
EU-Sanktionen gegen russisches Flüssiggas sorgen für steigende Preise
Die steigenden Preise für Flüssiggas (LPG) sind für die Polen bereits vor der Einführung von EU-Sanktionen gegen billigeren Kraftstoff aus Russland spürbar. Die Sanktions- und Energiepolitik der EU treibt mittlerweile die Wirtschaft in immer mehr Ländern in die Rezession. Neue Sanktion werden diese Entwicklung weiter beschleunigen, wie das Beispiel Flüssiggas zeigt.
Polen, einer der größten Verbraucher von Flüssiggas in der Europäischen Union, ist stark von russischem Gas abhängig, da fast die Hälfte seiner Importe aus Russland stammt. Trotz der Bemühungen, die Versorgungsquellen umzuleiten, bleibt russisches Gas ein wichtiger Akteur auf dem Markt.
Flüssiggas aus Russland wird mit Inkrafttreten der 12. Runde der EU-Sanktionen am 20. Dezember verboten sein – und die polnischen Verbraucher werden gewarnt, dass sie die Auswirkungen zu spüren bekommen werden.
„Die Preise werden für den gesamten Markt steigen“, sagte Bartosz Kwiatkowski, Leiter der Polnischen Flüssiggasorganisation (POGP), in einem Interview mit money.pl. “Sowohl die Nutzer von Heiz- als auch von Transportkraftstoffen werden betroffen sein.“
Im vergangenen Jahr verbrauchte Polen 2,5 Millionen Tonnen Flüssiggas, während die inländische Produktion nur etwa 20 Prozent der Nachfrage deckte, sodass Importe erforderlich waren. Der Kraftstoff wird von etwa 8 Millionen Polen genutzt, um über 4,5 Millionen Haushalte mit Wärme zu versorgen, und wird auch für den Betrieb von 3 Millionen Fahrzeugen verwendet, darunter viele im Agrarsektor.
Die polnische Regierung setzte sich dafür ein, LPG in die jüngste Runde der russischen Sanktionen aus Brüssel aufzunehmen, obwohl Polen im vergangenen Jahr 1,2 Millionen Tonnen des Kraftstoffs aus Russland importierte – etwa 46 Prozent der Gesamtimporte.
Es war bei weitem der größte Lieferant des Landes, mit Schweden auf dem zweiten Platz mit 22 Prozent des importierten Flüssiggases, gefolgt vom Vereinigten Königreich (4,6 Prozent), den Niederlanden (4,5 Prozent) und den Vereinigten Staaten (4 Prozent).
Während Polen plant, seine Importe auf nicht-russische Quellen umzustellen, wird erwartet, dass der Übergang die Preise in die Höhe treibt.
„In den Jahren 2023 und 2024 lag der Großhandelspreis für Flüssiggas aus nicht-russischen Quellen etwa 20 Prozent über dem für russisches Gas“, erklärte Kwiatkowski. Er wies darauf hin, dass russisches Gas in der Vergangenheit etwa 50 Prozent der polnischen Flüssiggasimporte ausgemacht hat, was zu einem erwarteten Preisanstieg von 10 bis 20 Prozent führen wird, sobald die Sanktionen ihre volle Wirkung entfalten.
Der Übergang ist im Gange, aber die Preise an den Tankstellen steigen bereits, sodass Flüssiggas in einigen Gebieten fast 3 PLN (0,70 €) pro Liter kostet.
„Der Prozess ist bereits im Gange“, bestätigte Kwiatkowski. “Seit Juli ist der Anteil russischen Gases an den Lieferungen nach Polen zurückgegangen, während die Importe aus dem Westen – hauptsächlich aus Norwegen, Großbritannien und den USA – zugenommen haben.“
Obwohl die Vereinigten Staaten jährlich etwa achtmal mehr Flüssiggas produzieren als Russland, erschweren logistische Herausforderungen die Verteilung nach Polen.
Auch die Haushalte werden den Preis für die in Brüssel vereinbarte neue Sanktionspolitik zahlen müssen, da Millionen von Haushalten, die auf Flüssiggas zum Heizen angewiesen sind, tiefer in die Tasche greifen müssen.
„Im Jahr 2023 gab es in Polen 140.000 registrierte Flüssiggastanks, was einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht“, so Kwiatkowski.
Während die Behörden in Warschau darauf bestehen, dass es nicht zu einer Verknappung des Brennstoffs kommen wird, wird es für Polen schwierig sein, sicherzustellen, dass die Lagerbestände hoch bleiben und für Millionen von Polen erschwinglich sind, da die Temperaturen sinken und die Nachfrage im ganzen Land steigt.
Die Frage stellt sich allerdings, warum Polens Regierung bei diesem EU-Vorhaben mitmacht und nicht ein Veto einlegt.
Unsere Arbeit ist spendenfinanziert – wir bitten um Unterstützung.
Folge TKP auf Telegram oder GETTR und abonniere unseren Newsletter.
EU Energiepolitik vernichtet Konkurrenzfähigkeit und Wohlstand
Erneuerbare Energie ein unwissenschaftlicher Unsinn – Windräder verursachen Klimawandel
Polens Donald Tusk gegen billige Energie für europäische Länder
Nicht zu vergessen das LNG energetisch als auch ökologisch um einiges schlechter ist als Pipeline. Nord Stream hat bekanntermaßen noch eine unbeschädigte Leitung. Gegen Russland zu gewinnen ist unseren Grünen aber wichtiger, reden aber immer von Kipppunkten.
Zufällig heute gesehen (auf oe24.at), dass gerade das 12. Kitzbüheler Wasser- & Energiesymposium (1) angelaufen ist, wo sehr innovative Technologien vorgestellt werden, die wirklich zukunftsweisend sind, die neben der Einsparung von Energie z. B. im Bereich der Abwasserklärung u. unter Anwendung von Nanocarbon Materialien sogar als Nebeneffekt noch ordentlich Wasserstoff generiert wird.
Vorstellbar wäre es, dass in naher Zukunft sogar für jeden Haushalt (als Hausanlage im Keller) eine solche Technologie angewandt werden könnte, jedenfalls sollte man sich damit beschäftigen, um mehr Unabhängigkeit im Energiebereich zu erreichen …
1) vta.cc/de/events/2024-10/12-kitzbueheler-wasser-energiesymposium
Die Bürger ganz Europas sollten sich fragen, warum ihre Regierungen gegen sie agieren und ihre Lebenshaltungskosten bei Energie dermaßen in die Höhe treiben! Was haben die Bürger Europas mit den Problemen der USA zu tun? Was haben wir deren Kriege zu führen oder sie mitzufinanzieren? Was geht uns das alles an? Wir wollen günstige Energie aus Russland!
Die größte Frechheit der USA war es, Nordstream zu zerstören! Absolut unverzeihlich! Und sie lügen weiter und behaupten, die Mainzelmännchen wären es gewesen!
Russland ist uns wesentlich näher als die USA! Warum lassen wir Bürger es zu, dass die USA einen Keil zwischen uns und Russland treiben? Gleiches gilt für die militärische Aufrüstung in Europa! Wir wollen hier keine amerikanischen Kriege für die USA gegen Russland führen! Schon gar nicht gegen Russland! Alle Bürger Europas sollten sich zusammen schließen und einen Abzug der USA aus Europa und unserer Politik zu fordern!
Auch wollen wir hier keine amerikanischen Atomwaffen sehen! Wenn sich die USA und Russland mit Atomraketen bedrohen wollen, dann bitte nicht auf europäischen Boden!
All das müssen wir unseren korrupten Politikern klar machen! Aber wir wissen ja, dass sie nicht auf ihre Bürger hören, sondern sich an die USA verkauft haben!
Ich denke, Russland weiß, dass die europäischen Staaten von den USA dominiert und diktiert werden! Aber warum lassen es die Bürger einfach so mit sich machen?
„Die Sanktions- und Energiepolitik der EU treibt mittlerweile die Wirtschaft in immer mehr Ländern in die Rezession … Die Frage stellt sich allerdings, warum Polens Regierung bei diesem EU-Vorhaben mitmacht und nicht ein Veto einlegt“
Diese Frage stellt sich mindestens ebenso für das (schein-)neutrale Österreich, vor allem, da es eine Kriegspolitik ist, die von dem US-Vasallen EU betrieben wird. Nicht nur die Energiekosten, auch die Milliarden für den Stellvertreterkrieg in der Ukraine treiben die Inflation und die Budgetdefizite. Österreich befindet sich in einer immer hartnäckigeren Rezession, aber für den neutralitätswidrigen „Sky Shield“ sollen Milliarden lockergemacht werden. Der Kapitalistenklasse (Industriellenvereinigung, Wirtschaftskammern, zugehörige „Thinktanks“) fallen vor den kommenden Lohnrunden nur „zu hohe Lohnstückkosten“ ein, die EU-Kriegspolitik als Ursache dafür wird penibel ausgespart und weiterhin bedingungslos unterstützt. Zugleich wird auf eine steigende „Inlandsnachfrage“ gehofft, weil die Exportaussichten aufgrund der beeinträchtigten Konkurrenzfähigkeit gesunken sind. Aber höhere Inlandsnachfrage setzt höhere Löhne und Gehälter voraus, und die Armut in Österreich breitet sich immer weiter aus – trotz angeblich „zu hoher Lohnstückkosten“.
In Wirklichkeit bedarf es einer Loslösung Österreich aus seiner fatalen Westverstrickung, für die wir „die Zähne zusammenbeißen“ müssen, um in einer verstärkten Zusammerarbeit auf Augenhöhe mit der „globalen Mehrheit“ aus unseren Problemen hinauszufinden. Viele andere Länder würden sich dem anschliessen, an Partnern wird es nicht mangeln …