Umfrage: Jeder sechste Geimpfte mit Nebenwirkungen

15. Oktober 2024von 2,5 Minuten Lesezeit

Wie viele Deutsche haben die Covid-Injektionen gut vertragen? Wie viele hatten Nebenwirkungen? Eine repräsentative Umfrage gibt nun erstmals Einblicke. 

Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa liefert brisante Einblicke. Zumindest für Deutschland dürfte die Umfrage die erste seiner Art sein – was auch bereits einiges aussagt. Denn abgefragt wurde die Verträglichkeit der Covid-Impfung. Anerkannte Impfschäden gibt es bekanntlich kaum, doch 17 Prozent klagten laut Umfrage über unerwünschte Nebenwirkungen.

Die Umfrage wurde von der Neuen Osnabrücker Zeitung und dem Magazin Mulipolar in Auftrag gegeben. Und sie öffnet eine riesige Lücke: Dem Paul-Ehrlich-Institut waren 340.000 mögliche Impfnebenwirkungen gemeldet worden. Doch die Umfrage ergibt, dass rund 11 Millionen Menschen (64 Millionen Deutsche sind zumindest einmal geimpft) mit Nebenwirkungen zu kämpfen gehabt hatten. Die Mehrheit davon hat allerdings nie ein Arzt aufgesucht. 73 Prozent gaben dagegen an, die Impfung „alles in allem gut vertragen“ zu haben. 10 Prozent der Befragten waren ungeimpft.

Für die Erhebung wurden am 7. und 8. Oktober insgesamt 1.002 Personen befragt.

So wurde auch abgefragt, ob man „persönlich jemanden kennen“ würde, bei dem nach der mRNA-Behandlung schwere Nebenwirkungen aufgetreten sind. Die Zahl hat ebenfalls Sprengkraft: 35 Prozent antworteten mit Ja. Selbst 20 Prozent der Grünen-Wähler räumten dies ein (BSW: 55, AfD: 70). Multipolar-Chefredakteur Paul Schreyer schließt daraus:

„Jedem Dritten in Deutschland ist es heute demnach zweifelsfrei bewusst, dass die Impfung alles andere als risikolos ist – entgegen nahezu sämtlicher Beteuerungen zu Beginn der Impfkampagne.“

Angesichts dieser Umfrage lohnt es sich zu erinnern, dass der deutsche Gesundheitsminister die Covid-Impfstoffe (sowohl die Vektorstoffe als auch die mRNA-Behandlungen) als „sicher und wirksam“ und lange Zeit als „nebenwirkungsfrei“ bezeichnet hatte. Karl Lauterbach ist weiterhin im Amt.

Auch zur „Aufarbeitung“ wurde vielleicht auch deshalb abgefragt. 40 Prozent der Deutschen befürworten demnach einen Covid-Untersuchungsausschuss, und 29 Prozent wollen juristische Ermittlungen gegen verantwortliche Politiker. Das deckt sich damit, dass knapp 60 Prozent meinen, die staatlichen Restriktionen seien verhältnismäßig gewesen.

Interessant: 28 Prozent der Deutschen haben von den RKI-Protokollen gehört. Die große Mehrheit weiß nichts davon.

Update 17 Uhr Multipolar fügte der eigenen Meldung um 13 Uhr diese Posse an:

Im Artikel war zunächst die Rede von einer Umfrage „im Auftrag von Multipolar und der Neuen Osnabrücker Zeitung“. Am 15.10. um 10 Uhr erhielt Multipolar ein von Forsa beauftragtes Anwaltsschreiben mit der Aufforderung, bis 13 Uhr eine Unterlassungsverpflichtungserklärung zu unterzeichnen und nicht mehr zu behaupten, die Umfrage sei auch von Multipolar beauftragt worden. Tatsächlich hatte Multipolar die Umfrage initiiert und die zu stellenden Fragen vorgeschlagen, die dann in Abstimmung mit der Neuen Osnabrücker Zeitung formuliert wurden. Formell beauftragt hat die Umfrage aber allein die Neue Osnabrücker Zeitung. Der Text wurde entsprechend geändert. Eine Unterlassungsverpflichtungserklärung wurde zunächst nicht unterzeichnet, Multipolar hat einen Anwalt mit der Prüfung beauftragt.

Bild „Eisenbahner ohne Maske / Railwayman without mask“ by 7C0 is licensed under CC BY 2.0.

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7 Kommentare

  1. anamcara 15. Oktober 2024 um 15:37 Uhr - Antworten

    Sind Koreaner empfindlicher/anfälliger?

    Vom 2. bis 10. Dezember 2021 wurde eine webbasierte Umfrage mit 2.849 ausgewählten Personen in Korea durchgeführt, um die Gesamthäufigkeit von Nebenwirkungen nach der mRNA-COVID-19-“Impfung” und die damit verbundenen Faktoren festzustellen.

    Studienteilnehmer waren Personen im Alter zwischen 18 und 49 Jahren, bei denen mindestens zwei Wochen nach Abschluss zweier Dosierungspläne der COVID-19-„Impfung“ vergangen waren.

    Ungefähr 90 % der Teilnehmer berichteten über Nebenwirkungen nach der „Impfung“; 3,3% über schwere Nebenwirkungen nach der ersten Dosis und 4,3 % über schwere unerwünschte Nebenwirkungen nach der zweiten Dosis.

    Bei den schweren Nebenwirkungen gab es u.a. fünf Fälle von Thrombose mit Thrombozytopenie, vier Fälle von Myokarditis/Perikarditis; 2 Fälle Guillain-Barré; 3 Schlaganfälle und einen Fall von Anaphylaxie (table 5)

    Faktoren die mit Nebenwirkungen verbunden waren kann man in der Studie
    „A Nationwide Survey of mRNA COVID-19 Vaccinee’s Experiences on Adverse Events and Its Associated Factors“ nachlesen.

    • anamcara 15. Oktober 2024 um 16:00 Uhr - Antworten

      Korrektur:
      0,33% schwere Nebenwirkungen nach der ersten Dosis und 0,43 % nach der zweiten Dosis.

  2. Jan 15. Oktober 2024 um 12:51 Uhr - Antworten

    Die Spritze hat keine Hauptwirkung. Laut Pfizer reduziert sie weder Transmission noch Infektion. Dh, das ganze Geschwurbel von Solidarität war eine staatliche Lüge. Grundrechtseinschränkungen waren willkürklich.

    Beides steht unter Strafe. Völlig unabhängig davon, ob die Mehrheit das akzeptabel findet oder nicht.

    Man muss sich überlegen, wieso denn Nebenwirkungen einer Spritze ohne Hauptwirkung tolerierbar sein sollen. Wenn der Staat Arsen spritzt und wahrheitswideig erklärt, das vermeide Ischias, so bleibt es dennoch eine Giftspritze.

    Die Verantwortlichen haben von der Giftwirkung gewusst. Jeder Arzt hätte von der Giftwirkung wissen müssen. Die Institutionen, RKI, PEI, EMA, haben von der Giftwirkung gewusst.

    Justitia hätte von der Giftwirkung wissen müssen, sie war im Vorfeld publiziert worden.

    Die Hauptwirkung war die Giftwirkung.

    Die Frage der Strafbarkeit ist unabhängig von der Frage, ob die Schäden irreversibel sind oder nicht.

    Die gwringügige Vermeidung „schwerer Verläufe“ durch die Spritze spielt bei Gesunden keine Rolle. Und Alte und Gebrechliche waren aus der Pfizer-Studie ausgeschlossen worden, für sie liegt kein Wirkungsnachweis vor.

    Aus meiner Sicht geht es darum, der Welt zu demonstrieren, dass der Rechtsstaat abgeschafft ist. Von den Lockdowns war auch Eigentum betroffen. Man sollte meinen, dass die Industrie- und Handelsverbände auf die Barrikaden steigen.

    Der Begriff „Schafe“ ist unangebracht. „Kälber“ sollte es heißen!

    • Sabine Schoenfelder 15. Oktober 2024 um 13:31 Uhr - Antworten

      🥰👍. Exakt.

  3. Dorothea 15. Oktober 2024 um 11:37 Uhr - Antworten

    20% der Grünwähler bestätigen Nebenwirkungen der Impfung, wahrscheinlich gilt das auch für Österreich. Trotzdem hält diese Tatsache die Leute nicht davon ab, den Grünen Impfpflichtbefürwortern weiterhin ihre Stimme zu geben. Obwohl sie selber, oder ihre geimpften Angehörigen, geschädigt wurden, wählen diese weiterhin die Grünen: „Weil sie die einzigen sind, die etwas für die Natur machen!“
    Wenn das vorgegaukelte Wahlprogramm wichtiger ist als deren Handlungen ……

    Ausserdem werden viele Nebenwirkungen, sogar Schlaganfälle und Turbo Lungenkrebs, auf Corona Spätschäden oder Long-Covid geschoben. Weil es der Arzt sagt …..

    • Gabriele 15. Oktober 2024 um 12:26 Uhr - Antworten

      „Ja, ich hatte schon so Nebenwirkungen… aber mit der Impfung hat das nix zu tun… weil der nette Herr Kogler zum Beispiel hat auch gesagt, dass das net wahr is… In der Wahlwerbung von den Grünen ist auch dringestanden, wie segensreich die Impfungen waren, auch HPV und so… man muss die Kinder da unbedingt schützen, oder net?…“

      Fragt sich nur wovor…

      • Sabine Schoenfelder 15. Oktober 2024 um 13:49 Uhr

        Man muß es mal positiv sehen…..alle Grünenwähler lassen sich wieder tüchtig vollboostern, weil die Spritze so gesund ist, und es keine Nebenwirkungen gibt.
        Alle Pubertätsgeblockten oder solche, die sich als gegendertes Tier f ü h l e n, Katze oder Meerschweinchen, (wobei Lehrer jetzt diese Extravaganzen akzeptieren müssen 😂) sollten keinesfalls von einer kleinen HPV-Injektion Abstand nehmen. 😍
        Sicherheitshalber würde ich eine Klebeaktion auf einer vielbefahrenen Straße vorschlagen, am liebsten an einem Tag, an dem unsere „Geschenke“ ein kleines Autorennen durch eine Großstadt in näherer Umgebung starten.😁👍

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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