Trump bei Joe Rogan: Das Interview des US-Wahlkampfs

27. Oktober 2024von 2,8 Minuten Lesezeit

Donald Trump nahm wenige Tage vor der US-Wahl beim größten Podcaster der Welt Platz und plauderte rund zwei Stunden aus seinem politischen Nähkästchen. 

Joe Rogan, früher Comedian, Schauspieler und Kampfsportler, gilt als erfolgreichster Podcaster der Welt. Seine Sendung „The Joe Rogan Experience“ wird regelmäßig millionenfach gehört. Nun saß ihm Donald Trump gegenüber. Das Interview war mit Spannung erwartet worden und zeigt erneut, wie die Konzernmedien die Herrschaft über Diskurs und Wahrnehmung verlieren.

Etwa zur selben Zeit als das Interview mit Trump On-Air ging, trat der Popstar Beyoncé bei Kamala Harris auf die Bühne. Einige Stunden später hatte Trumps Auftritt mehr als 10 Millionen Aufrufe, jener von Beyoncé etwa 500.000. So viel dazu. Und die Inhalte?

Trump kann sich, das hat der Auftritt wieder gezeigt, anders als Harris Fragen unmittelbar stellen und diese direkt und klar beantworten.

Sehr bald erklärte Trump, dass sein „größter Fehler“ in seiner ersten Amtszeit darin bestand, einige „schlechte Leute“ in seine Verwaltung zu berufen. Dazu gehören der nationale Sicherheitsberater John Bolton und der Stabschef des Weißen Hauses John Kelly. Trump verriet, dass die Präsidentschaft rund 10.000 Ernennungen auf Bundesebene mit sich bringt, darunter 100 wichtige. Er glaubt, und verspricht seinen Wählern, dass er nun, da er mit Washington vertraut ist, dass seine künftigen Ernennungen dem amerikanischen Volk besser dienen werden.

Rogan, der in der Vergangenheit kein Trump-Fan war, begann, den ehemaligen Präsidenten mit Komplimenten zu überhäufen und ihm zu sagen, dass er deshalb so beliebt sei, weil er authentisch sei und nicht in einem „vorbereiteten Politikerjargon“ spreche, der „Bullshit“ sei.

Ernst wurde es, als Joe Rogan darauf hinwies, dass bei der Wahl 2020 „eine Menge Seltsamkeiten“ passiert seien, „insbesondere mit Briefwahlstimmen“. Er erwähnte passenderweise, dass es vor 2020 „üblich“ war, die Wahlergebnisse in Frage zu stellen, weil „niemand glaubt, dass [Wahlbetrug] bei 0% liegt“. „Ich habe noch nie einen Menschen getroffen – weder einen superliberalen Progressiven, noch einen Linken, noch einen Rechtskonservativen -, der denkt, dass es null Prozent sind“, sagte Rogan.

Als Reaktion auf Kamala Harris, die Trump mit Hitler verglich, schimpfte er über seine Gegnerin und nannte sie „eine Person mit sehr niedrigem IQ“. Trump war so sehr von Kamalas mangelnder Intelligenz überzeugt, dass er sie aufforderte, das Gegenteil zu beweisen, indem sie einen IQ-Test absolvierte und darauf hinwies, dass sie während ihres Softball-Interviews mit Anderson Cooper völlig zusammenbrach. „Sie hat sich zwei Tage frei genommen und den ganzen Tag gelernt und gelernt, und dann kommt sie mit einem Ergebnis heraus. Das war eine echte Blamage“, schimpfte Trump.

Bemerkenswert ist der Moment über RFK Jr. Dieser soll unbedingt in Trumps Regierung – vermutlich als Gesundheitsminister.  „Das Einzige, bei dem ich bei ihm ein wenig vorsichtig sein möchte, ist das Umweltthema, weil er kein Öl mag. Ich liebe Öl und Gas“, sagte Trump mit einem Lächeln.

„Halten Sie ihn da einfach raus!“ erwiderte Rogan. „Es gibt eine Menge guter Arbeit, die getan werden könnte, wenn man sich auf die Gesundheit konzentriert.“

Hier das ganze Interview:


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5 Kommentare

  1. therMOnukular 27. Oktober 2024 um 19:58 Uhr - Antworten

    Ich habe vor allem eines bei Joe Rogan gesehen: einen echten Menschen.

    Wie immer man ihn beurteilen mag, er hat gesprochen wie jeder von uns. Er war authentisch und er hat sich drübergemogelt. Er hat Fehler eingestehen können, andere nicht. Er hat übertrieben und posaunt, aber auch Demut gezeigt. Es waren kluge Ideen und Gedanken dabei und auch das Gegenteil.

    So wie es eben jedem von uns ergehen würde, wenn wir 3 Stunden lang frei von der Leber weg wir selbst sind. Da fände dann auch jeder vor dem Bildschirm alles, was zu einem Menschen gehört, etwas für ihn Positives und auch was Negatives.

    Und alleine das macht Trump zur totalen Antithese zu den Demokraten.
    Oder wie es Ana von „TYT“ (Dem.-leaning Internet-Blog) auf den Punkt brachte:
    „Trump is the personalized middlefinger to the political establishment. If you wanna give your middlefinger to the establishment, you just need to vote Trump“.

    Yup. Einfach nur, weil er ein ganz normaler Trottel ist, der an das glaubt, was er tut. Und nicht eine „professionalisierte“ Hülle rund um ein Nichts (außer einem Knopf im Ohr in Erwartung der Dirigenten).

  2. Der Zivilist 27. Oktober 2024 um 12:34 Uhr - Antworten

    Ich hab jetzt die Hälfte von Rogan – Trump gehört und das war schon viel zu lange, ich bin entsetzt, wie strunzdumm die teilweise sind, BEIDE !

    Trump soll sich mal von Musk ein bisschen über den Stand der Technik in China aufklären lassen.

    Und über US Wirtschaftsgeschichte sollte Trump auch mal aus seiner Märchenwelt rauskommen, US wurde zur Industriemacht durch WWI & WWII. 1880, 1890? Da sind auch Amis, wie z.B. Roosevelts, reich geworden, indem sie die chinesischen Beamten und Soldaten mit Opium vergiftet haben. Tarifs? China hat den Opiumimport 1729 verboten, diesen ‚Tarif‘ haben die Kolonialmächte weggebombt.

    Wir werden entsetzlich dumm gehalten von der Demokraten – BBC- Reuters – Ströer- Blase.

    Man vergleiche nur mal das Wissen über PLASMA bei Wikipedia und tkp, schwierig, denn da läßt einem die Suchfunktion von tkp voll im Stich. Es gab wichtige Beiträge über Hyperschallwaffen und chinesisches Radar, da wird die Behauptung widerlegt, eine Plasmablase Objekte dem Radar unsichtbar mache. In meinem Beitrag über JP-8 habe ich berichtet, daß metallische Additive in Flugzeugtreibstoffen den Plasmaeffekt verstärken. Und schon bei der SR-71 (Erstflug 1964) mit JP-7 Treibstoff, der noch viel mehr metallische Additive enthält, hat der ionisierte Abgasstrahl die Maschine dem Radar verraten, durch Cäsium mußte man die Ionisierung des Plasmas mindern. . . .

    Übrigens wärmstens empfohlen: PLASMAVERSUM. Nur einen Fehler macht der Mensch, ist mir auch schon passiert (Estonia), wenn es zwei Alternativen gibt, fällt man leicht auf ein ent- oder weder herein, meist ist es aber ein sowohl als auch.

    Recht haben Rogan & Trump freilich damit, daß sich zu viele Menschen dadurch bereichern, daß sie anderen Menschen im Wege stehen.

    Und was die Zensur betrifft, es geht einzig um Reichweite, die wird massiv manipuliert. Ich habe keine Ahnung von der Medien Branche, aber ich kann bereits drauf wetten, daß meine Klicks bei meinem Substack, nachdem sie langsam steigen, sie fast auf null zusammenbrechen.

  3. Glass Steagall Act 27. Oktober 2024 um 10:18 Uhr - Antworten

    Für uns ist dabei nur interessant, was für Europa dabei herauskommt. Ich denke die Kriegsgefahr mit Russland könnte mit Trump deutlich sinken, aber der wirtschaftliche Aspekt bleibt weiterhin schlecht für Europa, da die USA bestimmt nicht Europa wieder erlauben werden, russische Energien günstig zu kaufen! Ich würde die Erwartungen nicht allzu hoch setzen, wenn Trump gewinnt. Nicht wirklich klar ist, wie sich Trump zur WHO oder dem WEF verhalten wird! Der Druck der Agenda 2030 ist international einfach zu hoch!
    Allerdings wenn Harris gewinnen sollte, können wir hier die Koffer packen! Damit wird alles nur noch beschleunigt!

    • Glass Steagall Act 27. Oktober 2024 um 11:11 Uhr - Antworten

      Mich würde mal dringend interessieren, was Trump zur Sprengung von Nordstream zu sagen hätte!

  4. Sabine Schoenfelder 27. Oktober 2024 um 8:53 Uhr - Antworten

    Klasse. 😂👍❤️😘

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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