
Hersh: Nach Biden
Wird Trump mit der desaströsen Außenpolitik des Präsidenten brechen?“, fragt Nord Stream Aufdecker Seymour Hersh in seiner Wahlanalyse.
Es war nicht knapp.
Die Amerikaner haben erneut eine fehlerhafte Kandidatin der Demokraten zugunsten von Donald Trump abgelehnt, der mit Klagen und Rachegedanken ins Amt kommt, aber auch mit einer willkommenen Entschlossenheit, den Krieg in der Ukraine zu beenden, und einer weit weniger willkommenen Verpflichtung, die Biden-Politik der uneingeschränkten Unterstützung für den mörderischen israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu fortzusetzen.
Hier sind einige Gedanken zu einer Wahl, von der ich in meinem hohem Alter dachte, dass Trump sie nicht gewinnen würde, vor allem, weil seine Kampagne keinerlei Anzeichen von Reue für seine abgrundtiefe Reaktion auf seine Niederlage gegen Joe Biden vor vier Jahren erkennen ließ.
Hier gibt es viele Lehren. Zunächst einmal setzte Barack Obama einen schlechten Präzedenzfall fort, indem er nach seinem Sieg bei den Vorwahlen 2008 einen schwachen Vizepräsidenten wählte. Biden wurde von einigen seiner Kollegen im Senat als eitler und fauler Nachrücker betrachtet: ein schwacher Vizepräsident, der zwar öffentlich loyal war, aber zunehmend verärgert über Obamas abweisende Haltung ihm gegenüber war. Nach seiner Wahl zum Präsidenten im Jahr 2020 wiederholte er das Obama-Mantra, indem er einen Vizepräsidenten wählte, der keine politische Bedrohung darstellte. Kamala Harris wiederum tat dasselbe, indem sie einen politischen Neuling auswählte, der ihrer Kampagne wenig hinzufügte und im Falle ihrer Wahl bestenfalls ein Verbindungsmann des Weißen Hauses zum Highschool-Football und zum amerikanischen Kernland wäre.
- Schubert, Dr. Dr. Christian(Autor)
Harris wiederum war nicht in der Lage, sich während ihres Wahlkampfs von einem zunehmend geschwächten Biden abzusetzen. In einer perfekten Welt hätte die Presse monatelang Fragen zu Bidens offensichtlicher zunehmender Beeinträchtigung und zu dem, was eindeutig eine langjährige Vertuschung durch hochrangige Berater des Präsidenten, einschließlich Harris, war, aufgeworfen, bis er in der Debatte mit Trump im vergangenen Juni scheiterte.
Ich habe Bidens Außenpolitik, wie sie von Außenminister Antony Blinken und dem nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan vertreten wurde, stets kritisch betrachtet. Alle drei teilten eine an den Kalten Krieg angelehnte Feindseligkeit gegenüber Wladimir Putin, dem autokratischen Führer Russlands, der nach Bidens Wahl deutlich machte, dass er in den Krieg ziehen würde, wenn die Vereinigten Staaten den Beitritt der Ukraine zur NATO unterstützten. Das stand, wie alle im Westen wissen, nicht zur Debatte, vor allem wegen des atemberaubenden Ausmaßes an Korruption in der Regierung, die jetzt von Präsident Wolodymyr Zelenskij geführt wird.
Anstatt Putin zu versichern, dass die Ukraine nicht in die NATO aufgenommen werden würde – was bis heute nicht der Fall ist -, ließ Biden seine nationalen Sicherheitsbeamten mit harten Bandagen kämpfen. Zu seiner Enttäuschung hat Putin den Köder geschluckt und ist eingefallen. Es ist ein mörderischer Krieg, der nun schon im dritten Jahr stattfindet. Er ist zu einer Plage für alle Seiten geworden.
Nichts in Trumps öffentlichen Äußerungen deutet darauf hin, dass er von Joe Bidens konsequenter Unterstützung Israels und Netanjahus blutigem Krieg in Gaza abweichen wird. Harris, die viele Gelegenheiten hatte, sich von der Politik des Präsidenten zu distanzieren, sprach lahm von der Notwendigkeit eines Waffenstillstands, der, wie immer deutlicher wurde, mit Netanjahu im Amt nie in Aussicht stand.
Ein Grund für Harris‘ Zögern, gegen das Gemetzel in Gaza Stellung zu beziehen, war der Zustrom jüdischer Wahlkampfgelder: Ihre Kampagne brachte weit mehr Geld ein als die von Trump, vielleicht mehr als die jedes anderen Präsidentschaftskandidaten in der Geschichte. Es war auch offensichtlich, dass sie keinen wirklichen Standpunkt – oder Mitgefühl – in Bezug auf die Moral des anhaltenden Abschlachtens von Palästinensern in Gaza und im Westjordanland durch Israel hatte.
Trump hat einen Standpunkt, und der ist alarmierend für alle, denen daran gelegen ist, dem Blutvergießen in Gaza ein Ende zu setzen und endlich Frieden im Nahen Osten zu erreichen. Im Wahlkampf hat er sich kaum zu Gaza geäußert und die jüngsten israelischen Bombenangriffe im Iran, Libanon und Syrien ignoriert. In seiner Debatte mit Biden im Juni gab Trump eine chaotische und uneinheitliche Antwort auf die Frage nach diesem Krieg. „Was Israel und die Hamas angeht“, sagte er, “ist Israel derjenige, der gehen will. Er [Biden] sagte, die einzigen, die weitermachen wollen, sei die Hamas. In Wirklichkeit ist Israel derjenige. Und man sollte [sie] gehen lassen und sie ihre Arbeit zu Ende bringen lassen. Er will es nicht tun. Er ist wie ein Palästinenser geworden. Aber sie [die Palästinenser] mögen ihn nicht, weil er ein sehr schlechter Palästinenser ist. Er ist ein schwacher Mann.“
Das Niveau des Diskurses verbesserte sich nicht in der Debatte, die Trump am 10. September mit Harris führte. „Sie hasst Israel“, sagte er über seine Gegnerin, als die Moderatoren den laufenden Gaza-Krieg zur Sprache brachten. „Sie wollte sich nicht einmal mit Netanjahu treffen, als er [im Juli] in den Kongress kam, um eine sehr wichtige Rede zu halten. Sie weigerte sich, dort zu sein, weil sie auf einer Party ihrer Schwesternschaft war. Sie wollte zur Party der Studentenverbindung gehen. Sie hasst Israel. Wenn sie Präsidentin wird, glaube ich, dass Israel in zwei Jahren nicht mehr existieren wird. Und ich bin ziemlich gut mit Vorhersagen.“
Das totalitäre Thema in und aus USA wird nie aufhören, solange man denen noch gutes Geld nachwirft für völlig überteuerte Produkte (die auch noch/nur aus China kommen).
Wann treten die WHO-Verträge in Kraft, die es unserem Herrn Ghebre-Jesus erlauben, wegen einer unüberprüfbaren Notlage Grundrechte und Gerichtsbarkeit auszusetzen und die Regierungen weltweit zu übernehmen?
Schaut man sich die Begleitmusik an, gehören alle zum selben Club.
Die Regierungen werden übernommen über die Verschuldung. Der Kreditgeber kann mittlerweile jederzeit auf den „Sachwert“ durchgreifen. Leider gehören die Flüchtlinge in Deutschland (auch etwa 70% der Deutschen, die nie ihre Staatsbürgerschaft beantragten während der Besatzungszeit) zu den Sachwerten mangels Hoheitsrecht (müsste man erst durch Neuaufstellung wiederherstellen in den Gemeinden)…
Nach Biden….what happens…..?……auch Hersh verkennt, vor lauter „Trump“-Fokussierung, den e i g e n t l i c h e n Mann der Zukunft : 👉 VANCE !
Trump geht stramm auf die 80 zu. Er ist müde von den vielen Auftritten und hat sein Ziel einer erneuten Präsidentschaft erreicht.
In dieser Amtszeit wird er viele Kompromisse eingehen müssen, – für seine Unterstützer.
Vance wird a k t i v der Mann an seiner Seite sein und sich immer mehr „einarbeiten“.
Der Ukrainekonflikt ist ein Auslaufmodell. Israel läuft an der l a n g e n Leine, darf noch ein Weilchen rumwildern…..Bibi ist einfach so ein netter Kerl und versteht sich gut mit Trumps Schwiegersohn. Shalom.
So gesehen in meiner Glaskugel. 😂👍🥂
Wird er mit der US-Aussenpolitik brechen? Einfache Antwort: wann immer er meint und kann.
Er hat auch schon damit angefangen und Israel einen Waffenlieferstopp in Aussicht gestellt, so man sich nicht baldigst aus dem Libanon entfernt. Darauf hätte man unter Harris ewig und noch 3 Tage gewartet…..
Nachtrag: seit der Rede von Harris nach ihrer Niederlage bin ich mir sicher, dass da noch etwas kommt. Die haben nichts eingestanden oder akzeptiert…..die führen was im Schilde.
Ich denke, die (vom deep state) haben gesehen, dass Trump trotz Medienhetze gewinnen wird, aktivieren Plan B und jetzt werden sie versuchen, die gesamte westliche Welt gegen die Wand zu fahren. Dann ist DT der neue Paria.
@ Antermoya 7. November 2024 um 20:00 Uhr
Was sie tun werden, wird sich bald zeigen. Einige Optionen sind nicht mehr so leicht umzusetzen, ein weiteres Attentat wäre zu auffällig – ist aber sicher nicht vom Tisch.
Ich denke eher, sie werden bis zur Inauguration einen Grund erfinden, um die Amtseinführung „juristisch“ zu stoppen.
Ich finde die Reps haben das klug gemacht, die letzten Tage den Slogan „To big to rig“ zu promoten – und so kam es dann ja auch. Also auch diese Option wurde (bislang) untergraben. Ich denke, man wäre vorbereitet gewesen zu manipulieren, hat aber dann gesehen, dass sich das nicht ausgeht und zu offensichtlich wäre.
Was mich an Harris‘ Rede irritiert hat, ist dieses übermäßige Betonen der Anerkennung dieses Ergebnisses und die mehrfache Ankündigung, das Amt kooperativ und demokratisch übergeben zu wollen. So viel Aufwand für ein bisschen „Nonaned“ bedeutet in 99 von 100 Fällen, dass der Absender das genaue Gegenteil denkt…..
Noch ist nicht der 21.1.2025. Ich glaube es erst dann, dass er der 47. Präsident ist.
Keine Sorge! Trump hat einen guten Vicepräsidenten gewählt – JD Vance. Harris kann auch deshalb rasch aufgegeben haben, um einen Bürgerkrieg/Straßenunruhen zu verhindern. Es ist gut, dass der Sieg so eindeutig war.
Waffenlieferstop kommt nur daher, dass die Ukraine nicht mehr weiter ausgebeutet werden kann, weil a) das Land hat man (die 3 großen Hedges) schon „gekauft“, b) ein Sieg gegen Russland Illusion ist, c) der Selen-Ski nicht wieder im Amt bestätigt wurde und kein Präsident mehr ist seit Mai, sondern nur über das selbst initiierte Kriegsrecht weitermacht, d) wie lange sich das die Ukrainer noch gefallen lassen, ist unklar