„Nature“-Studie: Schnellere Erderwärmung nicht erkennbar

30. Oktober 2024von 2,1 Minuten Lesezeit

Das der Klimawandel die Erde immer schneller erwärmen würde, kann kaum nachgewiesen werden. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung. 

Das britische Wissenschaftsmagazin Nature zählt zu den meistzitierten Fachmagazinen der Welt und gilt oft als jenes Magazin mit der höchsten Wirkung in der Naturwissenschaft. Das Magazin ist also „wissenschaftlicher Mainstream“ durch und durch. Eine jüngste Untersuchung, die im Nature publiziert wurde, räumt nun mit der politischen Klima-Panik auf. Der Titel: „Der jüngste Anstieg der globalen Erwärmung ist noch nicht nachweisbar“.

Im Paper, das Mitte Oktober erschienen ist und von vier Wissenschaftlern durchgeführt wurde, heißt es (Hervorhebungen TKP):

Die globale mittlere Oberflächentemperatur wird häufig untersucht, um den Klimawandel zu beobachten. Eine aktuelle Debatte dreht sich um die Frage, ob es in jüngster Zeit (nach den 1970er Jahren) einen Anstieg/Beschleunigung der Erwärmungsrate gegeben hat. Hier untersuchen wir, ob eine Beschleunigung der Erwärmung aus statistischer Sicht nachweisbar ist. Wir verwenden Changepoint-Modelle, statistische Verfahren, die speziell für die Erkennung struktureller Veränderungen in Zeitreihen entwickelt wurden. Vier Aufzeichnungen der globalen mittleren Oberflächentemperatur von 1850 bis 2023 werden darin untersucht. Unsere Ergebnisse zeigen begrenzte Anzeichen für einen Erwärmungsschub; in den meisten Zeitreihen der Oberflächentemperatur wird trotz der 2023 beobachteten Rekordtemperaturen keine Veränderung der Erwärmungsrate über die 1970er Jahre hinaus festgestellt. Daher schätzen wir die Mindestveränderungen im Erwärmungstrend, die erforderlich sind, um einen Erwärmungsschub zu erkennen. Über alle Datensätze hinweg ist ein Anstieg von mindestens 55 % erforderlich, damit ein Erwärmungsschub zum jetzigen Zeitpunkt nachweisbar ist.

Das Paper bezweifelt somit nicht die grundsätzliche Erwärmung des Planeten, allerdings könne eine beschleunigte Erwärmung – die politisch immer wieder angeführt wird – nicht erkannt werden. Dies läge vor allem auch daran, dass es zu früh sei, um mit entsprechenden Modellen eine solche Beschleunigung feststellen zu können.

Dier Artikel berechnet: „Um einen Anstieg ab 2008 zu erkennen, muss dieser im Jahr 2024 mindestens 75 % betragen. Bis zum Jahr 2040 müsste eine Beschleunigung um mindestens 39 % zunehmen, um nachweisbar zu sein.“

Auch wenn der Artikel – erwartungsgemäß – das Klima-Paradigma selbst nicht infrage stellt, sind die Ergebnisse doch ein Schlag ins Gesicht für Panik-Propagandisten und Klima-Modellierer. „Wir haben keine Zeit mehr“ oder „Die Erderwärmung beschleunigt sich immer mehr“ können selbst von orthodox-wissenschaftlicher Seite bezweifelt werden.

Bild „Climate Change – Chile“ by International Monetary Fund is licensed under CC BY-NC-ND 2.0.

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3 Kommentare

  1. bekir 31. Oktober 2024 um 11:19 Uhr - Antworten

    Einen „Rekordanstieg der CO2-Konzentration“ wollen Experten laut t-online festgestellt haben.
    Klingt zunächst rein nach „Rekordhoch“ (2023: 420 ppm), nicht nach Rekord-Tempo des Anstiegs.
    Doch letzteres solle auch der Fall sein: „Seit Beginn der Menschengeschichte sei die Zunahme dieser Gase noch nie so stark und schnell erfolgt wie in den letzten 20 Jahren.“

    https://www.t-online.de/klima/leben-umwelt/id_100519464/un-bericht-co2-konzentration-auf-rekordhoch-experten-warnen.html

    Während es jetzt Klima-Panikern schon wohlige Schauder den Rück runterjagt, kann man in Verbindung mit der „Nature“-Studie („Schnellere Erderwärmung nicht erkennbar“) der Nachricht auch was Positives abgewinnen: Wenn der CO2-Anstieg sich beschleunigt, der Temperatur-Anstieg jedoch nicht, dann muss am gerne bestrittenen Phänomen „Sättigungsgrenze“ doch was dran sein.

    Das mit dem Rekord-ANSTIEG von CO2 klang übrigens vor einem Jahr (Nov. 2023) im Wissenschaftsmagazin SPEKTRUM noch etwas anders:
    “Zwar flachte sich der CO₂-Anstieg laut flankierender WMO-Mitteilung im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2021 und dem zehnjährigen Mittelwert etwas ab. Das sei aber wohl auf natürliche, vorübergehende Schwankungen zurück-zuführen. Die neuen Emissionen aus menschengemachten Aktivitäten stiegen hingegen weiter.”
    (Eine Rekord-HÖHE wurde dagegen damals auch gemeldet.)
    https://www.spektrum.de/news/treibhausgas-konzentration-erreicht-besorgnis-erregende-rekordwerte/2198322

    Der t-online-Artikel schafft es auch, zum Thema „CO2 fossilen Ursprungs“ zwei fast gegensätzliche Aussagen direkt und ohne Erläuterung hintereinander runterzubeten:

    a)
    CO2 ist das häufigste Treibhausgas und wird nur sehr langsam abgebaut. Nach Angaben des Umweltbundesamtes verbleiben nach 1.000 Jahren immer noch etwa 15 bis 40 Prozent des ausgestoßenen CO2 in der Atmosphäre. Es entsteht hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas.

    b)
    Gut ein Viertel aller CO2-Emissionen wird von den Ozeanen aufgenommen, während knapp die Hälfte in der Atmosphäre bleibt; der Rest wird von anderen Ökosystemen absorbiert.

  2. Wolliku 30. Oktober 2024 um 13:09 Uhr - Antworten

    Wissenschaft interessiert in der Klimakirche schon lange nicht mehr! Selbst wenn in Nature die Aussage stehen würde „die Klimakrise ist Quatsch“ – ich gebe zu: hört sich nicht wissenschaftlich an – die politischen Eliten ließen sich nicht (mehr!) beeindrucken. Der Zug der Transformation ist längst in Höchstgeschwindigkeit und die Portemonnaies der Bürger glühen. Eine Notbremsung würde auch Milliarden über Milliarden kosten. Sollte ggf. ein Präsident Trump aber lange genug überleben…ich bin mir nicht sicher, ob der Klimaalbtraum nicht doch – überfällig!!!- ausgeträumt wäre. Dann erst wird es sich erweisen, wieviel geschwärzte Protokolle es in den Regierungen der letzten Jahrzehnte überhaupt gibt. Die Covid-Thematik dürfte dagegen einen Waisenstatus führen. Nirgendwo wurde Wissenschaft erkennbar so korrumpiert wie beim Klimathema. Es wurde schamlos ausgenutzt, dass der Mensch in der westlichen Welt eine ausgesprochen hohe und geduldete Affinität zum Ablasshandel besitzt. Selbst Peruaner sind glücklich beseelt, wenn sie aus deutschen Klimafonds Fahrradwege für Mountainbikes bekommen…grins und hüstel! Dennoch warte ich notfalls noch weitere Dekaden bis der Schwachsinn eines Schadstoffs CO2 sich mit dem Treibhausgas in der Atmosphäre gerne bis auf 500 ppm schlussendlich verflüchtigt.

    • Varus 30. Oktober 2024 um 13:49 Uhr - Antworten

      Wissenschaft interessiert in der Klimakirche schon lange nicht mehr!

      Eben – die meisten Leute lesen nicht „Nature“, sondern irgendwelche Schund-Medien, von Woken Oligarchen gekaufte, mit ergrünten Redaktionen, die am liebsten den PIK-Herrn mit 70 Kilo Rohöl pro Steak zitieren, was die „kochende Erde“ unbewohnbar machen sollte. Dennoch gut, hin und wieder ein paar fundierte Gegenargumente zu bekommen.

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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