RFK-Eeffekt: FDA verbietet krebserregenden Lebensmittelfarbstoff

18. Januar 2025von 2,3 Minuten Lesezeit

Das von Robert F. Kennedy angekündigte Programm MAHA (Make America Healthy Again) wirkt offenbar schon vorauseilend vor dem Amtsantritt der neuen Regierung. Eines der Programmpunkte von RFK ist, die Lebensmittel Industrie dazu zu bringen keine gesundheitsschädlichen Produkte mehr zu verkaufen. Die Behörde, die bisher zugeschaut hat, hat nun in einem Punkt gehandelt.

Die Lebensmittelindustrie ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Kapitalismus funktioniert, wenn nicht durch einen funktionierenden Staat überbordende Profitgier eingeschränkt wird. Ohne Rücksicht auf die Gesundheit werden Zusätze in Lebensmittel getan, wenn sie nicht durch den Verbraucherschutzes verboten werden. .

Ein Beispiel ist Erythrosin, auch bekannt als Red 3. Diese Substanz ist seit dreieinhalb Jahrzehnten wegen möglicher Krebsrisiken aus Kosmetika verbannt. Glaubt irgendjemand wirklich, dass die Hersteller von Snacks diesen Stoff für den Massenkonsum verkaufen dürfen?

RFK Jr. und Donald Trump glauben das nicht, und die FDA auch nicht. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat gestern das Verbot von Red 3 in Lebensmitteln genehmigt. Das ist ein Sieg für die Lebenserwartung der Amerikaner und eine Niederlage für die Lobbyisten in Washington, die ihre Karriere damit verbracht haben, die Fähigkeit von Big Food zu erhalten, die Öffentlichkeit zu vergiften.

JUST IN: The Food and Drug Administration (FDA) has banned the use of Red Dye No. 3, which is used in thousands of food products and is made from petroleum.

Red Dye No. 3 has been linked to cancer in animals. The dye give beverages and foods a bright red cherry color.

“The dye… pic.twitter.com/m0OcXyc2zA

— Collin Rugg (@CollinRugg) January 15, 2025

Die Food and Drug Administration (FDA) hat die Verwendung des roten Farbstoffs Nr. 3 verboten, der in Tausenden von Lebensmitteln verwendet wird und aus Erdöl hergestellt ist.

Der rote Farbstoff Nr. 3 wurde mit Krebs bei Tieren in Verbindung gebracht. Der Farbstoff verleiht Getränken und Lebensmitteln eine leuchtend kirschrote Farbe.

„Der Farbstoff wird immer noch in Tausenden von Lebensmitteln verwendet, darunter Süßigkeiten, Müsli, Kirschen in Fruchtcocktails und Milchshakes mit Erdbeergeschmack“, berichtete NBC.

Die Lebensmittelhersteller haben bis zum 15. Januar 2027 Zeit, ihre Produkte zu ändern.

Robert F. Kennedy Jr. hat sich sehr für die Entfernung von Farbstoffen aus Lebensmitteln eingesetzt, insbesondere von gelbem Farbstoff Nr. 5 und rotem Farbstoff Nr. 40.

Der für die Änderung eingeräumte Zeitraum ist unglaublich lange angesichts der Tatsache, dass der Farbstoff mit Krebserregung in Verbindung gebracht wurde.

Was noch abzuwarten ist, ob sich diese neue Politik auch bei uns durchsetzen wird. Von der EU, die im Griff der Lobbyisten ist, ist wohl nichts zu erwarten. Aber nationale Behörden können noch etwas für den Schutz ihrer Bürger tun.

Photo by CEphoto, Uwe Aranas


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5 Kommentare

  1. local.man 19. Januar 2025 um 21:03 Uhr - Antworten

    Es fängt zeitig an in Sachen Lebensmittel.
    Selbst Dinge wie Nitritpökelsalze wirken schädlich und diese sind in fast allen Wurstwaren enthalten.
    Sie haben im Grunde keinen sinnvollen Effekt für die Qualität des Essens, sie haben nur den Effekt für das Aussehen der Produkte, nämlich dass sie schön rötlich bleiben und eben nicht graulich werden.
    Es geht dabei also im eine Manipulation und gehört nicht in das Produkt. Es steigert den Absatz und gaukelt Frische vor.
    Nitrikpökelsalz oder E250, hat im Körper die Auswirkung, dass man sehr durstig wird, was Salz generell ja auslöst, aber gerade E250 ist hier extremer.
    Der Körper bindet diesen Giftstoff in den Fettzellen mit Wasser. Man wird dadurch schnell aufgedunsten und wabbelig. Der Abbau dieser Stoffe belastet die Organe vor allem die Nieren.

    Dies ist nur einer der ganzen schädigen Stoffe im Essen, die uns als ungefährlich verkauft werden, was nicht zutrifft.
    Diese Zusatzstoffe haben in den meisten Fällen keinen eigenen positiven Nutzen, sie dienen nur dem Geschäft und dem Profit.
    Z.B. so auch in Schokolade die Gleitmittel Lecithine E322 oder noch schlimmer E476.
    Sie haben die Aufgabe, dass die maschinelle Herstellung besser funktioniert und haben nichts in unseren Körpern verloren.
    Sie helfen dabei, dass die Schokoladenmasse nicht so stark klebt und besser durch die Rohre gleitet.
    E476 ist dabei noch schlimmer und greift die Leber an.

    Und so gibt es allerlei „Helfer“ z.b. auch beim Brot, damit die Maschinen es besser verarbeiten können, die Gesundheit der Menschen spielt keine Rolle, nur die Profite.

    Auf der anderen Seite, weil der Konsument, also wir, ich mag diese Begriffe Verbraucher, Konsument usw. gar nicht, so langsam dies durchschaut, haben sich diese Kreise Tricks einfallen gelassen. Nun werden E-Nummern gerne unter verschiedenen Namen in die Zutatenliste geschrieben, ohne die Nummern selbst.
    Oder es wird wie beim Zucker, in x verschiedene Zuckerarten aufgeteilt, dabei ist es einfach alles nur Zucker, man denkt aber es ist gar nicht so viel drin.
    Auch beliebt ist der Trick mit Labeln. Zertifizierungsstellen, die uns Sicherheit vorgaukeln sollen. Der Aufkleber auf dem Produkt soll uns einreden, dass hier alles ganz prima ist. Dabei stecken die Zertifizierungsstellen selbst mit unter der Decke der Produzenten.
    Z.B. im Obstanbau irgendwo in der 3. Welt, arbeiten die dortigen Angestellten ohne Schutzkleidung und werden besprüht über Flugzeuge die über die Plantagen fliegen.
    Kontrollen der Standards, werden lange Zeit vorher angekündet und an den Tagen Schutzkleidung verteilt, die danach wieder eingesammelt wird.
    Die Befragungen der angestellten erfolgt nach Skripts. Sie reden von fairen Löhnen, rechtzeitig ausbezahlt und guten Arbeitsbedignungen. Wer sich daran nicht hält, fliegt raus.
    Ergebnis ist.. alles ist super, das Label sagt uns im Laden.. hier wird kontrolliert und alles ist Top.. Die Realität sieht aber anders aus.
    z.B.
    h*ttps://taz.de/Gefaelschte-Oeko-Zertifikate/!5106409/

    Dieses System in dem wir leben(gehalten werden) ist eine Art Matrix und es gibt reichlich Alternativen, die wir dringend brauchen, ja im Grunde zwingend umsetzen müssen.

  2. Jurgen 18. Januar 2025 um 21:58 Uhr - Antworten

    Es macht eh keinen Sinn mehr, chemisch fertig designte Nahrungsmittel von Nestle und Konsorten zu kaufen. Die Zutaten sind einfach nur eklig!
    Sinn macht nur noch, Bioland/Demeter Erzeugnisse zu kaufen und auch als Grundlage für den kleinen Nebenanbau zu verwenden. Statt Rasen planze ich mittlerweile Bohnen, Hirse und Getreide im Garten.

  3. Jan 18. Januar 2025 um 21:01 Uhr - Antworten

    Inzersdorfer baut eine Ekel–Insekten-Fabrik in Linz. Könnte man auch einmal evaluieren!

    (Natürlich stimmt das nicht, es ist der Mutterkonzern und das Umland – bevor morgen eine Hundertschaft vor meiner Tür steht. Die genauen Daten habe ich gerade nicht parat.)

  4. Glass Steagall Act 18. Januar 2025 um 18:52 Uhr - Antworten

    Es dürfte genügend Wendehälse geben, die immer ihr Fähnchen nach dem Wind drehen. Wenn eines Tages die Trump-Regierung wieder weg ist, machen sie das, was die nächste Regierung will, was auch immer das sein wird.

    • 1150 19. Januar 2025 um 3:38 Uhr - Antworten

      jeden tag kommen neue, ekelige stocker’s oder svazeks’s in der welt an, seit es die menschheit gibt

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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