er es ehrlich meint… aber vielleicht weiß er das noch nicht?

  5. Fritz Madersbacher 18. März 2025 um 18:32 Uhr - Antworten

    „Einige EU-Mitgliedstaaten sind es möglicherweise leid, scheinbar endlose Summen an Steuergeldern in die Ukraine zu schicken, die für ihre hohe Korruption bekannt ist“
    Der größte Teil dieser Steuergelder geht an die US-amerikanischen und (zum geringeren Teil) an die europäischen Rüstungskonzerne …

    • Jan 18. März 2025 um 22:27 Uhr - Antworten

      Der größte Teil geht an Mercedes!

    • Varus 19. März 2025 um 2:19 Uhr - Antworten

      Sehr viel bleibt bei den Bandera-Popanzen hängen.

      Böses Medium zitiert gewisse künftige UNO-Prominente vom Mai 2021, wie die Kanzlerkandidatende:in für ihren Großvater schwärmt: „… mein Großvater kämpfte dort im Winter 1945 an diesem Fluss, an dieser Grenze. …“ – Nach etlichen Berichten war Waldemar Baerbock glühender Anhänger der Ideologie, die heute die Banderas anhimmeln und hat besonders eifrig „Mein Kampf“ studiert.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge