Trump macht „Pharma-Hure” zum US-Generalarzt

25. November 2024von 2,3 Minuten Lesezeit

Die neue Chefärztin der USA hat die Covid-Impfstoffe unterstützt und gelobt. Erst spät rückte sie vom Impfnarrativ ab. Kritiker sind über die Personalie empört. 

Durch den “Surgeon General” Florida, Joseph Ladapo, hat man auch in Europa mitbekommen, welch bedeutender Posten der „Generalarzt“ ist. Ladapo kippte die Impfempfehlungen für Covid, zuletzt empfahl er, Fluorid aus dem Leitungswasser Floridas zu nehmen. Nun hat auch Trump seinen Surgeon General gewählt und bei Pharma-Kritiker läuten die Alarmglocken.

Ben Bartee schreibt von einer „Pharma-Hure“ und einer „desaströsen Wahl“.  Janette Nesheiwat heißt die Ärztin, die künftig im Kennedy-Ministerium tätig sein wird. Politico schreibt über sie (Hervorhebung TKP):

Nesheiwat ist ein medizinischer Mitarbeiter von Fox News und arbeitet als medizinischer Direktor bei CityMD, einem Netzwerk von Notfallzentren in New York und New Jersey.

„Dr. Nesheiwat ist eine leidenschaftliche Verfechterin und starke Kommunikatorin für Präventivmedizin und öffentliche Gesundheit“, sagte Trump in einer Erklärung. „Sie setzt sich dafür ein, dass die Amerikaner Zugang zu einer erschwinglichen, qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung haben, und glaubt daran, dass die Menschen ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen können, um länger und gesünder zu leben.“

Nesheiwat, die sich auf Notfall- und Familienmedizin spezialisiert hat, hat Impfstoffe unterstützt, die Robert F. Kennedy Jr., Trumps Kandidat für das Amt des Gesundheitsministers, in Zweifel gezogen hat.

Allerdings war sie nicht voll auf Linie mit Lockdown- und Impfpolitik. So heißt es weiter:

Zu Beginn dieses Jahres sagte sie, dass die Risiken des Impfstoffs für viele Amerikaner, vor allem für junge Menschen, die Vorteile überwiegen würden, während sie gleichzeitig einräumte, dass das Risiko für die Mehrheit der Patienten gering sei. Nesheiwat hat sich während der Pandemie kritisch gegenüber staatlichen Auflagen geäußert.

Sie hat auch die Pflegestandards der American Academy of Pediatrics für Jugendliche mit Geschlechtsdysphorie in Frage gestellt.

Bartee hält das Archiv dagegen. Und das ist nicht gut:

Bartee ist nachtragend und empört:

„In einer einigermaßen gerechten Welt würde diese schändliche Pharmahure vor ein Militärgericht gestellt werden, […], stattdessen will Trump sie in eine Schlüsselposition in seiner Regierung berufen.“

Nach der Ernennung von Marty Markary als FDA-Chef, TKP hat berichtet, kann man Nesheiwat als anderes Signal deuten. Offiziell wird von RFK als Gesundheitsminister weiterhin nicht abgerückt. Der Widerstand gegen ihn ist allerdings zweifellos weiterhin enorm.


Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.

Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.



13 Kommentare

  1. Satya 26. November 2024 um 9:36 Uhr - Antworten

    Lege niemals die Hoffnung auf jemanden, der auf dem Boden und mit dem Dünger der USA gewachsen ist und keinesfalls in den Beruf eines Politikers.

  2. Anna 26. November 2024 um 9:04 Uhr - Antworten

    Die Nachricht hat mich entsetzt, enttäuscht, aber ich mache keine Vorverurteilungen.
    Sie wurde vom Saulus zum Paulus und kann genau damit die Menschen mehr überzeugen.

  3. Daisy 26. November 2024 um 4:32 Uhr - Antworten

    Was Sie über Trumps Kandidaten für CDC, FDA und Surgeon General wissen sollten

    https://www.npr.org/sections/shots-health-news/2024/11/23/nx-s1-5203461/trump-nesheiwat-makary-weldon-fda-cdc

    Die Wahl für CDC und FDA ist ausgezeichnet. Nesheiwat war u.a. als medizinische Redakteurin bei Fox News tätig. Sie kommt also ebenso über Fox News wie einige andere Personen, denen Trump wichtige Positionen anvertraut hat. Sie ist anscheinend prinzipiell gut engagiert, und was die mRNA-Impfungen betrifft, hoffentlich geläutert. Sie wird zumind. auf unabhängige Studien und auf den Gesundheitsminister hören müssen.

    „Der Impfskeptiker Robert F. Kennedy Jr. wurde von Donald Trump zum US-Gesundheitsminister ernannt, was die Befürchtung auslöste, dass es zu einem Verbot von Impfungen kommen könnte.

    Die Nominierung wurde von Ärzten und medizinischem Fachpersonal mit großer Empörung aufgenommen. Sie kritisieren seinen Hang zu Fehlinformationen und Verschwörungstheorien sowie seine Skepsis gegenüber Impfungen für Kinder.“

    https://www-newsweek-com.translate.goog/rfk-jr-vaccine-ban-donald-trump-1986441?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de

    Ich denke, Trump beruhigt damit die Ärzteschaft und ist sich bestimmt mit allen einig. „Kennedy hat nie explizit gesagt, dass er Impfungen verbieten werde. Am Tag nach der Wahl postete Kennedy in den sozialen Medien, er werde „niemandem die Impfungen wegnehmen. Ich war nie gegen Impfungen. Ich werde dafür sorgen, dass die wissenschaftlichen Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit vorliegen und die Menschen selbst beurteilen können, ob das Produkt für sie gut ist.“

    Kennedy hat früher schon bei einem Interview 2020 betont, das er RT gab, dass er nicht prinzipiell gegen Impfungen ist, nur gegen nutzlose und schädliche, so auch gegen das Spiken. Es ist außerdem der reinste Irrsinn, wieviele Impfungen in Säuglings- und Kinderarme gejagt werden. Das sollen schon 50-60 sein. Das muss dringend reduziert werden.

  4. anamcara 25. November 2024 um 22:26 Uhr - Antworten

    Der ehemalige konservative Kongressabgeordnete und Impfkritiker Dave Weldon wird, falls er im Senat bestätigt wird, als Direktor der CDC fungieren.

    • Daisy 26. November 2024 um 4:37 Uhr - Antworten

      Dr. Marty Makary machte er zum FDA-Beauftragten. Er unterstützt RFK Jr. vollumfänglich.

  5. Traeumer 25. November 2024 um 21:22 Uhr - Antworten

    Trump ist ein verhältnismäßig unbedeutender Oligarch. Seine Interessen stimmen größtenteils mit denen der Oligarchenklasse in den USA überein. Damit diese nicht anfängt zu befürchten, dass Trump irgendetwas tut, dass den Interessen der Oligarchen stark zuwider läuft, hat Trump E. Musk in die Regierung hineinbugsiert. So gut es ist, dass Trump, wenigsten anscheinend, die USA aus dem Ukraine Krieg zurückziehen will, so sehr sollte man sich darüber im klaren sein, dass Trump das tut um die USA besser gegen deren Hauptgegner, China, in Stellung bringen zu können.

    Sollte Trump tatsächlich versuchen die Lage der arbeitenden Klasse in den USA zu verbessern, so wird er vermutlich daran scheitern. Der Übergang der USA vom Industriekapitalismus in den Finanzkapitalismus ist weitestgehend vollzogen und kann (jenseits bedeutenderer Kriege) nur rückgängig gemacht werden, wenn wesentliche Teile der Finanzmittel, die derzeit durch Versicherungen, Banken, Real Estate Firmen und Kapitalverwalter der Gesellschaft entzogen werden, die also deshalb letztlich in der einen oder anderen Weise auf die Preise für in den USA hergestellte Waren aufgeschlagen werden, der Gesellschaft wieder zur Verfügung gestellt werden und benutzt werden die Löhne substantiell zu erhöhen und die Infrastruktur in den USA wieder auf Vordermann zu bringen. Alles möglich, er müsste sich nur an Rosevelt orientieren. Der hatte allerdings Unternehmenssteuern in gewissen Bereichen von nahe 90% eingeführt. Das wird Trump weder wagen noch überhaupt sich zu denken erlauben.

    Trump ist kein Robin Hood. Er ist ein Oligarch, der es verstand, auf einer Anti-Imperialistischen Welle in der Bevölkerung reitend, ins Amt zu gelangen. Man sollte von ihm nicht Dinge erwarten, die er weder einlösen kann noch will. Nur um daran zu erinnern, was Trump ist, sei zum Schluss darauf hingewiesen, dass er die Verantwortung für die Ermordung von Qasem Soleimani trägt.

  6. Sabine Schoenfelder 25. November 2024 um 19:18 Uhr - Antworten

    Schade. Die Frage lautet, WARUM tut er das ? Auch ohne pharmakologische Ausbildung erkennt Trump, wie jeder andere, diesen Widerspruch.
    Es gibt keine Zufälle. Nur Hintergründe und Zusammenhänge, die w i r nicht wissen.
    Übrigens, war Trump nie gegen die Coronaimpfung, nur gegen den Impfzwang.

  7. Glass Steagall Act 25. November 2024 um 19:16 Uhr - Antworten

    Zuerst muss sie sich mal Kennedy gegenüber verantworten. Ich denke kaum, dass er sie schalten und walten lässt wie früher.

  8. Nurmalso 25. November 2024 um 17:48 Uhr - Antworten

    Die hat Null Ahnung davon wie der mRNA-Impfstoff funktioniert. Die weiss mit Sicherheit nicht mal was ne Methylierung ist oder eine Code-Sonne. Die hat nur die Haare schön. Außerdem stehen ihre Augen nicht gerade, eins schielt. Von daher Finger weg von solchen Monstern.

    • Gabriele 25. November 2024 um 18:37 Uhr - Antworten

      Das Schlimme ist eher, dass Herr Trump genauso wenig Ahnung hat, was wirklich los ist mit den „Impfungen“, er hat nur eine vage Vorstellung von allem, was man ihm vorsagt… man darf ihn leider nicht für klüger halten, als er ist. Das dürfte der Anfang von etwas sein, das dann unter „Er weiß nicht, was er tut“ fällt…

      • Nurmalso 25. November 2024 um 19:41 Uhr

        Trump sein Spezialgebiet sollte eigentlich sein, gutes Führungspersonal auszusuchen welches für ihn arbeitet und seine Ziele umsetzt. Warum er jetzt so was wie die deutsche T. Gsell nimmt muss ja einen Grund haben. Vielleicht soll sie ja auch nur jemanden geschickt die Birne verdrehen, wenn du verstehst was ich damit meine :-)))

      • Gabriele 25. November 2024 um 19:55 Uhr

        Ob er so gerissen ist?…. Ich versuche, die Hoffnung nicht zu verlieren.

  9. Daisy 25. November 2024 um 17:05 Uhr - Antworten

    Oje…

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

Aktuelle Beiträge