Papst Franziskus bezeichnet israelische Luftangriffe auf den Libanon als „inakzeptabel“

25. September 2024von 2,1 Minuten Lesezeit

Papst Franziskus bezeichnete die israelischen Luftangriffe auf den Libanon am Mittwoch am Ende seiner wöchentlichen Generalaudienz im Vatikan als „schreckliche Eskalation“ des Nahostkonflikts.

Der Papst fügte lautt Vatican News hinzu, dass die Angriffe, bei denen Israel nach eigenen Angaben Ziele im Zusammenhang mit der Hisbollah angegriffen habe, „inakzeptabel“ seien, und forderte die internationale Gemeinschaft auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Kämpfe zu beenden.

Der Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche nannte Israel nicht namentlich, sagte aber:

„Ich bin traurig über die Nachrichten aus dem Libanon, wo in den letzten Tagen heftige Bombenangriffe viele Opfer und Zerstörung verursacht haben.“

Der 87-jährige Papst, der in den letzten Jahren gesundheitlich angeschlagen war, zeigte sich während der gesamten Audienz in guter Form, obwohl er während seiner Ansprache einige Male leicht hüstelte. Am Ende seiner einstündigen Audienz ging er in einer improvisierten Rede auf die Angriffe im Libanon ein.

Die semitische Bevölkerung des Libanon hat einen starken Anteil an christlichen Einwohnern. Es gibt eine Reihe von Zweigen, die insgesamt 2018 bei der aktuellsten Zählung noch 37 Prozent ausmachenten.

  • Die Maronitische Kirche stellt die größte christliche Gruppe im Libanon. Sie anerkennt den Papst als Oberhaupt.
  • Der Patriarch residiert in Bkerke. Sie hat seit 1866 eine Priestergemeinschaft, die Kongregation der libanesisch-maronitischen Missionare.
  • Die Griechisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien stellt die zweitgrößte christliche Gruppe. Der Patriarch residiert in Damaskus
  • Die Griechisch-katholische Kirche (auch Melkitische Kirche) stellt die drittgrößte christliche Gruppe. Der Patriarch residiert in Damaskus.
  • Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien ist eine weitere christliche Gruppe im Libanon. Der Patriarch residiert in Damaskus.
  • Die Syrisch-katholische Kirche ist eine mit Rom unierte Kirche. Der Patriarch residiert in Beirut.

Die Christen stellen nach der Verfassung das Staatsoberhaupt des Libanon.

Christen sind überall zu finden und es gibt auch sehr viele Klöster wie im Qadischa Tal, das sich vom Skiressort des über 3000m hohen Mount Lebanon bis zur über 8000 Jahre alten Stadt Byblos erstreckt.

In Zahle, der größten Stadt im Beqaa Tal, das einer der stärksten von den israelischen Kampfflugzeugen bombardierten Gebieten gehört, gibt es, neben vielen anderen, die ziemliche bekannte Lady of Zahle Kirche und die Stadt ist überwiegend christlich.

Neben dem Papsst haben sich bisher nur Spanien und Irland gegen den nächsten Genozid durch Israel ausgesprochen. Vielleicht ist das Papst-Statement jetzt ein Anstoß auch für mehrheitlich katholische Länder ihre Stimme zu erheben.

Lula Oficial, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

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6 Kommentare

  1. Maria Leuschner 26. September 2024 um 10:55 Uhr - Antworten

    Literaturempfehlung zur Charakteristik des Papstes: „Der Diktatorpapst“

  2. Daisy 26. September 2024 um 4:37 Uhr - Antworten

    Ich glaube nicht, dass der „Globalisten-Papst“ sich sonderlich um die Katholen schert. Die Christenverfolgung in islamischen Ländern hat ihn noch nie gerührt.
    Er scheint zutiefst zu glauben, dass die Zukunft des Christentums in den Philippinen, in Brasilien und in Afrika liegt. Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund wendet der Papst wenig Zeit und Mühe auf, das schreckliche Schicksal der Christen im Nahen Osten anzuprangern. gatestoneinstitut, s. Link im Anschluss.

    Nicht umsonst bezeichnet man ihn auch als „Islam-Papst“ (was man auf Gugl nicht gleich finden wird), da er sich sehr um die Beziehungen bemüht und scheinbar die Islamisierung Europas unterstützt. Es ist alles ein Gott, meint er, und betet phasenweise auch zu Gaia als Naturreligion und Gottheit von Greta und dem ORF. Er ist schon dabei aufgefallen, seinen „Gotteskriegern“ (wie er sie nennt) von den „geflüchteten“ „Rebellen“ die Füße zu waschen. Es spreizt sich nicht mit seinen Neigungen, denn die Sozialisten sind traditionell hinter dem Kapital (der anderen) her und sie stehen natürlich auf der Seite der Palästinenser in dem Konflikt, indes für mich gilt, weder noch. Aber zugegeben, wie Netanjahu jetzt fuhrwerkt, geht auf keine Kuhhaut mehr. Warum hat der solche Narrenfreiheit? Ebenso wie der Ukraine-Konflikt wurde auch der Nahost-Konflikt von der linksextremen Biden-Administration geschürt und entfacht. Der Deep State dahinter kommt ja offenbar auch aus dieser Ecke. Und jeder Ami-Präsident muss sie hofieren, sonst braucht er gar nicht erst zur Wahl antreten. Und wir müssen die ganze Schose blechen, weil unsere Politnullen Marionetten ganz offensichtlich der selben Spekulantenxindlsmischpoke sind. Kurzum – meine Meinung: Die solln endlich mal a Ruh geben da unten.

    PS: Vielleicht liegts ja auch am Alkoholverbot? Unsereins hätte sich längst zusammengesetzt, geredet und gesoffen wie einst Figl mit den Russen. Dann trinkt man Brüderschaft, busselt sich ab und alles wird wieder gut… Prost!

    • Daisy 26. September 2024 um 4:39 Uhr - Antworten
      • Vortex 26. September 2024 um 16:16 Uhr

        Da geht noch mehr (tinyurl.com/ycxje6nr, tinyurl.com/3ac679xb, tinyurl.com/23pzfca8, tinyurl.com/33dsb27x, tinyurl.com/4apfcnks, tinyurl.com/4wym3zab, tinyurl.com/mub4carj),
        lt. Post von hier: (tinyurl.com/2y6vddtm) …

  3. Sabine Schoenfelder 25. September 2024 um 15:13 Uhr - Antworten

    Der Papst ist ein Sprachrohr des WEFs. Bei der Verhöhnung des christlichen Abendmahls durch eine gegenderte, entartete Darstellung des „Letzen Abendmahls“ von Da Vinci im Rahmen der Pariser Olympiade mußte der Muslim Erdogan ‼️ im Vatikan beim päpstlichen Oberhirten anrufen, um überhaupt einen kritischen Kommentar zu dieser Herabwürdigung der Christen zu provozieren.
    So viel zum Hansel-Franzel. Wen interessiert ernsthaft, was dieser Greis zu bieten hat ?

    • Vortex 25. September 2024 um 16:29 Uhr - Antworten

      Noch dazu mit erheblichem Hintergrund (tinyurl.com/5c2a9jkz), über die fast niemand Bescheid weiß …

Regeln für Kommentare: Bitte bleibt respektvoll - keine Diffamierungen oder persönliche Angriffe. Keine Video-Links. Manche Kommentare werden erst nach Prüfung freigegeben, was gelegentlich länger dauern kann.

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