Juden-Jagd von Amsterdam

10. November 2024von 3,9 Minuten Lesezeit

Was genau ist in der Nacht auf Freitag in Amsterdam geschehen? Handelte es sich wirklich um eine „Pogrom“ oder um eine Inszenierung Israels? Weder noch, ist vermutlich die treffendste Antwort. 

Es war die Schlagzeile am Freitag: „Pogrom“ in Amsterdam. Unschuldige israelische Juden seien durch die Straßen der holländischen Metropole gejagt worden. Politiker erklärten ihren Entsetzen, Sonderfliegen flogen die Israels zurück ins Heimatland. Nach einem Fußballspiel von Maccabai Tel Aviv gegen Ajax Amsterdam wütete eine antisemitischer Mob. Die Presse überschlug sich – hatte wieder mal ihr Spektakel. Der Krieg in Westasien hatte für kurze Zeit auch Europas Straße im Griff.

Hooligans gegen Araber

Zunächst: Der antisemitische Mob wütete wirklich. Vorwiegend Jugendlicher und junge Männer mit marokkanischer Abstammung – allerdings oftmals vermutlich mit holländischem Pass – gingen auf Juden los – jagte sie teilweise durch die Stadt. In Amsterdam gibt es auch ohne die zugereisten israelischen Fußballfans ein relativ großes jüdisches Viertel, die arabische Bevölkerung ist aber weitaus größer. Juden leben in Amsterdam deshalb in der Öffentlichkeit nicht verdeckt, aber zurückhaltend. Auf den Amsterdamer Straßen hat die arabische Bevölkerung eher das Sagen.

Das ein arabischer Mob durch eine europäische Stadt zieht und Jagd auf Juden macht, ist erschreckend. Ein Spektakel, das der Regenbogen-Liberalismus der EU serviert hat. Und: Ein „Pogrom“ wie es Netanjahu, europäische Politiker und Medien danach permanent wiederholt haben, ist es sicher nicht. Ein Pogrom ist ein Gewaltausbruch gegen eine unterdrückte Minderheit, der von einem staatlichen Regime organisiert wird. Weder sind die Juden in Europa unterdrückt, noch wurde der arabische Mob staatlich organisiert. Im Gegenteil: Die Geschichte ist aber etwas komplexer – wie so oft.

Sie beginnt bereits am Tag vor dem Spiel Ajax Amsterdam gegen Maccabi Tel Aviv. Israelische Hooligans zogen am Mittwoch durch arabische Viertel, man provozierte mit Sprüchen („Es gibt keine Schulen in Gaza, weil es keine Kinder mehr gibt.“), wünschte den Arabern den Tod, und ging aggressiv gegen arabische Einrichtungen vor.

Mehrere Quellen berichten, dass die Fans von Maccabi Tel Aviv, die für ihre extreme anti-arabische Ideologie bekannt sind, nicht nur konfrontativ, sondern auch rassistisch motiviert handelten und damit ihre Feindseligkeit gegenüber der lokalen Gemeinschaft, insbesondere gegenüber Menschen arabischer oder palästinensischer Abstammung, im weiteren Sinne zum Ausdruck brachten.

Die arabischen Einwohner Amsterdams begannen sich zu organisieren und schlugen am Donnerstag nach dem Spiel mit Gewalt zurück. Dabei handelten die Araber sehr ähnlich wie die israelischen Hooligans. Man ging gegen alles vor, was „jüdisch“ war. Man suchte wohl nicht gezielt nach aggressiven israelischen Hooligans, sondern generell nach Juden. Wie auch schon die Hooligans, nicht gegen Islamisten vorgingen, sondern auf alles, was „arabisch“ war. Taxifahrer waren etwa ein Ziel.

So zu deutlich wie die Gewalt zu verurteilen ist, so wenig hat das mit einem Pogrom zu tun. Bemerkenswert ist auch, dass im Vorfeld berichtet worden ist, dass Mossad-Agenten mit den Fussballfans mitreisen werden: „Um für maximalen Schutz zu sorgen“, konnte man in der Jerusalem Post lesen. Nicht zuletzt glauben deshalb pro-palästensische Journalisten, dass es sich um eine „Veranstaltung höchstwahrscheinlich auf hoher staatlicher Ebene in Israel organisiert, alles mit dem Ziel, die ‚Opfer‘-Karte wieder auszuspielen, um die Sympathie für Israel wiederherzustellen, das nach dem Völkermord in Gaza und dem brutalen Massaker an Kindern vor laufenden Kameras das Image des Staates und der Juden als Volk völlig beschädigt hat.“

Das ist eine gewagte These. Denn obwohl die Israelis zwar offensichtlich provoziert haben – das konnte man auch im Mainstream lesen – braucht man nicht glauben, dass der Mossad dann auch die „arabische Antwort“ organisiert hat. Der arabische Hass auf Israel braucht keinen Mossad.

Was aber klar ist: Von Biden zu von der Leyen über Justin Trudeau und quasi allen deutschsprachigen Spitzenpolitikern bis hin zu führenden konservativen Journalisten war man schnell dabei, seinen Schock auszudrücken. Man tat so, als sei Europa mitten in den 1930er Jahren. Kein Wort natürlich, dass die Aggression aus arabischen Migrationsmilieus gekommen ist. Zu diesem Zeitpunkt waren die Hooligans schon wieder in Israel. Am Flughafen skandierten sie wieder ihre anti-arabischen Gesänge, recht traumatisiert sahen sie nicht aus.

Bild „Chelsea Vs Maccabi Tel-Aviv“ by joshjdss is licensed under CC BY 2.0.

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29 Kommentare

  1. Varus 11. November 2024 um 8:36 Uhr - Antworten

    Am Flughafen skandierten sie wieder ihre anti-arabischen Gesänge, recht traumatisiert sahen sie nicht aus.

    Die Typen glauben mittlerweile, dass die sich absolut alles erlauben können – notfalls drehen die alles um, schreien was von „Pogromen“ und machen auf unschuldige „Opfer“. Es ist übrigens westliche Spezialität – bei einer Aktion mit Reaktion wird die westliche Aktion immer ausgeblendet – ob die 14 Tsd. zivile Opfer im Donbas 2014-2022 oder zionistische Randalle. So gesehen gehören die Siedler, Nachkommen europäischer Khasaren, durchaus zu Westeuropa.

  2. Gerhard Umlandt 11. November 2024 um 5:33 Uhr - Antworten

    Fängt jetzt tkp auch mit Juden-Hörigkeit an?
    Unser-Mittel-Europa habe ich vor 2 Monaten schon endgültig
    verlassen, weil mir da zuviel Juden-Hörigkeit ist!
    Hier ist schliesslich Deutschland (oder Österreich) und nicht Israel!
    Was diese Geschichte betrifft, – das ist die Wahrheit:
    Widerwärtige, gewalttätige israelische Fußball-Hooligans werden in Amsterdam zusammengeschlagen – die Medien LÜGEN darüber.
    Im Fußballstadion in Amsterdam wurde eine Schweigeminute zum Gedenken an die vielen Menschen in SPANIEN eingelegt, die kürzlich bei schweren Überschwemmungen ums Leben kamen.
    In einem Video sieht man, dass 95 % des Stadions in Stille stehen, aber ein kleiner Teil johlt, brüllt, pfeift, wirft Knallkörper und verhält sich völlig respektlos.
    DAS waren die Israelis!
    Es wurde noch schlimmer.
    Als die Israelis das Fußballstadion verließen, begannen sie ein Lied mit dem Titel „Scheiß auf die Araber“ zu singen und sagten außerdem:
    „In Gaza gibt es keine Schule, weil es keine Kinder mehr gibt.“
    (Sie prahlten damit, sie hätten sie alle GETÖTET.)
    Dies in einem ANDEREM Land, wo sie als Gäste in einem Fußballstadion waren!
    Sie fragen sich vielleicht, warum sie es gesungen haben? Das Team von Macabi Tel Aviv spielte gegen eine palästinensische Fußballmannschaft.
    Es gibt ein Video von diesen Israelis, wie sie die Rolltreppen des Stadions hinunterfahren, dasselbe Lied singen und „Scheiß auf die Araber“ skandieren, während sie auf die Straße gehen, wo sich marokkanische ARABER befinden.
    Dann begannen die Israelis auf der Straße, das ganze Lied noch einmal zu singen – direkt vor den Augen der marokkanischen Araber und der örtlichen Polizei!
    Als ob das nicht genug wäre, begannen dieselben Israelis, die Nachbarschaft zu terrorisieren, indem sie palästinensische Flaggen vom PRIVATBESITZ ANDERER LEUTE rissen!
    Es gibt davon mehrere Beweisvideos!
    Israelis klettern bis zum 2. Stock hinauf, um dort aus dem Fenster
    hängende palästinensische Flaggen herunterzureissen!
    Als nächstes begannen dieselben Israelis, Anwohner auf der Straße zu jagen und zu verprügeln!
    Eine Frau bekam das Video, fand aber heraus, dass die Medien BEHAUPTETEN, es zeige „Menschen aus dem Nahen Osten, die Juden angreifen“.
    Der Ersteller des Inhalts forderte daraufhin die Entfernung des Videos und stellte klar, dass es die Israelis waren, die die Niederländer angegriffen hatten!
    Als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, fanden dieselben Israelis einen arabischen Taxifahrer, zerrten ihn aus seinem Taxi und begannen, ihn auf der Straße zu schlagen und zu treten!
    Sehr bald begannen daraufhin die Menschen auf der Straße, SICH ZU WEHREN und die Israelis, die diese Dinge taten, zu verprügeln.
    Kann man das den Einheimischen verdenken?
    Ein widerwärtiger, gewalttätiger Israeli wurde tatsächlich in einen nahegelegenen Fluss geworfen und die Einheimischen ließen ihn nicht gehen, bis er „Freiheit für Palästina“ sagte.
    Nun … es dauerte keine zehn Minuten, bis der PR-Apparat in den vollen Schadensbegrenzungs-Propagandamodus überging. Die Medien begannen zu berichten, diese „armen Israelis“ seien Opfer umherziehender Banden, die sie verprügelten, „weil sie Juden sind“.
    Die Mainstream-Medien verglichen dies sogar mit einem „Pogrom“ oder einer „Kristallnacht“ im Nazi-Deutschland während der Hitler-Zeit!
    VOLLKOMMENE LÜGEN. Absichtliche, gezielte Propaganda, um das schlechte Verhalten der Israelis zu vertuschen, zu entschuldigen und die Schuld von ihnen wegzuschieben.
    Diese Leute in Amsterdam wurden ordentlich verprügelt, weil sie es verdient hatten. Und zwar richtig.
    Sie möchten nicht verprügelt werden, weil Sie über das Töten von Kindern in Gaza singen? Dann singen Sie das Lied nicht.
    Sie möchten nicht verprügelt werden, wenn Sie in einem arabischen Viertel „Scheiß auf die Araber“ skandieren? Dann skandieren Sie das nicht.
    Sie möchten nicht verprügelt werden, weil Sie Leute in ihrem eigenen Viertel jagen und schlagen? Das sollten Sie nicht tun.
    Sie möchten nicht verprügelt werden, weil Sie das Privateigentum ANDERER LEUTE zerstören? Dann tun Sie das auch nicht.
    Das ist kein Hexenwerk, sondern eine Frage von grundlegender menschlicher Anständigkeit und gesundem Menschenverstand. Und daran scheinen sich die Israelis in letzter Zeit nicht mehr halten zu wollen.
    Offenbar dachte die Gruppe von Fußballrowdys, sie seien in ihrem eigenen Land, wo derartiges Verhalten an der Tagesordnung ist.
    DAS ist der Grund, warum die Palästinenser der israelischen Besetzung ihres Landes „widerstehen“. Solche Dinge werden ihnen jeden einzelnen Tag angetan, – und das schon seit mehr als 75 Jahren.
    Diese Wahrheit werden Sie jedoch nicht in den Mainstream-Medien finden, denn … raten Sie mal, wer die kontrolliert? Und wer entscheidet, wohin die Millionen aus Werbeeinnahmen fließen? Genau. „Jene“!
    Jetzt kennen Sie die Wahrheit.
    Was die anhaltenden Lügen der Medien angeht: Jetzt, da Sie die Wahrheit mit eigenen Augen sehen (Anmerkung: wenn man die Videos
    anschaut), haben auch Sie gelernt, dass SIE DEN MAINSTREAMMEDIEN NICHT VERTRAUEN KÖNNEN.

    • Andreas I. 11. November 2024 um 16:53 Uhr - Antworten

      Hallo,
      nach Ihrer Logik wären Sie, wenn Sie Deutscher sind, ein Faschist.
      Denn alle Deutschen sind Faschisten, so wie alle Juden Zionisten sind, selbe Logik.

      Naja und falls Sie kein Faschist sind, wie kommen Sie dann darauf, dass Juden gleich Zionisten wären?

  3. Anton Vogel 10. November 2024 um 20:43 Uhr - Antworten

    Zur Ergänzung
    Amsterdam: Wie die Tagesschau ihr Publikum belügt
    10 Nov. 2024 16:37 Uhr

    Ein antisemitischer Mob soll auf unschuldige israelische Fußballfans losgegangen sein. Dieses Narrativ verbreitete die Tagesschau zur besten Sendezeit. Wie andere Medien berief sie sich auf Videos. Diese zeigen allerdings das Gegenteil, was sie selbst in ihrer nachträglichen „Korrektur“ verschleiert.

    https://freedert.online/meinung/225457-amsterdam-wie-tagesschau-ihr-publikum/

  4. 1150 10. November 2024 um 17:41 Uhr - Antworten

    ja, ja alles liebe, gute „herren“menschen und alle beide sind sie immer nur die opfer……

  5. Sabine Schoenfelder 10. November 2024 um 17:37 Uhr - Antworten

    Nahezu JEDER auf der Welt kennt diesen alten jüdisch- muslimischen Konflikt.
    Wir wissen um den seltsamen „Einmarsch“ der Hamas vorbei am tollsten Sicherheitssystem der Mossad, – trotz VORWARNUNG. Ebenso wird diese ewige Auseinandersetzung über Universitäten des „Wertewestens“ angeheizt, die ganz
    bewußt 👉 Pro-Palästinensich Öl in das Kriegsfeuer eines kriegslüsternen, menschenverheizenden Netanjahu gießen.
    Dieser arrangierte Progrom ist w i e ein inszenierter „Vorstoß aufs Kapitol“, wie ein kleines 9/11, wie ein durch Geoengineering ausgelöstes Erdbeben….eine geplante RECHTFERTIGUNG. 👹
    Woran erkennen wir das ? An der einseitigen medialen Propaganda, 👉👉👉👉 aber VOR ALLEM, 👉 wenn die üblichen Verdächtigen d i r e k t im Sinne der Kriegsagenda
    a u f s c h r e i e n. 😖
    Schämt Euch.🤮

    • triple-delta 11. November 2024 um 11:46 Uhr - Antworten

      Es ist ja gar kein alter jüdisch-muslimischer Konflikt.
      Der Konflikt beruht auf den Aktivitäten Großbritaniens seit dem 20. Jh. Vorher haben sich Muslime und Juden in Palästina verstanden. Es ist auch kein jüdisch-muslimischer Konflikt, sondern ein zionistisch-muslimischer.

      • Sabine Schoenfelder 12. November 2024 um 5:25 Uhr

        Natürlich besteht dieser Konflikt schon lange. Vielleicht sollten Sie sich einmal die Geschichte Israels zu Gemüte führen…..statt auf gängige politische Muster zu verweisen. Bei der Gelegenheit werden Sie auch bibelfester…😂👍
        „Das Massaker von Granada war ein Pogrom an Juden, das 1066 in Granada zur Zeit der Herrschaft der Ziriden im islamischen Herrschaftsgebiet von al-Andalus stattfand. Es gilt als erstes Pogrom auf europäischem Boden. Am 30. Dezember stürmte eine muslimische Menschenmenge den Königspalast, kreuzigte den jüdischen Wesir Joseph ibn Naghrela, Sohn von Schmuel ha-Nagid, und massakrierte den Großteil der jüdischen Bevölkerung der Stadt.“

      • Fritz Madersbacher 12. November 2024 um 10:21 Uhr

        @Sabine Schoenfelder
        12. November 2024 um 5:25 Uhr
        Bitte sich genauer über dieses von „christlichen Quellen“ zur Selbstrechtfertigung zum „ersten Pogrom an Juden auf europäischem Boden“ hochstilisierte Ereignis zu informieren, dessen Zahlen von keinem ernstzunehmenden Historiker für bare Münze genommen werden, und das nichts mit einer religiösen Auseinandersetzung zu tun hatte.
        „Der Rabbi Abraham ibn Daud (1110–1180) schrieb in seinem Geschichtswerk Sefer ha-Kabbalah über Joseph, dass er hochmütig wurde bis zu seiner Vernichtung; die Adligen der Berber wurden zunehmend eifersüchtig, bis er schließlich ermordet wurde“ (Quelle: Wikipedia). Nebenbei: Abraham ibn Daud war einer der wichtigsten mittelalterlichen Philosophen mit jüdischem Hintergrund.
        Mit der „Geschichte Israels“ hat das sowieso gar nichts zu tun, und die im muslimischen Al Andalus herrschende religiöse Toleranz gegenüber Juden und Christen steht im krassen Widerspruch zu den gleichzeitigen Gepflogenheiten in christlichen Reichen.
        Manchsmal ist es schon ganz gut, nachzudenken und sich Wissen anzueignen, um nicht dem „Konsens der eingebürgerten Vorurteile und Dünkel“ auf den Leim zu gehen …

      • Sabine Schoenfelder 12. November 2024 um 20:30 Uhr

        Lieber Herr Madersbacher, ich gehe noch einen Schritt zurück, ins Alte Testament. 😁👍
        Gen 16.1-16. Die Nachkommen Hagars, sind die Nachkommen einer Magd. Ismael gilt wie Isaac als „Stammvater“.

        In Sure 2 (Verse 125-127) tritt Ismael allein mit Abraham in Mekka auf, um das Haus Allahs (die Kaaba) für die Wallfahrer zu reinigen, ja „die Grundmauern – dies des Hauses – aufzuführen…“. Hier erscheint Ismael nicht nur als ein Prophet Allahs, sondern zusammen mit Abraham als Stifter des arabischen Kaaba-Kultes.Er ist hier nicht nur „islamisiert“, sondern „ara­bi­siert“ worden. Isaak ist in den Hintergrund getreten, Ismael ist der entscheidende Sohn Abrahams geworden. Diese Entwicklung spiegelt den Kampf Mohammeds gegen die Juden Medinas wieder.
        …und Nachdenken 😘 ist immer gut. ✌️

      • Fritz Madersbacher 12. November 2024 um 22:30 Uhr

        @Sabine Schoenfelder
        12. November 2024 um 20:30 Uhr
        Liebe Frau Schoenfelder, ich schätze Sie ja sehr als Dialog -, manches Mal „Sparring“- Partnerin, aber auch dieser religionsgeschichtliche Exkurs ist nicht geeignet, eine jüdisch-moslemische Feindschaft zu konstruieren. Vielmehr zeigt diese Koran-Stelle den großen Einfluß der jüdischen Gemeinden der arabischen Halbinsel auf den in einer polytheistischen Umgebung aufgewachsenen Mohammed und den zwangsläufig dadurch notwendig gewordenen Versuch der Abgrenzung in der heiligen – letztlich von Allah / Gott eingegebenen – Schrift der neuen Religion. Ähnliche Abgrenzungen enthält das Neue Testament gegenüber den biblischen Büchern …

      • Sabine Schoenfelder 13. November 2024 um 1:13 Uhr

        …“ aber auch dieser religionsgeschichtliche Exkurs ist nicht geeignet, eine jüdisch-moslemische Feindschaft zu konstruieren.“
        Sie scherzen. 😂🥂
        Ich wünschte es wäre so, und diese Feindschaft wäre nur von mir konstruiert. Sie ist alt und intensiv. Sie gehört zu den großen Spaltprodukten seitens der Herrschaftsgelüste, und ist äußerst leicht entflammbar. Auch kümmert es den Muslim wenig, ob der Jude Zionist oder orthodox agiert. Eine einfache Kippa reicht oft aus. Ebenso ist es frech und unnötig diesen Konflikt ganz bewußt per „Palästinenseranmache“ zu beflügeln, mein kleiner Sparringspartner…😂😘

      • Fritz Madersbacher 13. November 2024 um 9:18 Uhr

        @Sabine Schoenfelder
        13. November 2024 um 1:13 Uhr
        @triple-delta schrieb am 11. November 2024 um 11:46 Uhr:
        „Es ist ja gar kein alter jüdisch-muslimischer Konflikt. Der Konflikt beruht auf den Aktivitäten Großbritaniens seit dem 20. Jh. Vorher haben sich Muslime und Juden in Palästina verstanden. Es ist auch kein jüdisch-muslimischer Konflikt, sondern ein zionistisch-muslimischer“
        Das trifft sehr exakt den Hergang der heutigen Situation. Sie sollten sich sich vieleicht ein bißchen mit der Geschichte der jüdischen Gemeinden im Nahen (Mittleren) Osten seit Entstehung des rabbinischen Judentums anfangs des 2. Jahrhunderts n. Chr. beschäftigen. Mit allgemeinen Phrasen zur „alten und intensiven Feindschaft der Mosleme gegen die Juden“, wie sie bei uns ignoranterweise gerne gedroschen werden, kommt man hier nicht weiter. Damit werden nur die fest verankerten dummen Vorurteile bestärkt, und das ist geistig etwa bescheiden …

  6. Andreas I. 10. November 2024 um 17:10 Uhr - Antworten

    Hallo,
    die größte Gefahr für Juden sind die Israelis.

    Und was Amsterdam betrifft:
    Wo war die Polizei ?
    Bei jedem Fußballspiel …
    Und da lässt man israelische Hooligans durch ein arabisches Viertel marschieren, offensichtlich ohne (ausreichend) Polizei?!
    (oder ohne dass organisiert wurde, dass rund um ein Fußballspiel schnell genug Polizei kommen kann)
    Und dann, wenn man schon weiß, dass die israelischen Hooligans dermaßen provozierten, dass ein Gewalt ausbruch folgen könnte, denn: „Es gibt keine Schulen in Gaza, weil es keine Kinder mehr gibt.“, DAS in einem arabischen Viertel zu skandieren …
    Da muss die Polizei mit möglichen Reaktionen rechnen.
    Aber als die Araber dann auf Juden losgegangen sind, war wieder keine Polizei da?!
    Wer ist für die zweimalige Abwesenheit von Polizei verantwortlich und woher bekommt der wiederum seine Anweisungen?
    Brüssel, Nato-,,Hauptquartier“ oder was?!
    Ja nee sorry, aber bei solchen Ungereimtheiten entstehen Fragen.

    • Andreas I. 10. November 2024 um 17:42 Uhr - Antworten

      Nach Sichtung einiger Videos: Es waren zumindest Streifenwagen vor Ort, aber die Polizei ließ die israelischen Hooligans machen.
      Das ändert jetzt nicht viel.

  7. Pfeiffer C 10. November 2024 um 17:03 Uhr - Antworten

    Die gegenständliche Amsterdame Geschichte ist ohne wenn und aber inakzeptabel – ein Pogrom war es nicht. Ich komme weiter unten darauf zurück:

    Hier zunächst eine Artikelergänzung:

    Quelle – Brave New Europe – Huthifa Fayyad, Areeb Ullah – „Israeli hooligans provoke clashes in Amsterdam after chanting anti-Palestinian slogans“:

    „Ein arabischer Taxifahrer wurde von einem Mob angegriffen, der offenbar zu den israelischen Fans gehörte. Die Polizei erklärte jedoch, sie könne die Nationalität der Angreifer nicht feststellen, da es zu keiner Festnahme gekommen sei.

    Eine Gruppe israelischer Fans, die sich am Mittwoch auf dem Dam-Platz versammelt hatten, wurde dabei gefilmt, wie sie Auseinandersetzungen mit Einheimischen auslösten und einigen von ihnen „Fick dich“ und „Fick dich, Palästina“ zuriefen.

    Vor dem Spiel am Donnerstag sah man Fans auf dem Weg zur Johan-Cruyff-Arena schreien: „Lasst die IDF [israelische Armee] die Araber ficken.“

    Sie weigerten sich außerdem, vor dem Anpfiff an einer Schweigeminute für die mindestens 200 Menschen teilzunehmen, die bei den Überschwemmungen in Valencia ums Leben gekommen waren“.

    Quelle Brave New Europe – Huthifa Fayyad, Areeb Ullah – „Israeli hooligans provoke clashes in Amsterdam after chanting anti-Palestinian slogans“ –

    Jonathan Cook – ebenfalls Brave New Europe – sagt in seinem Artikel zum Potential der IDF-Kriegsführung namentlich in Gaza im Artikel „A year late, the Guardian finally permits us to use the term ‘genocide’“:

    Der Guardian – Holocaust-Experte – Omer Bartov – sagt, „erst vor Kurzem sei klar geworden, dass das, was Israel tut, als Völkermord zu werten sei“.

    Es ist nicht nur so, dass die israelische Führung ihre Absicht zum Völkermord – und ihre Fähigkeit, diese Drohung wahr zu machen – von Beginn ihres Angriffs auf Gaza im Oktober 2023 an deutlich gemacht hat.

    Es ist nahezu unmöglich, die Tatsache zu ignorieren, dass der sogenannte Plan der Generäle für den Norden Gazas – Israels verstärkte Bombardierung und Vertreibung von 400.000 Palästinensern aus fast der Hälfte ihres winzigen Territoriums sowie die Ausrottung aller, die als „Terroristen“ zurückbleiben – ein Völkermord wie aus dem Lehrbuch ist.

    Der Gazastreifen ist zerstört, ein Großteil der Bevölkerung ist tot oder schwer verwundet, wird ausgehungert und selbst die rudimentärste medizinische Versorgung fehlt. Die Chance, den Genozid auf sein bitteres Ende zu bringen, ist möglicherweise bereits verstrichen.

    Die westliche Öffentlichkeit ist einem Feldzug der psychologischen Kriegsführung ausgesetzt, in dem Völkermord als „Selbstverteidigung“ und der Widerstand dagegen als „Terrorismus“ eingestuft wird .

    Quelle Jonathan Cook Substack – „Gaza’s official death toll is a lie. The casualty numbers are far, far higher:

    Im Juni 2024 …“wies Save the Children darauf hin, dass in Gaza rund 21.000 Kinder vermisst würden, zusätzlich zu den 16.000 Kindern, von denen bekannt ist, dass sie von Israel getötet wurden. Viele von ihnen haben wahrscheinlich einen einsamen, schrecklichen Tod unter den Trümmern erlitten – sie sind allmählich erstickt oder verdurstet.

    Doch selbst diese schockierenden Zahlen dürften noch weit unter dem Durchschnitt liegen.

    Die lineare Darstellung lässt das Gesamtbild völlig außer Acht. Wieso?

    Weil die Palästinenser zusätzlich zu den anhaltenden israelischen Bombardierungen drei weitere Monate einer sich verschärfenden Hungersnot ertragen mussten. Mit jedem Tag einer Hungersnot sterben mehr Menschen als am Tag zuvor. Die Todesfälle bei einer Hungersnot sind nicht linear, sondern exponentiell. Wenn gestern 5 Menschen verhungert sind, werden es heute 20 und morgen 150 sein. So funktionieren anhaltende Hungersnöte. Je länger man hungert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man verhungert.

    Einschub:
    Im„Blockade-Buch“ des russischen Schriftstellers Daniil Granin findet man die Wiedergabe eines Gespräches mit dem Nazi-Ernährungswissenschaftler Wilhelm Ziegelmayer. Dieser war von der Nazi-Führung beauftragt worden, den Lebensmittelbedarf in den okkupierten Gebieten zu berechnen. Ziegelmayer sagte im Gespräch mit Granin, er sei überrascht gewesen, dass die Menschen in Leningrad so lange durchhielten und „nur“ eine Million Menschen starben. Dabei habe er doch ausgerechnet, dass die Menschen in Leningrad nicht lange durchhalten würden und es deshalb keinen Sinn mache, für die Eroberung der Stadt das Leben deutscher Soldaten zu riskieren. Leningrad könne durch eine „wissenschaftlich begründete Methode vernichtet werden“, schrieb Ziegelmayer am 10. September 1941 in sein Tagebuch, da sicher sei, „dass Menschen mit einer solchen Ration nicht leben können“. – Ende des Einschubs,

    Weil die Palästinenser drei weitere Monate lang keine medizinische Versorgung hatten, nachdem Israel ihre Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen zerstört hatte. Wenn Sie an einer chronischen Krankheit leiden – Diabetes, Asthma, Nierenprobleme, Bluthochdruck usw. –, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie an einer unbehandelten Krankheit sterben, umso länger, je länger Sie ohne medizinische Versorgung auskommen müssen. Auch hier ist die Sterberate unter solchen Umständen exponentiell und nicht linear.
    Weil ohne medizinische Versorgung alle möglichen anderen Dinge des täglichen Lebens gefährlicher werden. Die Geburt eines Kindes ist das offensichtlichste Beispiel, aber auch Schnittwunden und Abschürfungen können ein Todesurteil bedeuten. Die Tatsache, dass Palästinenser heute noch weniger Zugang zu medizinischer Versorgung haben als in den ersten sechs Monaten des israelischen Krieges gegen Gaza, lässt vermuten, dass noch mehr Menschen durch Lebensereignisse getötet werden als dies zuvor bei Israels Massakern der Fall war.
    Weil aus genau denselben Gründen die Verletzten der anhaltenden israelischen Bombardierungen wahrscheinlich schlechtere Überlebenschancen haben als die Verletzten früherer Angriffe. Weniger Ärzte bedeuten weniger Behandlungsmöglichkeiten und damit eine höhere Wahrscheinlichkeit, an den Verletzungen zu sterben.
    Weil wir wissen, dass angesichts der unhygienischen Bedingungen, des Wasser- und Nahrungsmittelmangels, des geschwächten Gesundheitszustands der Bevölkerung und der Zerstörung der Krankenhäuser Epidemien ausbrechen. Die WHO hat bereits vor einem wahrscheinlichen Ausbruch von Polio gewarnt , aber es werden mit Sicherheit auch andere Krankheiten wie Cholera, Typhus und Ruhr auftreten, die noch nicht isoliert und identifiziert wurden. Selbst eine Erkältung kann tödlich sein, wenn der Gesundheitszustand der Menschen so beeinträchtigt ist.

    …Bedenken Sie auch, dass auf jeden Toten mehrere Verstümmelte oder Schwerverletzte kommen. Aktuellen Zahlen zufolge sind über 91.000 Palästinenser verletzt, viele von ihnen haben Gliedmaßen verloren. Aber auch das dürfte eine deutlich zu niedrige Schätzung sein.

    So erschütternd diese Zahlen auch sind, es sind bloß Zahlen. Doch die Toten in Gaza sind keine Zahlen. Es waren Menschen, die Hälfte davon Kinder, deren Leben ausgelöscht wurde, deren Potenzial für immer vernichtet wurde, deren Angehörige mit einer alles verzehrenden Trauer zurückblieben. Viele Opfer starben allein unter extremen Schmerzen oder erduldeten unvorstellbares Leid.

    Keiner ihrer Leben sollte auf kalte Statistiken in einem Diagramm reduziert werden. Aber wenn wir uns in dieser Situation befinden – und leider ist es so –, dann müssen wir zumindest darauf hinweisen, dass die Schlagzeilen eine Lüge sind, dass Israels Barbarei massiv verharmlost wird und dass wir in eine falsche Selbstzufriedenheit eingelullt werden“.

  8. Fritz Madersbacher 10. November 2024 um 16:49 Uhr - Antworten

    „Der antisemitische Mob wütete wirklich. Vorwiegend Jugendlicher und junge Männer mit marokkanischer Abstammung – allerdings oftmals vermutlich mit holländischem Pass – gingen auf Juden los – jagte sie teilweise durch die Stadt“

    Daran ist zweierlei falsch:
    1.) Der „antisemitische Mob“ war kein antisemitischer, sondern ein antiisraelischer „Mob“, bestehend offenbar aus Muttersprachlern der semitischen arabischen Sprache. Dieser „Mob“ wurde unflätigst provoziert durch rassistische Äußerungen israelischer Provokateure
    2.) Die „jungen Männer“ – und das bitte endlich einmal zu beachten! – gingen nicht auf „Juden“ los, sondern auf Anhänger eines israelischen Fußballclubs, der besonders stolz ist auf seine zionistische Ausrichtung. Seine Anhänger sind bestenfalls zu einem äußerst geringen Anteil „Juden“, genausowenig wie Rapid-Anhänger Katholiken sind, schon gar nicht, wenn sie irgendwelche Ausschreitungen anzetteln.

    Zionisten sind in der Regel nicht religiös, also keine „Juden“, und wenn, dann sind sie es in der Art, wie die Kreuzritter oder Deutschordensritter (oder heutige von der Überlegenheit eines fiktiven „christlichen Abendlandes“ überzeugte Militante) „Christen“ waren (oder sind): sie heften sich das Etikett der Religion (Judentum, Christentum etc.) an und treten gleichzeitig alle ihrer Grundsätze mit Füßen. Nicht umsonst werden sie von den wirklich jüdischen Menschen, von den Juden Israels nach ihren jüngsten entsetzlichen Kriegsverbrechen als „Nazis“ bezeichnet, die den kolonialistischen Apartheidsstaat Israel endgültig in den Abgrund der Barbarei gezogen haben …

    • Sabine Schoenfelder 10. November 2024 um 17:55 Uhr - Antworten

      Sie denken zu viel. Tatsächlich werden zwei sich hassende Gruppierungen mittels Rädelsführer aufeinander gehetzt, und auch wenn die Szene arrangiert ist, 👉 der Haß ist echt.
      Manche Dinge brauchen keinen „intellektuellen Hintergrund“. Einfache emotionale „Trigger“ reichen aus, um Chaos zu stiften. ✌️✌️🥂
      Hier wurde ein „ausländisches“ Modell dargeboten, um den Juden das durchaus berechtigte Mitleid in einer ihnen feindlich gesonnenen muslimischen Welt zu bescheren, daß Netanjahu, dank seiner unmenschlichen Kriegsführung obsolet und vergessen macht.
      Das Problem ist hier nicht d e r Muslim, auch nicht der provozierende jüdische Fußballfan, – sie sind beide OPFER, sondern das große Arrangement d a h i n t e r. Ein Bibi als Handlanger des Stakeholderkapitalismus.
      Es bleibt spannend, wie Trump dieses Theater einordnet.😁👍

    • Andreas I. 10. November 2024 um 18:57 Uhr - Antworten

      An Fritz Madersbacher Hallo,
      wenn es stimmt wie im Artikel geschrieben, dass auch ortsansässige Juden angegriffen worden sein sollen, dann wäre es antijüdisch – aber trotzdem nicht antisemitisch. ;-)

      Es kann alles mal wieder reiner unglücklicher Zufall sein, aber der kommt mal wieder zur richtigen Zeit und ist auch sofort auf allen Kanälen und alle prominenten Politiker äußern sich sofort dazu und alle mit dem gleichen Tenor.
      Arme unschuldige Israelis als Opfer unprovozierter pro-palästinensischer Angriffe; ein besserer Zufall hätte den Israelis (und den USA-Imperialisten) nicht passieren können, jetzt wo Israel irgendwie Imageproblemchen hat wegen seiner Selbstverteidigung.
      Das wurde nicht geplant, weil es gar nicht geplant werden musste. Man musste es nur passieren lassen, ohne einzugreifen – und dann noch entsprechend verzerrt darüber berichten, schwupps schon sind die Völkermörder die Guten.

    • Fritz Madersbacher 10. November 2024 um 20:09 Uhr - Antworten

      @Sabine Schoenfelder
      10. November 2024 um 17:55 Uhr
      „Manche Dinge brauchen keinen „intellektuellen Hintergrund“. Einfache emotionale „Trigger“ reichen aus, um Chaos zu stiften“
      Diese „einfachen emotionalen Trigger“ haben natürlich einen Hintergrund, und zwar einen von den konträren Seiten (auch intellektuell) verschieden verarbeiteten und zu einer Tradition bzw. zu einem Weltbild verfestigten. Darüber wischen die Medien und diversen Politiker hinweg, die den Hintergrund mit Geschichtsverdrehungen und falschen Begriffen verzerren und ihrem Publikum undurchschaubar machen, um weiterhin ihr von Indoktrination kontaminiertes Weltbild aufrechterhalten und mißbrauchen zu können. Dagegen hilft nur Wissen, konsequentes Denken und Aufklärung, so mühsam das auch erscheinen mag. Die internationale Entwicklung sollte uns langsam anhalten, „intellektuell“ etwas rascher aus unserem propagandistischen Koma aufzuwachen …

      • Andreas I. 10. November 2024 um 22:05 Uhr

        An Fritz Madersbacher Hallo,
        es ist ein einfacher Zusammenhang zwischen dem Völkermord und ,,let the IDF…“ sowie ,,kill the Arabs“ (wie es die israelischen Fußballfans gröhlten). Das ist nun wirkich nicht so schwer.
        Intellektuelle Klimmzüge müsste ich machen, um zu verstehen, was an der Erkennung eines so einfachen Zusammenhanges ,,intellektuell“ sein soll. :-)

      • Sabine Schoenfelder 11. November 2024 um 2:17 Uhr

        Denke, wir reden aneinander vorbei. Wenn Sie wollen, rein intellektuell 😁👍, können Sie diesen Konflikt bereits mit Bibelstellen im AT erklären….
        M.E. Ist dieser „Amsterdamer Pogrom“ (allein schon die völlig überzeichnete Wortwahl ist eine Frechheit allen echten Pogromopfern gegenüber) eine inszenierte Veranstaltung seitens der Kriegsprofiteure. Sonst nichts.

      • Andreas I. 11. November 2024 um 16:40 Uhr

        An Sabine Schönfelder Hallo,
        Amsterdam:
        ,,Let the IDF do … “
        und
        ,, … no children in Gaza“
        An welcher Stelle davon ist es so ,,intellektuell“ schwer zu kapieren, wie wenig das mit Religion und wie viel das mit dem Krieg zu tun hat?!
        Und Krieg ist Ökonomie.

        Sie meinen:
        ,,Wenn Sie wollen, rein intellektuell, können Sie diesen Konflikt bereits mit Bibelstellen im AT erklären“

        Okay wenn Sie wollen, dann nennen Sie mir doch bitte die Stellen in der Bibel, wo USA&UK, die FED, der US-Dollar und das Erdöl erwähnt werden.

        Vielleicht mag auch in der Bibel irgendwo stehen, dass Menschen ,,einfach emotional getriggert“ werden, wenn ihnen nahestehende Menschen systematisch (!) ermordet werden. Aber erstens ist das auch ohne Bibel klar und zweitens lassen sich die finanzwirtschaftlichen Gründe für den Krieg nicht leugnen. Also die stehen als Argument und daraus folgt:
        Alle Weltreligionen verdammen die Raffgier, also da sind sich Moslems mit Juden einig.
        Einerseits Einigkeit gegen Raffgier einerseits und andererseits Krieg, das ergibt einen Widerspruch.
        Also dass der Krieg religiöse Gründe hätte, das ist falsch.

      • Sabine Schoenfelder 12. November 2024 um 20:43 Uhr

        Hallo Andreas,
        sehe ich wie Sie. Religionen dienen hier als „Narrative“, als Spaltungsmechanismus, um Kriegslust zu entfachen und zu rechtfertigen.
        Ich weise nur auf die Anfänge und Ursprünge dieser seit langer Zeit bestehenden und immer wieder „angetriggerten“ Konfliktsituationen hin.
        Auf die Narrativinhalte, sozusagen. Eine Melange aus Erfindung, subjektiver Geschichtsschreibung und Realitäten. Auf die „Identitätsmuster“ für die beteiligten Kriegsparteien.
        Initiiert werden Kriege fast immer nur aus Macht- und Profitgier von einigen wenigen selbsterklärten „Mächtigen“. 🤮
        Was sich gegenseitig tötet, verletzt, verhöhnt und haßt sind alles deren Opfer.
        Nur Wenige vermögen Dinge selbst und unabhängig zu bewerten. Leider. 🙃😞☹️🥺

  9. OMS 10. November 2024 um 15:30 Uhr - Antworten

    “IDF will Fu*k the arabs
    Death to arabs
    Why is there school in Gaza? There are no children left there”

    Wer solche Gesänge vom Stapel lässt, kann kein Opfer sein.

  10. therMOnukular 10. November 2024 um 15:18 Uhr - Antworten

    Sorry, konnte das nicht bis zum Ende lesen…..abstoßend.

    In Gaza sind die Moslems noch viel mehr in der Mehrheit gegenüber Juden und Christen – und man kommt dort sehr gut miteinander aus…..

    Wenn zionistische Rowdies eines Fussballclubs Fenster einschlagen, Autos demolieren und Menschen attackieren etc, die offensichtlich muslimisch sind oder so wirken, dann muss sich niemand wundern, dass das nicht nur den muslimischen Rowdies nicht gefällt.

    Es gibt genug Berichte und Beweisvideos, was die Zionisten so alles skandierten, bevor sie zur „Beute“ wurden – trotz Polizeischutz während all der Aggressionen und Zerstörungen.

    Wer triumphal skandiert „In Gaza gibt es keine Schulen, weil es dort keine Kinder mehr gibt“, der hat sogar amS eins auf die Fresse verdient – auch wenn das besser rechtsstaatlich geregelt werden/sein sollte. Aber der lässt leider immer mehr aus und ist ebenso Fassade wie der Rest des „Systems“.

    Es ist kein „Religionskrieg“ – es ist der Versuch des Totalitarismus, das Individuum zu tilgen.

    • Andreas I. 10. November 2024 um 18:20 Uhr - Antworten

      Hallo,
      transatlantische Politiker und Qualitätsjournalisten haben ja sowieso all die pro-israelischen Phrasen offensichtlich schon mit der Muttermilch aufgesogen, anders ist das ja nicht mehr zu erklären, die könnte man nachts um vier wecken und die würden die Phrasen dreschen können.
      Aber hier wirkt mir die Reaktion mal wieder zu einheitlich für so kurz danach.
      Und es kam auch mehr als ein Qualitätsjournalist auf die Idee, mit der Kristallnacht zu vergleichen.
      Irgendwie erinnert mich das alles an bekannte Propagandamuster. Wenigstens hat niemand schon vor dem Ereignis davon berichtet. :-)

      Interessant ist auch, dass Israel in Europa liegt. Das wusste ich noch nicht.
      Aber es war ein Fußballspiel einer ,,Europe League“, also muss Israel in Europa liegen; man lernt nie aus.

      • therMOnukular 10. November 2024 um 20:54 Uhr

        Hallo Andreas, schön nach langer Zeit wieder von Ihnen zu lesen!

        Naja, Israel tut sich traditionell schwer, Freunde in der Region zu finden. Daher hat man es in den europäischen Fussball aufgenommen, schon vor vielen Jahren…;))

        Natürlich, die Propaganda-Muster sind frappant – ich denke aber, dass sie dennoch eine Reaktion sind und dies nicht unbedingt auf eine konzertierte Aktion hinweist. Die reagieren grad alle gleich, weil sie alle gleich programmiert sind. Die brauchen sich da also gar nicht mehr abstimmen….;))

      • Antermoya 10. November 2024 um 21:09 Uhr

        Klar gehört Israel zu Europa, drum lärmen deren Queere auch beim song contest mit.
        Für Israel würden sie am liebsten noch die Landkarten fälschen, aber wo sollten sie in Europa das Land einzeichnen, die will in Wahrheit doch niemand bei sich haben?

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